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Full text of "Iphigenie im Taurierland"

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AUSGEWÄHLTE 
TRAGÖDIEN DES EÜRIPIDE8 

PUB DEN SOHDLOEBRAUCH ERKLÄRT VON 
N, WECKIEIN 

ZWEITES BÄNDCHEN 

IPHIÖENIE IM TAUBIBBLAND ■ ■ ■' 

DRITTE AUFLAGE 
HIT EINER ABBILDUNG 



m 



DEÜCK UND TEELAG VOS B. G. TEOBNER, LEIPZIG 1904 



SINSCnLIKBSLICH D 



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■I 



Vorwort zur ersten Auflage. 

Die Kritik and Erklämne der Taurisclien Iphigenie ver- 
dankt am meisten den alten Ausgaben von Markland, Mds- 
Save, Seidler, Matthiae, Monk, Hermann oad jeder nene 
ersnsgeber, welcher einen fortlaiifenden Kommentar zn dem 
Stflcbe bieten wiU, wird auf diese Arbeiten zurückgehen und 
aaagedebnten Gebrauch von ihnen machen mQssen. Dieses 
allgemeine dankbare Geständnis muß bei einer Schulausgabe 
statt der beständigen Wiederholung der Namen dieser Gelehrten 
eintreten. Oft allerdings wird den neueren Ausgaben auf Kosten 
der alten ein nngehöriges Verdienst zugeschrieben. 

Unter den neueren Bearbeitungen verdienen besondere 
Anerkennung die von Badham (1S51) und Härtung (1862); 
nicht ohne Verdienst im einzelnen sind die Ausgaben von 
L. Dindorf (1826), Fix (1843), Witzachel (1844), Bothe (2. Aufl. 
1846), Schoene (1861), Klotz (1859), Paley (1860). Von dem 
grundlegenden Werte von Kirchhoff und den verdienstvollen 
An^faben von Kauck und W. Dindorf brauchen wir hier 
nicht zu reden. 

Unter den Stücken des Euripides ist der Taurischen Iphi- 
genie von Seite der Gelehrten eine ähnliche Aufmerksamkeit 
zuteil geworden wie unter den Tragödien des Äschjlos dem 
Agamemnon. Die Iphigenie nimmt als eines der bedeutendsten 
Stücke des Dichters, als Muster fUr eine Art der Tragödie 
und als Vorige für das Meisterwerk des deutschen Dichters 
ebenso dss ästhetische Interesse in Anspruch, wie bei der 
mangelhaften TeztQberlieferung der wissenschaftliche Sinn sich 
aufgwrdert fühlt dem wertvollen Inhalt die ursprüngliche 
Gestalt der Form so viel als möglich wiederzugeben. Ver- 
schiedene Abhandlungen haben sich um die Verbesserung ver- 
dorbener und die Erklärung schwieriger Stellen bemüht. Ich 
nenne: Kvitjala, Beitrl^ zur Kritik und Exegese der T. L 
Wien, 1859 (besprochen von Klotz Jahrb. 1860 Abt. II 
S. 15—26) und zur Kritik der T. I. in Symbol Philol. Bonn, 
fasc. II Lips. 1867 S. 645 — 666, Köchly emendationum in 
E. I. T. particnlae quinqne Zürich 1860—1862, Rauchenstein 
disputatio de locis aliquot E. I. T. Aarau 1860, Bergk N. Rhein 
Mus. XVn 8. 584—604 und XVffl S. 201—226, Enger ebd. 
XVU S. 612—617, F. W. Schmidt Jahrb. 1864 S. 2^—238, 
Schenkl Jahresbericht PhiloL XX S. 476 — 479, Christ. Ziegler 
Progr. von Stuttgart 1871, Wolfg. Bauer Progr. des Wilhelmag. 
in München 1872. Dazu kommen die neuen Ausgaben von 
Köchly (zweite Aufl. der Schöneschen Ausgabe 1863, dritte 

180960 



1872), Weil (Sept Tragedies d' Euripide. Paris 1868), Wolfg. 
Bauer (1873), Christoph Ziegler (1873). Alle diese Arbeiten 
bieten brauchbare Notizen oder Anregungen und Anhaltspankte 
für die Emendation oder Interpretation einzelner Stellen. Immer- 
hin aber gibt es des ünverbessertea oder Unerklärten mehr 
als genug. In welchen der vorhandenen Ausgaben hat z. B. 
die Antistrophe V. 407 — 420 eine Erklärung erhalten, daß 
dem Dichter nicht sinnlose und unverständliche, sondern logische 
und- zuaammenlüngende Gtedanken beigelegt werden? Eine 
neue Ausgabe dQrfte also, wenn sie mit dem Bestreben auftritt 
in der Kritik und Erklärung einen Fortschritt zu bezeichnen, 
nicht als überflüssig erscheinen. 

Mit besonderem Danke bemerke ich noch, daß ich bei der 
Behandlung der Metra mir einige gütig mitgeteilte Ratschläge 
von Herrn Professor von Christ zunutze gemacht habe. 

Im übrigen erbitte ich für diese Arbeit die gleiche freund- 
liche und nachsichtige Beurteilung, wie sie die Ausgabe des 
PrometJiens und der Medea gefunden hat. 

Bamberg, Jimuar 1876. 

Vorwort zur zweiten Auflage. 

Der neuen Bearbeitung kamen verschiedene Abhandlungen 
vorzugsweise kritischen Inhalta, aus denen das Bedeutendste 
im Anhang aogeführi. ist, endlich die neue Aud^e der Sept 
tragedies d' Euripide par H. Weil. Paris 1879 und die Aus- 
gaben von E. B. England. London 1883, C. S. Jerram. Oxford 
1885, Christ. Zitier. Freiburg j. B. 1886 zugute. 

München, Jannar 1888. 

Torwort zur dritten Auflage. 

Für den Text wurde die kritische Ausgabe L., Teubner 
1898, welcher die genaue Kollation der Handschriften von 
R. Prinz zugrunde liegt, maßgebend. Von besonderer Wichtig- 
keit ist die Feststellung, daß die Handschrift P gegenüber L nur 
sekundären Wert hat (vgl- Beitrage zur Kritik des Euripides. 
V.Sitzungsb. d. MOnch. Ak. 1899. IL S. 297 ff.). In Rücksicht auf 
diese Ausgabe konnte im Anhang die Angabe verschiedener Kon- 
jekturen wegbleiben. Yon erklärenden Ausgaben sind zu er- 
wähnen die von 8. Mekler, (Hotha 1891, die dritte Auflage 
der Att^. von Chr. Zitier, Freib. i. B. 1893, die vierte, von 
E. Bruhn bearbeitete Auflage der Ausg. von Schöne-KSchly, 
Berlin 1894, die von Siegfried Reiter, Leipzig 1900. 

München 1904. 



Einleitung. 



r Die Iphigeneia-Bag6 vor Soripidei. <) 

1. Die Iphigeneia-Sagfi hat sich in &hiilicb«r Weise ausgebildet 
und umgestaltet wie die Medea-S^e, deren Entwiclclung wir in 
der Ginleitnng xax Uedea verfolgt haben. Wie sich dort ergeben 
hat, dafl aus der UondgOttin Medea eine alte Königin von Korinth 
oder eine Prieaterin der Hera geworden ist, ao war Iphigeneia 
orsprilnglich eine selbstSndige Göttin and zwar gleichfalls eine 
MondgSttin ') ; sie wurde an rerscbiedenen Orten Oriechenlands 
verehrt; ihr Enltns vereinigte sich nachher mit dem Kultus der 
Artemis und es wurde entweder ans den beiden Göttinnen eine 
einzige "AffTifug 'l^tylvaa oder die eine zur Priesterln der anderen, 
die mehr fremdartige Gtöttin Iphigeneia znr Priesterin der griechischen 
Artemis. Wie an die Stelle von Kinderopfem, welche der Medea 
gebracht wurden, eine zeitweilige Hierodulie von Knaben and 
Kochen im Tempel der Hera trat, wie sich später die Vorstellung 
bildete, ds6 die Kinder der Uedea selbst der Hera zum Opfer 
gebracht worden seien, so wurden die Opfer von Hadohen, deren 
sich anfftnglicb die MondgSttin Iphigeneia erfreute, durch eine 
Darstellung von Mftdchen im Tempel der Artemis ersetzt und aus 
Iphigeneia selbst wurde eine geopferte Jungfrau. Wie endlich der 
Mythus die Medea erst nachträglich nach Kolohis versetzte nnd 
dann von Kolchis nach Korinth wandern lie&, so gelangte Iphi- 
geneia in das Land der Tanrier und sollte dann aas dem Lande 
der Tanrier an ihre Kultusstatten in Griechenland gekommen sein. 

Eine Hanptstätte des Iphigeneiakaltas war die OstkÜste von 
Attika. Hier lag an der Stairischen StraBe die Stadt Brauron, 
eine der alten Zw61&t£dte, welche vor dem sog. Synoikiamos von 
Attika ein selbständiges Gemeindeleben gefOhrt hatten. Die Stadt 
besaß ein Heiligtum mit einem ait«a Schnitzbilde der Artemis. 
Dieses Bild der „Taurischen" Artemis sollte Iphigeneia aas dem 



I) M. Jacobson, De fabulis ad Iphigeniam pertinentibns. Dise. von 
Königsberg ISSS. 

S) Diese wichtige and fOr die ricbtiffe Auß'aisuiig des MjthuB 
weaentliche Erkenntnis verdanken wir 0. MiUlet Doner I' 8. 384 ff. 

Bnripidu, IfiblsmiU. ''■■■■" -IL A Tl.*OglC 



2 EINLEITUNG. 

Lande der Tanrier gebracht haben; es wurde von den Persern 
nach Sosa mitgenoumien und später vom König Seleukos den 
Syriern von Laodikea geschenkt (Strahon 399, Pans. I 23, 7 u. 33, 1. 
III 16, 7); von Iphi(feneia selbst hiefl es, daS sie nach ihrer 
Rückkehr ans dem Barbarenland im Tempel als Priesterin gedient 
habe und dort begraben worden sei. Es worden ihr die Kleider 
d«r Fraaen geweiht, welche im Kindbette gestorben waren (vgl. 
unten 1462 ff.). In den Tempel der Brauronischen Artemis wurden 
an den Bfjuvgiavut, einem alle ffinf Jahre wiederkehrenden Feste, 
die MKdchen zwischen dem f&nften und zehnten Lebensjahre ge- 
führt und in ein S&frangewand '} gekleidet unter dem Namen 
„BAiinnen" (äpxTix) der Göttin geweiht. Als AnlaS zor Stiftung 
dieser Weihe, welche „Verb&ren" (SfKttvaig, äfxxtla^ &fxitviiv) 
oder „Zehnten" (dmcatvtm)*) hiefi, wnrde eine Fest angegeben, 
welche die Athener befallen habe, als eine zahme Bärin der Göttin 
getötet worden sei. Die Göttin habe als Ersatz verlangt, dafi jede 
Jung&au vor der Hochzeit „Bftrin" werde, und von den Athenern 
sei darauf der BeschlnB') gefaßt worden, kein Usdcben solle 
heiraten, das nicht „Bärin" gewesen sei (Schol. zu Aristoph. Ljs. 646, 
Harpokr., Hesych., Suidas unter S^xrog, it^xTcla, &tftcte^9ai, Smattvuv, 
PoU. T 81, Bekker Anecd. I p. 206 u. 234). Was vorerst diese 
Überlieferung Aber die Stiftung der Weihe betrifft, so lindet sich 
öfters in griechischen, römischen und germanischen Sagen die 
gleiche Begrflndung alter Kultusgebräuche, deren Ursprung unbe- 
kannt geworden. Ebenso ist die weitere Angabe, daB eine zahme 
Bärin get9t«t worden sei, nur ein ätiologischer Uytbus, wie er 
uns nachher noch zweimal begegnen wird: aus gleichem Grunde 
hat Artemis Mnnychia über die Athener und Artemis in Aulis 
ttber Agamemnon L^d verhängt Die eigentümliche Sitte der 
iil/Kztla aber wird uns verständlich durch eine andere Sage. Nach 
einem dem Heaiod zugeschriebenen Gedicht«, wovon bei Eratosth. 



9) Die Safranfarbe scheint der alte ErklSfer, welcher zu Ariatopb. 
LjB. 616 x^t' i%ovaa thv %QO\Lenhv SurtTOS fi Efav^mvlois bemerkt: &Q%tini 
uipo^fitvcci t6 fmoTrlpiDi' l^wtilovv, auf die Vontelliing einer Bärin 
bexogen zu haben. Ähnlich urteilen neuere Erklärer j Aoaegta macht 
Schwenck mjthol. Skizzen S. 1*9 geltend, dafi die Safranfarbe mit der 
Farbe des Bärenfells nicht« gemein habe. Wahrscheinlich liegt dem Oe- 
brauch eine alte Voretellung, welche mit dem Mond in ZusammenhaDg 
lieht, tngnmde. Über ^kioe vgl. auch N. Rhein. Uui. SXUT S. 3S4. 

i) Dafi der Ausdruck Sc^iaitvuv nicht auf das Alter der Mädchen 
(n(pl TÖv itnutx^ xi/ivav oiaai Hesych. unter Sixcntitt*) zu besieheu, 
londem nach der Erkl&rung des DidjmoB bei Harpokr. nnter ienattinv 
im Sinne von na^tcfäxiai {i-nft3i^itf ffl'oc i)v 'EltTjviitAv z&s dtxdtar 
r6v mpiyivofijvniv Tor; 9eols xa^icpaCv) zu nehmen int, bemerkt mit 
Recht Snchier de Diana Braoronia (Harburg 1S47) S. 20. 

6) Derartige Volkabescbtüsse scheinen der Anlafl gewesen zu sein, 
dafi ErateroB in seiner Sammlung der ^^ffffuna von diesem Gebrauche 
sprach (Harpokr. unter ifxttvtai). 

„..,.. ,.A,003IC 



EINLEITUNG. 8 

Kataster. 1, Hygin poet. astroa. II 1 ein Auszug gegeben ist, 
wurde Kallisto, die Tochter Lykaons und die beetandige Begleiterin 
der Artemis auf der Jagd, in Arkadien von der Göttin in eine 
BtLria') verwandelt, ala sie durch Zeus ihre Jnng&ftulichkeit ver- 
loren hatte, und gebar in der Verwandlung den Arkas, den 
Stammvater der Arkadier. Nun aber ist KalllCTti ein häufiger 
Name der MondgOttin. In Athen waren in einem Periboloa der 
Artemis, der auf dem Wege von der Stadt zur Akademie tag, 
Holzbilder der ^Aflmj und KaiMon} (Paus. I 29, 2); in Arkadien 
lag am MBn&lischen Gebirge ein hoher, mit BSumen bewachsener 
Erdtflgel, welcher als Grab der Kallisto bezeichnet wurde, und 
auf der Spitze des H&gels stand ein Tempel der 'Aftefug KaUUaTrj 
(Paus. Vin 35, 6). Pausani&s bemerkt bei der Erwähnung dieses 
Tempels, dafi der alte Sftnger Famphos die Artemis in einem 
Hymnus auf diese GOttin KaXXUsjt) genannt habe. Offenbar ist 
also KalXtavtä auch nur ein Name der Mondgöttin.') Der histo- 
rische Hergang aber ist nicht der, dafi Kallisto in eine BOrin 
verwandelt wnrde; sondern umgekehrt wurde zuerst der Mond 
als cE(XT0$ vorgestellt und erst später trat an die Stelle eine per- 
sönliche Göttin, deren heiliges Tier die Bfirin wurde. ^) Aus 
diesem Grunde mußten die attischen MBdchen, welche der Gattin 
geweiht wurden, in einem Safrangewande eine Bärin vorstellen 
und wie die Natur der Gottheit auf die Priesterin flbergeht, hiefi 
auch die Priesterin äfxtos (Heaych. unter a^xiog). Da die Mond- 
göttin als GeburtshelferiD galt*), begann man die cf^xnvoi; als Vor- 
bedingung glUckUcher Entbindung und darum als eine Sache, die 
der Vermählung eines M&dchens vorhergehen muBte, zn betrachten. 
In der Eigenschaft einer solchen Geburtshelferin erhielt auch 
Iphigeneia die Kleider verstorbener Kindbetterinnen, wie soDSt der 
Artemis die Kleider von gltlcküch niedergekommenen Frauen ge- 
weiht wurden.'") Derselben Bestimmung Mutter za werden nnd 
ursprOnglich auch derselben Göttin Iphigeneia wird die Feier der 
'E]L£vij<p6fia zu Branron") gegolten haben, welches Fest der Brau- 

6) Darum stellte Polygnot auf dem GemUde in der Leeche zu 
Delphi Eallisto auf einem B&renfell sitzend dar. Paus. X Sl, 10. 

7) Auch die« hat 0. Mflller Prolegomena zn einer wiBaenachaftUchen 
Mythologie S. 78 ff. erkamit. Nur ist nicht KalXiatA „der zn einem 
Eigemiamen umgebildete Ehrenname der OOttin", sondern eine selbBt- 
Btändige Bezeichnung des Mondes. 

8) Vgl. über aolche Tiervorstellnngen aohwartz, Ursprung der 
Mythologie. ■ f "6 

9) In einem Skolion (4 Bvk.) heiBt es; iXatprißölov Ayforigav 'Aif 
tifuv, S yvvcuiidiF lUj' tru xfatoj. 

10) Vgl. 0. Malier Dorier !• S. 386, Welcker Gr. Qött. I S. 676. 

11) Diese Ortlichkeit der Feier ergibt das Athen. TJ 8. 283A er- 
haltene BmcbBtÜck der 'E3.ivii<poi/oirtfg des DiphiloB m t6vB' inojttei- 
ovsa Kai ntxtrjfiivTj Bpavf&vof Ufoli frio^tUaiotav Tifxai' Atfiofit ^i6t 
et TofiStfafirc Tiaf9tvt in Znsammenhalt mit Schol. zu Uom. A 6M 9il6- 

r. :,, .irA-.oogic 



4 BINLEITUNO. 

roaischen Artemis von heiratenhigen Jungfrauen begangen wurde 
und benannt war von den geflochtenen KOrben (Ikivat), in welchen 
die Jungfrauen Uifit öppijEci, d. h. den PhalloB, trugen (vgl. Schol. zn 
Theokr. Id. II 66, Poll. X 191). Dieser Kultus der Iphigeneia in 
Brauron gab ein gewisses Recht zu behaupten, Iphigeneia sei nicht 
in Aulis, sondern in Brauron geopfert worden und Artemis habe 
nicht eine Hirschkuh, sondern eine Bfirin an deren Stelle gesetzt 
(Schol. zu Aristoph. Lya. 646, wo auf den Alexandriniscben Dichter 
Euphorien verwiesen wird). Hat ja doch der Mythus von der Opfe- 
rung der Iphigeneia in Aulis mit dem Ersatz einer Hirschkuh offen- 
bar die gleiche Orundl&ge wie die Sgurcvaig der attischen MOdchen. 

Etwas weiter nördlich von Brauron lag 'Alvii ^ji^iptjvidis. 
Hier war ein Heiligtum der s, g. "Afwiug TavQOTtölog (Strabon 399). 
Das alte Holzbild der GSttin sollte nach einer andern Tradition 
dasjenige Bild sein, welches Iphigeneia aus dem Lande der Taurier 
gebracht hatte (vgl. unten 1453, Kallim. Hjinn. auf Artemis 173 f.). 
Vielleicht bildete sich diese lokale Tradition, als das alte Bild von 
Brauron von den Persem entfuhrt worden war.") Der Brauch, 
der in Haiti bestand, an einem TttV(f<möXut benannten Feste einem 
Manne etwas den Hals zu ritzen, bis Blut herausfloß (unten 
1456ff.\ kennzeichnet diese Artemis Tauropolos ebenfalls als eine 
Mondgöttin, der ursprünglich Menschenopfer dargebracht wurden. 
Qleichbedeut«nd ist der in Sparta Übliche Brauch an dem Feste 
der "A^Bfiig üpWa Knaben so lange vor dem Altar zu geißeln, 
bis der Altar mit Blut benetzt wurde. Die Priesf«rin wachte, 
das HoUbild der 'Opftfa im Arme, über die gehörige Strenge der 
Geißelung. Bei Pausanias (III 16, 10) ist noch die ausdrflckliche 
Überlieferung erlialt«n, daß der Brauch an die Stelle blutiger 
Opfer getreten sei. Das Bild der 'Op&ia sollte nach spartanischer 
Tradition das von Orestes und Iphigeneia aus dem Lande der 
Taurier gebrachte sein. 

Dem Kultus der Brauronischen Artemis war der Kultus der 
'AQTeiug Movwxlv, welche auf der Höhe von Munycbia ein Heilig- 
tum hatte, sehr ahnlich. Die Legende erzahlte, im PeiraJeus sei 
einmal eine B&rin getät«t und infolge davon Athen von einer Pest 
heimgesucht worden. Den Athenern habe das Orakel Abhilfe ver- 
sprochen, wenn ein Madchen geschlachtet werde. Ein Mann, Em- 
baroB mit Namen, habe sich erboten seine Tochter zu opfern, 
habe aber eine Ziege wie seine Tochter ausstaffiert und geopfert. 
Von da an sei es Sitte geworden für die Tochter eine Ziege zu 
opfern. Dieses Opfer konnte die ttffxreia in Brauron ersetzen, 



äof6s 9^01 ntlaayovc B^oir; Svras ovrat 3ffO<rayOftv^f)vai {ee ist von 
en Sintiem die Rede], lnil jiltvaavxte h BfaVfAva Ttawij^SfOvt Jtaf- 
^ipove ^fitaaav, ahtaffai 8k tA ßld^ittiy U^ovoiv. Vgl, Hermann Qottesd. 
Alt. % ÖS, 10. Suchier a. 0. S. SS, 

12) Tgl. Bergk bei Suchier a. 0. 3, 81. 

„..,.. ,.A,OOglC 



ElNLEmiNG. 5 

wurde auch selbst ao genaimt (Eustath. zu D. S. 331, 26, Snidas 
unter "^i^aföi iifu, Paroemiogr. ed. Leutsck 8. 402, Bekk. Aiiecd. 
I S. 444, Harpolo-. unter iifKitüaat). 

Auf die weitere Verbreitung dieses Kultus der Uondgöttin 
wollen wir hier nicht eingehen ") und nur erwfthnen , dafl die 
MondgSttin unter dem Namen 'Itpvyivcui auch anderwBrts verehrt 
wurde. In M^ara war ein Heroon der Iphigeneia, welche dort 
gestorben sein sollte (Paus. I 43, l). In der ach&ischen Stadt 
Aigeira befand sich im Tempel der Ärtemia ein altes Schnitzbild 
der Iphigeneia, der Tochter Agameninons, wie die Aigeiraton sagten. 
Pansanias (VII 26, 5) bemerkt dazu: „wenn das wahr ist, mufi 
der Tempel zuerst der Iphigeneia erbaut worden sein." Dies ist 
in anderem Sinne richtig als Pausanias meint. Der Iphigeneia- 
knltns wurde auch dort vom Artemiskultus abgelOst Ein Über- 
bleibsel alter Hierodulie war der Brauch, daß immer eine Jungfi-au 
Priesterin der Artemis war, bis sie heiratatUiig wurde. In Hermione 
war ein Heiligtum der "Agzcftis 'itpi^iviia (Paus. II 35, l). Da 
waren also die beiden Namen verschmolzen wie bei der "Ä^t/ug 
KalllaiT}. Auch eine Arkadische Sage kennt Pausanias (I 43, l) 
inbetreff der Iphiffeneia, teilt aber nichts darüber mit. 

Ffir die Frage, wie die MondgOttin Iphigeneia zur Tochter 
des Agamemnon wurde und wie sich die griechische Sage nach 
der fernen Tauriscben Halbinsel verpflanzte, ist der Kultus von 
Lemuos von Bedeutung. Es wurde dort eine MondgSttin unter 
dem Namen „Große GOttin" verehrt, der Jungfrauen geopfert vnirden 
(Stepb. Byz. unter jl^ftvogy Photius u. Hesych. unter Meyalij tfeös). 
Wahrscheinlich identisch mit ihr ist die „hartherzige" Chryse (t^s 
mnötpffovos X^oijs Soph. Phil. 194), welche eine Tochter Aga- 
memnons von der Chryseis sein soll (Etym. M. unter Xffvadnohg: 
'Ayaiitfivovog xal X^vot}lSoi «aSug ytjovivat q>ual Xf/varp/ «ol 
'Iipiyivciuv, Hygin. F. 121). Agamemnon tritt damit in den My- 
thenkreis des ApoUon ein, dessen Priester Chryses, der Vater der 
Chryseis, ist Iphigeneia kann nicht willktlrlich zur Tochter Aga- 
menmons gemacht worden sein. Es ist sehr bezeichnend, daß das 
Heiligtum der Artemis Uunychia in Pygcl^ einem Städtchen loniens, 
eine Stiftung des Agamemnon genannt wird (Strabon 639). An 
seinen Namen kofipft sich das blutige Opfer, welches der Artemis 
in AuÜB dat^bracht wurde (vgl. Paus. IX 19, 6 ff., Plut. Ages. 6). 
Wenn die Beziehung des Agamemnon zur Mondgöttin einen inneren 
Grund haben soll, so muß Agamemnon ursprünglich gleich&IIa 
eine Lichtgottheit gewesen sein und Iphigeneia zu ihrem Vater in 
demselben Verhältnisse stehen wie Medea zu ihrem Cirofivater He- 



18) Vgl. aufler 0. Müller a. 0. »och Welckcr Griech. Götterlehre I. 
n. 90 [Artemis einzeln und in vielen Oestolten), Deimling Leieger § 48 ff. 
(Religion und Kultus der LelegerV 



6 EINLEITÜNO. 

lios. Diese Beziehung ergibt sich auch aus der Helenaaage, velche 
man auf das Verschwinden des Mondes zurückfahrt. Die Licht- 
götter ziehen aus die geraubte „goldene Wolke" wiederzugewinnen.**) 
Ebenso scheint in dem Namen Ztii? 'AyaiU(iVB)v (Eustath. zu II. 
p. 168, 10) das göttliche Wesen des Agamemnon ausgesprochen 
zu sein. Der Apollonpriestor Chryses, dessen Tochter von Aga- 
memnon geliebt wird, verh&lt sich zu seinem Gotte wie die Prie- 
sterin IpÜgeneia oder Kalliato zu Artemis; Agamemnon und Iphi- 
geneia, Chryses und Chryse gehören zusammen wie Hekatos und 
Hekate, Apollon und Artemis. ^) Die AusdrScke X^vativ ifttpißl- 
ßipta; und {Ttvidoio) lipt ivänacig scheinen alten Formeln ent- 
nommen zu sein, deren eigentlicher Sinn verloren gegangen ist. 
An Itpi äväaatig erinnert der Homerische Name der Tochter Aga- 
memnons Iphianasea, der von den alten Erkl&rern als gleichbe- 
deutend mit Tphigeneia betrachtet wird (Schol. zu Hom. I 115 und 
zu Eur. Or. 647); mit Chryse ist der Name der anderen Tochter 
Chiysotbemis verwandt. — Der König Thoas, welcher nach einer 
spateren Tradition Beherrscher der Taurier ist, gehört ursprünglich 
der Lemnischen Sage an (Hom. S 236). Als König von Lemnos 
wurde er damals, als die Lemnischen Frauen alle Männer der 
Insel umbrachten, von seiner Tochter Hypsipyle gerettet und in 
einen Kahn gebracht, in welchem er nach der Taurischen Halb- 
insel verschlagen wurde (Hygin F. 15). Dieser Mythus weist uns 
auf die Wanderung der Sage hin.*') Die Artemis in Brauron ist 
mit Lemnos in Verbindung gesetzt in der Sage, nach welcher das 
Scbnitzbild der Brauronischen Artemis durch die Lemnischen Tyrr- 
hener geraubt und nach langem ümherfUhren nach Kreta gebracht 
wird (Herod. VI 138, P!ut. Mor. p. 247 E). ") Wie das Ziel der 
Argonautenfahrt von Lemnos nach Kolchis verschoben wurde, so 
ging die Beziehung der Brauronischen Artemis zu Lemnos in die 
Beziehung zur Taurischen Halbinsel über. Das eine wie das andere 
war erst möglich seit der Zeit, wo die Griechen durch die See- 
feJirten der Hilesier die Gegenden des Schwarzen Meeres genauer 
kennen lernten.**) Dort fanden die griechischen See&hrer bei dem 
wilden Volk der Taurier die blutige Verehrung einer Göttin, 
welche nur „die Jungfrau" hieB. Ihr opferten die Taurier jeden 
Hellenen, der durch Schiffbruch oder aaf andere Weise in ihre 
H&nde fiel, indem sie ihm mit einer Keule den Kopf abschlugen 
und diesen auf eine Stange spieBten, den Rumpf aber von dem 
Felsen, auf welchem das Heiligtum der Göttin stand, hinabwarfen 
oder nach anderem Bericht vergruben (Herod. IV 103, Strabon 
308, Diodor IV 44). Der Name der „Taurischen" Göttin oder 

U) Vgl. Ed. Meyer Geach. d. AH. U 9. 49. 
16) Vgl. Deimling a. 0. § 19 ff. 

16) Vgl, 0. Malier Orchomenoa 8. 306 '. 

17) Vgl. ebd. S. 302 ff. 18) VgL 0. Malier Dörfer I 8. 389, 



igle 



EINLEITUNO. 7 

"ji^nnig Tavfonöl^oS) dessen eigentliche Bedeutung man nicht mehr 
verstand (vgl. unten 1454), mußte den Griechen die Annahme 
nahe legen, daß die im griechischen Kult bestehende Erinnernng 
an SIenficben Opfer ein Abglanz des hei den Tauriem üblichen blu- 
tigen Gottesdienstes sei, daö die Tauropoloa ans jenem Barbaren' 
lande stamme und mit dem Wechsel des Landes und Volkes auch 
einen menschlicheren Kultus angenommen habe. Wenn nach Herodot 
(a. 0.) die Taurier selbst behaupteten, daß die „Jungtrau" keine 
andere als Iphigeneia die Tochter Agamemnona sei, so hatten sie 
das von den Griechen gelernt. £a beweist uns, daß zu der Zeit, 
wo die Griechen den Tauriem diese Kenntnis beibrachten, das Be- 
wußtsein von der göttlichen Natur der Iphigeneia und von ihrer 
Idenütltt mit der Taurischen Gcttin noch vorhanden war. Das 
eratere mußte aoch damals noch der Fall sein, als das Hesiodische 
Gedicht KaiüloYOs ywaiti&ii abgefaßt wurde; denn darin hieß es, 
daß Iphigeneia nicht gestorben sei, sondern nach dem Willen der 
Artemis als Hekate fortlebe (Paus. I 43, l). 

So tritt aus Iphigeneia als Gestalt eines alten Sonnen- und 
Mondknltus entgegen und zwar eines Kultus, der sp&ter verdiingt 
wurde und sich in die Heroensage und in Mysterien verlor. Wir 
haben eine Ibnliche Erscheinung im Mythos der Medea gefunden 
und dort deutliche Merkzeichen der fremden phQnizischen Herkunft 
wahrgenommen. Das Gleiche scheint von der Mondgöttin, welche 
unter dem Namen der Iphigeneia oder Tauropotos verehrt wurde, 
2U gelten. Es ist bedeutsam, daß die Ostk&ste von Attika eine 
besondere Statte dieses Kultus war. Der Osten von Attika hatte 
anfänglich eine eigene Geschichte. Er war den Einwirkungen von 
dem Äg&ischen Meere und den umliegenden Inseln her in beson- 
derer Weise ausgesetzt. Er war auch einer mit phönizischer 
Kultur gegrflndeten Hemchaft, der Herrschaft des Uinos, welche 
ihren Sitz in Kreta hatte und sich Aber die Kykladen und die 
Kflsten des ÄgKischen Meeres ausdehnte (Thuk. I 4), unterworfen. 
In Marathon war Herakles (d. h. der phSnizische Melkart) nach 
der Überlieferung der Marathonier zuerst als Gott anerkannt worden 
(Paus. I 16, 3). Die Theseosaage hat, soweit sie die Befireiung von 
der kretischen Fremdherrschaft ausspricht, ihren Schauplatz an der 
attischen Ostküste. Wie infolge des s. g. Synoikismos die lokalen 
Kulte nach Athen übergingen, vrie z. B. die Mondgöttin von Brau- 
ron als „BrauTOnische" Artemis ein Heiligtum auf der Akropolis 
erhielt (Paus. I 23, 7), so wurde Athen auch der Mittelpunkt der 
einzelnen lokalen Überlieferungen. Sehr deutlich zeigt sich die 
VerrQckung des Mythus in der Wendung der Sage, daß Theseus 
von Aphidnft nach Athen kommt um nach Kreta zu fahren und 
die Atbener von dem Tribute von sieben Knaben und sieben MBd- 
chen, welchen sie dem Minos von Kreta für den Uinotanros zu 
entrichten haben, zu befreien (Schot, zu Hom. £ 590). Der Mino- 
„..,.. ,.A,OOglC 



8 EINLEITUNG. 

tauros auf Kreta ist der pköaiziscfae Baal-Moloch, dem Mensohen, 
besonders Einderopfer dargebracht nurdeti und welchen man sieb 
in Menscbenge statt mit einem Stierkopf vorstellte.'^) Die Ab- 
hängigkeit, welche eich in dem Tribnte an den üremden National- 
gott ansapricht, bezieht sich also auf die attische Ostküste, von 
welcher Theseua ausging. Dies wird bestätigt durch die Sage 
vom Marathoniscben Stier, dem Sonnenstier des Minos, welcher 
die Bewohner der Uarathonischen Tetrapolis beanrnbigte. Theseus 
zog gegen ihn aus, bezwang denselben und trieb ihn lebendig 
durch die Stadt und opferte ihn dann dem ApoUon Delphinios 
(Plat. Thes. 14). Auch hier ist wieder die Stadt Athen nach- 
träglich in die Sage gebracht. Der Kvdtas des ApoUon Delphinios 
ist an der OstkÜsta heimisch, wie der heilige Hafen Delphinion 
bei Oropos (Sbrabon 403) und auch das Delion m Marathon be- 
zeugt. Noch weiter ging die Verschiebung der Sage, als es hieß, 
Theseus habe den Stier der Athena auf der Akräpolis geopfert 
(Paus. I 27, 10). Auch der Kampf des Theseus gegen die Ama- 
zonen (Flut Thes. 27) wird zuerst seinen Schauplatz nicht in 
Athen, sondern an der Ostküste gehabt haben; denn die Amazonen 
waren die Dienerinnen der Artamis Tauropolos (Diod. II 46), die 
jungMulichen Hierodulen der Artemis '°), und die aiftaila der atü- 
achen M&dchen war ein Sest solcher alten HieroduÜe. Der Mino- 
tauros, dem die Ostküate Tribut zollte, und dar Marathonische 
SÜer, welcher die Ostküste heimsucht«, geben uns deutlich zu er- 
kennen, welchem Kultus die „Stiertummelnde " oder „Stier"-Artemis 
angehört. Wie Münzen- von Sidou und Kreta die Europa auf einem 
Stiere reitend darstellen, so zeigen Münzen von der Insel Ikaros, 
wo ein TavfoniXiov war (Strabon 646), und von Amphipolis, wo 
Alexander der Tauropolos einen Tempel erbaute (Diod. XVlil 4)*'), 
die Artemis auf einem Stiere reitend.*') Wenn in jener auf dem 
Stier reitenden Europa die pbSnizische MondgOttin Astarte zu er- 
keDoen ist''), so werden wir auch die Artemis Tauropolos und 
die Brauronische Artemis oder Iphigeneia, sowohl als Mondgöttin 
wie in ihrer Beziehung zu Greburt und Fortpflanzung, mit der 
phönizischeu Aschera-Astarte in Verbindung zu setzen haben. Astarte 
war verwandt mit der asiatischen Qijttin Anaitis ") und nach Paus, 
m 16, 8 behaupteten die Lydier, daB im Tempel ihrer Göttin 

19) Vgl. Movers FhSnizier I S. 800 ff., 3TS ff. Ändere Ansichten b. 
Roecber Lei. d. gt. n. rCm. Mjtb. uiit«r Minotaoioa. 

20) Vgl. Demiling Leleger 8. 18i- 

21) Gewiß mit Eecbt nimmt Soohier a. 0- 8. 69 an, daß es der- 
selbe ist, dessen Hainen Antipater Antbol. Pal. IX 16 al« Al9omiig 
Btavfmvidog tx^ia vTjo{) bezeic^et. Über den Namen der HondgSttin 
Al9onla {„Brandgesicht") vgl. 0. Mfiller Dörfer S. 384. 

28) Vgl. 0. Mfiller Dorier 3.301, Suchier p. GSsq., Ecke) doclr. 
num. n p. 61, 

S3) Vgl. Movers S. 169, ST4 S. 



EINLEITUNO. 9 

Artemis Auaitis das aus dem Lande der Taarier gekommeDs Bildnis 
sei. Im ftttischeii Demos der Athmoneer gab es eine Tradition, 
nach welcher Porphyrion (d. h. der PhCnizier) vor dem König AktAos 
(dem Heros Eponymoa der Etlste) geherrscht und das Heiligtum 
der 'A<p^SCvrj Oifavi'a d. h. der phOnizischen Aschera- Astarte ge- 
stiftet haben soÜte (Paus. I 14, 7). Der Znsammenhang der 
Braoronischeu Artemis mit Kreta tritt auch in der oben erwähn- 
ten Bage von den Tyrrbenem hervor. Die aipntla in Brauron 
war also ein alter Tribut oder Zehnt {StTuntvftv) an eine phöni- 
zische Gottin nnd wenn Theseus den Uarathonischen Stier bezwingt 
oder die Amazonen besiegt and verdrängt, so hat dies die gleiche 
kulturhistorische Bedeutung wie wenn Theseas die isthmischen 
Spiele des jonischen Poseidon stiftet an Stelle des dOstersn Ge- 
heimdienstes, welcher dem phönizischen Melikert«s geweiht war.'*) 
TheseuB ist ans einem Ueergott*^) der Nationalheros der Jonier 
und der Repräsentant der Verbreitung jonischer Kultur geworden. 
Joniscbe Macht und Sitte hat in Attika aUmllblicfa der fremden 
Herrschaft ein Ende gemacht und die Elemente fremdartiger Reli- 
gion in die Dunkelheit eines unt«i^ordneten Knltns gedrängt. 

3. Auf die Homerische Sage hat der aas den Menschen- 
opfern der Mondgöttin hervorgegangene Mythus noch keinen EinfluS 
gehabt (vgl. SchoL zu Hom. I 144 ovx oldt Ttjv jtai/ä lo« vtmi- 
(otg eipayijv 'Itpiyivtlag). Die Verlegung der Sage nach dem Taurier- 
lande ist jfluger als das Homerische Epos, das auch Eolchis als 
Ziel der Argonaatenfahrt noch nicht gekannt hat. In der Ilias 
(I 145 und 287) werden drei TOchter des Agamemnon als lebend 
angeSIhrt: Chrysothemis, Laodike imd Iphianassa. Eine davon 
bietet Agamemnon dem Achilleus ab Braut an, wenn er der Kränkung 
ve^essend wieder am Kampf teilnehmen wolle. — Eine ausge- 
prägtere Gestalt muB Iphigeneia in dem Hesiodiscben Giedicht 
Ktnäioyos ywatn&v gehabt haben. Die einzige oben bereits an- 
geführte Hotiz, die uns daraus erhalten ist, daß nämlich Iphigeneia 
nicht gestorben sei, sondern nach dem BatschloB der Artemis als 
Hekate fortlebe, hat sich jedenfalls anf die Opferung in 
Aulis bezogen. Dann aber war bereits die Opferung der Iphi- 
geneia mit der trojanischen Sage in Znsammenhang gesetzt. — 
Die genaue AosfOhrung and Uotivierung dieses Zusanunenhangs 
und die Versetzung nach dem Lands der Taurier finden wir zu- 
erst in einem Gedichte der s. g. kyklischen Epiker, in den Kvicptcr, 
welches dem Dichter Stasinos zugeschrieben wird. Der Dichter 
der Kyprien, der mit Homer nicht in Widerstreit geraten wollte, 

84) Vgl. Einleitung zu Medea S. 6. 

26) „TheseuB ist ein poseidonisoher Heros, wie er seibat Sohn 
Poieidons ist — von dem wahrscheinlich der menschliche Vater uraOTOng- 
lich nicht verschieden ist". 0, Müller Dorier I* S. 240, vgl. Prole- 
gomena 8. 2T1. 

„..,.. ,.A,OOglC 



10 EINLETFUNG. 

als er zum Homerischen Epos die anderweitige Überlieferung 
von der Iphigeneia als Tochter Ägamemnons hinzubraohte, nahm 
neben der Homeiiachen Iphianassa eine vierte Tochter Iphigeneia 
an (Schol. zu Soph. ül. 157) und stellte den Hei^ng nach dem 
AoBznge des Proklos in folgender Weise dar: „als die Flotte zam 
EWeitenmale in Aolia Tersammelt war, tStete Agamemnon auf der 
Jagd einen Hirsch und rOhmte sich selbst die Artemis in der 
Handhabung des Bogens zn abertreffen. Darüber ergrimmt hemmte 
die Göttin die Ausfahrt durch widrige Winde. Als Kalcbas den 
Zorn der Gdttiin geoffenbart und verlangt hatte, daß man der 
Artemis die Iphlgeneia schlachte, da holte man sie unter dem 
Scheine, als solle sie mit Acbilleus vermShlt werden, herbei und 
wollte sie opfern. Artemis aber entzog sie, flUute sie nach dem 
Lande der Taurier und machte sie unsterblich; anstatt des U&d- 
chens aber legte sie eine Hirschkuh auf den Altar." Hier wird 
das Opfer, das als Sühne fär einen Frevel erscheinen mußte, in 
gewöhnlicher Waise durch flberraütige Äußerungen gegen die Gott- 
heit motiviert.**) Die Versetzung nach dem Lande der T&urier 
mußte in Verbindung stehen oder bald in Verbindung gesetzt 
werden mit den Iphigeneiakulten in Griechenland. Wenn z. B. 
Ipbigeneia in Brauron als Priesterin gedient haben und begraben 
sein und der Name der Taurisohen Göttin mit dem Lande der 
Taurier zusammenhängen sollte, so mußte das zumal einen attischen 
Dichter oder MvthenerzKhler von selbst zu der Annahme führen, 
daß Iphigeneia in ihr Vaterland zurCtckgekehrt sei und bei dieser 
Gelegenheit das Bild der Göttin nach Hellas gebracht habe. Wir 
wissen nicht, wer zuerst diesen Zusammenhang genau vermittelt 
und ob die Dichtung der nacbhomenschen Epiker oder die Dar- 
stellung der prosaischen Uythenschreiber oder die lokale Tradition 
mehr Anteil an der Ausbildung derjenigen Sage hat, welche uns bei 
Euripides ent^gentritt. Denn daß die äußere Gestalt des Mythus 
von Euripides keine wesentliche Neuerung erhalten hat, daß ihm 
auch die Wendung der Sage, nach welcher Orestes die Schwester 
mit dem Bilde ans dem Tanrierlande zurflckholt, bereits als ge- 
geben vorlag,") das geht eineraeita daraus hervor, daß Orestes 
und Iphigeneia das Taurische Bildnis auch nach Sparta gebracht 
haben sollen, welche Sage sich knum erst infolge der Euripideischen 
Dichtung, mit der sie zum Teil in Widerspruch steht, gebildet 
haben kann, andrerseits besonders daraus, daß Euripides (unten 
1453) den Orestes als ersten Erbauer des Tempels in Halä nennt, 



36) Anders ist es unten 81 und im Agamemnon des Äschjlos 
motiviert. 

27) Anders urteilt Bemhardj Qr. Lit. II 8' S. 471; „den Kern des 
Themas, die Fahrt des Oreetes in das Taurische Land und die Heimkehr 
der dort weilenden, nicht der Sage gemfiB geopferten Iphigenia hat 
Eoripides vollständig erfanden". 



EmLErruNG. 11 

was er kaum hatte tun könnan ohne im Einklang mit der Ört- 
lichen Überlieferung zu sein. — Neben der Wendung, welche der 
Iphigenienmythus im KaziXoyos ywam&v und in den Kjpriea er- 
lullten hat, blieb auch die reinere Sage bestehen und wurde die 
Opferung der Iphigenie in Aulig als wirklich TolLzogen betrachtet. 
Von dem Gedichte des melischen Dichters Xanthos, welcher zu- 
erst den Namen der Elektra an die Stelle der Homerischen Lao- 
dike gesetzt haben soll (Aelian Venu. Gesch. IV 26), wissen wir 
in dieser Beziehung nichts Näheres. Stesichoros schloß sich in 
seiner Oresteia an Hesiod an und ließ Iphigeneia als Göttin Hekate 
fortleben (Pbilod. at^l tiacß. p. 24). Dagegen muflte Pindar 
Iphigenie als getOtet ansehen, wenn er es Pyth. XI 22 unent- 
schieden l&Bt, ob KlytOmestra durch den Opfertod der Iphigenie 
schwer gekrtlnkt oder durch die Biüüerei des Aegisthos ver- 
fuhrt sieh zu der schnöden Ermordung ihres Gatten entschlossen 
habe. Bei Äschjlos fällt Holche tTnentschiedenhelt weg; in 
seinem Agamemnon ist der frevelhafte GntschluB des Helden 
seiaem Ehrgeiz die eigene Tochter zu opfern in Zusammenhang 
gebracht mit dem im schuldbeladenen Hause der Tantaliden fort- 
erbenden Frevelsinn, der zur Schuld verleitet, welche Bache fordert. 
Die das zarte und hilflose Wild schatzende Artemis ist erbittert 
über die grausame Zerfleisch ung einer trächtigen HSsin durch 
eisen Adler, welche als Vorzeichen den Auszug der Atriden be- 
gleitet und sowohl die Zerstörung Trojas als auch die Grausam- 
keiten und Greuel vorbedeutet, deren sich die Griechen bei der 
Zerstörung schuldig machen. Durch die Forderung des nicht zu 
bringenden Opfers will Artemis den Zog verhindern. Ein anderes 
Drama des Äschylos, die 'Itpuyivtia, wird denselben Stoff behandelt 
haben wie die Itpiyivtta des Sophokles, in welcher nach einem 
Bruchstack (fr. 2S4 N.) Odjsseus die Kljtämestra anredete: oti 
d' S) fityitiTani nf^avovaa nfv9ti}&i', also dargestellt war, wie 
Klytämestra durch den Vorwand einer Vermählung bestimmt wurde 
ihre Tochter nach Aulis zu entsenden.'^ Auch in der Elektra 

38) Mau bezieht auf die Iphigenie des Sophokles Hj^gin F. »8 
Agameranon cum Menelao fratre et aliis Graeciae delectis ducibus 
Heleoam uxorem Menelai, (luam Alexander Parii avezerat, repetitum 
ad Troiam cum irent, in Aalide tempeetas eoe ira Dianae retinebat, 
QDod Agamemnon in venando cervam eius Tiolavit superbiuK[ae in 
Dianam est locutus. Ii cum aruspicee convocasset et Calchaa scelus 
aliter eipiari non posae niai Iphigeniam filiam Agamemnon (so igt fflr 
AgamemnoaiH zu schreiben) immolasset, re audita Agamemnon recnsare 
coepit, Tunc üljsses eum consiliis ad rem pulohram tranatulit. Idem 
Ulfases cum Diomede ad Iphigeniam misaua est adducendam. Qni cum 
ad CQjrtemestram roatrem eius veniasent, ementitur Dljsse« eam Achilli 
in coniugium dari. Quam cum in Aulidem adduziBset et parens eam 
immolare veltet, Diana virginem miserata est et cali^nem eis obiecit 
cervamque pro ea appomit; Iphigeniamqne per nnbes in terram Tauri- 
cam detulit ibique templi sui aacecdotem feoit. 

„..,.. ,.A,OOglC 



des Sophokles 530 ff. wird von Iphigeneia als einer wirklich ge- 
opferten gesprochen. 



n. Die Iphigeneio-Ssge bei Xnripldes.'^ 

1. Die Opferung der Iphigenie in Aulis hat Euripides in der 
Tragödie 'fyiyiveta rj Iv jivUSi dargestellt und hat den von 
Äschflos and Sophokles behandelten Stoff durch eine sehr glfick- 
liehe Erfindung umgestaltet, indem er die mit hinterlistiger Gewali 
nach Aulis gelockte Iphigenie in dem Augenblick, wo sie hoffen 
kann gegen die blutigen Absichten ihres Vaters wirksamen Schutz 
zu finden, den hochherzigen EntschloS fassen läßt ihr Leben für 
das Wobt der Gesamtheit zu opfern. — Vor die Anlische Iphi- 
genie, welche der Dichter gegen Ende seines Lebens am Hofe 
des mazedonischen KOnigs Archelaos gearbeitet und erst sein 
Neffe nach dessen Tod in Athen aufgeiUhrt hat, fsllt der Zeit 
der Abfassung nach die „Iphigenie bei den Tauriem". Euripide» 
brachte die Tradition von der Überführung der Taurischen Artemis 
nach Attika durch Iphigenie und Orestes in Verbindung mit der 
Sage, nach welcher der MuttermOrder Orestes von den Erinyen 
verfolgt ruhelos Qber LKnder und läeere irrt, bis er durch ApoUon 
gesflbnt und von den Erinyen erlöst wird. Diese von der epischen 
Darstellung abweichende Gestalt hatte die Orestes-Sage bereits 
durch die melischen Dichter erhalten. In der 'O^laxfia des Ste- 
sichoros gibt Apollon seinem Schützling Orestes Bogen und Pfeile 
am sich vor den ünholdinnen zu schützen. Ascbylos hatte im 
dritten Stflcke seiner Orestie, in den Eumeniden, der Wendung 
der Sage besondere Geltung verschafft, nach welcher der von den 
Erinyen verfolgt« Orestes auf GeheiB des Apollon nach mancherlei 
Irrsalen Athen aufeucht und hier bei Athena Schutz findet, welche 
für Orestes den ehrwürdigen Blutgericbtshof auf dem Areopag 
stiftet, demselben, nachdem er von der Hälft« der Richter ver- 
urteilt, von der Hälfte freigesprochen worden ist, durch Zugabe 
ihres Stimmstoines zur Freiheit verhiUt und die über ihre Nieder- 
lage erbitterten Erinyen versChnt und bewegt in Athen eine 
bleibende Wchnstätte zu nehmen und dem Lande huldreiche 
Gattinnen (Eumeniden) zu werden. Dm alles wohl zu vermitteln 
verdoppelte Euripides die Verfolgung der Erinyen and den Spruch 
des Apollon: er erfand, daB nach der Freisprechung auf dem 
Areshflgel auch die Erinyen wie die Richter sich in zwei Parteien 
geteilt und die einen als Eumeniden in Attika Wohnsitz genom- 



30) VrI. Patin ttudea sur lea tragiquee Grecs. Euripide Tome II ' 
I Euripi 

oogk 



S. 75 ff., Philipp Üajer Studien zu Homer, Sophokles, EunpidcB, Racine, 
Goethe berauBgeg. von Frohwein (nr, IIF. Die Iphigenien det Euripides, 
Racine, Goethe S. 213 ff.). 



EINLEITUNQ. 13 

men, die anderen da^^n unversöhnt die Verfolgung fortgesetzt 
h&tten. So muSte Orestea noch einmal die Hilfe des ApoUon 
anflehen and konnte dieser ihm den Auftrag gebsn nach dem 
Laude der Taorier ta nandem und das Bild der Taurisohen 
Artemis nach Attika zu holen um hiemach endliche Erlösung von 
seinen Leiden lu finden (968 ff.). Als Begleiter giht ihm Euri- 
pides den treuen Freund und besonnenen Berater uud mutroUen 
Ermunterer Pyl&des bei, der ja auch sonst bei den Tragikern wie 
bereits in dem epischen Gedichte N69m des Agias von TrSzen 
dem Orestes bei der Vollstreckung der Bache au Ägistbos und 
KlytAmestra hil&eich zur Seite steht. Wer aus dem Sohne des 
Phokiers Strophioa nicht bloB einen treuen Jugendfreund, sondern 
auch einen nahen Verwandten des Orestes gemacht hat durch die 
Erfindung einer Schwester des Agamemnon Anaiibia, welche die 
Gemahlin des Strophios gewesen sein soll (nntea 918, Paus. II 
39, 4, Schol. zu Gr. 765), wissen wir nicht. 

2. Mit aolchen Erfindungen und Ergftnzungen des HythuB hat 
der Dichter alles in besten Zusammenhang gebracht. Durch treff- 
liche Anlage nnd kunstvolle Anordnung der einzelnen Teile der 
Handlung, durch geschickte Verwertung retardierender Motive hat 
er das Ganze zu einem spannenden und wirksamen Drama , zu 
einem allgemein interessierenden und ergreifenden Stück ernsten 
Lebens gestaltet. 

Die Exposition des Stückes ist in dem Prologe (l — 122) 
gegeben. Ein bCser Traum hat Iphigenie an das Tageslicht ge- 
trieben; in einem Monologe setzt sie ihre früheren Schicksale und 
ihre augenblickliche Lage auseinander. Der Traum lenkt die Auf- 
merksamkeit der Zuschauer auf Orestes, gibt die Bruderliebe der 
Iphigenie su erkennen und führt später ein tragisches Motiv her- 
bei, da Iphigenie in dem Glauben, ihr Bruder sei tot, mißmutig 
wird und unempfindlich für das Unglück der Hellenen, die sie dem 
Tode weihen soll, also aus Bruderliebe ihr Herz verhärtet gegen 
den ungekannten Bruder. Der an diesen Monolog sich anschließende 
Dialog des Orestes und Pjlades teilt den Anftrag des Delphischen 
Gottes mit, womit das Auftreten des Orestes nnd Pylades moti- 
viert und die Unterlage für die SuBere Handlung des Stückes 
gegeben wird. Orestes zweifelt an der Wahrhaftigkeit nnd Weis- 
heit des Gottes und urteilt kurzsichtig über die Wege der Gott- 
heit: das Ende wird ihn eines besseren belehren. — In der 
Parodos (122—235) bringt Iphigenie eine Totenspende und be- 
weint den Bruder als Toten, den der Zuschauer eben lebend 
gesehen hat. — Es wird auf das Porterben von Fluch und Frevel 
im Hause der TantaUden hingewiesen, welches nicht, wie es vor- 
erst scheint, ganz der Ate verfallen ist, sondern nunmehr durch 
göttliche Gnade Erlösung finden soll. — Das erste Epeisodion 
(236 — 391) eutbKlt das errezende Moment: zwei Griechen sind 



14 EINLEITUNO. 

gefangen -worden; der KOnig hat bereits Befehl gegeben sie nach 
dem alten Brauche am Altare der Artemis zu schlachten. Iphigenie 
ftlhlt bei dem eigenen Unglück kein Mitleid und ist bereit ihre 
Pflicht zu tun. Der Zusdiauer kennt die Personen und Ver- 
hältnisse und bebt zurück vor dem Gedanken, daß Iphigenie den 
heißgeliebten Bruder ahnungslos dem Tode weihen könne. — Im 
ersten Teile (467 — 642) des zweiten Epeisodion wird die 
Spannung gesteigert, indem die sprechenden Personen bis zur Grenz- 
linie der gegenseitigen Drkeunung geführt werden ohne zu wirk- 
licher Erkennung TOrzudringcn.^) Der Höhepunkt der Spannung 
wird unter der Vorbereitung des Umschlags erreicht, da Iphigenie 
die Gelegenheit der AnkunÄ von Landsleuten aus Argos benutzen 
will um ihren Lieben in der Heimat eine Nachricht von sich zu- 
kommea zu lassen und dazu nicht den Orestes, sondern auf Ver- 
langen des Orestes den Pjlades bestimmt Der erste Auftritt des 
zweiten Teils (G58 — 1086) bringt die wirkungsTolle Szene edelster 
Freondestiebe und Selbstaufopferung, welche dos Interesse des 
Zuschauers für Orestes und Pylades erhöht. Der Freund will für 
den Freund oder doch mit dem Freunde sterben und nur durch 
die Bücksicht auf die Familie des Orestes, die Pjlades als Gatte 
der Elektra erhalten kann"), läßt sich dieser bestimmen sich dem 
Wunsche des Orestes zu fQgen und die Bestellung des Briefes zu 
übernehmen.") Die nächste Szene^') gibt die Erkennung. Nach- 



80) Vg). die Darstellung auf einer Amphora son Roto in Neapel 
(Uonum. d. Inst. d. C. A. II Taf. 48, üverbeck Heroische Bildwerke 
Taf, "Xlt^ or. ^), in welcher Iphigenie als xX^doixos den Tempehchlfissel 
in der linken Band trBgt und zu Oreetes, der am Altar Schutz vor den 
Erin^en sucht, hintritt um ihn auf die bevorstehende Opfemng vorzu- 
bereiten. 

81) Eine ähnliche Szene hat Sophokles im Xgvarjs (s. Anmerk. T 
nntei der HypotheHis 8, 21 am Ende) f^eschaffen, da man mit Sicherheit 
annehmen kann, daß die betreffende Szene im Chrjses des Pacuviua aus 
dem Chrjaes dea Sophokles stammt. Da n&mlich Oreatea dem KOnig 
Tboaa zum Tode ausgeliefert werden soll, dieser aber nicht weiß, wer 
Oreetea, wer Pyladea ist, tritt Pjlades vor and gibt sich als Orest«« 
an, während Orestes dabei bleibt, daS er Orestes sei. Vgl. Ct'e. de fin. 
V 22, 6S ^1 elamores vulgi atquit imperitorum excUantur in theatrit, 
cum iUa dieunttir: „igo sum Orettee", contraque ab altero; „immo enim 
V€TO ego gum, inquam, Oregteg". Ofim autem etiam txilua ab utroque 
datur cottturbato errantique reyi ,^mbos ergo und iteca, pneamvr", quo- 
(mhs hoc agitur, eequandone nisi admiroHonibus maximis? Vgl. üibbeck 
trag. fr. p. ISl*, 0. Jahn Uermea II S. 233. 

32) Zugunsten dieses Motivs folgt Euripides in diesem Stücke dem 
Aachjlos in der Annahme zweier TOchter des Agamemnon. Vgl, zu G6!. 

38^ Abgebildet anf einer alten Amphora (iraher im Buckingham- 
schen Palas^, auf welcher Iphigenie dar«e«tellt ist, wie sie, in der 
Linken den Tempel achlüssel haltend, mit der Rechten dem Pylades den 
Brief überreicht, während Orestes abseits stehend zuachsut (vffl. Arch. 
Zeit 184B Taf 12 oder Baumeister Denkmäler d. kl. Altert. 1 S. T5I), 
ferner auf einer Amphora in Petersburg (Monum. d. Inst TI Taf. 66) 



EINLEITUNG. 15 

dem P^lades geschworen hat den Brief vun deo Preis dei' Rettang 
zu ttberbringen, will er fOr denJFall, daß er bei einem Schiffbruch 
mit dem nackten Leben davon komme, seines Eides entbunden 
sein. FOr diesen Fall weiß Iphigenie Rat, Sie teilt ihm den In- 
halt des Briefes mit, damit er ihn nötigenfalls mflndlich bestellen 
könne. Bei dieser MitteilnDg gibt sieb Iphigenie in der unzwei- 
deutigsten, tmbefangenst«n und glaubwürdigsten Weise als Schwester 
des vor ihr stehenden Orestes zu erkennen. Viel leichter als 
Orestes, der nur von dem Opfertode seiner Schwester wußte, ist 
Iphigenie, welche bereit« vernommen hat, daB ihr Traum eine 
Täuschung sei, davon zu überzengen , daB sie ihren Bruder vor 
sich sehe. Kachdem Iphigenie ihrer Freude Über den wieder- 
gefundenen Bruder, ihrem Entsetzen, daß sie fast den eigenen 
Bruder zum Opfertode gefOhrt hätte, und ihrer Sehnsucht den 
Bruder zu retten Ausdiiick gegeben hat, muß ihr Orestes seine 
üDheren Schicksale auseinandersetzen, wodurch der Dichter Gelegen- 
heit erhält, das anfangs kurz Angedeutete und an dem Mythois 
Geänderte ausführlicher darsnlegen. Orestes schließt seine Erzählung 
mit der inständigen Bitte, die er an Iphigenie richtet, den Auftr^ 
des Gottes erfüllen und das Haus vom Fluche be&eien zu helfen. 
Der Zuschauer teilt diesen Wunsch und ist von neuem und um 
so mehr gespannt, ob dies gelingen oder die Freude des Wieder- 
sehens nur eine augenblickliche sein solL Wie ist Rettung mög- 
lich? Nach längerem Em- und Hersinnen entwickelt Iphigenie 
einen listigen Plan**), der die vollste Beistimmong des Orestes 
findet. Die Blutschuld des Orestes soll benutzt werden zur Täuschung 
des Königs. — Im dritten Epeisodion (1163 — 1233) wird der 
Eöuig durch die klug angelegte List hintergangen. — In der 
Eiodos (I284ff.) gelingt die Ausführung des schlauen Plans: das 
Bild der Artemis wird glücklich in das Schiff gebracht") und die 

und einer Vase, die im BuUettino Ital. Ann. I tav. VII abgebildet ist, 
endlich auf den su V. 760 erwähnten Reliefs. 

34) Die Erfindung von Intrigen und ÜHtigen Anschlägen gibt 
Euripidea gewöhnlich den Frauen, »a in der Medea, Uekabe, Helene. 
Dies steht in Übereinstimmung mit seiner Anachaaung vom weiblichen 
Charakter (zu 1033 u. 1061). Vgl. Ooethe Hermann und Dorothea 
Qes. IV „aber ein Weib ist geschickt auf Mittel zu denken and wandelt 
auch den Umwe^, geschickt zu ihrem Zweck zu gelangen". Übrigens 
darf man bei dieser Intrige nicht vergeasen, daB dem Hellenen den 
Barbaren ge^enQber alles erlaubt schien; die hohe Sittlichkeit, welche 
die Ooetheecue Iphigenie von einem Betrug des Tboas zurückhält, war 
dem Griechen unbekannt. 

86) Vgl. die beigegebene Abbildung eines pompejanischen Wand- 
gemäldes Monnm. ined. nabb. d, ist, d, corr. arcb. Vol. VHI Taf. XXII 
5)nbl. u. erkl. von W. Helbi« Ann. iSSö 3. 830 ff.), dann das rechte 
seitenbild des zu V. 643 erwälinten Reliefs u. die DarsteUung anf einer 
Vase im Lourre (Labord, vasea Lamb. I p. 16, Overbeck Heroiache Bild- 
werke I Taf. XXX n. 8). 



16 BlNLErrUNG. 

Griechen &hren mit ihm tmd Iphigenien d&voo. Damit Lat der 
Auftrag des delphischen Gottes erfült nnd du Stdck hat seinen 
gehörigen AbschluB, wenn auch kein der Tragödie würdiges Ende. 
Um einerseits den ungünstigen Eindruck der Art tmd Weise, wie 
doa Bild der Göttin entfllhrt worden, zn verwischen, ondereiaeits 
Dinge, die aufterhalb der Handlung liegen und der Zukunft an- 
gehören**), anmbringen bedient sich der Dichter des gewöhnlichen 
deus ez macfaina und um das Eingreifen eines höheren Wesens 
2U motirieren Ufit er einen Sturm entstehen, welcher das Schiff 
zurück ans Land treibt und den Barbaren die Hoffiiung gibt die 
Griechen einzufangen zu gebührender Züchtigung und das geraubte 
Götterbild an seinen Standort zurückzubringen. Der Dichter w&hlt 
die Göttin, welche bereits auf dem Areopag den Orestea beschützt 
hat, die Halbschwester des ApoUon, dessen Spruch in Erfüllung 
gehen mu6, und der Artemis, die aus dem rauhen Lande der Bar- 
baren zu einem besseren nnd fr^immeren Volke versetzt sein will^ 
die SchntzgOttin des attischen Landes, welches mit dem neuen 
GOtterbilde und neuen Gottesdienste beglückt werden soll. Thoas 
fUgt sich dem göttlichen BatschluB, den Athena verkündet, und 
ixt versOhnt. Orestes und Iphigenie kOnnen das GOtteri)iid ruhig 
nach Hellas bringen, ohne daS ihnen die Verwünschungen der 
Barbaren folgen. 

3. So hat der Dichter eine einheitliche und groBartige Hand- 
lung geschaffen, welche in der Übersiedlaug des Artemi sbildes, in 
der Begründung eines attischen Kultus, in der ErlOsung des von 
dem athenischen Areopag freigesprochenen Orestes nnd des schwer 
heimgesuchten Atridenhauses einen zumal für athenische Zuschauer 
bedeatsamen Stoff entwickelt. Die sichere und zuverlissige Füh- 
rung der Gottheit, welche der Ausgang zu erkennen gibt, weckt 
ein religiöses Interesse zu Gottvertrauen auffordernd. Li der Dar- 
stellung trefflicher Charaktere und innigster und aufopferndster 
Geschwister- und Freundesliebe hat die Handlung einen tiefen sitt- 
lichen und pathetischen Gehalt. Das ästhetische Interesse aber 
wird durch die kunstvolle Anlage der Wiedererkennnng beMedigt. 
Augenscheinlich war dem Dichter diese Anlage die Hauptsache 
und ist das Stück um ihretwillen geschrieben worden. Diese Art 
der uvayv^fKUe hat auch die besondere Anerkeimnng des Aristo- 
teles in der Poetik Kap. 16 gefunden. Es werden dort die verschie- 
denen Arten der &vayväfiaig besprochen. Als kunstloseste Art der 
Erkennung, die von den meisten aus Mangel an Erfindungsgabe 
angewendet werde, wird die Erkennung dwreh ftufiere Zeichen, sei 
es angeborene, sei es angetane, bezeichnet, als zweite Art, die 

36) Der Gebrauch dei deui ex maohina kann in diesem Stücke 
gerechtfertigt eracheineu nach Aristot. Poet. c. 16 (inx"*^ ZPq"*''**' '"'- 
Tä lim ToC if^tutios n Oder npA toO ftyo*i¥ a oir ol6v ti Av&^iDiror 
tläivai ri Säet Sviigot & itttai »foayotivaime icl iifjtU«s- 



EINLEITUNG. 17 

nicht viel besser sei, diejenige, die vom Dichter äuBerlich hinzu- 
gedichtet werde, nicht im Stoffe selbst Hege, wie in der Jphigenie 
Orestes sich einfach als Orestes za erkennen gebe.") Die dritte 
Art ist jlii n diejenige, bei welcher sich jemand dui'ch Erinnerung 
ZQ erkennen gibt, wenn er z. B. beim Anblick eines betreffenden 
Gem&ldes TrKnen vergieSt; die vierte die durch Schloßfolgenmg 
wie die Erkennung in den Choephoren des Äachjlos oder in der 
Iphigeneia des Folyeidos: thtiig yäi/ rbv 'Op^0ir)v ovUoylamjQm ott 
^ i' &dil<pi} hv&ij xal aiz^ av^alvei 6vta&at?^) Als beste Art 
der Erkennung endlich wird die aus der Handlung selbst eich 
ergebende gerühmt wie die im KCnig Odipus des Sophokles und 
in der Iphigenie des Euripides, wo es sehr natürlich sei, daB 
Iphigenie einen Brief zur Besorgung übergeben wolle. Ebenso 
lobt Aristoteles (Kap. 14) die Art und Weise Furcht und Mitleid 
dadurch zu erwecken, daß Iphigenie ohne es zu wissen den eigenen 
Brader töten will, ihn aber noch zu rechter Zeit erkenni Aus 
der vorher angeführten Stelle des Aristoteles erfahren wir auch, 
daß ein uns weiter nicht bekannter Dichter Polyeidos gerade da- 
durch seine Selbständigkeit in der Behandlung des gleichen Stoffes 
zeigte, daß er die Erkennung anders gestaltete ; bei ihm erinnerte 
sich Orestes in dem Augenblicke, wo er am Altare geopfert wer* 
den sollte, seiner einst gleichfalls geopferten Schwester und sagte: 
„nicht meine Schwester allein also, auch ich muß geschlachtet 
werden". Daraus erkennt ihn die Priesterin Iphigenie.*^) Die 

37) Das Beispiel ist richtig gewählt; jedoch trifft der Tadel nicht 
das Sttick des Euripides, weil dort die Erkennung der Iphigenie voraus- 
geht nnd Iphigenie nach allem dem, was vorher vorgebt, an einen Betrug 
nicht denken kann. ÄriBtotoIea betrachtet beide Erkennungen unab- 
hängig' von einander, wie er Kap. 11 zwei Arten der &vayvä)i/ieit nnter- 
Bcheidet, je nachdem zwei Teile einander unbekannt gegeuüberatehen 
wie in der Iphigenie oder nur der eine unbekannt, der andere be- 
kannt ist. 

SS} In den Choephoien fahrt ollerdinga die SchluBfolgenmg „ein 
mir Qleicher ist Kekommen; gleich ist mir nur Orestes; also ist Otestea 
gekommen" %xii Erkennung. In der Iphigenie dea PolyelAoa aber gehört 
der Syllogisrnns des Orestes, wenn er auch die Erkennung zur, Folge 
hat, nicht dem Erkennenden an. Dieses Beispiel sollte also eigentlich 
EQT dritten Art gerechnet werden. 

B»J Unter den griechiachen Dramatikern scheint noch Timesitheos 
den gleichen Stoff behandelt zu haben nach dem bei Suidaa erhaltenen 
Titel 'O^^mijs \*aX\ nvXdSr\t. Die modernen Nachbildungen von Italienern 
wie Bucellai (im Anfang des 16. Jhrb.) und F. 1. Martello (am 1700) 
oder von den franzCsiacbeD Dichtem Lagrange- Chanzel (1309), Qujmond 
de la Touche (1767) u. a. haben nur ungenießbare Produkte luatande 
gebracht. Racine hatte begonnen eine opfernde Iphigenie zu achreibeu 
(bei ihm würde Iphigenie von einem Sohne des KOnigB Thoas geliebt 
worden sein); erst ^ ihm diese für den fünften Akt zQ wenig Stoff 
bot, entBchied er sich für die geopferte Iphigenie (in Aulis). Audi hier 
gilt das in der Einleitung zur Medea S. ib angeführte Epigramm des 
Archimelos. Erst Goethe hat ein wahres selbständiges Meisterwerk ge- 

EarlpidBi, Iphlganvia. 



.?.A-.OOg[c 



18 EINLEITUNO. 

Tftariscbe Iphigenie gehört also iii<^t zur Klasse derienigen TragS- 
dieu, in welchen ein Konflikt einseitig berechtigter Gronds&tze die 
Bewegung der Handlung leitet und zu einer erschütternden Kata- 
strophe fahrt oder die Leidenschaft durch schuldvolle ünhill von 
anderer Seite gereizt sich in ihrer furohtharen Oröfie zeigt und 
mit Untergang und Vernichtung endigt, sondern ist ein Drama, 
in welchem die Umkehr der Handlung {luiäßaai; t&v oifcryfuituiv') 
durch Erkennung herbeigefBhrt wird, infolge deren die vorher 
gegen einander wirkenden Personen sich gegen eine dritte ver- 
einigen und zu ihrer gemeinsamen Rettung zusunmenwirken. 



m. Über die Zelt der Aofltlhning und die Ssenerie. 

1. Die Zeit der AuäQhmng der Iphigenie kann, da uns dar- 
über keine Notiz erhalten ist, nicht mit Sicherheit bestimmt werden. 
„Nur ISSt die Raschheit in Rhythmen und Diktion annehmen, 
daß dieses Stück, welches im übrigen durch einen sorgHltigen 
Stil sich anazeichnet, einer nicht frühen Zeit angehört" (Bemhardy). 
Der Gebrauch des trocl^ischen Tetrameters 1203 S. weist das 
Stück der zweiten HBifte des peloponnesischen Krieges zu. Denn 
nach einer Beobachtung von G. Hermann wurde dieses der alt^i 
Tragödie geläufige TersmaB von den dramatischen Dichtern eine 
Zeitlang verlassen und erst in der zweiten Hälfte des peloponne- 
sischen Krieges wieder aufgenommen. Die Ol. 91, 1 (415 v. Chr.) 
gegebenen Troades sind von den Stücken, deren Zeit bestimmt ist, 
das erste, wo der trochaische Tetrameter wieder erscheint. Nach- 
dem Markland aus den besonderen Angaben über die Insel Delos 
1098 ff. hatte schlieflen wollen, daß Delos als Heimat des Chors 
betrachtet werde, glaubte Härtung annehmen zu dürfen, daß die 
Erwähnung delischer Heiligtümer in Zusammenhang mit der Thu^d. 
T 1 beschriebenen Reinigung von Delos stehe und deshalb die 
erste ÄuKflhrui^ des Stücks zwischen Ol. 89, 2 und 3 anzusetzen 

schaffen, welches dem BuripideiBcheo Drama ebenbürtig zur Seite steht, 
welches im Inhalte ebenso chrietlich-Renuapisohen Geut atmet, wie es 
in der Form die edle Einfachheit und Würde griechiacher Kunst erreicht. 
Vgl. außer den Einleitungen von Hermann und Härtung noch 0. Jahn 
Goethes Iph. auf Tanris und die antike Tragödie 184S, E. Fr. Rinne 
Goethes Iph. auf Tauris 1849, Rieh. Fflratei, Iphigenie. Breslau 1896, 
F. Thümen, die IphigenienBaire in antikem und modernem Gewände. 
Berlin 1895. — über die Stoffe und Motive, welche die Euripideiache 
Iphigenie teils direkt teils indirekt der antiken Kunst geliefert hat, s. 
Welcker, die griech. Trag. HI S. IIB* ff., Üverbeck, Her. BUdw, 8. 733, 
747, Kiskel, Euripidea und die bildende Knnat S. SS, Karl Juliua Vogel, 
über Szenen Eunpideischer Tragödien in griechischen TaBengemUden 
I. Teil. Leipzig 1886. 3. S6 ff. und vor allem K. Robert, die antiken 
SarkophagrelieTe Bd. TL Berlin 18B0. S. ITT ff. (AichSol. Zeit. XXXIH 
S. 188 ff.). 



I.A-. 



.X^glC 



EINLEITUNG. 19 

sei. Diese Vermutung ist in keiner Weise begründet, da die an 
jener Stelle erwähnten örtlichkeiten und Merkwürdigkeiten von Detos 
in Sage und Dichtung gefeiert, bekannt und berfihmt waren. Wenn 
es sich bei einer solchen Frage überhaupt der Utlhe lohnt Ver- 
mntungen aufzustellen, so m^ man mit Fix ans der mlBmatigen 
Äufiemng Über das Oaukelwerk von Wahrsagern V. 570 ff. auf 
die Zeit scbliefien, wo die Athener in der Trauer über das Un- 
glück in Sizilien gegen die Seher und Wahrsager, die sie za 
trügerischen Hoffnungen verleitet hatten, in hohem Grade erbittert 
waren (Thnk. Till l), also etwa auf Ol. 91, 4 (412 v. Chr.). 
Freilich läBt sich einwenden, dafl sich auch in anderen Stützen 
Äußerungen gegen die falschen Propheten ündan. Mehr Wahr- 
scheinlichkeit gewinnt die Annahme, daB das Stück unmittelbar 
nach dem niederschlagenden Ausgang der Sizilisohen Expedition 
abgefaßt sei, dnrch ^e Rücksicht auf eine andere Stelle. Die 
Schlußworte !x' in cixvxia tf^ ff^fofiivijj fioipag tvialiioveg Svxtg 
(1490) haben ein eigentümliches PaUios, das uns erst dann recht 
Tergtändlich wird, wenn wir voraussetzen, daß die Worte mehr 
an die Zuschauer als an die betreffenden Personen des Stücks ge- 
richtet seien. Eine ganz ähnliche nicht zu verkennende Anrede 
an die Zuschauer enthält der Schluß des Orestes: Tte fOv xa#' 
6d6v Mjv xaHittfijv Oföv Etp^uTje jtfi&vTBg (1682), welche Worte 
schon der Scholiast auf gleichzeitige Verhaltnisse bezieht, femer 
der Schluß der Elektra (1347): röj S' Inl aövrov £ix%lbv snovd^ 
amaovtc vc&v OfipQag ivdlovg, womit man die ähnliche Anspielung 
in Aesch. £um. 295 iplloig agfifovaa vergleichen kann. Vgl. auch 
EU Hipp. 1462. Dieser Auffassung des Schlosses entsprechend 
wird man in 574 eine Erinnerung an Nikias finden dürfen. 

2. Die Hanptdekoration der hinteren Bühnenwand stellt einen 
Tempel mit dorischer S&olenordnung dar. Vor dem Tempel ist 
ein Altar angebracht, an dessen blutbespritztem Sims Stücke grie- 
chischer Waffenrüstong hängen (73 f.). Nach stehendem Gebrauche 
traten alle, welche von der Stadt oder vom Hafen kamen, rechts 
auf, während diejenigen, die ans dem Inneren des Landes oder 
aus der Fremde zu Fuss herkommen sollten, sich des linken Zu- 
gangs bedienten. Diese typische Bedeutung der Zugänge brauchte 
in unserem Stücke nicht verletzt zu werden. Der Tempel liegt 
am Meere; man dachte sich das Meer rechts und die Fonddekora- 
tion muß den Meerbusen, von dem 1196, 1042 die Rede ist, 
neben dem Tempel im Hintergrande, d. h. etwas in der Höhe ge- 
zeigt haben. Neben der rechten Periakte gelangt man zur Meeres- 
küstoj auf demselben Weg auch zur Stadt der Taurier, die man 
sich nur weiter znr Rechten vorstellen muß, während die Küste 
mehr nach links sich hinstrecken soll. So kommt es , daß die 
an der Küste gefangenen Fremden ohne weiteres zum König ge- 
führt werden (333), ohne daß der Zuschauer sich voratellen mn^. 



20 EINLEITUNG. 

sie seien entweder hinter ilun, was gar nicht angeht, oder hinter 
dem Tempel vorübergeführt worden, waa in Widerspruch stehen würde 
mit den Worten: Tcgbg avjöv vauv innCant »XvSav 1196. Mit 
dieser Annahme stimmt auch die Vorstellung überein, die sicti 
der Zuschauer machen muß, wenn Ipbigenie verlangt, daß alle 
Tanrier im Hause bleiben sollen, damit ihr auf dem Wege zur 
Meeresküste keiner begegne (l210). Endlich wird es erst bei 
solcher Annahme erklärlich, daß der 236 auftretende Hirte auf 
demselben Weg, auf welchem ihn der Koryphaioa vom Meere her 
erscheinen IsBt, nach 333 direkt vom Könige herkommt. 



b und S 9S V. 1166. 



iiizedbv Google 



'Y7i69eais 'l^iyevelag T/jg ir Taiifoig. 

'Ofidatijg xaxä xprjefthv ik&wv tig TavQovg T^g Zxufrtas l^srä 
ÜvkiSov {nagaxiv^&els] td xuq' aiixolq Ti[iiö(iEvov z^s 'j^pxeiudog 
^öavov htptXiö&ai nQoi^fftizo. XQOßi&av ä' ^b Tijg vfoig xtd 
(pavsig, vnit tSiv ivzoititov S(ta zp ipiXei gviii^<p&tlg dv^x^ xarä 6 
rbv xuq' aitolg i&iefi6v, Znasg tov z^g 'j4pz^(uSog Uqov ßqidytov 
yivavtat. xoiig yä^ xaraxl^e^avzas idvovg ixea<pttxzov . . . 

'H [iiv ax^v^ TDt> dQdfiaTog vx6xtirat iv Taiigoig Tfj? 
£xv&Cag' h Si z**9^S svvdat^xev i^ 'EXk^videm ywaix&V'< 
^epaxatvidav z^g 'ItpiyBveiag. npoloyi^ii 6% i\ 'Itpiyiveut. la 



1. Die UypotbesiB geht ihrem In- 
halt«, wenn ancbniclit ihrer jetügeu 
Gestaitnach zurück auf AxiatÄphaneB 
von BjEanz, den berflhmten Alexan- 
driniBchen Grammatiker und Biblio- 
thekar (v^l. die Note znr Hypo- 
theeiBderMedeaS.34]. Am SchluBse 
fehlen hier die didatkaUBchen No- 



EnripideB 
beu, u. a. 



den Frais bewar- 



afamvTifttis iii hier nicht 
an seiner Stelle- DernZnaaimnenhang 
des Stückes nach gehOrt ea in den 
folgenden Satz: xpoeZ^m* 8' intb 
T^EvcD);xt(lxapaKiVT)9flf ktI. Denn 
bei dieser Gelegenheit wurde Orestes 
von Wahnsinn ergriffen. 

T, Nach i'aieifiaxrov iBt die 
weitere Angabe der Hauptpunkte 
ausgefallen. Dafür kann Hjgin. fab. 
120 mit der Überschrift Iphigenia 
Taurica eintreten: Oreatem Fnriae 
cum eiagitarent, DeIpboB sciscita- 
tum est profectuB, qnie tondem mo- 

eet, ut in terram Tauricam ad regem 
Tboantem patrem HypsipjleB iret 
indeque de templo Dianas signum 
ArgOB afferreti tnnc änem fore ma- 
lorum. Sorte audita cum Pjlade 
Strophii filio eodale suo navem con- 
scendit celerit^rque ad Tauros de- 
venerunt, quorum fiiit institutum, 
ut qui intra finea eoram boapee ve- 
nisset, templo Dianae immoloretur. 
l.'bi Orestes et Pjlades cum in spe- 
lunea se tutarentnr et occasionem 



captarent, a paatAribas deprehensl 
ad regem Tboantem sunt dedncti. 
QuoB Thoas buo more vinctos in 
templum Dianae ut immolarentur 
duci iuBsit, ubi Iphigenia Orestis 
BOror fuit sacerdoB. Eosque ei signis 
at^iue argumentis qui eseent quid 
veuissent postquam resciit, abiectis 
min isteriisipsacoepit ei^um Dianae 
avellere. Quo rei cum mterveoisBet 
et logitaret, cur id faceret, illa 
ementita est eos sceleratos signum 
contaminOBse dieitque, quod impii 
et scelerati homines in templum 
esaent adducti, signum eipiandum 
ad mare fenet oportere et iubet 
regem interdicere ctvibus, ne quiB 
eorum eitra urbem eiiret. Res 
sacerdoti dicto andieni fuit, Occa- 
sionem Iphigenia nacta dgno aublato 
cum fcatre Orest« et Pjlade in navem 
ascendit ventoque aecundo ad insu- 
lam Zminthen ad Chrjsen sacer- 
dotem ApoUinis delati sunt. Diese 
letzte Angabe stammt nicht aus 
Eoripides, sondern aus dem Xgvm^i 
des Sophokles. Vgl. Naeke Opuec.l 
p. 91. 

10. 9ii/ttTttitvida>v rijc 'ttfi- 
■ lat d. h. Hierodulen, kriegs- 



Tem 



t sind und hier i 



Mit dem gleichen Motiv, 
mit welchem der Dichter hier einen 
griechisoben Chor in die Fremde 
bringt, versetzt er in den Fhönissen 
einen phOnizischen nach Qriechen- 



lAtOC^^^IC 



Tä Toü äff^iiarog x^6eiaxa' 

I^IFENEIA. 

0PE2THS. 

nXAÄilHS. 

XOPOS. 

BOTKOAOE. 

0OA2. 

ArrEAOE. 

A0HNA. 

Unter die drei 8cbKuepieler verteilen Bich die Bollen in folgender 
Weise: 

Protagoniates: Iphigenie, Äthena. 
Denteiugonistes: Orestee, Hirte, Bote. 
Tritagonistes: Pjjade», Thoas. 

oder auch in folgender; 

Protagonietes: Iphigenie, Bote. 
Denteragouistea : Orestea, TboM. 
Tritagoniatea: Äthena, Pjladea, Hirte. 



iiizedbv Google 



I*irENBIA. 
niXo^ 6 Tavxältios ig Hieav ^llav 
^oalutv taxoig Oivoftäov yttfiEt x<f^v, 
i^ ^g 'jlTQtirg ißlaOtsv 'AzQias 5' 6x0 
MeviXtcog 'Aya^i^v^v te" toö <V' sipvv iyiä, 
T^g TvvSoQeias övyatpös 'JfptySveia xaüs, 
^v ifi^l dCvatg ag öä(i E^Qtxog xvxvatg 



l—122PTo1og, einKeteitet durch 

einen UodoIok der i^mgetäe. Dos 
Auftreten deriphi'genie ist motiviert 
durch 42 f. So tritt Hek. 59 Eekabe 
\ot einem nächtlichen Traumbild 
erschreckt ins Freie um Btcb Er- 
leichterung zu verechaffen. Vgl. Hed. 
66 ff. Mit dieser Motivierung wird 
der Begiaa der Handlung in die 
Margenzeit verlegt. — Nach seiner 
Weise gibt Eoripides in einer on- 
veinuttelten Erz&blung am Anfang 
über die Abkunft der Heldin und 
die TOiausliegenden Begebenheiten 
die für sein Publikum nOtige Auf- 
klärung. Diese kunstlose Art der 
Exposition wird von Aristophanea 
FrO. 616 f^rügt in den Worten, die 
dem Eunpides in den Mund gelegt 
sind ; oi^uav «giritltu fiiv fioi ti 
yivos ein' üv ei^iig tod /tgäiunos. 

1. 6 Tavtäleios wie fi Tvv- 
dtttilas, 170, 1116, 1290 '^afit- 
liviviot {'AYBUt^v&iittoe), bei Homer 
Üoitivttov vl6v, '^jmp^tmovimi 6X0- 
%o9, Ntetoifirj nafcc vrit. Vgl. euch 
noiffvfivzixal mlfcn unten S63, 
cii%afeiv itaxoaivoig 4S9. 

i. 6oal9iv i7l7mity.olav: mit 

dieser kurzen Andeutung geht der 
Dichter über die Art der Werbung 
hinweg, weil das Weitere zum Ver- 
ständnis des Stückes nicht not- 
wendig ist. Die (auf dem Ostgiebel 
des Zenstempels iu Olympia dar- 
gestellte) Sage ist folgende: Oeuo- 
maOB, Sohn des Ares, KCnig von 



Pisa, hatte das Orakel erhalten , daO 
er durch den Gatten seiner Tochter 
Hippodamia den Tod finden werde. 
Darum forderte er von jedem Freier 
seiner Tochter, dafi er mit ihm eine 



des Sieges die Hand seiner Tochter, 
während der nnterliegende starben 
mufite. Pelopa gewann den Sieg 
nur durch die Bestechung des könig- 
lichen Wagenlenkers Mjrtilos, wel- 
cher treuloser Weise aus den Wagen- 
rädern seines Herrn die FäOcke 
herausnahm, so daß der Wagen bei 
der Wettfahrt alsbald zusammen- 
brach. Pelope tCtete den Oenomooa 
mit seiner Lanze, wie dieser vor- 
her die Besiegten mit der Lanze 
durchbohrt hatte, und führte Hippo- 



damia heim. Vgl. S26, Hei. 860 ff., 
Or. 980 ff. und dazu " ' ' " ' 

fab. 81. 



u Schol, Hjgin. 



6f. Rvxvafe a^Quie: vgl. Liv. 
28, 6 haud facile alia infestior classi 
statioest; nara etventiab utriusque 
terrae proealtia montibus subiti ac 
procellosi se deiciont et fretum 
ipeum Euripi non septies die, sicut 
fama fert, temporibus statis reci- 
procat, sed temere in modum venti 
nunc huc nunc illuc verso mari ve- 
lut monte praecipiti devolutns tor- 
rensrapitur. Daher Soph. Ant. 1115 
az<iv6twtt xof9u6v, Aesch, Ag. 200 
mtXieif6x9ois f" Ailliog tOnois. 
Besonders im nOrdlicben Teile des 

'.A,OOglC 



BÜQttis iXiaatav xvaviav Sla ar^ipei, 

'AQtiyLidt xltivulg iv jnvj^alStv Aikidoq. 

ivzaij&a yä(f 6^ xtlicav vaäv aT6i.ov 
'E?.X7]vtxbv evv^ay 'jiyaftiuvtav &va^, 
rbv xulLkCvixov tszi^pavov 'Iklou ^iXav 
kaßslv 'Axatols toüg ■fr' vßQie&ivzag yäjioug 
'EXivrig (isrsl&^tlv, MtvdXsp xöqiv tpdgtov. 
detv^e ^ ixloiag nvtviiätcav tv/öjv xax&v 
ig Sfocv^' ^A#£ xul iiyei KäX%ag zäde' 
"at t^ad' &viaomv 'ElXäSog aTQattp'iag 



EuripQS ist bei Voll- und Neumond 
Ebbe und Flut eebr stark und die 

Strömung wechselnd. — uvavtos 
est wie caeruleuB ein gewOhnlichea 
Epitheton des Meeres und bezeich- 
net die eigentümlich dankle Farbe 
der aufgeregten Wagen. Tgl. S»!. 

8. faqiagcv ij>£ ^oHeE(„wieman 
glaubt") wird 27 ff. erklärt. — "EWi-^b 
nvtxu (episch -joniBche Form wie 
£clvoe fflr iivog, des Metrums halber 
irebrancht) setzt Ipbigenie in bitterer 
Weise hinzu. 

9. xlfivij vocatur Änlis, quo 
principet GroeciM convenemnt et 
cuius hanc ob causam celebrig tunc 
fama erat (Matthiae). 

10. Die ZahllOOOüt eine poetische 
Zahl, welche die QrCBe der Flotte 
kennzeichnet. YffL 141. Der Kata- 
log der Hias zählt 11B6 Schiffe auf, 
wofür Thuk. I 10 die runde Summe 
1!00 setet. 

12. tbv *aXlivi%ov >ltiv<'vov 
'lllov ist Eusanimengesetzt aus den 
Berriffen tbv 7ial,6v ariipaiiov vinrjs 
'llhv (gen. obi.l. In freier Weise 
verbinden die Tragiker den ob- 
jektiven und subjektiven Uen. mit 
einem anderen Attribut zu einem 
Adjektiv wie 63 rixvriv £evoxTiJvov, 
176 itvoq>6vovs «iftag, 1800 htjU« 
firirpoKvövoe („Mftkel vom Mutt«r- 
mord"), 1083 ^n narfoxrdvati Xlffis 
(aus dem subjektiven Oen, xatfis), 
lisa tiäliov nvg (ehenao ..der Sonne 
strahlendes Licht"), Soph. Oed. T. 
480 tä ptaoiirpala yiig iitivreta (d, i. 



rÄ fiioov dfiqiulof! yfjg pavuCa), so- 
gar unten 1111 iiä fuz^tisov ip,- 
xoläs („durch goldreichen Verkauf" 
för „Verkauf um viel Qeld"l. Vgl. 
auch zu e6ins tiafjiiov Med. 1010. 

15. istVfjt inl. KVEVftBTD)* 

(widrige Fafarthemmung von den 
StürmeD) wie Hom. v 99 iriuav 
ivaa^atv piya hD(ui (gen. Bubi.). 
Tgl. Thuk. U 86 «xA Avituor xal 
Ajclolas ivStirfiilitv oi% dUyot X^<i- 
vov. Von ungflnstigen Winden wird 
der Aufentb^t in AuHb gewöhnlich 
abgeleitet (vgl. Iph. A. 13S8 ftriB' 

&Vtalar E6glj(ip TtytHOai SOfixäv 

Zeig äipcXt), wahrscheinlich auch 
Soph. El. 564, wo der Text nicht 
in Ordnung zu sein scheint. Die 
Bucht von Aulia bildet n&mlicb 
eine Art Sack mit schmaler Ö&ung, 
aus welcher Schiffe gegen Norden 
nur bei Südwind anslaiUen kOnncn. 
Der Nordwind , der sog, ävtiiot 
Sti/viUivlctg, hindert die Fahrt nach 
der trojanischen Küste. Tgl. Aesch. 
Ag, 203 itVDul 9' itTtb Sk^fiivos 
fioloEaut KUiMajoloi , . »nlt^fitfni] 

äv&of 'Af/siam. 

16. tpjivfa d. i. liiTtvfa e^uata, 
Wahrzeichen, welche die tfiav- 
gopavrela aus den Formen, der 
Helle und Stärke der Opferflamme 
entnahm. Vgl. zu Prom. 496 ff. und 
Soph. Ant. 1006 ff. 

17. &väaaaiv (lenkend) argu' 
Tttjlos wie tcTQuivyatv Sjoiv iväa- 
aovei Hei. 1040. 

'.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TATPOIE. 

npiv äv x6<f7iv tsifv 'I^iyiveiav 'Aprefiig 
ktißf) eipayetettv' 5 ti j-Äp ivuwtbs tiitoi, 
xtHiiatov, fjü^a tpsut^ÖQO} &vCiiv &bü- 
nuZft ovv iv otxoig oij Ki.vtcUfi'^OTQa däfia^ 
tlxttt — tb xaXXiatEtov slg Ifi' iva<ps(f<i)v — 
i\v jipij at frßtfai". xai (i' X)dv«aias ^^X^at. 

ik%ovett ö' Aii.id' ^ täluiv' vaiff avifSg 
(letBQCCa AijflpfraW' ixatvAftijv ^iipef 
ilX' iidxleiisv ilaipov ivridoved fiov 

xifipaeä fi' ig f^vS' pxieiv Tavpav ^'^(fva, 



81. nälltazov, iiC£ib: nach den 
E^prien (Prokl.) verlan^^ Arte- 
mis das Opfer erbittert Aber ver- 
meBsene Heden des A^memnon, 
«elcher aaf der Jagd eine HirBch- 
kuh erle^ hatte und sich rOhmt« 
aelbat die GOttin Artemis zu über- 
treffen. Vgl. Soph. El. 566 ff. Mensch- 
liche Vermessenheit wird Toa der 
motivierendeit Sage gewöhnlich als 
Grund solcher gOttiichen Strafen an- 
getLOrnmen. Die BegrOndnng dnrch 
ein uQTorsichtigeB QelQbde, wie sie 
hier und Cic. de off. III 36 gegeben 
wird, verrät die Absicht die Schuld 
des Agamemnon za mildem. Wegen 
der BedentQDg des Qelübdes vgl. 
469 die Bemerkung zu itgo^lvia. 
— ipaaip6f^ 6t^: der MondgOttin 
Artemis. Sie wird Iph. A. 1Ö70 an- 
gerufen: a xalZrivot, ASi^gottift, 
tb lajiTtsbv eilieaova' tv e{Mpf6vji 

22. KlvtaifiileTfa: die Form 
ohne V ist durch handschriftliche 
und inHchriftliche Zeugnisse, durch 
die lateinische Form Clutemestra 
und durch die Ableitung ij xlimk 
Hijdoiiivn (Etjm. M. 521, 18) als 
die richtige festgestellt. 

83. xlitTti „ist Mutter" (Tgl. 
1319) wie vixSv „Sieger sein". — 
Die Farentbeee ti naUiarttov dg 
fy' ivaqiifov unterbricht die Bede 
des Kalchas und schtieBt sich der 
Erzählung nn {Xijti Ätcljo«), ähn- 



lich wie Hei. 1559 ä 9' 'El^v 
ji6atf ittältacv a nigaavrts 'lilöv 
itilip, obyt tV ävaQjtäaccvteg . . cs^ 

— tpäaYav6v 9' afia jigiitmov MH 

— aipdyia tu T£dvi]KifTi. Vgl. Phoen. 
1389, Thut 187 und 137. 

24. Die T/zv[<((BäDke) beziehen 
sich auf die vorgeblichen ytifiM 

27, [itragaia Xijip&tliKt, wie 
es Aesch. Ag. 211 geschildert wird: 

itlotai ntgiTttTfi Tiavtl #v((<ä »po- 
vanifj laßelv äifSTjv und wie es 
in einem pompejanischen Wandge- 
mälde, einer mittelmäßigen Kopie 
von dem berühmten Gemälde des 
Timanthes (Müller, Denkmäler alter 
Kunst I Tf, 41 n. 206 oder Over- 
beck, Pompeji S. 627* nr. 809 oder 
Baumeister, Denkm. d. kl. A. I 
S. 755) dargestellt ist. — lxaiv6ii.'riv 
wie 60 öiUvftnv, 360 fagsafor, 920 
hxetve, 1309 iat^lavvov de conatu 

!8f. iiiitUilitv liih folgt iu 30): 
Tgl. El. 386 Qp' Sv i^youoi» a^>T6v 
ixTtli^at ^6vov; -^ 'Aimott ist von 
&vti3oiiaei abhängig. — 9iti mit 
Akk., zu S55. 

31. yijs ivdaaei steht wie ein 
Begriff („wo Landesfilrst ist"), von 
dem ßaffPäeoiai regiert wird. Tgl. 
Hom. JV 217 Sff «am mBVQ&vi . . 
Ahalolvi Svaeee, Eur. Or. 1690 



lAtC^I^^Ic 



S6ag, bs dtxiv xöSa tt&ilg [aov xte^olg 
ig TOJVo^' ^X^E TÖds xodmxaütg xÖQtv. 
v'ttoMi tf" iv xoieS' Uffsav tC&tibC iw 

"jiQteiits ioQiijg, toi5von' ^g xocJläf futvov], 
Ttt S' &Xi,a tfiyö zi]v Q'ebv ^oßov(idvt)' 
[#vG) yä^ SvTOS tov vöjiGv xal xqIv x6Xei, 
5g &v xaxiX^ t^äc y^v "EXXnjv ävi^tf- 
xavÜQXo^ai (idv, eipiyta S' £llJlot0^v iidlii 
ÜQffrjx' Sem&ev x&vS' ivaxTÖQOtv 9€äg.} 



ftcvraig fiediovaa 9c(l«o«rjg. — ßag- 
päf"*^* ßäfßaeof. die Zvaammen- 
stellung g-leicher WSrter mit vei- 
Bchiedener Beiiehnug {&icovaav 
ihimr, atvYtfbv mvytf&g) ist schon 
bei Uomei beliebt. Ihr Euliebe ge- 
stattet Bich Bomei- (e 154) die Stel- 
lung nop' oiti tOiXiav i^elovvji 
(fOt oi* iftthov nup' i»flai<lig). 
Ygl. unten 62, 130. 

82. Siat wild hier abgeleitet 
Ton d'oöe. Etymologische Den tnag 
der EigennanieD findet sich bei den 
Tragikern flfterB; meist in effekt- 
voller Weise, wie wenn Aesch. Prom. 
96 Kratoa dem an Hunden und 
Füßen gefesselten PrometheuB zu- 
ruft: ^plvSavi)llas il£ Saifiovt^ Ilf>o~ 
(iqWu taXo^tv a^hv yÜQ et 3tl 
BfoiiTfiitas xd., wenn Äg. 693 ff., 
wo der Gnindsatz „nomenetomen" 
Toranagescbickt wird, 'Elitia als 
ilivavt, iXavöt/Oi, ^Uxrolig er- 
geh eint, wenn HoXmftlmi s beiAesch;- 
los , Sophokles und Enripides von 
itoXvf und vtttos abgeleitet wird, 
wenn Soph. Ai. 431 f. Aias in seinem 
Jammer seinen Namen mit alat in 
Verbindung bringt Das HomeriBche 
Wortspiel 'OSfffOiws — äSvaeco (o69) 
kehrt bei Sophokles wieder (fr. 
877 N.); if»3ii a' 'Odvaoibs cifi' 
iaawiios xorKoIf. xoUol yii/ di3v- 
euina dveiitvcls inol. Eur. Bakch. 
608 bemerkt Dionysos dem Pen- 
theoB, der ihm seinen Namen mit- 
geteilt hat, ivivmvitiaai roCvop,' 
Itcin^Siios fl (Utv^ivs von »iv^og 
ableitend). An anderen Stellen des 
Enripidea gleicht solche Etymo- 
logie mehr einer müßigen Spielerei i 



wie hier so Hei. 9, wo Beoitliiitvos 
und ebd. 13, wo 6eov6Ti gedeutet 
wird (ra dElo jag td t' Sv^a %al 
limovta adrt' ^larato), fr. 181 N. 
tAv piv Mxl^axta Zii9ov' ^fijriNaE 
jiuf %zl., 5!1 MeXiaYlie, fultav 
fä^ xot' &yftvus äjnav. Parodiert 
ist diese Spielerei Aristoph. fr. 321 
Dind. 86as, ßgaivtaxog mv tv &v- 
&pon[oie igaailv. Übrigens kommt 
es auf den Wert und die Richtigkeit 
der Ableitung nicht an. Tgl. auch 
Herod. VU 180. 

s. V. a. laäv. — Da es löx^ iiöia 
im Sinne von ^xvnjra nad&v heifit, 
so kann itrtQOli in der Bedentung 
von Äxvtijn xrti)6>v stehen , ohne 
daß mau an die bei Tergleicbnngen 
gewöhnliche Kürze des sriechiscEen 
und lateinischen Ausdrackes zu 
denken hat. — Mit dem Zusatz «o- 
dtnttae X'h^" B*>1' i^u^ <1'^ Etymo- 
logie nachdrücklich hingewiesen 
werden. 

31. Ufia ist die attische Form 
füxi^ptia. Vgl. MeisterhansOramm. 
d. att, Inschr. S. 19'. 

36 f Der mangelhafte Satzban 
and das ohne Angabe des Namens 
nnklsre Svojia iogtije weisen auf 
Interpolation bin. 

37. TÄ SXla, die Pßicht Henscheu 
ZD opfern, was sie 63 andeutet 
Da sie davon hier schweigen will, 
scheinen die folgenden vier Verse 
unecht zu sein. 

40 f. Wie die Verbindung fehlt, 
so widerspricht die Angabe eipiijiti 
. . taio9iit . . »f&s dem V. 72, nach 
welchem die Schlachtung vor dem 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TATPOIE. 

ä xaivu S' ^xc( 1^1 ipd^wctt ipde(iata, 
liia xffbg al^iff', et xl Sif z6d' ißt' ßxog. 
ido^' iv Cavp xija^ catalXax^etSa y^g 
otxttv iv 'A^yii, JtBQ&ivoiöi ä' iv (tdaaig 
evötiv, x^^S ^^ vSna aaiB&^vai eälp, 
ipevytiv di x&^a eräaa ^ffiyxbv tlöiäetv 
ö^fiav nhvovra, s&v ^ iffti^ifiov Otiyog 
ßEßiijfiivov «ffbg ofidae ^| Sxgatv Orod'fiäv. 
(i6vog ö' ikf{q)&7i arvXog, mg iÖo^d ^Ot, 
diiuov XKtQi^mv, ix S' imx^dvav x6(tas 
^av^äg xtt&tlvttt, ip&eyfia d' &v^(fäaov kaßelv, 
xäya xixvtjv rijvd' TJw ej;i» ^£voxt6vav 
Ti/täo' iydffaivtiv ai>tbv &g ^avo^iuvov, 
xkaiovea. ro^vag 6' adt avuß^lXa t6i£' 
xifhrqtC 'Opdor^g, oi xavi]ifiäiirjv kytä. 
atvloi yäi/ oTxiov xaläig tieiv Sgatveg' 
&vxi<sxovei d' ot)ff Sv x^tfvtßig ßäiao' dftai. 



von 624 la berahen. Zu dem 
liturgiscbeD Wort tatägxoßai vgl. 
Hom. r 445 %tsfn§ii r' oiXo^ae 

&3fafx6iiivi>s , Kfwalije rgixtte iv 
Tcvffl päJ^iov, Iphi^uie hat sach 
ö3f. 442 ff., gas daB Haupt des 
SchlachtopferB mit WeihwasBer zn 
besprengen (ifupi xalTriv ^Egviatf- 

4S. S%og: Hek. 72 äitonip-TfOiuti 
fwiFjov Syiiv. Vgl. Soph. El 484 
^liip ielnwai zoivait und dazu 
Scb'ol. t9os ^v TCfs jfalkBiote htöri 
»a&' Sjtvavg Bvag dtitbv ^tdeaivtn, 
afuz «f/eit Ttfbs läv Sitiov liytiv, 
iva, inciiij ivavtlos oin6s iaii ig 
vmiti, djtoi^oK^c IgyäoriTai Toiiiov. 

16. v&xa x9ov6B<.vei. 161) wie 
vüfd 9aXdaeiis, xönov (1446). Der 
Plural »Ani ist im nneigentlichen 
Sinne gewOfanlicb. — Der Ausdruck 
cäUa (Aeacb. Prom. 1116 %9i>v 
etealHrtai) erinnert an die wellen- 
fSnnige Bewegung der Erde bei 
einem Erdbeben. Ans tiota er- 
gänzt aicb leicbt Uo^t zn «tla(^Svat, 
wie KDch nachher Mola mit fiois 
wecbselt. 



48. iftt^iaov bezeichnet die 
Wirkung („in Trümmer '). 

49. ^1 Sxeaiv ata^fi&v, TgL 
KotT' äicfTit bei Homer, kut' &*(fioi^ 
xtt/jäntiiv iUlv niilltv Phoen 1176, 
ruit alto i. culmine Troia Verg. 
Aen. n 390. 

51f. DasSäulenkapitelUcbienznm 
Menschenkopf mit herab waUenden 
Haaren zu werden. Bei «a^tlvai. 
(promittere) und den folgenden In- 
finitiven suiwebt statt dea voran- 
gehenden äs läoit jioi die vorher 
mehrmals wiederholte K^onstruktion 
»oif (Wo6b) vor. Vgl. Herod. V 10 
üc di Sffijiiug liyovei, liiliaaai . . 

ilal, Ktfl incb tovzianr oin llr<U 

(seil. Uyovai) SieiO'elv. Die blonden 
Locken weisen auf einen Jängliug 
bin; Ipbigenie kann also nicht etwa 
an den Vater denken. — inlx^ävca»: 
xp verlBingert im Anlaut infolge der 
Arsis, vgL £xpcnov K;kl. 148, dno- 
xpii^fi Aesch. Prom. S4: 

&3. Der Dichter laßt Iphigenie 
träumen, was nachher kommen soll. 
Bei ihrer Auslegung 66 betrachtet 
dies Iphigenie als vollzogen. Ea 
liegt eine gewisse tragiache Ironie 
in der fala<£en Deotiing des wahren 
Traume». 



i.A-.OC^^[c 



ETPiniAOT 
oid' ai awäifiat zo^vag lg fplXovg lj;(a' 

vvv o^v ASsKtfä )3ot!Ao^t äovvai xoag 
jCK^ova' ä7t6vtr zavTu yä^ dvval^E9' &v, 

'Ekitividug Tnn'nixag. il£ c'£ alxiag 
ovjtm Tivbg ntiif ttOtv, eift' cCOa Ö6itav 
iv oJai vaCm x&vd' ävaxtöffap &eäs- 

OPESTHZ. 



69 f. Zwar bat daa Einstarseu 
dea T&terlichen HanseH in Argos 
keine Bezielmng zu dem Phoker 
Strophios; aber da Blutevenrandte 
la dems^ben ol*os (Familie, Ge- 
schlecht) gehören , so kann man 
sieb erllSjen, namm Iphigenie 
einen Angenblick an ihre andere 
„FrenndBchaff ' (tpllovs Verwandte) 
denkt; dem Dichter aber mußte 
sehr viel daran gelegen sein nach- 
her (349), wo Iphigenie den Namen 
F^lacles eriUbrt, in dem Zuachaner 
nicht den Gedanken aufkommen 
m lassen, als ob dieser Name für 
Iphigenie irsend eine Aufklärung 
enthalte. Vgl. 920 f. — roCvae 
Ovt^Vai (wie toivaQ aoii^tilleiv) 
is „den Tranm deuten mit Rack- 
aicbt auf". 

es. Ttapa^aa iif6vTt, nicht 
itaffO^a «tttämi, so daO Tiaeoiaa 
nur AnivTt durch den Gegensatz 
hebt. Vgl. Androm. 739 itagoiv Bi 
:«pAe xaQ6v*as iiupaväi vanßfois 
tiSäia %al StSdioiitii Urovs- — 
za6ta y&e jvvtE/fif&' &v auch 
Iph. A. tSlS. 

63 ff. Iphigenie spricht so von 
ihren Dienerinnen, daß man daraus 
BchlieSen muß, sie habe dieselben 
zu der Totenapende um die Toten- 
klage mitzusingen bestellt. Damit 
wiiil das spätere Auftreten des 
Chors vorbereitet. Vgl. 137 ff. — 
EUkTivlias jrvvatvat schließt sich 
wie oft bei Dichtem an das Relativ 
St an. — dUü . . otijta Ttägtiaiv, 
tliu steht wie &H' othtai yäp . . 



mt/tiaiv, tliu, vgl. 466, Alk. ISS 
iiX' ^3 ÜTittiSiv ix 36iimv TIS 
j'pifTai Satufvfffoovaa , tiva TViTpi 
äxovaoiuii; Phoen. Q9 ilX' o^ii; 
diilzäiv tOtiläf j^Qliiittetai Sdliotg, 
xiSfOv nalaiä» HllfUfx' txnifa 
noai, Aescb. Che. 706 &Xt' lo*' 
h xenpis — . . &y' aiirbv «i., Soph. 
fr. 142 N. Ali' iy7is''E*tioe iati- 
»vfialvciv xal6v, Phil. 1158 &1X' 
äviSriv iSe jäifios if^itit, Bfiiftt, 
Hom. y 410 &H' 5 jiiv ^3ri xij^i 
Sapelf AiSiuSi piß^nei, Niatoif ai 

66. S6iioi &va»x6gaiv »fSs 
ist eine Uroecbreibung für ävä- 
xtoga 9eäs. Den Tag bringt die 
Prieaterin im Temjwl selbst lu, 
dieser also ist ihre eigentliche 
Wohnung. Jon SU fragt Erensa 
den Tempeldiener Jon veolai B' 
olxite xotalS' ri Ntrco; ariyas; vgl. 
unten 636. Bei^k vermutet jtilat 

67. Zweite Szene. Oresteaund 
Fjlades treten rechts auf. Fylades 
geht voraus und späht nach allen 
Seiten. Ähnlich iat das Auftreten 
des Neoptolemos und Odysseus im 
Philoktet des Sophokles, wo Neo- 

StolemoB vorausgehend die Höhle 
es Philoktet ersp&ht. — fi^' („ob 
nicht") [i; sc. ictlv gehSrt mebr 
zu iffa als zu ipvlicaoov („nimm 
dich in Acht"). Vgl. Phoen. 92 
npovftpFwtjaiu mlßov, f»| ng no- 
ItTäv iv Tflpip ifavxä^fTal, Soph. 
Phil. 30 Spn »«&' vKVOV iii) xai- 

„.„....A.ooglc 



r*irENEU H EN TATPOIE. 
nYAAiHS. 

OF. nvXädy\., Soxel Oot lidla^pa ravt' tlvat G^täe; 
\iv9-' '^^6&tv vavv xovtiav iUreiXaitcp.^ 

nX. (fioty', 'Offioxa' ßol Sh awdoxtiv xQSmv. 

OP. xttl ßa(i6s, "Eklrjv ofi tunafftätti <p6vog; 

nX. i^ ttlfiätav yovv iäv&' ixet &piyxtDfiaTa. 

OP. 9Qi.yxois S' ix' airrotg Oxvi.' hg&g </iprr)iiiva; 

nX, tß)v xaz&avövziav y äxifo^ivia ^dvatv. 

Sili" iyxvxi.Qvvz' dip&ttlfibv ei exoxtlv xpctäv. 

OP. t5 0or^E, itot fC tti TjjvÄ' ig &QXVV ^yayts 
jjSf^fSaq, ixeiätj itax^bg alfi' huJti(iijv 
li,7]X£(fa xaiaxtäg, äiadox<xls S' 'Epivvmv 
■^Xiew6[U0^ tpvy&Seg e|eJpoi x^ovog 
SffAliovg xe ^coilovs i^&tXtiaa xafini/wvg. 



69. Durch die Anreden (vgl. 71) 
geben eich die Personen den Zu- 
ichanem zu erkennen. 

70. Dieser Vera, welcher der fol- 
genden Erzählung des Orestes vor- 
greift, stOrt die Stichomythie (Ab- 
wechslung TOB Vers nm Ters). — 
Wegen novtiav s. zu 2S6. 

73. 'EIItjv ipövos wie S47 
"Elitjwis y^s, Bo daß "EUtjv als 
adi. commune gebraucht wird. 

76. Die Antwort mit yi gibt 
zn der Bejahung eine nähere Be- 
stimmung. — dmfo&UuL hier in 
dem einfachen Binn „Beutestäcke". 

7e. Äußere Vorginge auf der 
Bühne weiden in den alten Dramen 
in der ßegel ausdrScklich ange- 
geben. P;^es bettachtet während 
der folgenden Rede des Orestes 
den Tempel genau um Mittel und 
Wege ffii die Eotführuiig des 
Tempelbitdes ausfindig zu machen, 
bis er 94 wieder ins Qesprä^ ge- 
bogen wird. 

77 f. Schnldbewofitaein erzengt 
Eteiumat. In seiner niedergedr^ck- 
tea Stimmung meint Orestes. Apol- 
lon habe ilui ina Verderben ge- 
lockt. Oft I&ßt Etiripides eeine 
Personen ungläubige und miß- 
günslige Heinnngen Aber Orakel- 
aprOche oder Ajiordnungen der 



Götter aoBsprechen uro durch den 
Verlauf der Handlung die kurz- 
sichtigen Urteile der Menschen 
Ober die Wege der Gottheit zu 
kennieichnen. Die Äußerung sol- 
cher Oefohle aber ist hier ein 
Mittel wichtige Teile der Expo- 
sition anzubringen. — icot rijtid' 
is äf%vv wie Aesch. IISS xor Jtj ft« 
itüfo T^p rälaivav ^yuyev; — ai 
wie durch den ersten Auftrag den 
Tod des Vaters durch die Ermor- 
dung der Mutter zu rächen. — Bei 
äf^aas (durch einen Orakelspruch, 
en du mir gegeben, nachdem usw.j 
schwebt 8chon iX^elf Tatipix^s (* 
S{!ovsz^*ös(Sb)voT; nachher wirf 
ZPifffac mit ai i E^ira; wieder auf- 
genommen. 

79 f. Die Abhängigkeit von JnEt- 
dif verliert sieb und die Sätze wer- 
den unvermerkt selbständig. — 

diaS0X''^S 'Efivvav d. 1. fM- 
xaSgofitttt 'Ei/iviav SiaiBXOfiivani 
Auslas. — ÜeBfoi j&ovde sagt 
dem tragischen Stile mehr zn als 
das einfache Im i&ov6s. Vgl. Hipp. 
Ibb hlevftv Kf^at f^opftoc, Iph. 
A. 419 Smiidrioy hStiim? und zn 
Med. 624. 

Sl. dpijfiotie Nafinlfiov; ist 
entlehnt von der Rennbahn; man 
hat darunter den ilavios xa ver- 
i.,,...|.A,OOglC 



iX^mv di ff' ^poTijffa x&g Tffoxtjidrov 
(laviag Sv il&oiji ig xikos Tdvrav z i[i&v, 
[ofis i^8)i6x&ovv «EpixoX&v xad' 'Elläda]. 
ei) d' tlxas iX&Elv Tßvptxijg fi Spovg jiö'owfs, 
iv&' 'A^xt^Cg tiot tftiyyovoff ßmyLobs ixet, 
Xaßelv r' ayalfia $'täg, 5 ipaOiv oiv&äds 
ig xo'öede vaoig oi^avov aeOsZv Sao' 
i.aß6vta d' ij itivaitiiv vj x^xv ^"'*'5 
Ktvdvvov ixxli^avx\ 'Afhjvalmv x^avX 
dovvaf xb d' ivQ'ivd' oidiv Eppijfhj «dp«- 
xal xavra dptfffavr' iiuivoig i^siv «övtov. 

ijxe} Si Ttsie&tlg aotg löyoiaiv iv&^ÖE 
Syvaxov ig y^v, &^£vov. ai d' ItsxoQä, 
IlvldS^- <si ydg fiot rovSi «vlX^axcoQ n6vov 
xC dffStfuv; in^ißX^atQot yäg xoixi^v h^äg 
iit^Xa' «ötfQa xXtfttixoiv xifoOufißoia tig 
ixßfja6ftea9'a; x&g £p' oiv ftd&oifiev &Vy 



fltehen, den Doppellanf, bei wel- 
chem man den einen Schenkel des 
Stadions hinauf- und den andern 
vieder herablaufea maßte. Vgl. 
Aesch. Ag. 3Gä xsfiV«' iiailov 
^ifvcpov hAIuv xdliv, Enr, Hek, 29 
Vollöls Sutilais »vfiÖTori/ qpopoii- 
(itvos- Den Griechen, bei welchen 
die gymnaatiBchen Spiele tich be- 
sonderer PSege erfreaten, sind 
■olche Metaphern sehr geläufig. 
Vgl nnten 816, 

S2. Zu dem Gebrauche von tfo- 
jTfJltiTOf und TpotTjlitcrfr*! bei Euri- 
pides (Or. S6 rb ntjTfbg alpä vtv 
tnoirilartt [Laviaiaiv, Rl. 1S6S Aei- 
iral ät Mfigh et . . Teorijlomjaovo' {(i- 
(lari) Ttlttv^iitvov) vgl. Aeach. Prom. 
908 tgotodivctrai S' äfifia^' illySiiv. 

81. Dieser Vers stammt aus 1465 
und ist hier bei der aligemeinen 
Frage des Orestes nicht am Platze. 

S7f. oiv^äie d. i. Ol iv&ädc. 
Vgl. Aristoph. FrÖ, 461 oim^tfipioi. 
— oii/aifoa ataetv änn: alte Kult- 
bilder (fijava), deren Ursprung un- 
bekannt war, galten ala Siatcrtj 
{iioitfTH 977). 

91. t6 iv9iiiat: vgl. Med. 116.7 



läelr,^ Sopb. Phil. 396 rl d^T Sv 
dfält iya Toiv9ivd£ yi. 

95. tl ist bei av nicht nötig. 

flS. Äp9i^lnfltparoiriBv(gen. 
definitivuB, welcher angibt, worin 
die ümschlieBuug des Tempels 
besteht) wie ttiximv Tttgntrvxai 
Phoen. 1367. 

97 f. Tt6ttfa (dichterisch für x6- 
trfov): das zweite Qlied wird nicht 
selbständig gegeben (^ nvlaf &voi- 
£afuv ;) , sondern gleich mit der 
Widerlegung verbunden. — Vgl. 
Phoen. 117S xl/furxoe TtfOBafi^äatig 
hoiv i^Affi und fSr iiißitivcn' (an 
<^ Sprossen der Leiter empor aiif 
die Hauer hinaufsteigen) ebd. 100 
niifi/v ttalaiüv xiltfiiiii' 4x^4 fu 
TioSl. • — nüe &g' oiv fui^oifU* av 
&V abiiv foftcv; (100), d. i. wie 
konnten wir alles erfahren, was 
cur AusfShrung eines so gewagten 
Unternehmens nOtig ist, z. B. wo- 
her die Leiter zu nehmen ist? 
Der V. 99, welcher den Zusammen- 
hang unterbricht, seheint aus einer 
Parallelstelle bei^chrieben zoseio, 
wenn er nicht in der Form utal 
%täM6ttvtiTa xlftf^o: Xiotitts \toxl.ots 
nach 100 einnuetien ist. 

„..,.. ,.A,OOglC 



»ITENEU H EN TATPOIB. 

[^ Xalxörsvxta xX^&ga XvHavteg (iozXolg] 
&v o&dlv [aucv; ^v Ö' ivoCyatnes x^i-ag 
lr)tp&&(itv iaßäatis tb ^ij/avtäfuvot, 
#«votift£d''. äXXa xfilv ^avilv, vsag ftt 
tptvyiafitv, ^«cff Stüg' ivawtroXi^aiiev. 
IIT. q>f6yeiv (lii- oöx ivextbv oi>d' tlä&afitv 
xbv Tofi Oeov T* xQTjeiibv ov xaxiardov 
oü TO( fiaxffbv fiiv IjX^oiitv xmat] aÖQov, 
ix ttQftdtiov di vöitTov ipoüniv xdXtv. 
vaoS ä' ixttXlax^dvte xpiiipcafitv ddfiag 
xat' Svxif' S «dvTos vorlSi SiaxX-v^ei. (liXag, 
veatg tatm^ev, (t^ ^ts bIoiS&>v axAtpog 
ßaUiXtüoiv eCitti Xttxa Xijip&ffifiev ßdf. 
Srav Si wxvbg Sfifuc Xvyafag (i6X'j], 
ToX(ii^xdov TOI Icdröv ix vaov Xaßttv 
&yaXiu!c xüöceg x(fo<tipi(fovT£ ^tjxaväg. 



99. Vgl Hipp. 808, Med. 1314 

äolftM ■»X^fa {tA^Sat) . , Mvt6' 
itp^is, worin üpfiof du gleiche 
bedeutet wie uojrXol, die in die 
PfoBten eiDgefagten Querbalken, 
durch welche das Tor verechlüSBen, 
dnrch deren Wegnahme es geSffnet 
wird. Tgl. Or. 1671 ftorlols S' 
äfuft »Xi9fa, Arietoph. Lje. SlO 
tois fiO);Zois jal^aiv, ÄbcE. Cho. 
877 atülaj itoxiotg ralfixE. 

101. tptiyciv iiiv. Der Gagen- 
•atz (handeln und den Auftrag des 
ApoUon erfüllen) folgt La vao9 8' 
Ai(allax(yivTt xit. Den kleimntl- 
tigen und verxagenden Freund er- 
muntert Pylades, indem er deasen 
Ehrgeiz weckt und der Umkehr den 
Hakel feiger Flucht und ichnGder 
Ventachl&aaiffung des göttlichen 
AnftragH anhäiigt — xaxiOT^D* 
(feig handeln an, aus Feigheit auf- 
geben); vgl ^oJf iltSp und Iph. A. 
1436 aaCeuL iic fiij xaiii£( („mache 
mich nicht feig"), Hom. H, 2H 
iiaxiS6ittvov im Smne Ton ätiliv 
%al £va*St^v, Aristoph, Ljs. 760 

lief Der Qedanke „wir wollen 
die weite Fahrt nicht gemacht 
haben nm am Ziele wieder umzu- 



kehren" (nach griechiacher Weise 
in «wei gegenüberatehenden SOtzen 
ausgedrficht) berücksichtigt den 
Bat dea Oreatea auf demselben 
Wege heimzufahren, auf welchem 
aie hergekommen seien. — Der 
Aasdruck foatav nfpfi* leitet sich 
her Tom Abheben des Schitfea vom 

107. TtdvTos fiiXae wie atnun 
mare Hör. Sat. S, 16 Tom HtQr- 
miachen Heere. 

109. ßttailcftrtv allgemein „der 
Eerracfaaft des Landes". VgL Med. 
SSS Stint6tais. 

110. vvKrbs Bulla: vgl, Phoen. 
EIS vv*.t6e t' &ifijTAs ßXiipaQov 
i}Uov tt <p&e, Aach. Pera. 431 lu- 
Ictivijs vvntbs Bmia. Der dunkel 
uns entgegentretenden, dunkel uns 
anblickenden Nacht wird auch bei 
modernen Dichtem (Shakespeare, 
Tieck, Qeibel, Lenan) eiu dnnklea 
Auge beigelegt. So heißt ea in 
der „Bitte" von Lenau; „Weil' auf 
mir, du dunkles Auge, Obe deine 
ganze Macht, Ernste, milde, titn- 
merische , Unergründlich aSBe 
Nacht." 

112. xgoatpigovTe, weHtoliiri- 
tiov STnonjm ist mit coiftfi« Stt (vA), 



i ETPiraaor 

S(fa äh ysiaetv tQiy!itiq>wv Scroti xtvuv 
Sifias xa^etvui- xoi^s xdvovg yäi} &ya^ol 
tolfiäei, dsilol S' aialv oidlv oiÖaiiov. 
OP. aXi.' {{> yä^ tlxag, xsiatiov xaqtlv "ifisiav 

oi> yäQ tb xovdi y' ahiov y£vqetxat 
xtüftv Ä'xpijffTov &ietpatov Toifitjttov 
lt6x^og yäff oäSelg totg vioig ex^^iiv tpiiftt. 
XOPOS. 

x6vrov ätealtg evy%<affO'6aag 
sth(fttg i^eCvov vaiovrsg. 



113. „Sieh EU, wo zwischen dea 
dreifach geschlitzteo hervorstehen- 
den Balken ein leerer Raum iet 
nm sich dort (in den Tempel) 
hicabzulaBBen." Der Raum zwi- 
schen den Qaerbalkea, auf welchen 
dae Dach ruhte, wurde in der älte- 
ren, nl»o beeondera in der dorischen 
Bauart freiselasaen, später ausge- 
füllt (die Metope). Durch solche 
Lnken entflieht der Phrygier Or. 
1S71 aus dem Hnuse: miftna jia~ 

■teiylvtpovs. Zu der Bedetttung von 
yetca tkI Bekk. Aoecd. Gr. p. 33 
jetaa Sxavta to t^iiovxa tiiv 



114. 



■vt ja, 



Hfihe darf nns nicht abschrecken 
denn wir wollen tapfer sein nnd 
der Tapfere unterzieht sich gern 
der Mähe. — Fylades schUeBt, in- 
dem er noch einmal feighecaige 
Sanmaal Ton sich weist. 

120f. th toiiit, ti> iy.iv. 
Häufig steht im Dialoge das deik- 
tiscbe Pronomen odi gewöhnlich 
mit, aber auch ohne {&) Ar^^ (i. 3. 
Alk. 786. 1090) fflr das Pronomen 
der ersten Person (wie im Lat. hie 
homo). — ahiov /tnjOMKi jteeHv 
(für lo« »Mtfp) wie %oi^en iceaHv. 

122. MOhsal bei einem Unter- 
nehmen ist niemals für Junge 
Männer eine Entachuldieung, ein 
Grund von demselben aozustehen. 
Vgl. fr. 464 d4x av äiivaia fi^ %a- 






u^ 9iUiv vtaviav. —- Orestes und 
Pjlades treten wieder rechts ab. 

123-236 ParodoB dea Chors. 
Das Auftreten wird mit 137 ff. mo- 
tiviert, vgl. zu 63 ff. Die Parodos 
geht nach dem Anitreten der Iphi- 
genie in einen Eommos (Wechsel- 
gesang swischen Schauspieler und 
Chor) über. Dem klagenden Inhalt 
entspricht der Qebranch der ireien 
Anapiste, in welchen die spon- 
deiachen Füße vorheirscbend, mit- 
unter auch die L&ngen aufgelöst 
sind. (J37— 14», welche das Auf- 
treten dea Chors betreffen, 11.170 — 7, 
bei denen Iphigenie hin- und her- 
vandelnd die Speni" 



weil der Chor in feierlicher Prozea- 
aion Tor den Tempel zieht, also 
eine religiöse Handlung begeht, 
bei welcher heiliges Schweigen 2U 
beobachten ist. — äiaaäg evyiio- 
foieas n^T^ire, die vielgenannten 
Sjmplegaden am Bosporus, welche 
der Sage nach nnprünglich eu- 
aammenschlugen, seitdem aber die 
Aigo hindurchgeiahcen, feststanden. 
Tgl. EU Med. 8. Gemeint sind 
die Anwohner des Fontua, be- 
zeichnet nach einer poetiache Em- 
pfindungen weckenden Ortlichkeit, 
wie wenn die Koiinthier die Um- 
wohner der schönen Peirene (Quelle) 
heißen , Die Örtliche Entremnng 
wird von dem Dichter auSer Acht 
gelaaaen. 



I.A-. 



.X^glC 



I*irBNEIÄ H BN TATPOIÜ. 

i xat %äs AaxovSi 

xgbg oAv aiXdVf eiatvi.av 
vu&v XQvOiJQSis ^ffiyxoiis^ 
x6da naif^ivutv üatov 6eiag 

'EkXddog tv{«xov ni^ifyovs 

i^ttikd^aiitt &Bifäxvav^ 
«ttTQpav obaov Idffag. 

xC fie «Qbg vaohg äyaysg &yaytey 
i xat zoü rag Ttfoücg xvifyovg 



1S7. ^isTvvva igt ein Beüuune 
der Jägeria {oiggla) ÄitenuB, wel- 
cher von den JagdnetzeD (iUxva) 
bargeleitet, wird (Diod. V 76). 

128 f. Der Dichter veitlegt die 
Schönheit und die Zierde der fpie- 
chiachen Architektar seiner Zeit, 
die herrlichen älulenreihen and 
den Ooldschmuck da« FrieneB, in 
die alte Zeit nnd du Land der 
Barbaren. Enttprochend war die 
Dekomtion im Theater. Ovid ex 
Pento m 3, 40 beschreibt den 
Tempel: templn mmtent hodie vattis 
inmaa coIwnnM perqut q%tater denoa 
itur ad iSa gradm. 

180. x6iajtat»iviov: wie /^ 
fom JioSl Or, 460, aaf^vat %efl 
Phoen. 888. Ähnlich unten 796, 
943. — Oewahnlichea Veramafi ec- 
h&lt man mit ialag SauMi n68a 
»af^viov oder mit Ttiia ttag^i- 

131. tlßioixpe ist altertOm- 
liche Beseichnimg der Priesterin, 
Tgl. Xsch. Schutzl. S97 xJlndaOxov 

viv^ai. Tgl. Eiul. 8. 14, Anm. 80. 
Ebenso nnten 1168 ij ttvltofie, 
1227 vctöv itvXmt6s. 

182. til»»ov. PferdMQcht ralt 
bei den Griechen als Eennseichen 
de* Wohlstandes und war in Athen 



lS4f. jdßTu* ciifiiitaiv A's- 
Bnrlpld«, IphlgaDtl*. 



ethtnav (Anfenthalt in den bäum- 
reichen Gehegen) wie Bftknh. 1048 

Griechenland mit seinen banm- 
reichen Anlagen (vgl. Herod. TU & 
As i) EigAmi TfifaucUiis X^'tV ""' 
üMQta KamaXa q)tgit vk ^fMff«) 
prebt der Chor im Gegenaati ta 
seinen jetzigen d^j^VO' olxot 

glO) in einem anderen Erdteil, 
nwillküclich mnflte den Griechen 
du ferne rauhe Land im Osten 
all aaiatischei Barbarenland er- 
scheinen. Über die banmlosen 
Flkhen Skrthiens v^LHerod. IT 81 
xfft fljt tfjs ^xvfriKflc tUvAe i^ilov 
iovnis nnd Orid Trist. IIl 19, 16 
na» pTWatl a Gelieis finibus eurbor 
abett. iiaJklikiaaa wie ^ftifateaa 
hier im Sinne von liitofiaa. Weil 
(tUosnstv und inil^ir eigentlich 
nur den Wechsel des Ortes be- 
leiohnet (Tgl. S97), kaim bei beiden 
Terben {wie bei motare) der Akk. 
auch den Ort anzeigen, m welchen 
man auswandert. 

187. Iphigenie tritt ans dem 
Tempel um die Tatenspende ffir 
ihren Bnider vor dem Tempel auf 
die Erde la ^eBen. Eine Dienerin 
tr&Kt ihr die ana Milch, Wein 
nnd Hanig gemischte Spende in 
einer goldenen GieOkanne nach 
(187 f.). 

ISIf. Ifiolop, wie du mir be- 
fohlen. — IjyiYlS, t(tc*>ifMpai. 

ISef. Tgl. Soph. EL 1 A C0C 



1.%.' 



H^gk 



smnuoT 

iUUvtog xXttv^ eint xäa^ 

jixiftidäv tibv xXäivAv; 

I4>irESEIA. 
U) 8fMtU, 

ly%tiiua, xOq oöx tviuriieov 
f^Axovtfa ßoäs ilLii(fovs HfyovSt 

e^yyopou Aitim uartaiiaiOfUva 



dem Rnder von tausend Schiffen" 
für ,^t tausend Baderachiffen" 
(^toaMnd Begeln"). Daran« wird 
rai fivpMTCwiI d^ Begriff utÜ^ 
am ein Flotunheer von pvflot &v- 
ifts itvxtf<f6toi zu bezeichneD. Mit 
Mbxfr ^iXiavaifif vgl. nolvKAxai 
txd^ti 981 nnd zu 179; zn 2*^' 
pedttf iscli. Av. 15 sciilo« 'Affftlmv 
%üiui9ain]9. Die Zahl in uvpio- 
fcviit iit zn veritehen wie Phoen. 
Ul Folyneikes aich seiner zafal- 
loMn Heencharen rOhmt mit den 
Worten jHipi«!' Sjem l6yxv- 

lü. Vor 'Atfiii&v ist ein Wort 
wie (M^ofi' oder dölo; oder ytvoe 
auBgefBJien. 

144 f. Jvo&pqKiJTOte^eijvoiE: 
die bei den Tr^ikern h&nfiRen Zn- 
■ammeDietzungen mit a pnv, oder 
dvf wie yöftoe £/afio$, X'^P'V ^Z"- 
pip (fi66), nofjlp Attätaig (861), 
iriitfMi; JKotfw; (ebd.), yäiios d^- 
faftos, dvedaiitmv itai/imv (SOS), 
vifufm dvOitviitpos (SIS) drücken 
du ünnatflrliche, ünheAvoUe, Wi- 
derwBitige, Crnselige ans. Schon 
Homer ^ 9S (^«( /liepmff. — 
Ae iit kansal and beffrflndet den 
Auiruf U) dftaal. — CyxMiiiat wie 
Ändrom. 01 olantg ijnuliua^' iil 
dvi{*oi0( Mol jioiat Xttl JvxpvfiB«, 
Tgl. Hei. S09 «oUccfe »fi^ofule 



146 ff. ifiE - ' otnroie (singend des 
nicht wohltSuenden Sandes Ijra- 
fremde Wehemfe, ach, in Toten- 
klagen): der ElagegeMuig nm die 
Toten («tj4eio( oUtot) breitet von 
Wehmien (GlfTOi) ist nicht die 
wohltOnende Weise, wie ne cor 
Lyra gesnngen wird. Vgl. PhOn. 
J0S8 llvpov Aaipl furiitay, Aach. 
Ag. 980 tbv i £rtv Xvoat Sfins 
iwp^el ^ffjvov 'Eftvios, Soph. öd. 
S. liSl ^lÄiff . • fiotifa iwiavaioe 

148 ff. olai . . ÖTtti gibt wie 
nachher otav Utiuav t^iv den 
Qmnd zn dem Vorhergehenden an 
(3ti toiolhat irai miiiäalvovai fiot). 
Vgl. Eerc. 816 Sf' eis <iv a^bv 
Kmrlop ij%o(Lev ip6ßov, olov rpdsf»' 
inrig S6fimv 6gä; Jon 706, Hipp. 
845, STS, tu ÄBch. Prom. 908. — 
Der allgemein tmgegebene Gnmd 
wird durch dy^orov äfibv sartE- 
nJlcttOfi^vor erläutert. Das Partiiip 
ticetaxXaiofUva gebSrt zu ty%u~ 

ISO f. iaBs (ob des Lebens, nm 
sein Leben, Oen. der Relation) sagt 
Iphigenie euphemiatiBch. VgL Hom. 
t 1G3 xaxtipeTo di ylmis «169 
(dem Odysseus auf der Insel der 
Kalypso) vdorof divfoaivip. — 6vil- 
gmv, welches daa VersmaB stOrt, 
ist eine bei geschriebene Erkl&mng. 
— tSf, ät. Einer weiteren Ansein- 
andereetsnng, die nur wiederholen 
wflrde, wa« der Zuicbaner bereits 

„..,.. ,.A,OOglC 



»ITENEIA H BN TATPOIE. 

wxTÖs^ tag i^m^' Sfipva. 

dXöfutv ilöiiav' 
oix eUf olxoi mcTff^ot' 
otfUii fioi ^(fovdos yiwa. 
tpsO qpcC xttiv 'Aifya ^%ffmv. 
Im Ih daifietv, Ss xbv 
fiovv6v fie xu0(yvijzav evXäs 
"AiS^ itifiitaq, ^ tdaSt %oäs 

iÖQuivtiv yaiag iv vmxoiq, 
mjyüg t' oi^siav ix ^dtfxov 
Bäxxov z' otv7]fäg Xotßäg 
^ov^&v TC x6vi)iu£ fuXiaoäVf 
& vexifolg tfcüxTif^to: xitrai. 

äXl' iviog ftoi Jt4iy%qvtlov 
TEÜjofi ''«^ kaißav "AiSa. 

& xttx& yaiag 'Aya^s^viviov 



163. Tgl. Med. 189 oii* ila\ äipni. 

164. fiwä mit lausem a wie 
Hek. im , vgl. TiUfin Pmd. Ol. IX 
12ä. Xm 14. 

109 f. ^ bezieht sich anf xaal- 
yi^o» zurttck. Vgl. 61. — %oics 
i>(ttT4f<£ tt, eine Art Uendiadyoin 
Tana dem Miecbkrog hier die Spende 
tOr die Toten auBgiefieo). — k^- 
itl^a thv qi^iiUvav wie 169 loi^v 
Zilda. — 711/at^g heißt die OieS- 
konne (Tgl. Soph. Ant. 430 li t' 

Xoaiai Tfivjiiiiioiai tiv vtxw eri- 
fti) , weil darin die verachiedenen 
Bestandteile der Spende gemischt 
sind. 

161. idtfaiviiv im einfachen 
Sinne von „netzen" wie pooOvtilv, 
povxoXtTv, rtieovDftf Iv , olno/loiitti', 
aedificare einfache Begriffe gewor- 
den iind. Tgl. zu Med. 207. Eier 
hat es die Bedeutung „ausgießen", 
wie auch Bonst die Terba humec- 
tandi diese Bedeutung erhalten. 
Tgl. Soph. Ai. 876 iQBfiviy ol/i 



fdtvaa (yitid dazu Lobecks Anmer- 
kung), Trach. 848 Tiyyu daxgiiav 
Stvav, — yaiag Iv viiizois, ai Xffbg 
ri^Pov 00. (172). 

163. Die Spende besteht aus 
Milcb, Wein und Honig, wie Or. 116 
iiupl fitv Klvtaift^^fas xdtpuf 
^XLiifm' S^eg yilantos olvmaiv 
x' fijpijv. An anderen Stellen (Ho- 
mer X 619 f., Aesch. Pers. 614 ff.) 
kommt noch Wasser hinzu; Soph. 
Oed. K. 461 ist Wasser und Honig 
verbunden; El. 696 ist nur Milch 
genannt. — iniyäs von der Milch 
wie Soph. El, 69S »ioquvtovs tij- 
yiit vdiamos. Tgl. Eur. Ejkl. 496 
ßotffvaiv iplXaivi »nyalg. Umgekehrt 
Schiller „Qletschermilch". Zu i% 
Tgl. Aesch. Pen. 615 ßoie i' itp' 
ayvijs Utmbv tfraoxov yäXa. Wie 
hier äyv^s, so weist tyifilmv auf 
frei umherschweifende Kohe hin, 
welche kein Joch getragen haben. 

166. Tgl. Aesch. Pers. 613 roÄg 
ififova', STftf vixi/olai fieilixnj^ur. 
— nftrai s. t. a. vtv6iumat. 

168. fv4oc sagt Iph. lu ihrer 
Dienerin. £i>4oc, dig elg x*lfB wie 
Ejkl. 610 ipig', AaxbK hiog pm. 

r..:,, ..?V-.OOglC 



[ ETPmiiOT 

^av^äv xaitav, oi> d(ixifv' oüHat. 

xetfitu inpax^eltf & rXifunf. 

XO. &vti^dkyiovs AS&s ^fwmv t* 

'Aairjtäv Coi ßäffßoffov ^(Jv, 

vdxvOi fieüoiidvav, x&v iv noixttts 
"Aldos ifivBt SC^a Jtativmv. 
o/>iot, t&v 'AtfftiS&v otxtav 



171. &s (als einem Toten, indem 
ich dich als Toten betrachte) laBt 
die Möglichkeit des Lebens offen 
und enUpricht so der Wirklichkeit. 

174. xalxriv: tttl^t^ai Kdftij» 
gehörte vornehmlich ivr Toten- 
traneE. Vor der Bestattang schnit- 
t4n sich die n&chsten Asgehorigea 
die Haare ab und warfen sie aof 
die Leiche (^ iv %Qä kov^ü, v^l. 
Hom. V 135) und auch ep&terhin 
war es ein gewöhnliches Liebea- 
leichen gegen den Toten, dafi man 
eine Haarlocke auf dessen Qrab 
legte. Vgl. TOS, Alk. IDl ff., El. 615, 
Or. 96. 

ITOf. &-atvde9n^: Tgl. zu Med. 
196. — joxtffurai wie 8 äs iontl. 

mt.&vttipäluovs- Avtiatf6- 
900E Eeajch. Vgl. Aristoph. Vög. 
SIS tot« vole lUyats ivri^Umv 
qpö^fuy]'« 9t&v Jerrflt pigois. über 
die Zusammenaetzong mit einem 
dem Substantiv verwandten Begriff 
Tel. nuten 437 ifö^ovs *a%Xitixa- 
Slovs, 787 noXifhiQoi iiaTtxv%al, 
13Sß A-ixlitlow Jtitio* und zu "Sa- 
pii&v^e ifiyd Med. IT6. Das Ent- 
sprechende liegt im Inhalt der 
Klage: 179— 18& enthalten eine 
Ennderung auf 14B— löl; 1B6— 
203 auf 162—166, Eh entsprechen 
sich auch cioEelne Ansdrücke wie 
iliQoit, dlxa mrM^vav, oi» ita' 
olxoi xatfäot, Tiiv 'Atf/tiiäf otiuan 
illiei, xStv Afytt ^iijjOwv, tAv Ätyfi 



paailitat . . (t^x^oe i' i* ftöz^nv. 
— vfivm* 'jamSv ßäfßagav &%äv 
(Asiatischen Liedes fremdartigen 
Klang): die leidenschaftliche, von 
heftigen Oeberden, von Schlägen 
an Kopf und Bmst begleitete Weise 
des &ii^ot stammte aus Asien 
^Of^iie Afios, Kioela liiitiumgla 
Aesch. Cho. 482). Vgl. Or. 1896 
alltvov atXiimv &l/xüv laliiiov P<^~ 
ßatfov Ujovaiv, alal, 'Aei^di ipnvä, 

Pboen. 1801 ((oei ßatßif^ atr ~- 

&xäv fuJLOfUvav vttfolt ' 

I83f. TÄv ^v «pijvotDiv f(OV- 
oav, täf azcvaxT&v uo^vai', 
die Klageweise, die den Toten ge- 
föllt. — ft^oav Wxvot utlofiiwaii 
„eine Weise, wie sie den Toten an- 
gelegen, lieb ist," Tgl. OTtvaKtäv 
Ajtäv mXonivav vnfols in der vor- 
hei^henden Anm. 

184 f. TÜv, &w. — iv notitals 
3lza xaiävatv wie oben 146 liU- 
pouc ili-/ovi. Es ist kein Lobge- 
sang, kein Lied der Freude, wie 
es Eur Lyra geanngen wird. Vgl. 
Äsch. fr. 161 fitivoE &eAr yao 0a- 
tttrOE o1> iAgav ifä . . oid Im 
ßci(ibg oüh xautvlter< 

186. Es folgt '" " 
welcher der Che ,_ 

Senie IfiS — 166 das Ende des Atri- 
engeschlechte beklagt, damn aber 
seiner Stellung gem&l einen Rück- 
blick wirft auf die Frevel, die nn- 

„..,.. ,.A,OOglC 



J*irENEIA H EN TATPOIE. 

l^tt tpSts Ix^wiifmv, otnoi 

[xatff^v otkav]. 

oix Sonv Et' (i6i.ßtov 'Aifyst 

{161^3 ü' ix yL6%^mv ^eet, 
SivEvo^aatg Zxjtotaiv ^ixeV} 
xtavalg iHä^as ii ^Ü^tis 



beilvoU fortgewirkt hkbea von Ge- 
■oUecht zu Oeachlecht und fort- 
wirken bU inm tetsten Glied des 
Oeschlechta. Eine ELfanlicbe Be- 
trachtung koSpft der Chor im zwei- 
ten Stammon der Aittigone von 
Sophokles (683 ff.) an den Unter' 
gang des letiten Sprossen de« 
LabdakidenhaiiBeB. — xAy 'Atfti- 
8&» olutv ist abhllngig von dem 
Ansdmck yä; aai{sf9ai)r („Herr- 
Bchaftaglaoi"). 

188. Die Worte «tcTp^mv 
afHMv, welche nicht ins YenmaB 
passen nnd nach z&p 'AxqsiS&v 
oUxiov nanütz sind, stammen e - " " 



189. 



les. 



tiölpaiT bezieht sich aaf den Reich- 
tum and Glanz der Herrscher von 
Mjkene. 

191. it6i6-ot i* ftifj^mv: vgl. 
Hom. T 290 dixetai *mtbv 1% xa- 
xoC alel. 

19S. Leid ohne ünterlaS stflrmt 
daher, seitdem Helios sich umkehrte 
auf seiner Bahn ob des Frevels 
imOeschlechte der Pelopiden. Die- 
ser Frevel wird kun angedeutet 
dnrch ipuff/sfe Agvbs iSvva. Aub> 
fahrlicher ist diese ans dem epi- 
schen Gedichte 'Alxiiaiiavls stam- 
mende Sage erz&hlt in dem Chor- 
gesauge El. e9S ff. Tgl. Or. 13 S., 
807 ff., 9SG ff., unten 81! f. und 816. 
Eia Lamm mit goldenem Felle war 
in der Herde des Atraus, des For- 
sten TOn Mjkene, erschienen. Das 
Soldene Fell war ein Wahrzeichen 
er Herrschaft; Atreos' Bruder 
Thvestes wufite dos Lamm mit 
Hiuä der Gemahlin des Atreos 
Aerop«, die er TerfQhrte, an sich 
zu bringen und machte damit ein 
Anrecht auf die Herrschaft geltend. 



So entetand ein unseliges Zerwürf- 
nis ; Thjestea maßte Euletzt aus 
dem Lande fliehen. Atreos aber 
gestattet« ihm später wieder zu- 
rückzukehren und bei der Fest- 
mahlzeit, mit welcher er zum 
Scheine die Rückkeht seines Bru- 
ders feierte, setzte er ihm das 
Fleisch der eigenen Kinder Tor. 
Als Thjestes des greulichen Mahles 
inne würde, verfluchte er das ganze 
Geschlecht des Atreus. Vgl. Or. 
807 6 tifyas Släos S t' äftTÜ . . 

Saif näluL xalaiJkt iMi aviupoQ&g, 
6n6Te xi/vatlas tftg A^vAe ijit>9r 
TavTaHiats, ol*zi/6rtna Omväftaza 
Kai «ipayur ytwalaiv Ttxitaii. — 
tivivoveaiB tintoie, mit dem um- 
kreisenden Gespann. Tgl. Phoen. S 

Hli» , ^als Zsitaiair »HUatav 
ipl.6ja, EL 465 xtixloe itlioio tn- 
iroiE Sil TtTtDoiaatas, Cr. 1001 ti 
mieiorov äUov SeiM and unten 
lise, wo die Soimenbahn aU Tx- 
niigofiios bezeichnet witd. 

198. dlläfaf ii t8fas Sfiiia, 
seine Scheibe wechselnd, ändernd, 
so daD sie ans ihrer Stellung kam, 
vgl. El. 103 ;£ia TQlßov lofiJ tfvot 
iila^Alie^a. In demselben Sinne 
heifit es El. 740 jpooanciv iSfav 
AUd^avta. Vgl. Herod. TU S7 
ö>p|iTi((^*» t4 oi i ^1(0£ Jxlincsv 
thv h roü oifanri Sigtjr A<pa' 

194. utripall' ist ergänzt nach 
El. 726 litt dijTiTt qiaivrctB Sort/mv 
Itttißail' 6do4is Zriv Mul V^70E 
Atliov lto%6v it itii6an*op iai^ u. 
Or. lOOa iMov ustißixlav ßgiut. — 
Spfut: sein Strahlcnauge. Derx^loc 
^Uov erscheint als ein goldenea 



[ ETpnndOT 

Sliog. SlXaig S' &lia xfooißa 

ipövog ixl ip6v^ ^%^^ ^' ^l'^Oi-v 

TavtaXidäv Ixßaivet xoiv& 
aolg ofxoiS) tixtvdet J* äaxoMaHt* 
£xl aol daifiav. 
1$. ^ ifx^q fioi SvadcUiitav 
daifMov rag itccrffbg ^Avag 
xal wxtbg xeivag' i^ iifx&S 
it<$2tai axepi/äv xaiStiuv 
MolQUi %vvteivovatv 9ea{, 



Aoge, vgl. ifveianitv und Kpdtfo- 
Mot> io^ in den angefahrten Stel- 
len der Elektra. 

196 ff. Sllois rfvi9li}n Kfoe- 
fßa &li.a 6869a xifvaiat &f- 
voe, jedes Oeachlecht der Pelopiden 
hatte anf seine Weise das goldene 
Lamm sclunenlich in empfinden. 
Vgl. Or. 810 5»tv <p6pp >pivos Ha- 
Hetßtap dl' bWto; öi nQoUlxti 
dmolvm 'AtfiUtait, 1007 T&vii z' 
iiutlpti (til 9atiätovs d'airäxmT rd 
T tTfÜPVim Stljtva Svivtov Uvii/ii 
re Kf^avai 'Atf6Tiat HoXla^ dolloiet 
ydfioK' ™ 7iav6attaa B' Mit 'fi* 
xal ysphav ifiip iii,v9t i6itmy ito- 
Ivjiorois iräyMiie tp6wot Inl tpörip. 
Zu JT«"« ist aus dem vorhergehen- 
den iitl hin tuza denken. 

199 ff. „Damit erfüllt sich die 
BuSe fflr die Schuld der vordem ge- 
storbenenTantal iden deinamHause . " 
Nach Or. 9S7 ff. wurde daa goldene 
Lamm, welches die heillose Znrie- 
tracht stiften sollte, sur Strafe fOr 
die gottlose Tat des Pelops ge- 
sandt, der den Myrtilos (vgl. zu i) 
ftlr seine Hilfe nicht belohnt, son- 
dern ins Meer MBtOrzt hatte. — 
Hit ixßaiplv vgl. ri xftiOt^iOw 
ii^utt, 6 imeubs rot tteot i£(lij- 
It** bei Herod. VI 80, 88, 108. — 

Blm&irtati', Hu^idvTiiiT, vgl. 3S0. — 
«aevSti ianoiBattta: vgl. za 111. 
icaxttvdKvta ist Akk. das inneren 
Objekts {axeiün axoviiis donov- 
däeiovt) : „das Schicksal bemüht 
■ich nm didi mit unseligem Eifer." 



SOS. Die lebten Worte des Chors 
erinnern Iphigenien daran, «ie ihr 
Schicksal von allem Änhng au ein 
unseliges gewesen und es immer- 
dar ist. Ci Khnlicber Weise faßt 
in Soph. Ant. 807 Antigene die 
Worte des Chors xurp^v *" h- 
rltas tiv' S^ior auf und wendet 
dieselben auf ihr Leben an. 



SOi. 



fis :<i«" 



eit »Ol 



16s xelvtis, das Oeachiok des 
Ofittels meiner Mutter, welchen in 
der Hochzeitsnacht der Vater lOite. 
Vgl. Eom. 1 216 lese Bi nagftipiriv 
iArur, Tro. 208 iixtcoie nlaOtto' 
'Eliävav tffoi vi^ ovri) xal Stii- 
tmp. Zn Unglück, sagt Iphigenie, 
bin ich eraeugt, zu Onglflck, f%hrt 
sie fort, bin ich geboren worden. 
V^LAriatoph. FrO. 1184 ymcoduifimp 
<pvati Svciva yg x(Ap ip^MU . . Hflv 
«al yejQpitat xzt. Unheil war 
schon über Iphigeniens Geburt ver- 
hängt infolge des OelObnissefl ihres 
Vaters (21). 

S06f.l((ziviMorpai„dieSchick- 
saltgOttinnen meiner (>eburt" sur 
Bezeichnung des Verhängnisses, 
welches über ihrer Geburt ruhte. — 
Zu mvttCvovciv ist aus 203 ftoi zu 
er^kozen; awttivowtif entspricht 
dem Begriff «rcfpiv (etwas an- 
spannen, anziehen, so ^B es stiaff 
irird). Vgl. zn tlxai nniriiJXvMa 



I*irENEIA H EN TATPOIE. 

täv xffmt6yovov ^AXog iv #aAd^(g 
A^aq & xXdiuav xovffa 
aiptiyiov xaxQip^ ^^ßf 
xal ftvfi ovx evyä^xav 
iiExev iTfftipev lihnuiav, &v 
[jtjceioig iv Süppoiat 
intfui^iov jiiUdog ixißaaav 
VVfUpttV, OJjMl, dtJffvtffi^pov 

vOv f}* i^eivov x6vrov ^eiva 
8v6x6ffTOvs otxovg vatm 
SyKfios ScrmvoB SsoAtg Sguiog^ 
& (tvaarev^Bte' ^ 'Elliävaiv, 
oi xiv 'Affyti ndXxovs' "Hifav 
o6d' latotg iv xaXXup&Avyotg 
xtfftUSi IlaXläSog 'Ax9if os elxh 



888 f. Von Eindlieit kof wu ibt 
ein hftitM LebemloB baschieden. 

iOa.täv.äv. — Oäloetvfiatä- 
ftoig mit geanchtem Qleichkl»ng. 

all. jtat t^a lAß^ d. i. «iDMaTpl 
laßäa^t, dem Vater lui »chänd- 
Üctaeo HiBbaudlniig, weil der Vater 
die Tochter seiaem Ehrgeiz opferte. 

818. tinraiap, durch du Qe- 
lObde (eiz^ des Vaten zum Opfer 
beitimmt, dem Tode ^weiht Vgl. 
Hesych. tixialoii' lö Kut' tbxriv 

214. ^«^ßaatftf.Hie dieGriechen. 

318. iieivov ielva, ein ge- 
suchter GegenBftti des Wortes (niäit 
des Inhalte). 

881 ff. Hellenischer Ootteidiemt 
wird dem rohen Kultus der BaT' 
baren entsegen^eaetzt. Pawead ge- 
denkt Ipnigeme der Haopt^ttin 
ihre* EemoatlaDde*, der argiTuchen 
Hera; die Erinnerung an die Art, 
wie ^e attische JuDgfnin die SchutE- 

fOttin von Athen verehrt, verrftt 
en athenischen Dichter. Vgl Heli. 
i66 ^ Ilalidiot iv 7t61,ti T&i naX- 
itdlqiQOV 9tlis vaiova, iv %fo%tip 
niitXtji EfD^afiat ii/a ictiloii; h 
ituSalituti noniXiova ivfhitifi- 



Ztit i^ijtifm HOif^Cci ipXoyfiä 
Kfowliati Für die PanatheiAen vei- 
fertigten die attischen Franen und 
Jnn^rauen der Athene ein Praohi- 
gewand (fixlos), in welches Taten 
der QOttm, wie deren Teilnahme 
an dem Kampf des Zeus gegen die 
bimmelstflrmenden Titanen einge- 
webt waten; bei dem groBen Fest- 
zug der Fauathen&eti wurde da« 
Oewand, in der s^Ateren Zeit auf 
einer mit Walien fortgeschobenen 
Triere, auf welcher es als Segel 
ausgespannt war, anf die Burg ge- 
bracht. — lorolE 'v lUilXuptijyois: 
Tgl. fr. 627 MpaMoe dairfoi) luUiag 
(£e Musik entsteht, wenn „durch 
die Saiten des Qams sauset das 
webende Schiff"}, Soph. fr. 801 
iiif%l3os i/iroit, Leonidäs v. Tarent 
Anth. Pal. 899, 4 cä* ürgia »euta- 
fiiwav »tfulia, täv iardi* iiolnä- 
Tt^K. Rauchenatein bezieht xoU. 
auf den Oesanc der Weberinnen 
nach Terg. Qe. f 293 longum caatu 
iolata taborem arguto coninnz per- 
currit pectine telas. — iltit «ot- 
vÜlovaa d. i. i/wb xoixUni' (xof- 
xilfui) iipaivomia. Ahnlich nach- 
her nfitfdv aidäv, ISST i6»ia i%- 
Xnmalvnc. 

'.A,OOglC 



ETPmiAOT 

alft6(fifttvtov dvagtÖQiuyytt 
l^sivav alfidaaova' ßrav [ßtofunis] 

oixTpöv r' ixßaXJiövriov dixfyuov. 
»ttl vüv XEivmv (idv fiot JUtdw, 

a^iyyovtn', 8v SJiixov tfufutattiiov 
x6%s ß(fi*pog hl viov, ttl 9tiXoi 
iv %t(falv lun^ xifb^ ffc^pvois 
'jäffyti Oxijxroüxov 'Oifdotav. 

XO. xai (tijv 58" Scxtäg i*i.i3tä>v daActtftfAivg 
jSovq^op^g ilxH 6ri(utv&v ri' 00t vdov. 

B0TK0A02. 
jiyaftdftvovög tt xid KXvtmii^tQas %dxvoVy 
£xovc xaiv&v k\ i^ttü xijQvyitdtmv. 

10. xi S' iezi xov xoQdvTos ixxX^Mov XSyov; 



iU f. alftiffavtop tvatpif- 
fttyjti üxu* itebt all Akk. dei 
inneren Objekta wie (tlfto, Vit««» 
olfi^aMiv: aenUntergADgderFiem- 
den, der outor StrOmen Blut« und 
JmmnerUinen erfolg, dorcb Mord 
BobAfiend. Vgl. Or. »ei tt»taa 
llVJikf SwX« tut napfjUae, slfui- 
nifiy £mr. — dv«ip6fiuyYa bildet 
einen GeoenMtte eu ■xaUÜ^iMrjoit. 
— ^ofiMS irt, wenn nicht eine 
uiderweitwe Entetellnng des Textes 
vorliegt, Ms erklärende Beitchrift 
zn beb«cbten. 

3S9. xelrnv, rulvav t&v lumd*, 
meine« üngificki. 

330. &f%lttlt», &*taXaiM. 

SS2. tv z*P''' «pä; atifvott 
(»acpjeigt attributive Beatinimnng 
an fr<ilDs. Vgl. 1219f. Nicht nm- 
Bonst lUt der Dichter das carte 
Alter des Orestes bervorheben; um 
so glaublicher ist es nachher, daß 
Iphigenie ihren Brader nicht er- 
kennt. 

U6. *xf|«coeze* nach dem Ho- 
merischen «Kffmo«zoe ^anUit, bier 
im Sinne „dorch seine Oebnrt be- 
stimmt das Zepter ma traKen". 

S8S— sei erstes Epeisodion: 



1. ein Hirte (der rechts auftritt} 
boichtet Iphi«emen dieOefan^en- 
nahme zweier tlriechen (und bnn^ 
damit das erregende Moment in 
die Handlung). 8. Monolog der Inbi- 
genie (welcher das erregende Mo- 
ment verstärkt). — %a\ fiijv ist ge- 
brftnchlich bei solcher Ankündigung 
einer neu anfljetenden Person, 
welche in der Regel der ChorfQhrer 
in twei Trimetem gibt, und richtet 
die Aufmerksamkeit auf die neue 
Erscheinung. — datxke /«Imii« 9a- 
XaMloof : die ChorfOhrerin sagt 
mehr als sie eigentlich wissen kann. 
Übrigens kommt der Hirte unmittel- 
bar vom KSnige (8SS f.) und erat 
auf diesem Umwege vom Meere 
her. — 9alaaeii>vt: in Verbindung 
mit nicbtperaOnlichen Substantiven 
der A-Deklination haben bei Euri- 
pidea die Adjektiva auf loc ge- 
wöhnlich gen.corom., vgl. 120S, IfiU. 
S8B. xe Mai: vgl. Androm. 881 

tnof, Or. 71 i ttal KlMxatfi^axgas 
xt «Ä]>afi^(tvaPDG. 

8i0. iiyov. löyos (und feroc) be- 
zieht sich oft auf den Oesenstand 
oder Inhalt der Rede („Qedanken") 

„..,.. ,.A,003IC 



»ITENEIA H EN TATPOIE. 

BOT. ^xov0(v ig yijv, xvavdas Xvpatktff^tiq 
xXdzr} tpvyövreg, iünvxot vtavfai, 
9t^ ipiXoV XQÖtlipttyfia xal dvnfptov 
^Agtifuii. %iifvtßa^ a\ xal Mndffyftaxtt 
oim &v q>^ävms &v titfett^ xotoviidvt}. 
Xq6vmi yä(f iJMow^ oXS", ixei ßaftbs 9edg 
^ElLli]VUtaUi.v S^i^i'Vix^ Rotels. 
1$. xoittifoi; iivo$ yiJB tf^ilfi' Ixovtfiv ol %ivoi\ 
BOT. 'SiUijrog* Zv Tovr' olSa xoö xegatr^pm. 

I4>. oiS" üvofi tbcotftfag o?0d« tAv ^ivatv gipdaati 
BOT. Ilviddijs htl'^ie9' Stepog Xffbg ^ariffav. 

1$. toü ^ivyov ii roü ^dvov tl roCvCft' ^; 
BOT. aiSilg t6S' oISbv tyi yätf tlorpta^ayLev. 

1$. JTot) if etdc^ airoitg xivTvxövrtg etXert; 
BOT. Sx(fate ixX f^yiitaiv i^ivov xögov. 
1$. xsd tig &alii«arjg ßovxöioig t 



F.'' .- o 

lieh bei«ichnet manchmal bpm äaa 

Gehofite, metus da« Qefürchtete. 

Sil. Kvavfae: fiber dieaei Epi- 
theton, welehea den Svmpl^aden 
nadi dem Torbilde der EomeriHchen 
lUaymitl (fi 7fi) gegeben wurde, En 
Med. 9. — dtitivzoi wie 174, ISSS; 
sehr hlnfijf finden sich bei Euripides 
die Adjekuva SlTttvzot and tgtittv- 
jtof statt der einfachen Zahlbegriffe, 
zn Med. 1186. Ebenso Ovid. Met. 
IT 496 tnplieea Minyeidas, Tm 
4G2, 481 tripliea aorore», deae tri- 

S48. Kp^o^dj-f*" ^S »ptiNrfio:, 
Sflhnopfer. 

246 s. ai% Sv 9)JFc£«ate, du 
kannrt es nicht zu fiüh tan d. h. 
das kann nicht bald genug ge- 
schehen. Uer Hirte meint: „nur 
rasch gemacht mit dem Opfer! 
Denn die Göttin hat des Oriecnen- 
blntes lang entbehren müBsen". 
Xpifvioi inA (fitp o£) wie j^vöro; 
(Jdrlv) itip' oi. Der Qebranch des 
Adjektivs bei Zeit- und Ori«be- 
Btimmongen (14S4) ist im Qriechi- 
achen sehr gewöhnlich, vgl. Hom. 
A 4S4 x^t^E f^T auch noctnmi 
snbrepere Hör. Sat H 6, 100. 



MO f. jlis oilif' Ixivaiv: vgl. 
fi^. 479 Ttv9tavtiov ii »xfjua Jkfv- 
alag x^o^^S, Soph. Philokt. SS3 
ffjfJuB fiiv yiip 'EUmSos nalijs 
iitaffm, Eor. Eerakl. 130 %a\ fi^v 

xXmv Irti, lÄ f Itf/a pafpÜQOv 
Xtfbs laSe, Äsch. Schutzfl. 48S no- 
ianbv Sfulov T6vi' &vclX7jy6ftolov 
jtiTilvtm PafPdpoiai Kai onadijfiairi 
lUotxa iteoaipayrofttitr; oi j&a 'Ap- 
yolie fe^iit /«vttMHöii 0*3' iup 'El- 
ladoE T6inav. — '^Ell.rjvot yfjg wie 
341,4Q6,<iT0l>}r"£Ui]raHerakl. ISO. 

24a f. Äpte illod inventnm est, 
quod alterum illomm invenmn Py- 
ladem vocari andivit pastor iste, 
ut cnoi Strophii nolinm fllinm norit 
Iphigenia, ae F^ladae istina origine 
quaerend) nulla causa sit tantoqne 
magis attentio animi ad alternm 
convertatur, qni detrectnt edere 
nomen unnm (Hermann). — toO 
iivov ist abhlngig von »ofl ^viv- 
yov. Deutlicher w&re tm ivS^rea. 

S&8. ijci: 6 hat allein von den 
liquidoe bei den nachhomeriBchen 
Dichtem die Bedeutung einer Dop- 
pelkonaonanz (wie die Terdoj^ielung 
im Inlaut) behalten. 

264 f. Die beiden Terse dienen 
der S,iiBeren Motivierung. 



42 ETPiniiOT 

BOT. ßoüg Ijl^ntv vlixnnse ivakUf Siföap. 
I4>. ixelee dij 'xävtl&e, xov vtv ellstt 

tQÖx^ xs xoip- Tovto yä(f /ta^slv «ofrfi, 
BOT. ixtl rbv iaffiovta 3tä SjvinxXijyiüav 

ßovg vloipo(fßoi>e »6vtov tleBßdktofUv, 

xoilatxiis &yfi6sy xoff^psxnixttl tKiyai. 

ivtcni&a Öiaoobg sldi rig veaviag 
ßov^oifßös iJfuQv xivex^QV^^* xä/Uv 
&x(fcitn ittXTÖloiai »o^fteiJan' txims. 
liste 9'- y,<rdx bgöxt; daCfiov^s ttvtg 
^äööovatv oidf." &eoaeß^g d' ■^fiäv rtg Av 

„5t xovTiag xat AtvKo&ias, ve&v fmXt^, 



3B7. ToC«i> yctn unftelv no^ä; vgL 
M8, Jon 1438 c« 8i ttltor ki>»6 
futfrrlv, Hei. 916 tojie ii MtytUm 
iI»frA i6tovs iauiiaai, Or. 747 tiSt 
rccQ Mivai «o&ä. Hör. Sat. 11 8, 
19 noue laboro. 

S60. Die EraUhlnng des Hirten iat. 
meiBterhaft, mit psjcliologiHch fei- 
nen Züsen dnrchwebt, in den ein- 
Eelnen Teilen wohl motiTiett. 

261. ßoiis iioqiovßovs: vgl. 
Hea. W. n. T. fiSl ßobs Üoifd^oto 
m/iuB^ — xivTov tlatßälJiOfLfy: 
\ 19 ^Dfif tls iQoiifas laßu' 



Ä.-^' 



epischer Weise und mit 
epischer Wendung vird der Er- 
i&hlnng die Schilderung der Ort- 
lichkeit ToranigeHchickt, Vgl. Ii60 
n. zu Aach. From. 846. Ebetuo ala 
CKrammatiBcher, nicht logischer) 
Nachsati m einem Temporalsatz 



Tl}eti ytjs. 
2GS. %otl.aix6t (hohläugige Fel- 
senkinft): solche Adjektiva, deren 
sweiter Teil der AlischauUchkeit 
dient, sind dem ii6p7tas der tra- 
gischen Sprache angemesaen. Vgl. 
tifmtbp jfäaiia 626. Überhaupt 
liebt Euiipides die mit cornj? (äMtg) 
Eusammeugesetzten Ädjektiva wie 
2iivaaa6s, vmizaKt6t, vtnitiQautds, 
fuifHafioK6s, aiiiazanf6t, yafjom6s. 



270 

ivtiUTtÖB, timt6s, i<ntQio»6s, ylav- 
*Ants, %v*äitie. — «o^qnrpcvctxal 
aziyat: die Purpurfischer hatten 
ein langes und dickes Tan, an 
welchem in gewissen Abst&nden 
einzelne FanggeiUBe mit der Lock- 
Bpeise befestigt waren so einge- 
richtet, dafi dos Tier hinein, aber 
nicht wieder heranskriechen konnte. 
Dieses Tau warfen sie an felsigen 
Meereakast^n aus und lieflen das 
Netz sodann ganze Tage lang rohen, 
indem ein auf der Wasserfläche 
schwinunendes Korkstfick sein völ- 
liges Untersinken verhinderte, wäh- 
rend sie in einer Grotte warteten, 
bis sie es heraufziehen konnten: 
Poll. I 47 f. (Hartnn^. 

äGS. «axTvlotCFi, TtoSän. Der 
Fnrchtaame zog sich, auf den FuB- 
apitzen rückwärts gehend, znirfick. 
— nofi^fiiviDv ijrrat wie 9S6 twiifi- 
fuvna; »Md. Vgl. 1436. 

269. iviait z^'V^i nicht sie 
faltend, nondem aie beide znrfick- 
biegend, 4m(criE2*l'<'(>teudens anpi- 
naa ad caelnm manua, vgL Verg. 
An. m 176, Hör. cann. III 28, 1, 
zu Äsch. Prom. 1006. 

S70. AevKo6ia9 ist dreisilbig 
zu lesen, wie oft die verschiedenen 
Poimen von ^tie einailhig. Vgl. 
367 MtviUntv (dreiailbig). ~ Fa- 
lämon wird ala rettende Meeres- 
gottheit (nicht als anwesend) an- 



,.A,003k 



I^ETENEU H EN TATPOIS. 

Sitixotti üalatiiov, Tlttog ^filv ytvo^^ 
ett' oiv hC hn^ii ^äaeetov ^io6x6(fm 
4 NfjQios iydXna^', hg titv sifytvlj 
hixie new^^KOvxa Nin/iStov ^opöv". 
&kXoe di Tig fu^aiofi, ävofiia &ffttai>s 
iyiiaasv eb^alq^ vavriXovs ^ i^>^u^f|tdvovs 
^datftiv ^d(fttyy i^aOxe xov vrfftov il>6ßft, 
xX^ovfag dtg ihiotiuv iv^de £^vovg. 
Ido^E d' '^[tAv ei kfytiv xols xltünii 

xScv T^c xitfftev Stepog Jluca»' ^ivoiv 
(9trj X(£pa re dietivai' Svo xäxta 
*&vs*txiva%EV dildvag tpdfiayv äxgas, 
Uteviatg ilaivetv xal ßo^ xwteybg mg' 



gerufen. Die Sage von Fftl&mon 
und Beiner Hntter LenkoÜiea hat 
Gnripides ia dem BtSck Ino be- 
handelt, dessen Inhalt Ejgin fab. 1 
angibt. Äthama«, KSnig in Thei- 
saban, hatte iwei Söhne von «einer 
enten Oetnahliu Ino, I/earchos and 
Helikertes. AU Athamu im Wahn- 
sinn den LearcbOB tOtat«, Btünte 
sich Ino mit dem jüngeren Sobue 
Melikertes ins Meer; beide worden 
in freundliche Heereagottbeiten ver- 
wandelt, Ino anter dem Namen 
Lenkothea (vgl. Hom. i 3SB f.), Meli- 
kerte« all Fal&mon. Vgl. Ovid 
MeL IV 6S8— fitS. Der Tanrier roft 
griechische Qottheiten an: vgl, eu 
1170. 

372. eCtt'tj ffiT tttt-ske iit nicht 
selten. — /dtoanifm, ^toa*6fot9 iat 
die gewSbnlicbe Form; die Fonn 
i^i^mtov^ot iet durch Umdeutung 
des Namens (xofipoi ^uiE, re» %oC 
^ibs layo^iv» ^(MxdpN Bei. 881) 
entstanden. 

87C ff. fisTBiae, ino^if &<fa- 
9vs: ein leichtfertiger, in seiner Un- 
gebimdenbeit verwegener Mensch. 
Als solchen kannten die Hirten den 
betreffenden nnd so erschien er 
ihnen auch in diesem Aogenblioke, 
wo sie aelber von ehrftarehtsvoller 
Sehen gefesselt waren. Es ist b&< 



seichnend für den Dichter, daB der 
Aufgeklärt«, nicht der Bigotte (»so- 
of fiijf sea) Becbt bebULt. — itp&ai)- 
^Jwovi (vemnglückt) ; ip^tl^tvOat 
ist gewöhnlicher Ansdmck von sol- 
chen, die vom Stnrme verschlagen 
hemmirren oder Schiffbruch leiden, 
Tgl. Hei. 773 niao* ivirou xiptov 
M ritots SU«p t<p9ti^ov nXdvo»; 
— däsntv tfafayja wie ftätcuw 
9ä%m>t, ISfa», frässtiv Oprfver, 
Säntiav, xärov (erweiterter Oe- 
branch des Akk. des inneren Ob- 
jekts). 

SSO. »TiQäv, IJoEe (jetzt im 

281. Sehr gut hat der Dichter 
die Erscheinung der Erinyen nicht 
auf die Bühne verlegt, sondern in 
einer Erz&hlnng lebhaft Keachildert. 
Auch dafür gilt die Begef des Horac: 
muttaque toües ex oeuJit quae mox 
narret faciitdia praetetu (epigt. ad 
Pü. 184). Am Ende von Aacb. Cbo. 
sind die Erinyen auch nur dem 
achnldbewnfiten Orestes sichtbar. 
Aber in den Enmen. treten sie als 
Chor and handelnde Personen anf. 

S81. Kwaybe »c bezieht sich 
auf den lanten £af, welcher ge- 
wöhnlich mit Awrmrst*, /vifrmfff- 
ait* beieicbnet wird. 

88fi. Dem Orestes erscbeinen drei 

'.A,003IC 



ETHniAOT 

Ziidov difiixttivav, ä^ (u ßo^Xeteu xtavttv 
ätivals ^xiSvais eis ^m' iß'^Ofuaytivii; 
^ f ' ix %tx&v0v avff scvdovaa xai tp6vov 
ariQotg ipioaet fMjTiff' äyitdXais ifiifv 
ixovaa, «ixfftvov üyKOv its ixfußdJL'f]. 
offioi, xrtvBt iiE' nol ^liyof^ srctft^v d' bgäv 
oi TidH' &fu>ifipa ax^itar'^ iil' ^iltiMEto 
ip^yydg te ft6ex<ov xid xvv&v iiidynara 
XS tpaa' 'Efftvvg Uvui fufii^iiata. 

■^littg 6i tlvarakdvTeg äjg &avovfisvoi 
Oiy^ xcc^^eS^' 8 Si x^9^ axäeag |i<gooSt 
fuiexovg öffo^aag ig ^itlag Xiav S^rrag, 
nidti aiS^Q^ Xay6vag, ig xXtv^äg leig, 
iox&v 'Effivüg *cÄf &iii&vti}&at täie^ 
&6%' «{fMcnjpiw xikavov i%av^Btv «Mg, 

x&v Sföde a&g xig, &g bi/ä ßovip6Qßut 



Erinyen. Drei iat die gewöhnliche 
ZttU (Ol. 408 tdoi' Mir» xqHs vwti 
xfoa<ptQttt Hiipa;). N&ch 968 f. sind 
nebea dieaen drei Eriu^n drei 
" " 'a Athen tnrflckgeblie- 



, 287. Hit Scblapgenhaaren hat 
ÄacbTloi zaerst die Edoyen dar- 
ge«tellt (Che. lOlT xeaUvravriiii- 
vta »mtvolf dfäxovatv, Paus. I SS, 6), 
vgl. Eur. El. 12GG iTtttiJuiivai Ae(- 
vote ifänovaiv. ^- lexoiuoiUfii (^ 
spitzt, gesch&ril) wie eine Schneide 
oder Spitze, die vor das Qeiicht 
gehalten wird, weil ihre Schlangen 
nach ihm züngeln. 

S8fi. Zwischen xit^u* und »6; 
scheint ein Yen ausgefallen zu 
sein. Das Qewand der Erinj« wird 
als schwarz bezeichnet gewesen 
sein (etwa /ulay^'^w")- 

S89. TiTcifoIs ifiaati wie Jon 
161 Sit xfis tfvfi^lae ällof ifiaeti 
xixvos. Vgl. zu 1816. 

SSO. „um eine FelsenmasHe auf 
mich zu werfen*'. OtesteB hat eine 
Vision wie ein TrOiuiiender: wie 
die Furie die Mutter auf ihn herab- 
schleudern will, wird daraus plötz- 
lich ein FelseustQck, das ihn zu 
zerschmettern droht. 

2SS. Nicht diese unnatürlichen 



Oestalten konnten wir sehen, boU' 
dem nur brilllende Einder und bel- 
lende Hunde und mufiten schliefien,. 
dafi diesea Brüllen in ihm die Vorstel- 
lung von Erinyen erweckt habe, da^ 
diese ähnlicheLante ausstoBen soUen. 

394. iS: ^lltttaiTo (er verwech- 
selte in seiner VorsteUung) &ld- 
Yliara Kol cd ftiftiffMitcc & i^vai- 
ipaalv 'Efivva«. 

295. averalitires &S #avo^- 
fnvai, zusammengekauert mit dem 
Gefühle, als sei unser Ende nahe. 
Vgl. Herod. VII SIS nafetniivädaxo 
ms dcitoltöiitvoi. 

298. Er stSBt das Schwert in die 
Seiten und trifft die Weichen, 
welche durchbohrt werden. 

299. TtiSe („damit") wie t^it 

800, „So dafl eine Blutlache im 
Meere sich durch die Farbe zu er- 
kennen gab (das Meer fBfbte)". 
alaaTTjfiv jcilavov auch Alk. S61. 
Hit (iaT^tlv vgl. Soph. fr. S62 
apsnov /tiv S^ti Inmäv &v9o6vxit 
tttdivv. So wird äv^os oft von der 
Farbe gesagt; zu Äsch. Prom, 28. 

SOI. Sehr passend gewinnen die 
rohen Hirten bei dem An^fF, der 



auf ihre Herde gemacht vi 
Fassung wieder. 






,.i.,oogk 



I*irENEU H EN TATPOIS. 

niaxovra xcd no^#ot!fiei'', i%e>jtXC}ifixo^ 
x6xXovs X8 tpvoäv evlldyBiv «' iyxatQiovg' 
Xffbg e^QiapEls yäf/ »bI veaviag iivovg 
ipa^Xovg näx£09ai ßovxölovs iffolifU^a. 
XoXkol d' ixl^QÖd^flBV iv JtK^ff^ %ff6vip. 
xijcrei Si futvCag xirvlov 6 l^vog fis^siSt 
artt^av i<pp^ yivEiov iaq 5' iotido^tv 
it(f(y6^yov xeaövxa, xäs iviUf i6itv k6vqv 
ßdXXatv iffdaamv. Stepog il rotv £^votv 



303. Ti~r4, obwohl eigentlich 
du eine dem anderD untergeordnet 
ist. — Mu«cbelu sind die n&tnriiehen 
SigntlhOmerder euu Heere wohnen- 
den BarbareiL. Ygl. HeBjch. unter 

tzit^vtc npA tijs tAv aaiatijrjatv 

306. nollol i» Tfuvfa mit 
«itxelndem Qegenaatz, vgl. Herakl. 
8>7 vavfotv (in' SV,<ov ha fof 
ip itailots tang t^fote £v, Äveh. 
frg. 99, 4 TB KolXä tulva Stä nati- 
(fmc liym, Soph. El. 69B raAuf piv 
iv »oJUotoi Ko^fik 00( iiym, Hom. 
P Sil Ttaigovs fi>^<Tfioae %ata- 
vavtxt icoUoi litxig, Theogn. li 
nti^tol xoi noil&v «lorAv l%ovtti 
wfo*. — inlijps^ficv nollo^ : „un- 
sere Leute kamen Tollz&hlig znsam- 
men, 10 daß unser Tiele wnrden", 
Tgl. Hek. fiSl ffn^rjv ^v Srio« n&s 
'A%tiiKoi npvroO nltfpii; vfOTviiBov. 

307. fiavisff altvlov: Nao- 
tifche AusdrScke, Bilder und Oleich- 
niBBe, welche vom Seeleben ond 
vom Meere entlehnt sind, bilden 



ist, wie et die Athener besonden 
seit den Ta^n des ThemistokleB 
waren, Sie aind den Athenern eben- 
so gelänfig und zusagend, wie den 
RAmem zur Zeit des Plantaa mili- 
tärische Ansdracke. Vgl. 266, 316, 
1317. Daa Wort jiitvlos, welches 
du pl&tachemde Einschlagen des 
Ruders, dann das Rudern überhaupt 
bezeichnet (vgl. lOeo, 1846), wird 
von Eurinides gern gebraucht und 
Terschieden angewendet. Es wird 
flbertragen an? die schallenden 



Schläge an Kopf und Bnut bei der 
Totentrauer 1^0.1236 Sfaa^ Spaaat 
xpfirct xiTvXovs iiäofiaa jcipiJe, auf 

die Schläge und StCBe mit der 
Lanze Herakl. 834 nlrvlog 'Afyelov 
dof6t. Das Qeräuschdea einschlagen- 
den Ruders gestattet die scherzhafte 
Anwendung AIk.79T toi tiv ex»9fm- 

«Tuiipov und so heJSt es auch Hipp. 
1464 KoUA* iatifim* ioTBi »irvlo;. 
Wie itiaiuiv Soph. Ant. 168 tlvec 
(itfiir ifcmaiv anf das geistige Bin- 
iind Herbewegen des Gedankens 
übertragen ist, so wird itltvlos von 
der inneren Grregnng und Unruhe 
gesagt; wie hier auch Herk. 1189 
ftatvofiivo) itirilu xUtjr9ile von 
der Tobsucht, eb'd. 816 äg' ig tAv 
a<niiv Ttltvloti ^xOfMv ip^öoti; von 
der Furcht. — Das Niedersinken 
des ermatteten Orestes ist darge- 
stellt in dem Mitt«lbilde eines 
Sarkophagreliefs der HOnchener 
Glyptothek Robert a. 0. Taf. LVII 
Nr. 167 oder Baumeister Denkm. d. 
kl. A. I S. 768 und auf einem ReUef 
des Louvre Robert a. 0. Nr. 169, des 
Lateran Robert S. 178. 

808. irrci£o)v &ipf^ ytviior : vgl. 
Schntzfl. GS6 «iiifMt dgiprä xataatä- 
Covcoc, Aach. Gum. 41 eiiftatt o ' 



atä^tovlifiAn, Fhil. 
£ovTa iui^iqai Ttidct. 

309 f. xpoD^yov ..vorteilhaft" 
(fSr uns). ~ ßöUaiv ipssMov : eben- 
so Hek. 1175, Androm. 1162 ä>g 8i 
n^i; yala* tcltvei^ xlg oi aiS^fOv 
XQoatpifit, rlg oi nbfor, ßäiüav 
iffäetar; Ein gleiches Asyndeton 
mit gleicher Stellung am An&nge 

'.A,OOglC 



ETPiniiOT 

StfpQÖv r' ixi^ amfiatög r itruiilti 
xixXtov TE jtQovxäXvxtev six'^vovg i^g^ 
xa^adoxStv y^v x&xi&vra TpmJfuraa, 
giCXov ii ^tffoxeüaaiv ävdtf' tieifyträv. 

l(Up(fav i' iv^ag 6 l^vog xtn^futrog 
iytm xXtümva xoXeiUav «ffoCxeiftevov 
xoH rfyv JtoQO&itav avfigioffäv avtoCv xiXag 
^m%i 9'' ijfiefff S' oix ivicfitv x^potg 
ßtiXXovTtg,, SXXog &ilo9'ev xsfoaxslfUvfH, 

oh dij ti> Seivbv xoQoxiXevfx ipto^a^v 
^vXaSvi, ^otvotSfud*, &XX' 8«ros ^avo-ö^is&tt 
xäXXte^'- txov /lot, tfxiaYavov axi^ag j;£pi." 
6g S' Btdoiuv dixaXta xoXsfUav ^i^. 



des Venes Soph. Phil. 11 ßatr 
mv^ot', Tracli. T8T ßoüp tiSup. 

Sia. itinlmv lin^vov« iip&e 
xQovnälvxTtv, um ihn vor den 
SteiiiwUrfen und Schlagen (lä 
hti6mu tfaifLota) va Bcbfltizen wie 
Hom. E 81i Aphrodite den su Bo- 
den gestreckten Äneu vor Dio- 
medea schützt: &piip\ 8h 8v tfiiXor 
vlbv i%siaxa «ijze« Irtrui, sptiffd'f 
j^ oi TtiTADlo ifiaitvoD imij'fi' ^xd- 
Iv^i*. Die Angabe t^nifvoce ^dc 
ist nicht mSBig, weil gerade da- 
bei du feine und knnstrolle Qe~ 
wand den mit Steinen darauf Kie- 
lenden Hirten in die Aa^en fallen 
mnflte. Ebenso ist die eine Hand- 
lang begleitende Schilderung dnrch 
den Kontrast motiviert Hom. A S16 
kotI 8k nt^jrtfor ßdlc yalig Z9^' 
«floit tjJioiai Tttitagiiivov , O 536 
xSg 9i (Utpos) joft^Et luittittatv 
t» xopljjai viav tpolvtui vat»^, 
TgL Med. 1189 Ittmiiv tSojnov 
«äfxa, Hek. 163 ipaiviseoiitvrjv a!- 
floTt naf&ivov in XQ^'""P^9'"' '"' 
ftjs vosfi^ litXavavyel, Soph. Trach. 
ISäl li^o%61].Tirov etdiuov Ttflovva. 
— e^nl^l^avs iMfdg (vgl. 814, 1466) 
entspricht ¥ne tipLtois nlo^atg 817, 
tferaic Y6voe 12S4 dem Aasdrucke 
AvtiipiUptme ^dt 179. Vgl. auch 
tittfvnvov rtäs 1000, 1S5T, eir^fTjs 
»IrvXos 1060, dä<j>rav ebsi/via 1100, 
i^xQvpvoiaiv 'AfftLav nXixeis Ipb. 
A. TS8 nnd zu Med. 200. 



SI6f. d*>ff£ae7rcirt!f(<EcaE, auf- 
springend vom Falle, d. i. von der 
Lage, in die er niedergefallen. Vgl, 
Soph. Oed. K. 1166 &jttl»ftv . . if); 
8t^tt' ^of* {^c\i von hier, wenn 
er hergekommen sei, entfernen). 

816. xXiSav, Brandnng, über- 
tragen auf feindseliges Zusammen- 
treffen, auf Bedr&ngnii und An- 
starm von Feinden und ünglflck, 
Tgl. SehutEfl. ITl %oi.hs TiXöSav 
i^fifp T« xal aal evpjuizoit x' hxai 
ioifös, Jon 69 ^v Toric A9^9ats rots 
Tt XaXua8orxl8ats nolifuog xJttr- 
8mv, Pboen. B69 (v xiiiiovi. xilfit^a 
8ofbe ^avaUiAv, Tro. 696 vinü fii^ 
oiii ^t&v lu 8vct7ivog xXvdav, Herc. 
1091 Iv xXvitavi xni iptfiväv tagd- 
fliati nixtaatt Suva, Hek. 116 
TtoiXijB lif läot avvixttiat tiUimt, 
Med. 861 tls Jno^ov »iiSaya xa~ 

819. ßtiUovttg, cr^ov« wieS87. 

8S0. oi 8^, ibi vero, tum vero, 
— dtiviis mit Artikel beeeicbnet 
das vorzugsweise Entsetiliche, be- 
sonders Tiäesge&hr. Vgl. zu PhOn. 
179. 

SSI. Sxioc «'oroiffit&v steht 
wie „daB wir ehrenvoll sterben" 
als lebbaft« Aaffordemng. Tgl. Ari- 
stoph, Bi. 60 0x6x11 Znag 3v dno- 



823. tffjralcir, von zweien ge- 
scbwangen, vgl. Tro. 1102 ihntlTOP 



,.A,oogk 



»ITENEIA H EN TATPOIS. 

^vjfg Xtxaias i^exiiixXaiiev vaxas- 
&l£^ si iföyoi TIS, ^Tcpoi Xffouxtifuvot 
IßaXXov cc^irovs' el di TOtitfd' dtaaüxrOf 
i^tf^ig t6 viH' itxslitov IfifttatJov xixffoiq. 

&}i)L fy/ äxt&rov' fivffietv y^Sf ^ W^v 
oddels tA T^s d'cofi AiJ^un' i^if;» ßaitöv. 
Itöhg Si viv x6X^^ pkv oft %siifo6p^^ay 
»OxJl^ Sh xiifißal6vxis l%e»Ui\nc(iev 
nitffotei x^ipd^ <pdeyav', ig Sh y^v yöw 
XttfufrfD xet&Etaccv. X(fi>g d' ävaxxa t^oßs yi^s 
KOfiitof*^ viv. 8 ^ iaidüv Saov xäx''S 
ig xiffvtßäg ts %a\ Otpttyei^ httftxd aoi. 

E^jov di xouid'^ & VE&vi, tSoi f^tefiä 
a^pAyta «OQClvai' xÜv &vaX.A9-^q \ivovg 
touröaie, tbv Uov 'Ekit^q ixorCtttt <p6vov 
iixas xlvovsa t^s ev AiXCSi etpayfß. 
XO. frov/taffi' ike^as töv fucv^vfr', Sfftte »«i 
"EiAtpmq hl yf^s xivtov ^l^sv ä^evor. 



niftiwoipait Ttig, TOD zwei HBuden 
(des Zeug} geBchwangen. 

S86ff. rts „einer" d. i. der eine 
Teil. — ib ifO» („jetzt" im Sinne 
TOD „eben") tecixov hat kollektive 
Bedeutung, daher ijfuavov. Val. da- 
mit AuBdrQcke wie tb luvisd», tb 
Xiltaati%6y, tA ßafßecctxAv a. a. 

89Sf. £«(i)Ta», fide maina. — 
ix nvgltov z'Q^" gehSrt zu ßalAv, 
wie wenn es hieBe i» fitioüi* j^tgüv 
ßalliatvm int' oiScvbe trpct^iFaT, 
vgl. Aich. Pen. 462 woUä piv y&g 

flixirti ßaUiv ,,war ho glücklich 
EU Neffen", Tgl. Or. 1212 cfntp 
e4n>2>!iF0f(«v tXovzis oitvfivo* ivo- 
cLov xaxfis. Die Hirten glaubten 
an ein gOttlioheR Wunder der Ar- 
temi«, welche ihr Opfer fa&be un- 
verletzt erbalten trollen. Der Zn- 



SSOf. fidltc 8t\ der dazu ge- 
hörige Qedanke „wurden wir ihrer 
Herr" geht der näheren Bestim- 
mung zuliebe in einen Qegeuaatz 
Aber. — ^cvUi^fH« nttfoiai: „ge- 



schickt und hinterlistig wuBten wir 
ihnen die Schwerter mit Steinen 
auiderHandEUHchlaseu". aUxccty 
wird von allem heinüichen, unver- 
merkten, schlauen, betragerischen, 
hinterlistigen Tun in vielHcher An- 
wendung gesagt. 

SSlf. Zeow cajDs, äis *äzoe, 
1801.-- IntftRc d.h. gab denAof- 
trag sie zu fahren. 

SS6. ({jov: die Meinung de« Hir- 
ten eri^llt sich in anderem Sinne. 

B3S. abv 'EXläs i^xotivti <f6- 
vov: Tgl. Schol. zu Or. 658 ^ frcdr 

iv tols TMepßofsiois »poc xbv bute» 
attfle fWB*. ^tf ipwafiirrj »oig- 
"EUtivttf 8tozi 940«! aixijv ^jlov- 
l^&Tjactr, itnit» 9itiaaii6 rirte a4t- 
xAv trutae I6rta, Attiumviv. 

340. Mit ^vivta wird auf einen 
Hauptpunkt in der ErzB.hlung des 
Hirten (28S ff.) inrackge wiesen. Der 
Akk. bei »av^aexic Uyiiv wie 
bei ti, tmi&g (iuisÄ) tiftiv, foiSkv 
iyihs AUifluc Ifrfip Phoen. 201. 

341. "EUtiPOs jfts wie 247. 



1$. tlev. ei) iilv xöfuie tois l^vovs ftoHAv, 

& xagdia xäiituvK^ xf/iv fiiv iq %ivovs 
yakiivb^ ija&a xal tptloxrtQiimv itC, 
is ^triftiipvlov ivafutffovndv^ däxfiv^ 
'SAAifvog ävUffus ijvix' ie Z^9^S Aä^ig. 
vvv S' i^ 6vEiif(ov olstv ^}'(>t<äfi£d'a, 
doxovtl' 'Offintijv injxdO'' ijiiov ßkdjtBiv^ 
dvDvow fu JliJ^ctffr', oiTtvde «09' ijxett. 

wtt Toüc' äff* jjv iJiii&dst ^tföxiftqv, IpÜMf 
ol Svatvxetg yicf toJffiv eirvieif^iffoig 
ccöxols xtixStq xifä\ttatv oi ipQovoOSiv ei, 
iXX' oÜTC «vevfta ^tdtftv iiXßs Ttmxote, 

'EidvTjv ix^yay iv^dS', ij n' ixetXeöe^ 
Mtviheäv #', iv' K^Todg ävTGrtftopijtfa^ijt', 
v^v iv^dA' AvXiv iivxi^flett x% ixety 



34s. ,fiw waa hier zu geschehen 
hat in flberleeen bin ich oenifen." 
ot: weil der Plural verallgemeineit, 
■teht, wenn eine Fran von sich in 
der Hehreabl spricht, da« Maek. 
Der Hiite tritt dnrch den rechten 
Zugang ab. 

844. Der Zuachaner empfindet die 
tragische Ironie, dafl Iphigeniens 
Herz dvToh die Liebe m Orestes 
gegeo Orestes lieblos wird. 

346 f. is tA &p6^vXov (ilt 
rjjv AiiotpvUav, Tgl. »90 ri <paC- 
lor, Ipb. A. 879 itfie rb AvaiSis, 
Phoen. 1G28 xb j'ttp tpbv tiftvie), 
dei StaniniTerwandtaobaft derselben 
eine Trine zollend; der Qedanke, 
daB es Landileute «oiea, rührte 
mich zu Tränen. — It lifug Id- 
ßoiB- an der Stelle von %tif3iu 
«chwebt die ganze Person vor. Vgl. 
Alk. 887 a Tiaaa xtcfdUt ml x'^t 
ili^, viv 4c[£ov olov ttaCtä at . . 
irilvat' UlKfiiJ*^ ^U, Hed. 124&. 

SM. 8o*oiaa nach ^rfiiiu&a 
dem Sinn eatapTechend wie 679 
€xivdovaa. Bocn macht der V. sehr 
den Eindruck eines nachtrilgUchen 
Zusatzes. 



3G1. Se' ^f ; g^enwartige Za- 
sUjide und Erscheunngen werden 
oft itL den Zeitpunkt der Ter- 
gangenheit verlegt, wo sie beob- 
achtet wurden (ÄBfrrffwp), Tgl. 669, 
1810. Ana dem Ausdruck gent her- 
vor, dafi das Folgende ein «prich- 
wOrtlicher Gedanke ist. Vgl. Soph. 
AI. 664 AXV In' Ali)»iis ^ Pfoxäv 

SB8. aitots . . tfedlaaiv, wenn 
sie selber in Not kommen. 

361 f. oitt-oi (und fi^c-uij) 
fOr oiti-oiti findet sich Öfters oei 
den Tranken; auch bei Herod. 
Vm 9S. Vgl. zu Hed. 1848. ~ dUc 
niii/at wie Hipp. 687 ÖUc «^lac. 
Andrem. 864 ita . . A*täsj Bhes. 
919 8iä (oae, weil die Tragiker 
gern Genetive wie nnpAv, tntlA*, 
äHtdv, {oiir vermeiden. QewShn- 
lich ist das Versmaß iflr die Wahl 
des Akk. maSgebend, so SS, Hipp. 
763, Tro. 124. 

367 f. Tva (tvTiiifimpijtfiffini': 
wenn sie hierher geführt worden 
wären. — AiUv metonymisch für 
nipariv, ip6vov. 

„..,.. ,.A,OOglC 



»irENEIA H EN TÄTPOIE. 

offioi' MocStv y&Q t&v röv' oint iftnutovli. 
Sang yeveCov z^tpog ^fptdvTiea 
yovitani te «oC «ex<(vros iga^tofi/io] 

ed&tv xattantivovtog 'Af/yetKi xe vvv 
iiftvoUOtv ifttimioiaiv, ailetTtu 8h näv 
{idXa^Qov ijftetg S' dUiifita&a Xffbg aiftev. 
jiidtjg 'Axii-l^s ^v &ff^ ov% 6 IhiUcog, 
Zv ftot xpoTtivccg x6tltv iv &ff(i^av ii' Sxoig 
ig aCfutttKfbv ydiiov dxdif^nevOas SÖX^.*^ 
iyiit di lear&v 5mia dtä xaXv^^äziov 



S(>9 f. moxt ftitxnv, vgl. ibucv 
Vftalvat in <)er zu S? a- St. des 
AachyloB. — Jupatiai bei Eori- 
pidea für ^araol. — i •/»vv^eae 
KOTifp (der leihliche Vater): vgl. 
Iph. A. 1171 iatiiltaiv a', a xixvot, 
6 tpvrevaag tlazijif iiirlis Kiccvibv, 
Mb £Ll<ie oi8' SUji xtgl. 

361 ff. Hit yü« wird derWehe- 
tnf oQioi begründet. Tg], ca &s IM. 
Saue . . iin%irtiaa iit aach von 
d(ii^(M»A abhängig. Vgl. nnten 
EU SSS. — Zaas Z'^9"Si ^B viele 
H&ude d. i, wie vielmal die H&nde. 
Tgl. fiom. A I6i iflfl atiQic :nn(vä 
(Ittl6»tts. ß 161 niwffaif«^* mtffa 
xvxva, Eallim. Hjmn. a. Ajrt«miB 



S7 



Si 



„Die griechischen und 
cflmiBchen Dichter lieben ea die 
adverbialen abstrakteren Begriffe 
in konkretere adjektivische omzu- 
setien und mit den Substantivis 
ZQ verbinden.'' M. Haupt zu Ov. 
Het. VI 319 eoffipHs admduia pul- 
Motta eguü. — ii^tovnatt, um 
das Heftige und Erre^ auszu- 
drücken. Det Qen. bei dem Verbum 
des Zielens ^ffjxijt^tsa. 

367. uiXa9top aileltai 
(„widerhallt von FlCtenschall") wie 
Ueiakl. 401 Owinoltttai 9' &ittv, 
Alk. 76 ti aiaifi(tat ii^e 'Adfi^ 
tav; eine dichterische Eon sboktion, 
die möglich ist in der griechischen 

EDTfpldgi, IphlffHialii. 



Sprache, in welcher auch beim 
ferneren Objekt im Passiv persön- 
liche Eonfitruktion angewendet wird. 
Zn dem Gedanken vgl. Pacuvina 
Dulorest. fr. I ed. Ribb. ht/menMÜM 
fremunt \ atqualrs, avia risonit cre- 
pitu müsico. 

868. Der schreckliche Eontrast 
wird durch iiiuls i' dU. Kqhf ai&tv 
nach vHtv •»xntnxilvQvtas noch 
einmal hervorgehoben. 

S^9.''Ai9ris'Aiaitvt, vgl. Iph. 
A. i61 "AiStie *>' öt foiHC wfnpM^ 
an idva und zu Hed. 9S(l vtfri- 
foit 3 ^Sji Mapa wiiipo%ou.(jaai, 
einOedanke, derwegen seines hohen 
Pathos Öfters wiederkehrt, auch in 
der Eunst, wenn Hvmen&os als 
Todeegenius dargestellt wird. Ähn- 
lich ist nachher von der Bluthoch- 
leit die Rede. 

870. ÜQuärav iroie wie iiti- 
ffmv tival, xo^Tor; Itxrfov (zu Med. 
43&), SiaiiAv xiitci, Rjjfui töoov, 
»If^vaif iivfuai (zu Hed. 431). Der 
Wagen (figiiata) ist das Fahrzeug 

{Szoe). Vgl. zu 410. 

S73 f. Die Worte, die Iphigenie 
ehemals zum Vater gCBprocnen, er- 
wecken in ihr wieder lebhaft die 
Grinneronp an den Torgang selbst. 
So geht die Anrede unvermerkt in 
Erzählung über. — JfifUE f^OM« 
Siä KaJLtjfiutirav , ßlfxovaa 3tic x., 
vgl. Soph. Phil. 1018 ^ %mii aij iiit 



ETPirnAor 

i%ovii' idclipöv x' oi>x ^v«tJUifti;v %ttfotv, 
Sg vvv ^kioXtv, oh JMWtyvijnj ffrrf/wi 
6vv^i>' im' aidoüg, iff 'oilff' is IlijXdms 
fiiXa^Qa' xollä ^ ixt&dfi'^v isxditftaxa 
ieaü^ig, Ag ^lovo' ig "Affyog av nüXiv. 

ifffing, 'OffietUy xtd xatf/bg iijXtofidtoiv. 
xä T^g ^tov dl itiii^ofuci aotpiefiaxa, 
fJTig ßifOT&v fiiv jfv T(s a^xat ipövov 
rj 3Uil Xoxtiae ^ vtxffoß ^iyy zcpofv, 
ßojitSfp ixeCgyeif fivaatfov ätg i^yovnivij, 
ttht^ 8i ^hjHüag ^dixai ßffOtoxrdvoig. 
oix lad'' 8«ag Itixtsv fj ^ibg dä(itt(f 
jirjtio ToaavTtjv äfut#i.'av. eyö» piv ovv 
tA Tavtälov ^toUiv ioziänaxa 



iwjdv äHxow' &A i|>«z>!..(aiis dem 
venteck hervorlugend), Aach, kg. 
1177 i\i imXv^fLäTiav fsrai itSoi/Kiis 
cioyäficv vip-iftit iit^v. Die Braut, 
welche auf dem Hochieitswagen 
ine Hana de« Bräutigams fuhr, war 
tief verschleiert. — &9tltpiv t nin 
statt o^« iiAipiv, vgl. zu SM f. 
and 1367. 

378. dvtil^fiii*: er war ja noch 
ßfiipos titiixavtUuir (2S1). 

376 f. ATto9ive-ai liFa««!; (fflr 
ein andermal aufsparen) auch Xen. 
Sjmp. n 7, Fiat. Euthyd. p. M7BA, 
Qoig. USB o.a. 

878 f. Der Gedanke au die Hei- 
mat TQranlafit Iphigenie das gla- 
sende Loi und beneidenswerteQlQck 
des Vaters ku oreiaen. Die Worte 
sind auf den Znachauer herechnet, 
welchem der Irrtum, in dem I^- 
genie Aber das Schickaal ihres Va- 
ters befangen ist, wirkungsvoll vor 
Augen tritt.— «otp^iat ina Bweite 
Glied gerflckt, wie es häufig bei 
Dichten) geschieht. Vgl, Äsch. Ag. 
&91 SXmtiiv 'lUov i' ^äaraeiv. 

SSO. Die Torau gehenden Re- 
flexionen knflpfte Iphigenie au den 
Gedanken, dos aie dieaea Hai leich- 
ten Henena das Menschenopfer vor- 
nehme, Sie fährt fort: „Doch von 
diesen Henachenopfem kann ich 



nicht glauben, doB sie der Gottheit 
an^nehm seien". — ootpUnata, 
Witz, der sich als Aberwiti tu er- 
kennen gibt. 

883, T] NuL „oder auch nur": 
sonst nimmt die Göttin an der ge- 
ringsten Verunreinimiig ÄnatoB. 
Blut und Tod verbreitet ein liiaaiut 
(uiiiroe) Aber die Umgebung und die 
Teilnehmer. — loje'ce, partus. 

S83. äs bei ^yovfi^vi) pleonaBtisch 
vrie Soph, öd. T. 1178 öc . . Jo- 
%&ii, Herod. VII 218 iL; , . doniem, 
Thuk. VT 83 As eatpSis oi6}tnias 

886. „Solchen Wideraion" d. i. 
„ein Bo widersinniges Wesen". Der 
Tochter der Leto kann man sol- 
chen Widersinn nicht beimessen. — 
iyai jiiv mit dem gedachten Gegen- 
aats „andere mQgen andera denken". 

887. »lotaiv fdr «-(Av. wegen 
dea Qen. Taytdlov gewählt, nach 
der möglichen Konstruktion ianäv 
ri Ti*i. Mit der Verbindung Tav- 
xäXov tioüiv vgl, Soph, Ant. S61 
uoin^imxa iitS jtecTfi Bvaiiiiia fur- 
Tt6s. Außerdem vgl, Soph, Trach, 
36S tAv aSiv 'HfatXit dra^fioTtav, 
Aristoph. Nub. 8U6 ai^ttTlois 9tole 
dmi^liata. Iphigenie gedenkt eines 
anderen Greuels, der ihr als einem 
SprCfiling desTantalidengeachlecht« 

„..,.. ,.A,OOglC 



»ITENEIA H EN TATPOIS. 



51 



Bxiöta x(fiva, naidbs ^ifS^vai ßopä, 
voitg S' iv9dd\ aitoi>$ Üvtccs iv&pwxoxvövovg, 
is T^ #£Öv tb ^aüXov iva^dfeiv äoxä. 890 

oidlv yäp olitai Satft6v(0V slvui xtix&v. 
XO. KvKveai Kväveat e^voSoi, ftaiäffflog, atr. I. 



nahe liegt, den sie eben eo wenig 
fOr vahr halten kann. Nach der 
Sage soll Tantalos eeiuen Sohn zer- 
stückelt BDd den Göttern zur Mahl- 
zeit vorgesetzt haben. Die alten 
toben OStteiaagen, entstanden ans 
einer naiven Auffassung der Tor- 

gMge in der Natur, besonders der 
ewittereracheinungen , konnten 
einer entwickelteren Sittlichkeit 
eben bo wenig zusagen, wie der 
rohe EultuB alter Zeit und wilder 
TClker geeignet wnr der hCheren 
Humanität der Hellenen zu gefal- 
len. Vgl. Herc. 1341 i/a> Si lobs 
^eois ovvt X{x%g' S uii O-^fUf (trig- 
yciw vapi^ia dtapä r iiäiirnv j»- 
e<ilv oh' Mlioaa 7ti>7toi' oCn xfl- 
iFOfufi oid SXlev SXXov JEUx^n]» 
jttipv%ivat. iiltai yctf 6 9t6s, e^aEQ 
ffft' dg9As ^fis, oitlvdg. äoii&v 
otSe ivattivoi 3.6joi (diese £r- 
klfining gibt der Dichter, weil sich 
die Qneäien des Urspmngs ihres 
Mythus nicht mehr bewußt waren), 

369. Zn Siiara xglv<a gehOrt 
sowohl der Akk. lä iexuiiuna wie 
der zn JariafioT« appositiocell 
stehende Infin, fjaSlivat {^loig). 

391. oöd^v sagt mehr als oMfva. 
Tgl. Soph, Öd. T, llSl ßgmäv oidkv 
fucKKp^Cm. — Dieser geläuterte Got- 
tesbegriff tritt besonders hervor in 
fr. SS4 ti &iol Ti igAiriv ahxfiv, 
oiv. elaiv ««,1. Vgl, Pind. Ol. I 86 
Im S' &v6fl <pd(itv (omiig &iitpl 
taifi^vtaii Kulc. Goethe Iph. I 3 
„Der mißrerstebt die Hinunliscben, 
der sie blntgierig wILhntj er dichtet 
ihnen nur die eignen grausamen 
Begierden an". Iphi^nie bleibt 
während des folgenden Chorge- 
sanges auf der Bühne zurück die 
Ankunft der beiden Fremdlinge er- 
wartend und macht eich etwa am 
Altare zn tun. 

892 — 166 erstes Stasimon. 
Der Chor drOckt seine gespannte 



Erwartung ans, welche Landsleute 
wohl gekommen, aus welcher Ge- 
gend ihrer Heimat dieselben hei 
seien, welcher Anlaß sie hergeführt 
habe , ob etwa Qewinnflucht der 
Gmnd ihrer Fahrt sei bei dem un- 
ersättlichen Streben der Menschen 
nach Reichtum, wie sie endlich die 
vielen Gefahren der Fahrt glücklich 
bestanden haben. „Wäre es doch 
Helena, wie meine Herrin wünscht; 
oder noch lieber, wUre es jemand, 
der mich aus der Enechttchaft be- 
freite und in die liebe Heimat zu- 
rückführte". — Das Versmaß be- 
steht aus gemischten Lc^aOden, 
dem gewOhnHchen Metrum der Chor- 
ges&nge in den jüngeren Stücken 
des Euripides. 

392. Mvavcai auacEiii: die 
Wiederholung des Wortes (AvaSi- 
nXaaif), ein Ausdruck des Affekts, 
ist bei Euripides in den lyrischen 
Partien, besouders in den Mono- 
dien ZOT Manier geworden. Vgl, 
ISS, 402. — aivoäoi ^alutfoa«, der 
thrakische Bosporus, der „Zusam- 
menflufi" des Fontus und der Pro- 
pontis. Der Name B6aitOQas wurde 
gedeutet pobs ttägog und anf den 
Weg der Jo bezagen, welche von 
der eifersüchtigen Hera ia eine 
Kah verwandelt von A^os durch 
eine stechende Bremse (olotfos) 
verfolgt fortgetrieben wurde Über 
Europa und Asien, bis sie endlich 
in Ägypten Ruhe fand. Über die 
Entstehung ..und Bedeutung der 
S^ s. zu Äsch. Prom. 661. Vgl. 
ebd. T3g foTCEi Si ^VTiiolt thael 
liiyoe lUyag tfjg afls no^cine, B6- 
tvogog 9' ixäiwitog xtNlifaEnci. In 
Wirklichkeit ist BaeaAeog eine 
dialektische Form fOr ^mocpij^oe 
und bezeichnet die GOttln 'Exäti} 
tmeaifos , welche dort verehrt 
wurde. — In ähnlicher Weise wie 
oben 262 ist von der Ortlichkeit, 



ETPiniior 

Xv olaiQos A xoTäfUVos 'jify6^sv 
Sievov ht' old(ia ditn6ptt>«e (riv ßovvy 
^Asf^USa yaücv 

xCvtq xot" Ufa TÖv Hhidftov Öovaxöxlioa 
i,ix6vTsg Eiffwzav 

ißatlav ißaOav Sfumov afccv, hi^a xo^qcl 

Mif riyyei 

ßmnoi>$ xffl XBffixiovas 

vaoi>i ttifuc ß(f6teiov; 

jj fo^ioig etlativag Sixfflitotei xäaag 

IxtXcav ixl xiivrut x^nara 

väiov 5jif}fia ItvoaöffOte oiiv oGptus, 

iptXöxXovTov SfuXXav 



der Bichtung der Fahrt die Rede, 
bevor von der Fahrt selbBt ge- 
Bproehen wird. 

394. alatfos: vgl. Äsch. Schntzfl. 

Sil ß(n]l((TT)*' flVEDAd, xivTjnfv'O' — 

oleiffav xaloOsi* a^hv ol NtUov 
jtilae, Verg. Qeorg. III 147 cut no- 
uim asilo Romanwn egt, oestrum 
Oraii verten voeante». 

397. iia^fl-^as: v^l. za 186, 
IliBweiles Bteht atu Fortiz. Aor. bei 
dem ZuBammenf allen Ton Haupt- 
und Nebenhandluiig, Tgl. Med. 481 
htXeviiat . . ifilaaaa. 

399 f. Vgl. Hei. 349 tö» Mf6e*x<i 
d6iiani %ln^bv Bifinat. Gern be- 
zeichiten die Kriechiachen Dichter 
die Hauptet&du de« Landes noch 
einem FluBae oder einer Qaelle 
^parta — Enrotas, EorinÜi — 
Quelle Peirene, Athen , — EephisoB, 
Theben — lamenos oder Dirke), 
wie sie flberhanpt gern den Segen 
des fließenden Wa<(sera preisen und 
in Epitheta die Qüte, den eSBen 
Geschmack der Quelle, die Fülle 
des Wassen (itmifos), die Heilig- 
keit des Flusses {äyvds, atiivos) 
feiern. — Der Akk. doraiüfilloa ist 
gebildet nach Analogie tod lev*6- 

404 ff. xoä;^ aiif BIT K. ^t6s 
(vgl. 886) wie Jl^ nuiSl Jon !00 



u. ft. — ntfixlovat laovs wie fr. 
370 Kffbt 'A9tivae ife^txiooiv 9a- 
läfKU-s, Soph. Ant. S86 &iufiKioirae 
vBOiii;, ein charakteristisches Epi- 
theton fOr den griechischen Tem- 
pel, Tgl. zu ISB f. — alfut ^^Mop 
ist Subjekt. 

407 f. fo»loit BiXfStotei: $6- 
d'ME subatantiviach Ton den grauen, 
um das einschlagende Ruder rau- 
schenden Schaumwellen auch 1387, 
Kykl. 16 ylamtijy SXu (ofiiouii liv- 
talvovTfs, Hei. 1503 fMia voUä 
»aXäeeat, IS69 ün' i^ovAatai 
$6%m vnai^tv ^UiUt. Also etwa 
„mit dem rauschenden Doppel- 
schlag des fichtenen Ruders". — 
tllaxLva; %mxat wie Hei. 1461 ttla- 
TlvaenlaTacCatuU.LXIU 7 abitgni» 

410. Zu väiov 5xri\ut vgl. Sopb. 
Trach. 6ü3 AoUxDmo* fipifio vtcig, 
Eur. Ued. 1133 vsAiv £ii}vnr. — 
Xivonifoi aifai sind segeltreioende 
Lflfte (ffOf (vovoiii). 

111 f. ipilöitXovtov afiillav 
cr4!£ovTEG, „den Reichtum er- 
strebenden Wetteifer mehrend" d, i. 
den Reichtum, welcher unser Stolz 
ist {&^iXUi der Wetteifer mit an- 
deren, die man mit höherem Reich- 
tum zu übertreffen sucht), mehrend. 
Ebenso Med. 567 tls öfuUair xo- 



I..*.-.' 



H^gk 



l*irENEU H EN TATPOIT. 



53 



tpiXa yä(f ihtlg yiyovtv Ixl no^'^futöiv 

ülßov ßägog ol tpdgovrtu 

xXüvijTts ix' oldiut nöXeis le paffßAffOvq xtff&vxes 

yvmittt d" als A^f &*aiQO£ Sl- 

ßov, Tofg ä' is (idaov ijxtt. UO 

aS»s xiTffas x&s Sw&ifoftdSag, ntx. U. 

n&S ^ivttduB &vmntv$ 



il4. ,JKe Uelie HoKiang ist den 
MeuHcheu nnen&ttlich im VerUn- 
gea und Sachen", Tgl. Soph. Ant. 
615 ä jag Stj Ttolv7tXaj%tos llxlg 

^ iitdta *ot)ipov6atv ifArmv. 



nikt, 






gedanke Hegt wie oft in dem Farti- 
lip: „welche dftmm auf dem Heeie 
Droberinen und fremde Lftnder 
durchiiehen , um ichweren Beich- 
tnm in gewinnen". Die Habsucht 
treibt den Handelsmann in die 
Gefahren des Meeres; Handelsleute 
konnten also die gefahrvolle Fahrt 
durch die SympTegaden gewagt 
haben. 

418ff. x(iv^ (jonis che Form filr 
xtvä) 36^^ {,jta eitlem, U)richt«m 
Waine") bezeichnet nicht die Er- 
folglosigkeit, sondern den Uuver- 
stüd so maBloser Habgier; daran 
wird in Eoripideischer Weise noch 
eine Reflexion geknfipfti ^,wUirend 
aber der Binn bei dem emeu maß- 
los i«t inbesag auf den Beichtmn, 
vethUt er sich bei dem anderen 
maSvoll" d. i. „gerech tferti^ aber 
ist das mfiBige Streben «ein Ver- 
mögen zn vermehren". In allem 
Qenuß and Verlangen Maß zu hal- 
len empfiehlt Eunpides Öfters: zu 
Med. 680. — olc ^t> ßnaitfot Slßov 
ist dem Gedanken nach unterge- 



ordnet, ole piv — tetf ii für rotf 
pir — tott »i. Vri. Phokjl. fr. 1 

itävttt ■sXipi n^miXiovi' «il Tlt/O' 
xZ^i]; Aifiag. — Slßov ist relativer 
Gen. — ts uiaow ^lui, piame, pe- 
tglug, xatplm; Ijii, Tgl. Alk. 291 
KdlA; piv aitotg %cn9avtly fpiov 
ßlov und EU der Bedeutung von 
pieovl_pireiof)Keta.bH]ivexfaila, 
^S (ttjicofr Satts Mal (Uva; iii>ovt 
ip^i cvjot. 

428. tivttdas i*tiit bezeich- 
net die Koste von Salmjdessos, 
welche sich vom thrakiflchen Bos- 
porus bis zur Landspitze von Th^- 
nias erstreckte ond bei den Schif- 
fern als stürmiich und ge^hrlich 
verrufen war. Sie heifit darum 
Asch. Prom. 7 öS xfajtta nivtov 
Saljuiiriaala yva9os iz^göitvoe 
vavzaiat, fiijT^ici vtäv. Vgl. Strabon 
319 Ifrjpot alytalis xnl iUd^dijf, 
äUpivog, ivmftvtafUvos ^olvg ngbg 
lo^C ßofiag etuHtov Soor kxxato- 
aitav pi%ifi Kvavimv th ^j)koc und 
Xen. Anab. VH 6, 12. Phineus, EO- 
nig von Salmjdessos, war den Athe- 
nern wohl bekannt als der Gemahl 
der Kleopatra, der Tochter der 
Athenerin Oreithyia, die der Wind- 
gott Boreas nach Thrakien ent- 
luhrt hatte. Ihr und ihrer Kinder 
unglückliches Los beklagt der Chor 
inBoph.Ant. 96flff. Schlafios, ruhe- 
los heißt die Eflste, weil sie be- 



LA-fOC^t-^IC 



ETHIILiOT 

xuq' Shov aiyutlbv in' 'Afupit^lxag 
$6&iov S(f€Cfi6vTeg, 
o;rov REvTtfxovra koqkv 

niXxovtttv iyx^hoi, 
»AijOttfTi'otai avoats 
evQtlövTinv xarä X(fV(tvav 
tidvvav Ttfjdttliap 
a^ifcug <fvv voviatg 
^ «vt^[uali ZetpiJifoVy 

Zäv XokvÖQVl&OV ix' ttlttV, 

iBvxäv äxTttv, 'Axii/^og 
S(f6(tovs xaklieradiovg, 
älftfof xazi advTOv; 
effr' eixattfiv SBaaoavvois 



126 f. tjt' 'ApipiTffhag (69u»v, 
fiber der Amphitiit« BrandanK hin. 
Amphitrite repr&sentieit die oran- 
dende Heeresflut wie bei Homer 
9 Sl iv ntXäjti finü xvfiaoit' 'J^ 
tpiitfttris. 

13B f. ejta ist zur Heratellnng 
der Responeion noch dem Sinne 
ergänzt, vgl. Äristoph. Thesm. 103 
itfitv xoQ&vaaa9t ßoäv, FrO. 217 
twigov iv Pt>9m jape/av al6lar 
lip^lYiäiue^a, Bur. Tro. M6 sor«- 
Oiiiot B' iigiov &va x^öro* itoSäi* 
ßok* tiulJiov tiipgova, Herakl. ISO 
fof&v jioXxtil, — iyxi*3.ioi: Tgl. 
Hei. 1S12 ra* &fnae9Btaav ximXUn 
XOfA» i^m nup^cvioiv, Jph. A. 1055 
ilXiaaSpcvai xiixlia nfrT^HOrra x6- 
poi rfijfias yd/iovt iziffiar. Die 
Nereiden umtanzen unter Gesang 
das Schiff, Tgl. £1. 132 nXiivai väts, 
at Jtor' ffi^BTC Tgotav folg &ntTgi^- 

Nnf^Sav. 

430 fr. Infolge dei segeUchwel- 
lenden Luftzugs, durch den daa 
Schiff atark bewegt wird , knarrt 
das Stenerruder, welches ordentlich 
arbeiten mnfi um die gerade Rich- 
tungeinzuhalten. — nli^fffniosiBtein 
HomerischeB Wort. — Zu gC9vvaiv 
itTitaXicar vgl. HCHjch. iCflvfoj- ei- 
Swtiif, ic«P(pii^B, ÄBch. Schutifl. 
725 oCaKOs ti9vvTrjgos. 



antiatr. 11. 

185. TÜv Kolvdpvi&op Iti' 

alav ktI. ist mit iTtigaaav zu ver- 
binden. Die kleine Insel Lenke 
(jetEt Phidoniai), welche so hieB 
von ihrer Oestalt (vgl. Arrian tlcginX- 
Mi. Ttövzov g Sl ol ah Aivxiiv (Ttl 
t>}e xnoiSs 6vofiäioveiv, Find. Nem 
IV 19 iv 3' Eb^timp Xfläyu ipaix-. 
vkv 'Azilds v&eov seil. fz*Oi »Bch 
anderen von den weittan VOgeln, 
deren es dort viele gab, and auch 
Insel des Achillens oder ^päfiog 
'AxiUAns Renannt wurde, log un- 
fern der MQndung des later und 
war, wie Arrian a. 0. angibt, un- 
bewohnt. Es weideten nur wenige 
Ziegen darauf, dangen nisteten 
dort viele VOgel, MOven, Taucher 
und Seekrühen, welche im Heilig- 
tum des Achilleus , das auf der 
Lasel war, den Dienst von Tempel- 
kehreru (vEtoxdpoi) besorgten, in- 
dem sie mit ihrem Gefieder, dos 
sie im Meere netzten, den Staub 
von Wänden und FuBboden weg- 
wischten. Vgl.Androm.lSßO(l'hetis 
tu Feleas) thv tplltenov aol tiatd' 
ijiol t' 'ArtlXia Sipti doßOVf vaiovzct 
vfjtrioreixoJiE Atvuijv uat' imijv Iv- 

487. dQ6novs xuXliaiaBlavs: 



I 17S. 



1 1) tiz"'"^- >i»^ 8S4ff. 

„..,.. ,.A,OOglC 



l*irENEIA H EN TATPOIS. 

jiijdae 'EXiva tpika «alg 

iX&oüOit x-6%01. x&v 

TpetttSa XixovOtt xöXiv, iv' ifupl xait^ 

älfötiov tttnar^gäv 

tlliX&elOtt lainozöfi^ 

SeCTtoivus i^pi &ÜVOI. 

xotfäg Sova' ävtixäXovg. 

^dttfr' &v äyytltttv 

Si^ailueO'', 'EXXkSos ix y&s 

xXioT^pmv eC rts Sßa, 

Sovliiag ifii&EV 

SciXaiag JiavUixovos' 

6$ yag öveCpoig Sewaccifucv 

rsifxv&v ü^viov ix6Xtcv- 

&XX' oZde xdifug defffiotg diSvftoi 



442. täv Ttf<päia lixoHaa 

näliv („von Troja her"): der Chor 
weiB nicht, daß Helena bereits 
heimgekehrt ist (521 ff.)' 

443. iQ6aov aliiaxTuicv fi3.i- 
X9ilaa: der WeiheguB, der Ober 
daa Haar im Kreise gegolten wird, 
eraoheint aU ein Kranz, der nm 
das Haupt eich windet. Vgl. Soph. 
Ant. 4SI xoalai TQian6v3oiai t&* 
vinvv atiipn, Enr. Kjkl. 617 irre- 

KQ&xa Tcij' ^fofulijuet (von dem 
Blute, das dem Kyklopen nm das 
Haupt rtrOmen soll). — Das Wtih- 
'WBSser heifit blntig, weil ei zum 
Tode weiht. — Sgoeov cllix^etao 
wie 456 xifoe evviQnaOivtcs, 68S, 
1S46. 

446. «ävDi nach i[9i iXifovva 
■fvxoi wie 367 iitmtfoipi] 50(11]» nach 
dem Gedanken te»i ^Ifte. Vgl. 
Soph. Phil. SS4 9vninr ytvotxo xe(«l 
alriQäiCal iroTf, iv' ai Mmiijvai 
yvotev, Äi. 1221 ytvoiiiav 3nms 
Mgoetlitoifitv, Trach. 958 e[9t ji- 
vono ttifa ^iig ft' &nonnlvtitv. 

449. e[ ric IBa die Vorana- 
eetzung, unter welcher sie die Bot- 
schaft pfjvai xiva erhalten kann. 



460, dovlilas (relativer Oen.^ 
•aitvälnmios d. i. dovltlas Wftvovf 
Tiaimv. — dovlelae tnXaiat mit 
gesuchtem Gleicbklanff. Tgl. Hek. 
166 SetXala dtiXalov yvVti ottvltlas 
t&g oi tXat&t. 

458 ff. „Denn wie (biaher) in 
Träumen mftchte ich erlangen den 
OennB heiterer GeeHnge in der 
Heimat, eine gesellige Freude der 
Wohlhabenden". ZuTcgjtv&v^ßvoiv 
vol. Med. 19-2 apvoiis M 1^ 9a- 
llaiS ixl T* tlXanlvaig luti naoöi 
äeiTtvois ijvpovTO ßiov repTlva; 
ttxociE. An die ReigenUnze, die er 
Mber bei festlicher Oel^enbeit 
mitgefeiert hat, denkt der Chor 
sehnsnchtsvoU auch unten 1148 ff. 

45a — lOBB zweites Epeiso- 
dion, welches durch den Kommoa 
843—57 in zwei Teile zerfUlt. von 
denen der erste die Vorbereitung, 
der zweite die Vollendung der 
Anagnorisis und die sich daran 
knüpfende Verabredung zur Flucht 
und zur Entfahrung des Tempel- 
bildea enthalt. — Zur eniten Szene 
(Orestes und Pylades vor der 
Priesterin) vgl. das Mitt«lbild des 
im Weimarer Schloß befindlichen 

i.,,...|.A,OOglC 



ETPiniAOT 

3fff6e<payfitt d'tfif, Oiyäte, <pCi.ai. 

vaoltii xdXag rädt ßaivw 

oiS' äyysXiitg ipsvilEts IJmxcv 

ßovqioifßbB &vijff. 

& xöxvi, et 001 T(fd' iifeaxAvtms 

3T(fJlcf ^ÖE tsXtt^ ä^i »vaiag, 

vöfiog oix ^itts ivagiaivet. 
1$. tUv 

rä zijs freoti itiv x^änov hg naXAg ix^, 
ipQovtietdov fiot' y^Btt i3tv ^ivmv %i<fas^ 
i>S dfTfg Uifol liipcir' äoi Sdefuoi. 
vttoü d' iaat Utetxovtts eitfex^tt 
& Xffij 'xl rolg xafoüai xai voiU^Erat. 



SwrkopbftgreliefB Robert a. 0. Taf. 
LTm Nr. 17S oder B&nmeiat«r 
Denkm. I S. 766. Die AnapHste des 
Jtapmptrra; begleiten diu Auftreten 
dei OresteB and Pjrl&des, die von 
dem Eirteo (vgl. 84S, natürlich iet 
nur da« KoatCm dasselbe) and 
tmderen Tautiem ^durch den reeh- 
tea Zugang] berbeigefahrt werden. 
— iiX' tt&t {j&v) ■ ■ jiDifOßat, 
myttt: EU M. 

469. &%fo»iwi«: vgl. 75. Hier 
in dem Sinne wie Phoen. 30S der 
Chor der PhOnizieriiuten von eich 
sagt: Tigiov oZdfMi lixoOo' l^av 
ic*ffo»lvia Aoilu und S14 «iflwi« 

Ao^l^. DftB Schönste und Beste, 
was fSr die Gottheit als Opfer 
anienehen ward (von den Feld- 
fraohten, von [der Kriegsbeute), 
hieB &%fo9iiiui. Der Chor spricht 
damit seine Verwunderung Ober die 
herrliche Gestalt der Gefangenen 
suB und beatAtigt so die Worte 
des Hirten 886. Daher oiS" ifyt- 

4U. ttlit, Eollt, weiht. 



4fi7. eltf ist eine Nebenform 
Ton tia wie aiiv von alct. 

468 f. ,J<aBt die Hände der 
Fremdlin^^e loa (frei)". Dos Asyn- 
deton, weil der Satz eine ErlulKrung 
Kum Torbergebenden )nbt. Ebenso 
488. ~ Svtes iifol: Der Gottheit 
ist jeglicher Zwang zuwider. Auch 
die einer Gottheit geweihten Tiere 
weideten frei im Tempelbezirk 

(&<ptia vi'flEOtfai, Tgl. KU ÄBCh. 

Prom. 666). 

470. Die Uotivierung die Leute 
wegzubringen muB genügen, wenn 
auäi die Hirten eigenuicb nicht 
für den Tempeldienst geeignet sind 
(7gl. 624). 

472f apu fOr äpa um des Vers- 
mafies willen. — ij ipSs ttvaiaii 
9toTc n^zijf, — Ädti^^\ das 
eigene I^ erinnert Iphigenien an 
die unglfickliche Schwester, die 
hier ihre Brüder verlieren soll. 
Der Zuschauer, welcher das ob- 
waltende Verhältnis kennt, fillilt 
die Ironie des Scbickials. In otbv 
veavi&v anatiaa liegt das Haupt- 
gewicht des Gedankens. 



I^ITENEIA H ES TATPOIS 

xan^lf t' ideX^ t, el yt-ySiea xvyxivtt; 
otav tSitffBtaa öntT^xav vsavi&v 
ivdSeXtpos iurat. tag töx^s xte oW 3t9> 
tOittiS' leovttti^ xdvta y&if vä x&v ftsStv 

ij y&if t6%71 xag^ay' ig tö Svaiia^^g, 

xö^tv »0&' ijxEz', m talaixatffot ^ivot; 
itg diA fuotpoi} ftiv rljvd' IxXcvatcre x^öva, 
ItttXfbv 6' äx' opKtttv 2pdiwv IseU^' — &el xiitm. 
OP. ri xai>T' ÖStig^ xäal rotg fUiXovai va 
xttxolai Xvxetg, i^Tis sl Kor', & yvvai; 

vlxt^ xb dctfia roiki^fiov vtx&v 9iXr}, 
[ovx 8«ie "jiiSijv iyyi>B üvr' olxti^etai] 
tImnjQitts ävtlxiq' &SS Sii' i^ £v6g 
xaxio «wdxTtf [uagiav i' 6ipXi(Sxttvtt 
&vy6xsi #' bfUtlog- t^v ttj^^jv S' däv xgsäv. 
^Häg de (lij d'^fEt tfii' läg y&g ivQ'äSe 
9veiag ixuiräfiE0^a xal ytyvätSxofitv. 



476. tis i*j!«f . . I«avttit (d. i. 
fis oU» Sn> totaUt l6xat footvai, 
„wei weis, wea solcheB Geschick 
treffen wird" d. i. ,,wer weifi, ob 
ibn nicht gleiches Oeschick treffen 
vird"): Tgl. Archil. b. 9, 7 tiXoti 
f &iloi Ijtti riäf vtv ul* ig 

irunhofLty l^aiitis 8' irii/ovg 
i*a(ul^trai, Asch. Prom. S91 xai- 

SiXov jnjftovti «(onfavii. Iphigenie 
denkt dabei an ihr eigenes Ge- 
schick; ihre Worte aber haben 
einen gewissen Doppelsinn fQr den 
Znschaaer, welcher erinnert wird, 
daß sieh der Qedanke tut Iphigenie 
in anderer Weise erfüllt, als sie 

47ef. T& räv üeäv ig if"- 
vie Ignti: vgl. Herc. S2 oidif 
iv^fAxoiei tAv 9flmv aa^ig. 

480. äiB begrdndet die Anrede & 
tulalmagoi f^Mir. Mflhuelig seid ihr, 
denn ihr habt eine lange Fahrt 
gemacht und braucht lange Zeit, 



9 ihr wieder heimkommt, 



ihr eine ganze Ewigkeit fem sein 
werdet in der Unterwelt. So tritt 
wider Erwarten Atl kotbi zn fumpi** 
Xtivop lai o&mv hinza. 

488. vö) Ivxcl;, machst uns 
da* Herz schwer. 

484. ao^i* ist wohl nicht als 
Maskulinum, sondern als Neutrum 
zu betrachten entsprechend der 

K wohnlichen Wendung tcfojeilv 
m (zu 8061. 

466. Der^. ist ans irgend einer 
Parallelstelle hierher gesetzt, wo 
er nur eine Tautologie enthält. 

487 f. i\ Ivds, weil Ha «txöi 
mväjttei die Bedeutung „schafft er 
zwei Übel" enthalt. — Vgl. zu 468. 
— Iiaflav, weil er sich durch seine 
' ünmKiinlichkeit lächerlich und ver- 
ächtlich macht. 

489. dfio^fof ,4n gleicher Weise, 
gleichwohl", wie dfUB; in die Beden- 
tnng von S^oc Obergegangen ist. — 
zifv xv^v i&v (omittere) x^fAv : man 
mnS sich wegsetzen über das, was 
nicht zu ändern ist. 

491. ixtaTÖntafytc itttl jtypä- 

i.,,...|.A,OOglC 



i ETPXniAOT 

I<I> xÖTSQog &p' i}(tetv ivG'ttS' ätvop^eftivos 

OP. tW, el XI ÄiJ 9o( Toör' iv iiSov^ fta^etv. 
I<1>. aoiag aoiirrig Htetpt'doe "EiAijvoff ytyäg; 
OP. ti d' &v na^ovOtt tööe xliov läßois, yiivai; 
1$. xÖTtfiov iSclq)a> fiJjTQÖs ioxov ix fitäs; 
OP ^tXÖT^C y ißfiiv, oii xafftywij'rto ydvei. 
1$. aol d' fivofut xoZov !&£#' 6 ysvm^Uag itat^fH 
OP. TÖ fi^v di'xatov ^vatvj^tlg )iaXoip£&' av. 
I^. oÄ ToCi' i(fwt(ä' tovTO fti» ffög xg x^Zn- 
OP. äsiföi^ftot froM'tfrrfe »^ yti.pfitO'' ßv. 
14*. t{ S% ip^oveig roCr' ; ^ tpftovetg oOtiq fti'}^; 
OP. TÖ (Täfta &v6ttg toöfi6v, oi^l TOvrofuc. 



OKOficv „wir sind davon sehr gut 
uaterrichtet". Doch ist diese Ver- 
bindung der Synonyma geeigneter 
Hipp. 379 TU it^ar' inietaiueftir 



erwarten noin ivalvoiiai (und ich 
bin bereit). 

492. iv9äSe mv oiiaeiiivog 
^ier zu Land bo angeredet" bei 
dem Kampfe nach dem Berichte 
des Hirten S8e, S31. Zu iv9äai 
Tgl. 932. Sie gibt damit an, wo- 
her sie den Namen weiB. 

49*. Die Ennatform der Sticho- 
niythie, dem tüi strenge Form 
und Symmetrie sehr empfänglichen 
griechischen Ohre besonden zu- 
sagend, ist bei Euripides sehr be- 
liebt, auch bei längeren Erörte- 
rungen, wo die Form nicht selten 
dem Inhalte minder entspricht. 
Vgl xn Med. 667. 

495. auTtläosfät yiit odeixd- 
ltaie ebenso wie die Griechen iia- 
TpAe für &vde6s sagen in Uiae 
Alfiaxov TialSti (iij zpiqieir itattfds 
Tro, 7SS , ü xfariatov itafQig 
'EXlijvaiv YcyAs Soph. Phil, 3, dp(- 
ototi xaTpAc 'Ell^i/aiv Yejäs fr. 
adesp, T, 6 toi) öttfimos fort Jtalc 
jleyfi xaT</6s; unten 667, 

496. 11 jtlfov Biv lapoie fia- 
#o«aa tödi: vgl. tI ioidiv) »l^of 
ilioi iiatt), yiyvttai („was habe ich 
daron?"). 



199. De mfime qu' au vers 261, 
le poete nous fait croire ici que le 
nom d'Oreste va Stre prononcä, et 
il Ante avec Mprit ceÜe räv^ation 
prematur^e. Weil. 

600. xb iiiv äinaiov, Snofta 
nach der Konstruktion taXttv Svoiiä 
iiva. Die Bedeutung von dixaios 
steht ott der von nXn&iff nahe. 
Zum Gedanken vgl. Plant. Pers. 
IV 1, 96 Quid iUum ntiaerum me- 
THorem qui fuit? Xünc et tKuin 
Miteram it me Mistram aequoinst 
nominarier. Hör. epist. I 7, 92 pol 
me Miservm, paifWte, voeares, Si 
velles, inquit, vertun mihi ponere 
nomen. Man konnte ^vnrvjif; er- 
warten. Aber h&ofig überwiegt im 
GriechiBchen und Lateinischen das 
Formelle. Vgl. e. B. zu 714. 

501. Dein Dnglack, will Ipbi- 
genie sogen, kenne ich; an mir 
Begt es nicht 

602. Ytliiiit^a, denn „wer den 
Schaden hai, braucht für den Spott 
nicht zu sorgen". An solchen Spott 
denkt um so mehr der schwer- 
mütige Orestes (triatis Orestes Hör. 
ep. ad Pis. 121). Damit wird 
das Verschweigen des Namens, 
welches für die Ökonomie der 
Szene notwendig ist, psychologisch 
begründet. 

604. Orestes meint : Für das 
was dir obli^, brauchst du 
meinen Namen nicht eu wissen. 

„..,.. ,.A,OOglC 



»ITENEIA H EN TATPOIS. 

I4>. ovd' äv xöXtv tp^äOHOs ^r(S ioti «oi; 

OP. ^tfttls yäp oi}6\v xi^dos ^S ^avov^hfp. 

14». j^ifpiv Je öovvai v^Ss xtoivEt xC OB; 

OP. lü x^civf)v "jipyog naxpiS' dftijv ixtvxo(iai. 

1$. Äpöf fredf (iii^ös, £ 6^»', il xtl&BV j*£y(6s; 

OP. ^x xS>v Mvxtiväv y', aE aior' JjOav üXßiai. 

1^. ^vyAg d' äx^fftcg natfidos ^ xoitf xv^^; 

OP. qpnJyo Tpdnov ye Jij xtv' ovx ixav ixäv. 

I*. xal iiijv ao&Eivög y ijAd-sj i% 'A^yovg (loJnhv. 

OP. o{>xovv ifiavt^ y- ei di ffot, ff^ toOt' fpa, 
1$. ^p &v xC (tot giQÜOEiMg &v iyio tfika; 

OP. &s iv na^i^yp ^Oofiat Svonga^iag- 

1^. Tpotav föwg otijd', ^e t^scci'razov Arfyos- 

OP. &S ftiJTOt' (ä^EA(iv ye, fiijd* IShv &vttff. 

I^. ipaoiv viv oixix' oiöav olxi69tti ÖOQi. 

OP. iaxiv ytig oßrms oW &x(favi' ^xovacnt. 

I*. 'EXivrj S' iaplxtai Sä^a MtviKtto xäXtv, 



606 f. d. i. oü^^v fap xipjoe 
(itioi tctiv) 5 Ci]t«re. Iphigenie 
entgegnet: „Wenn es auch dir 
oichtB nützt, Eo erweidest du doch 
damit mir einen Gefallen (a^^do; 
— zöpiv)" und wendet sieb au die 
QroSnint des Oreatea. 

609. Tcebe 9td>v ist zum formel- 
haften Ausdruck der überrMchung 
geworden. Vgl. 668 u. zu Med. GTO. 

510. ji: Tgl. zu 76. Argos 
BtAnd vorher wie 616 ab Name 
des Landea. 

6ia. oixtuüiv tyi&v, zwar nicht 
durch äuSere Gewalt wie sonst 
Flüchtlinge ina Elend getrieben 
(IxA*-), wohl aber durch den Fluch, 
der auf mir lastet (o^x i^*)- ^^^ 
Bezeichnung tfvyds paÜt also nur 
in gewissem Sinne auf mich. Vgl. 

Hom. J 43 xal yäf iyai <Sul Säxa 

616f. vo»fiväe ^lets ge- 
btaucht Iphigenie in der gewöhn- 
lichen Bedeutung der BewiUkomin- 
nung („mit der Art und Weise 
deiner Hierherkunft mag es stehen, 
wie es will, jedenfalls bist du mir 
willkommen"). Orestes faSt die 
Worte nD^Eiföe ^I9ts mehr in dem 



Sinne „deine Bierherkantt ist mir 
erwünscht" und entgegnet „mir 
nicht". — toöt' (Akk. des inneren 
Objekt«) Ifa s. T. a. Tofhrav xbv 
TtiAov %%( in dem Sinne „behalte 
deine Freude Ober meine Hierher- 
kunft fflr dich". 

514. Iv ■aai/igf^ 4'fjaouai 
wie Soph. Phil. 473 iv Tia^ivfip 
&0V ftc, Tgl. Cr. 610 naXbv ndgcf- 
yov 9' aittb ft^ao\iMt ■xivtov. Mit 
den Worten „ich will ea wie eine 
Nebensache meines Hißgeschicka 
betrachten" will Orestes sa^en „bei 
meinem MiBgeschick kann ich diese 
Unannehmlichkeit leicht in den 
Kauf nehmen". Er zei^ sich aprOde 
und ungefällig wie hier immer. 

61g. ff IdyoE wie 563, Med. 
641 X6yos ai9tv. 

618. ds (ägjfJov wie bei Homer, 
Aristaph. FrO. 956 &s «p)* 3»- 
Säiai y' &<ftlts (i^oo; Aiap^yflvai. 
Auch (t^ schon bei Homer in Ver- 
bindung mit Siptlov, yßl. Ejkl. 166 
(i^iTci|M>« mq>ele, Soph. FhiL 969 
f^rptoT ätpiXov tatelv. Zu äiptXov 
]st iliivai EU ergänzen, 

621. aäita M.itdXiv Alplxtat 
bezeichnet im allgemeinen die 

'.A,OOglC 



) ETPiniaoT 

OP. ijxsi, xaxätg y' IX^Haa r&v iftetv rtvi. 
I^. xal »oi> 'tfrt; xifiol ydq zi «povipsiUi xaxöv. 
OP. SitäifTr} %wotxiC t^ xiifog ^vvewir^. 
I^. & nUog ttg "EXXrivas, aix iiiol ftövjj. 
OP. ixiKavOa xiyio Jif zi- zStv xtCv^g ydfisov. 
I*. v66xos S' 'A%tu&v iydvsd'', i>e xijpt^fffrat; 
OP. 65 nävtt' Sxtt^ ite evlliaßoiie' ivuizofferg. 
I4>. xiflv yäff d'ttvetv 0«, TOfis' ixovp^ffdat ^dim. 
OP. IXeyx', ^*tt^ tovd' iffäg- X^m 8' iym. 
10. J^Ajof tif i}A#c lUxvTig i» Tffolag säkiv, 
OP. SAidAev, iag f)v iv Mvxtpxdoig X6yog. 
1*P. & x6zvt', &g s6. xl yäff 6 Aaiqvw yAvog; 



Bflckgabe der Heleoa an Menelaoi, 
die in Troia erfolgte. Daher die 
Frage 68S. 

688 f. 16* ffidv ctfi, T^ xa- 
xfi. W&re ihre Rückgabe nicht 
erfolgt, d. h. hatte überhaupt der 
Krieg, der ihre Rflckgabe ereielt«, 
nieht Btattgefonden, eo wfirde mein 
Vater nicht eo Bchinfthlich amge- 
kommen «ein. Ali ÄnlaB des 
Krieges achuldet Helena Mich der 
Iphigenie „ron frflher her ein Leid" 
{KfOotftiXti mntdv) d. h. verdient 
sie Strafe fOr ein Leid. Bie hat 
die OpfemDir in Aalii im Sinn. 

fiS4. MeneiaoR kehrte nach Eom. 
y 311 im a<!hten Jahre nach dem 
Falle Trojaa inrQck an demselben 
Taffe, an dem Oreatea das Leichen- 
miibl hielt nach der Beetattong 
der Elyt&meitra and dei AegiBthoa. 
Acht biB nenn Jahre (vgl. zu fiS«) 
Bind also seit der ZeretOmng Iliona 
Tergangen. 

fiS6f filaos ala Anrede wie im 
Lat. sceluB, — if; TEllijvag wie 
Bakch. 7 TS ^ifos h "Eiljivas 
nirag. —^ &TtlXavea hier ironisch; 
andera Phoen. 1204 Kfimy 9' loiii 
TibV tfiAv mifUfsvfiüxav läv x' 
OltiMot) Si&trjvos dnolaCtrat naxAv. 
— väfuiv: der Flaral deutet be- 
sonders aof die zweite Ehe mit Paris, 
die Ursache de« Krieges und damit 
des ünglacka des Orestes, hin. 

688 f. Hit der widerwillitren 
Entgegnung „wie du doch alles 



snsammen auf einmal von mir 
wissen willit" will Orestes sagen, 
dafl eine allgemeine Beantwortung 
der Frage nicht mOglich sei, weü 
der eine dieses, der andere jenes 
Los gehabt habe. Iphigenie er- 
widert „ja freilich will ich jetot 
alles wiaaen; denn wenn da tot 
bist, kannst du mir nichts mehr 
etzBhlen". — tatt' litavfia^ai, 
0of>, i% i&ti) eoO, will idi diesen 
QenuS von dir haben. 

68S. Die Worte &t . . Uyos 
deuten an, dafi es auch eine 
andere Sage gab. Vgl. Strabon 
S4S lifBiat ih KaXxas 6 fMittic 
fin' 'Ap^tpMvov loü'Aiupiagäov turit 
Ti}v i% Tgotas ijfäroiov «iCn deCpo 
(in den Hain des Elarischen Apollon 
bei Eolophon, in dem ein altes 
Orakel war) iamia^ai, ntpiroj»» 
i" iavtaO apffiropi fiÜTtn soiÄ 
tijw Äiäfav, M6ipip t^ Matrone 
ztjs Ttiftoiov 9vYazii6s, tUi l^xm 
AnoBavelv. Es werden dort noch 
andere Überlieferungen Qber die 
Art seines Todea mitgeteilt. In 
dem Drama 'EJJvijg icxal-ntetf von 
Sophokles war der Wettstreit des 
Ealchaa and Mopsos und der Tod 
des Ealchas nach Kilihien (Pam- 

6» 

033. i xötyitt, 'Aqttiti. ~ ti 
wegen des 16 ErzUilten. — zi, 
xQcaicfi, vgl. MS, 576. Die Ellipse 
ist mSglich bei dem nnbeetimmten 



,.A,oogk 



IMFENEU H EN TATPOIS. 

OP. o^to vev6ilf^x,' olxov, iati 3', &g X6yog. 
14*. SXoizo, vdtlTOv fttJaroT* ig «^ttquv zviäv. 
OP, /iijdiv xtntiiov ndvxa räiuivov voaet. 
I*. 9iu8os Sl T^s iVjjpiJiJos' £ffTt xalg hi; 
OP. oäx laziv £AA(Qg lixtg' iy^fi iv AiXldi. 
1$. ddXia /(fp, 6s ttlMiv ot xeJtov&6rts. 
OP. Ti's tl 5W»*'; Äff *i »w#(fi»^ t£(up' 'Ekittdog. 
I*. ixit9iv elfii- aulg Ix' oia" ixBl^r/V. 
OP. ifi&&g ao»Ets &g' Eläivai t&xst, yivfu. 
1$. T(' d' 6 9xQax'riy6g, 5v Jl/j'ovtf' föduufiovcEi'; 
OP. Tt'ej 01& ytip Sv y' iy^Sa xS>v eMainövav. 
I4>. 'AxQimg ikiytxo Alf Tic 'j^yttftdftvmv Sva^. 
OP. 0^ o?d'* SscJld'e TOö }.6yov toiirov, yiJvat. 

OP. xi&VTij[ 6 TAiffiov, jrpög d' äsiäJlfo'^v Ttvo:. 



Begriff des Machens, Tuns. — yif} 
wie Soph. Ai. 101 tUv tl r^f iii 
xats i tofi Aatfriov; 98S ipH) talac- 
tl /äp li^vov tb toffSi, «oil , . 
%vgiti Ea begründet den Gedanken 
„halt, da fällt mir ein anderer ein", 

fiSl. äs iiyoe: man kann eich 
denken, daB Henelaos die Kunde 
davon veibreitet habe. Denn dem 
Telemachos, der fi«i' &javafi Ma- 
rgit ^nomf» auegegaogen, erzKhlt 
Henelao», wie ProteuB in Ägypten 
ihm geoffenbart habe, dafi O^aseus 
noch lebe und Tr&nen vergießend 
auf der Inael der EaJjpBO znnick- 
gehalten werde (<r 6&6 ff.). 

fi86. rCKvia x&xtlpov voaet, 
wie es z, B, TelemacboB dem Me- 
nelaos schildert 8 318 ff. — i6iios 
voof^ 36iiot voooCoi* (i. B, Ändrom. 
646, 960) u. dgl. wird Rern geaagt 
von häuslichen Zerwünuissen und 
anderen Vur^^gen, welche den 
Frieden dea Hansea atOren und 
die Famüiei)Terh&lhiis«e seirütten. 



Vgl 



I, SSO. 



Sehr passend ^agt hier 

Iphigenie bei Achilleas, aen sie 
emmal ala ihren Bräntigam be- 
trachtet bat (26), unbestinunt ohne 
den Namen eu nennen. 

68Bf. älltos (fumi*) li*Ttfa 
(Akk. des inneren Objekts) iTijftc, 



640. Da Iphi^nie so genao Be- 
scheid weis , wird Orestes statzig. 
— nvv9äv^ lä iftal 'EUdSof, well 
man Ttvv^ävtdal ti ^Ji^l ("*?'} 
'ElläSas sagen kann. Diese sog. 
Attraktion iab nicht auf die Pril- 
pogitionen /£, &ni and ««pij be- 
sclii«nkt. Vgl. 660 nnd Or. 867 
Kv9lv9(H dtoftivos xä z' dfl^l 0OO 

ti t' ifw' 'Oifiaiov, Äscb. From. 7S8 
%bv ijup icmrijs &9).oti i^nyovfiivTie. 

641. ixaliitTiv „mufif ich ins 
Elend (in die Fremde) gehen". Tgl. 
1S6S, Hek. 947 intl ut y&t i* 
^atgiag iaiAltaev tiAuaiv t ohmv 
■/AlLos, Hom. Z 60 'lÜov t^ajioloiat' 
&*'^dtinai Ktcl &<favtot: Ähnlich 
ip&tlfta&ai wie Aiidrom. 708 il iiij 
qj^Epg xfjad' ms täxiot' iaii ariyrie 
und perire wie Flaat. Poen. piol. 
86 (duoe filiae) cum mttrice una 
periere . . Eas qui gubripHil, in 
AnacUtriiaa detiehit. 

644 f. eiSaiuovtlv verateht 
Iphigenie von dem Ruhme des 
Biegreichen HeerfühTers. Anders 
nimmt es Oreates. — oi yip 
(phSt) yt, 8v iyii oliu, t&v liSttt- 

(KJVOW (^0. 

648. Mit AjiAliaiv tiwa 
deutet OreateB auf sein eigenes 
Unglück hin. Tgl. Soph. Ant. 761 
^ä oi* tavtltai xal 9avoOe jlcf 

'.A,OOglC 



i ETPimiöT 

OP. tI i' iexiva%as loüro; ft&v Jtffoaijxi ffot; 

1"^. vbv 61ißov airoö tbv Ttdffoi.d' &vaaxivo. 

OP. diivätg y&if ix ywatxbg otxtTM ö^ayctg. 

1$. ^ aavddxQvzog ^ xratwjfffa x^ &ttvAv. 

OP. xaüffftt vtw ifdij (ifid* ifmx^oyg »^. 

I^. toeövdt /, e^ gg toö xaimxäpov Säfiafi. 

OP. oöx Effet' Stars viv 5v irt^, ovtog &ksiftv. 

I^. m <svvta^ax9tXg olxog. iig ^^ ^^ Q'dXavi 

OP. Xatfbg ^avövtog tiivde xiiiagfyvuevog. 

&S c^ xaxäv dixatov ctetXQä^axo. 
OP, ^^i' oü xä «pög freAr eiiuj;eE Slxatog &v. 



650. ^ai^f ii£cEc coOro wie lotHro 

Ö51. Ea iBt wohl begrOndet, d&B 
Iphigenie sich schämt ihre Ver- 
hultöiaae dem nächsten besten zu 
offenbaren. 

55S. /dp: mit Recht bekl^at 
du ihn; denn usw. — ^x yvvai- 
%hs eipecycis'- »eben inri rivoe 
bei FosÜTen und Neutren mit 
passiver Bedentimg oebrauchen 
Eerodot und die lYagiser häufig 
^x nnd aQ6e. 

668. Vgl, Soph. Phil. 88« iXl' 
fiyeviig fiiv i xtavAv tf %& O'oväv, 
Ant. ISea & xTiivdt^cre re xal &ii- 
viii^ife ßlinoMtg iiupvitovs. 

664. Orestes fflrchtet die nahe- 
liegende Fr^e, die wirklich erfolgt. 

666. 8v txt*i ist zu irat; ge- 
setzt mit demselben QefQhl, mit 
welchem TelemachoB ß 130 sagt 

oü irmf hti Bdiuay Htumaat' &nA- 
■lai ^ fi' ^t%' tj f(' {^(i^c, und 
0^0? dient zur nachdrücklichen 
Hervorhebung dieses Sionea. 

667. &Uaiv &s tL aii »iXiov: 
&t steht scheinbar aberflflsaig, wie 
bei &e ilit äis xq6s, me Ini und 
weist anf die Vontellung des 
Handelnden bin. Vgl. zu Med. 683. 

668. itaxeis ^tcvifvToe ist ab- 
hängig von niMDpovfuvoe; der 
Nachärnck, welcher in triftfe (für 
«■hijv, tijf (MjWpn) li^, ist hier 
nicht am Platze. Es hat ursprfing- 



lich wahrscheinlich xorpäs 9l%tjr 
J ^(videlicet) «ifäe iiu«po^p(Foe ge- 
heißen, womit Herakl. 862 ifiiacfoa- 
ofrat jfxfjv ix^Qovt, Or. 323 arfimoc 
Tivvfitvai dUav zu vergleichen \äl~ 
xr)v ist Akk. des inneren Objekts). 
669. ei xKxiv dUaiov (sub- 
stantiviech wie Xsch. Ag. 808 4(- 
naiiov &v ^7t^lai^|lr|v xiliv IT^t- 
d^Dv): das Oijmoron weist anf 
die beiden Seiten der Tat hin, 
wegen deren die Hälfte des atbe- 
nischen Oerichtshofea anf dem 
Areopage den OresteB freisprach, 
die HUß« ihn verurteilte. Die 
Hacbe, die er geübt hat, ist ge- 
recht, aber ein Unglflck. Vgl. El. 
1051 gUai' Re^ag- f flimj d' B&a;e*e 

660. rä »pft; ^e&v eitvxtl 
ist gesagt wie xfAs 9tSyv citvxft, 
vgl. Soph. Phil. 1441 [■ieipetv ra 
«päc 9fovg und zu 640. — dlxuiog 
äv mit Beziehung auf das vorber- 

fehende SUaiov, aber mit der Be- 
eutung Slxatog mv tirvxilv („wie 
er'B verdient"). Vgl. zu 644 f. An- 
dere erklären „obwohl er gerecht 
ist" (für seine Gerechtigkeit hat 
er keinen Lohn). Aber vgl. dinatog 
&t Alk. 1147, Hipp. 1081, Med. 784 
u. Herakl. 776 oi y"V ^c4 y' ^Q^*^ 
Sl^ttiig tili inmartv (ulatfpnv, 
in welchen Stellen dlxuiög ttpt 
xoittv ti im Sinne von dittutiv int 
niHttv (U xt steht. 



I*irENEIA H EN TATPOIE. 

I"!». XtCxsi S' iv ofxotg äHov 'Aya^i^viav yivov; 

OP. A//ourcv 'HlixtQov ys aa^ivov (liap. 

I*. T(' W; aq)ayBictjs dvyargtig iati zi.s Aöyogi 

OP. o^£^ ys xlipi ^avoüaccv oi^ ^Q&v tp^os- 

I^. rälaiv ixciinj xd> xtavbv ainiiv narijp. 

OP. xaxiig ywteaibe t&nw äxKQiv änmlno. 

1$. 6 ToC f^ttvövxog d' £6x1 xatg "jigyti xcet(f66; 

OP. lac', £#ilu5f ^£, xovSaitov xal navtuxov. 

10. ifffvdcl{r dvfipot, xaiQit' ' oMW ^' fpa. 

OP. oitf' of Gotpoi y€ Suinoveg xsxhjuivoi 
XXf\vB}v hvElfforv ilalv ipavSi&tfQOi. 
aalis zapayfiög iv ve tolg ^eioig ivi 
xiv rolg ßffoteüag' hf öi Ivxsttat na&iÄv, 



G62. Euripidea kennt hier ouc 
zwei TOcbter des Agamemnon wie 
Ä>ch;loB in den CboepboreD, Yfr\. 
683. Or. S8 nennt er drei wie 
Homer, Chrysothemis, Iphi^fenie 
imd Elektn (aiutelle der Eome- 
riBchea Loodike). Sophokles nimmt 
in der Elektra Tier im wie der 
Dichter der Ejprien. Tgl. Einl. 
8. 10. — xufOivov, wenn sie jetzt 
anch verheiratet ist. Vgl, BIG. 

5»4, Auch hier gibt yi eine Be- 
stätigung mit näherer Bestimmung : 
„allerdinga ist von ihr die Rede; 
aber keine andere als usw.". 

666. z''P" ^Z^f "i '"^1 >■! 
*a%fle fwambs z^piv immer noch 
die eigentliche Bedeutung von 
Xiiftv („zugunsten") gefSblt wird, 
tritt nach der zu 144 bemerkten 
Redeweise noch &xafiv hinsa um 
die Onnst als eine heillose zu be- 
zeichnen (etwa „donk-undank einem 
bösen Weibe"). Vgl. Phoen. 1756 
jNtfftv jjiieiTov it 9eovt 3i3o<taa, 
Asch. Cho. 42 vaiavBf xtifiv &za- 

567. dh kann drei oder vier 
WQrtem nachgestellt werden, wenn 
diese ein einziges Satzglied bilden. 
Über varfis zu 496. ^higenie be- 
zeichnet also damit Agamemnon 
nicht als ihren Vater. 

668. iioidapot %al itavta- 



vov, weil dieErin;enihm nirgends 
Ruhe gflnnen. 

669. 1^' &ta: zu SGI. 

570 ff. Von diesen Worten des 
Orestes ohne Qottv ertrauen gilt 
dasselbe was oben zu T7l'. bemerkt 
worden ist. Sie beziehen sich anch 
auf den dort erwähnten Spruch des 
Apollon. Übrigens spricht Orestes 
das Folgende für sich (den Zu- 
schauern zugewendet), während 
Iphigenie nach ihren Worten 569 
in Nachdenken Tersnnken ist, bis 
sie 578 erfreut mit ihrem Plane 
hervortritt. 

678 ff. „Nur die eine Torheit 
Krgert ihn, die er sich hat zu- 
schulden kommen lassen, da (3n) 
er nicht durch eigenen Unverstand, 
sondern nur durch sein Vertrauen 
auf Seheraprdche ins Verderben 

SestSrat ist, wie er gestärzt ist 
Lr die Kundigen". Über die an- 
deutende Redeweise Hialev i>s 
SXatUv Tgl. unten 692, Tro. 630 
SlaiXtv ifig SXaiXiv, lü£ Sfiios tfiofi 
timrii y' Slmlev i'irrortinifai ititfim 
nnd zu Hed. SB9 iaaiv_ oU'v tofiiv. 
Zu To^sip tlS6air vgl. Asch. Ag. 89, 
wo der WAchter von den scMnd- 
lichen Verengen im Hause des 
Agamemnon spricht: &t i'tiiv ftv- 
Ooieiv aiiSi no£ fMtdovcn. Itjfvfitti. 
Wenn das Stück nach dem nn- 
gifickticfaen Ausgang der Sizilischen 



t ETPUIIAOT 

3t' oix SapQtav Stv fufvTEtav xttV^sls X6yois 

SHaltv äis ilole xoUliv eldöeiv. 
XO. ptv fieO* xC S' ■^(iBts Ol z' i/iol yiw^iro^ts; 

äp' tletv; äff' oi>x tlel\ rig tpffiiaeiEV Sv; 
1$. ixovatn'' ig yiff i^ ztv ^xoftev k&yov, 

v(ttv x' Stnjfffv, m %ivoi^ 9*tv8avis' S/ia 

xifuti. xij ff £v (uiKufrd y' oßrw yiyvstea^ 

tl XiUt TUÖTÖV XQäyfi' iffStfXÖVTlSS Ix^i. 

^dXots &v, tl emeaifU ff", dyyetlai xi (wi 
xffög "Afyos iifiiov xolg ifiols fMei tpCloig 
iiXxov x' iveyxstv, ^v ng otxteiiftis if^ 
^ytfaptv ai-utdkfaToe, ovzt xi[V ifiifv 
(povia voßl^av xt^Qu^ tot) vdftov ff Gmo 
&vj^ax£iv 6q)E, i^g #cot> täds dixai' ■^yovfiiv^Bi 
oidivtt yäff tl%ov wttig 'Apy69ev fto^räv 



Espeditdon aafgefilhrt worden iat 
(vgl Einl. 8. 19}, to muBten die 
Athener bei dieser Stelle an Nikias 
erinnert werden. Vgl. Thnk. Till 1 

tl itai luivtMi Hai ÖTtüioi n iijre 

lijttovnct ZiMliaf. In der im J. 118 
ADfeefahrten Helena teiBt es 744 
AUm toi idi iiävTtatv ilaitSov me 
ifttil' lerl Kai ^svdäv itXia. 

576 f. Vit xi^ ■^luls (BU 683) will 
der Chor zunächst allgemein anf 
■ich die An^erkeamkeit lenken. — 
tte ^taetier 6v, ebenio Soph. 
El. 1103, Eum Ausdruck eines 
Wiuuches. Tgl. eu 697. 

678 ff. Wir anders ,^r ist ein 
Gedanke gekommen". — anfvdovea 
(nach ^xofic*. wenn es nicht uc- 
aprünglich Uöimv geheißen hat): 
in 319. 

680. dStui: durch die ZAaur 
im vierten PuSe (HephthemimeriB) 
wird die flärte vermieden, die 
gontt dadurch entatehen wflrde, 
daB die Tbesis des fünften Fußes 
die lange letzte Silbe eines mehr- 
silbigen Wortes (fiv Ta) ist. Ebenso 
K9l lol 676. 

684. itltos: Briefe wurden auf 
Tafeln ge»cbrieben, die dann lu- 
sammengelagt (daher iv Siltoo 



Kzvxatg 760], mit einem Faden 
verknüpft und versiegelt wnrden. 
Briefe im Heroenseitalter weisen 
auch andere StQcke des Enripidea 
auf, die AoL Iphig,, wo Agamem- 
non der KlTt&mestra einen Brief 
schickt, und die SÜienebOa. In der 
letzteren muBte Euripides einen 
Brief an die Stelle der ir^fumc 
Xvyga iv xlvaxi mv«^ tviUMp96ga 
(Bom. Z 168), welche BellerophouCes 
an Jobates bringt, setzen. Über- 
haupt mag Euripides Euent dieses 
Mittel der dramatisehen Ökonomie 
angewandt haben. — Die Be- 
merkung rjv . , ttlxfuilmtog hat 
der Dichter wohl nur deshalb hin- 
Eu^esetat, weil seinen Znschauem 
bei der Stellung und dem Unter- 
richte der athenischen Frauen 
ein achreibkundiKes Uadchen des 
HeraenEeitalteraemeUnwahrschein- 
licbkeit gewesen w&re. 

686. <povia ola Pr&dikat zu 
rtifa wie Hei. SSO 90*1^ a^ije 
iyit (Helena spricht), Antiphon I 
g 3 p. 111 njv ro^o» ^i^tiqu 
iponia ciaay %oi inietipov ntitfids. 

S67. atpi ist wegen des Gegen- 
satEes hinzngefOgt. 

688. 7(£p begrflndet den Ge- 
danken, welcher sich von selbst 
ergibt: „Diesen Brief habe ich 



I.A-.' 



H^gk 



H>irENEIA H EN TATPOIS. 

ig "Apyos aid'ig tig i^äg ixiatoJJtg 
xifi.i>Eie acod'flf Tä>v ifi&v ipiiav ztvC. 
ai if' et Y'^tfy ^S loixag, oüte &vOyeviig 

aiidi^t xcFof, nt0&bv oix ttiaxifbv XaßAv^ 
xoitpmv BxicTt yifaiiftiixtav OonijffUiv. 
o^og if , ixtijuf} x6kig iewtYKd^Ei xAdt, 

OP. xakStg llt^ag xäkKa Jtkiiv iv, a> ^ivr^' 
rb yäif tlipay^vai x6vS' ifiol ßdpog fUyw 
6 vav»Stoi&v ydff elft iyh tAg avfi^Qdg, 

o{'xovi' äixaiov da' 6li9'ifp TfS T(n>d' iiti 
Xdpiv ti^ea^tu xa&tbv indvvat xiat&v. 
iXX' &s ysvda^io- xädt (tiv Sikxov Sldov 
oteti yi(f "Affyog &9tb 9oi xak&g l%Etv 
ilfüig ^ f> xiyg^iBv xxuvixia. xit x&v ^iltov 
aftFxiOiov Saxtg xaxaßaXüv ig ^vpii^xtfäg 
tc&tbg aisoxai. vvy%dvei S" SS' äv ^Ckog, 
8v oi3iv ^a9ov ij (ne ipäg bff&v f^ikm. 



bi« jetit nicht ftbgescliiekt". — 
'Aff66tv: nicht jedem beliebigen 
Griechen, «ondeni nur einem mit 
Ort und Penon vertrauten Lands- 
mann (A9S), der wirklich nach 
Argo« zorackkehrte, konnte Iphi- 
genie einen eolchen Auftrag an- 
vertrauen. 

691f. oizt Svayfwif- ichkann 
mich also anf dich verlaasen nnd 
deinem Versprechen vertiaaen. — 
o^c — vtl iat Behr selten (für 
öftre — rf, neque — et), Tgl, Lu- 
kian iväi-ioi diäl. 14, I p. 882 tb 

xnsttr, As ohe^'e, %al ttinl» ij&t] 
xtQvTKiv. — %al o^t h^ 9ii.a, 

608. iii9t)ti nftei, mach dich 
eilig dahin auf den We^. — aix 
ulemir: d. h. da bist damit 
nicht übervorteilt. Vgl. aSi^ov oiw 
vl9^f6p PhöD. 1019. In ähnlicher 
Weue vird ftcfint^ gebraacht. 

690. vavazol&v — «v^TtXtl 



(„ich bin der Herr des Schiffes 
tmd mir gehOrt die Fracht des ün- 
glilcke, während dieser nur mit- 
iBhrt") iit bildlich geeprochen mit 
Beziehnng auf die Wirklichkeit, 
da sie EU Schiffe gekommen und. 

SOS. Die Redensart &U' &s ye- 
vie9to mit dem demonstrativen ns 
£ndet sich Often (Eek. 888, Tro. 
7S6). Aoflerdem ist «c bei den 
Tn^rikero selten (Bakch. 106S, El. 
156). 

608. ala%tex09 Saug xaxu- 
ßaiiiv ta räv ipiliov ie fv^- 
tpogae airbs eiantat. Zu nCrx'- 
nov SoTiff (statt tt xts oder einer 
Infinitivkonitruktion) vgl. 1061, 
Fhoen. 609 kvavtfLa yaQ xit jtXiow 
SiKeir ixoUaae ttMaeaov &fß(, 
Hom. S 81 ßiXTtfov Sc iptv-ftav 

60B. t| III! oft steht bei einer 
Vergleichung die enklitische Fonn, 
wenn das Pronomen ohne beson- 
dere Betonung bleibt, vgl. Soph. 



lO. & X^n' SfftaTov, Äff Sat' eiytvoas tivos 
l^^ijS jUtpvxaq zols tpiioi$ t' 6if^6g {piXof. 

SffSEp mttxtui. xal yä(f oid' iyA^ l^vot, 
&vadsXq>6e etfu, »Xi{v Sff* o^x ^pi^R viv. 
^tX S\ ßvAXsi xavta, x6vSs xinimpLtv 
Sikrov ipiifOVTa,, &i> Sl ^avfj' xoXli} Sd rtg 
«Qo9v^(a ae xovif l%ovaa tvyxivEt. 

OP. ft^ti 8% rCg fu xal tä dsivä TilifffeTot; 

1$. iy6' #eÄj yiff t^ds «pocrpox^v ^o. 

OP. &^tj!iov, ä> vs&vi, *oi)x Eidaifiova. 

1^. ilX eis ivdyxtjv xeiite^, i}v ipvJMxtiov. 

OP. tdnij iiipei ^eivovaa IHilvg S^svag; 

OP. 6 81 eipaysis x^s; el tdS' tcroifetv {u xf^- 

I^. lato äöiLov t&vi' elelv olg (idlti toSb. 

OP. fiiipog Si xotog dd^erai (i, Stav 9^voi 

lO. xüff lt(f6v ivdov %äafia x' eiQaxbv »ix^ct^. 

OP. fpev- 



Phil. IT in u&Uo» S* Roiti n' ^ 
xoht Kimus Agyilovi taßtlv, 1061 
0^ 2v iUtßoie (MW ftfUo» o^dj»' 

610. Totc filoie äpVAe {„"■»if- 
richtig») qoUoe wie Soph. Ant. 99 
tols ^liois i99&g <pllt]. 

611. Von diesem Wunache gilt 
dasselbe was oben zu 472 (. bemerkt 
worden ist. 

615. jtlpv 5aa bezieht sich auf 
den positiven Inhalt des vorher' 
frehenden Satzes „ich habe einen 
Bruder, ansgenommen soweit als 
ich ihn nicht sehe" d. i. „nur dafl 
ich ihn nicht sehe". Aadi dieser 
Zusatz ist auf die besser unter- 
richteten Zuschauer berechnet, 

616. xpotfvfiJ«, vgl, Soph. EI. S 

ntv &v wf69vpos ^e9' iel, Bereit- 
willigkeit, Neigung. — To«*e, rot 
Haveln. Den Sinn von lo/Tavti 
geben wir im Deutschen etwa durch 

620. Is itäjKtiv »tliitta wie 



TtuQttwKi tlf, iiitx*tta9ai (s. v. a. 

6S1 6ijUis steht bei Homer und 
den Tng. Sfters als Fem. 

636 f. Diod. XX li jjy di not' 
airolg (den Eartliageni) livdptdi; 
Kf6vi>v (d. i, des Baal-Moloch) 
ZnlxoCf , ixTiTcmäie rät X<Ip<(E imrlae 
tyiutliufvat inl lij* jijr, &me tbv 
i%ixt9ivra r&n nuUSav äMinmllt' 
aftai Kcrl ulimiv eis ri %äc^ nlti- 
gts xveög. lixbs di lutl tbv Eifi' 
Ttldr,w itnUSev tiiritpivai tä (tvdo- 
loyovfi«ya xaf aitä xtfi i^v tv 
Tavivif 9veUcv iv olf flaiirn tijv 
' Ifpiyittuir iit' "OfioTov tic^ntai' 
fiipi]v' „ntipoE Si . . eitfOTibr x^"' 
viic" (ein Oedachtnisfehler fflr ni- 
tgas). — tifOTtiit ist gebildet wie 
attvaiait, ioilaHt6s (oben !es); es 
wird bei Hesych. mit mtoxeivAt er- 
klärt wie das Eomeritohe eiffAiig, 
von tiifAsi doch erhUt es hier den 
Begriff „weit klaffend, weit" mit 
einem ähnlichen Übergang der Be- 
griffe wie bei vastni (.wüst). Vgl. 

'.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TArPOrE. 

1$. puttMOV six'^i ^ tUlos, Sorig xov* el, 
ijC|co' (taxff&v yäff ßagßäfov vaiei x^oinig. 
oi (MJv, ixsiS'^ rvyidvtig 'j^Qytlog ävy 
HX' &v ye Swatbv oid' iya 'lleiitm xäiftv. 
xolvv TS yd(f 00t xödfutv ivd'^Oa xd>p^ 
g(ev#fä t' tltUqi acb(ia 9bv xaxa<fßi0oi 
Httl f^j igetag &v^e(t6Q(fvtov ydvog 
£ov&^S ^Xtaariq ig xv(fiv ßaXib ed&'tv. 

Hi' tlfu diltov X i% ^eSe ivaxt6fiav 
otato' xb (livxoi 6v6nBv\s ftii 'ftoü iäßjjg. 
tpvlAjOex' avtovg, xgöiSitoloi, SsS^iAv £rep. 
Arog äelxttt Tdv in&v tpCktav xivl 
Tcifitifta itQbg'AifYOSy ^v ßäluft' iy&> qitZa, 



Oppian Hai. IT 626 tv siemnolatv 
idbs layiveati. 

637. jt&t &v mit dem Optativ 
dient oll bei den dramatiBcheit Dieb- 
tem, besouden h&ufig bei Enripide« 
XMT Bezeichnung eines WnnscheH, 
vrI. zu Med. 97, oben za 677.— Über 
diesen Wanacb nnd das Folgende 
B. SU 611. Die Besoi^ng der Leiche 

SfifiarÜXtm) lag bei den Griechen 
en n&chst^ Verwandten ob; es 
galt als das grOBte Unglflcb fem 
von den Verwandten zn sterben. 
Vgl TibuU. I 3, G absHnetu, Mors 
alra, preeor; non hie mihi mater 
quae fegat m mocstos owa perusta 
«Mtw, non soror, 



quae dedat odore» et fttat effusi» 
mde aepulcra eomii. 

689. fiaxpicp enth&lt einen Be- 
apS der Trennung; davon ist der 
Gen. ß. xOovös abnängig. 

630 f. oi fi^v &llä („indes") 
ist hier getrennt wie oi jag Alid 
Aristoph. FrO. IISS oi ydg itoimilv 
&U' AxotMtfa. — &P fl 8v»art>v 
xcipt» d. i. j^dfiv taimv yt & 8i- 
vtttiv iaii jagiiea^at. 

682. Kijafiov wird erklärt durch 
Bhea. 960 |vfiin>pAaai fivpluv ic^- 
»1«»' );l»*ifc. — rdipip d. h. hier 
in die Felsens chlucht, in welcher 
das Feuer brennt (626 f.). Vgl. 



Hom. m 67 ttaho 8' iv ia^ifn 9tav 
•uA &Xslipa%i TtolX^ Kul (libn yiM- 
xepm, W ISGff. 

633. %azaa^iam erklärt man 
eo, dafl die ^^uunende Asche mit 
Honig und Ol ffelOscht werden 
solle. WahiBcheinlich jedoch ist 
die Lesart nmicbtig; eher wflrde 
man Torstehen : ein natasjaüa di- 
ftag. Vgl. Or. 11S7 joä« KUtaaitsl' 

xpvoie xatamiivSai et. Die An- 
demng wflrde sich daraus erklären, 
daS man an üiias (fOr oAfui) An- 
stoS nahm. 

634. Vgl. ÄBch. Fers. 6ie tfjt &»- 
&c(iovff<^ etttjfuc, Ttaiupais fiU 
und oben 166. 

637. TÖ (tivtot Svatuvis: 
nachdem Iphigenie die Tür des 
Tempels geödet bat um die Wäch- 
ter heranszurnfen, wendet sie sich 
noch einmal zu den Fremden um. 
diese Handlung zu entschuldigen: 
„das Feindselige jedoch (das in 
dem liegt, was ich tun will) nimm 
nicht als von mir ausgehend an; 
ich tue nur, waa mir auferlegt ist". 
fi^vioi bezieht sich also nicht auf 
den Torauagehenden Satz, aondem 
auf die inzwischen Vorabende 
Handlung; der Satz aber ist dem 
folgenden Befehl an die W&chter 
Toraufgesduckt. 



fATOCX 



>g[c 



xal 8iXro9 tditdi ifirtttg oftg ioxil tavetv 
Xiyovca lu^täg i^oi>äB ixayytlsl. 

XO. xtaokoipvifOfua «l zbv x^fv^ß'»*' 

^vini _ w - 

(uX6ntvf>v olfuanals- 
OP. olnrog yäff oi tc©t', iXXä x^^'t ^ i^vai. 
XO. 0^ dh r^x^S fimmifTiiftts^ vtavla^ 

iisß6(ud'\ ^e xthffttv 

IIT. ££i)il(f TOI ^iXotöi fHtjjexövteyv ^ikfstv. 
XO. £ ex^tiun xofutui, 

ipsv tpfv. 

öii dh iiöXlvaai, 

tdat. 

XÖzsifos i ft^.lEog fißXXov £v; 



US. Kiarcf;, mveri&aüe, weil 
nidit durch bloSes Oerfichi, son- 
dem BctirifUich flberbracbt. Iphi- 
ganie tritt ftb in den Tempel. 

618— BG7 KommoB, welcher nur 
die Bestimmung hat die Panie aui- 
tnfflUen. Fflr diese Partie paBt 
du Hittelhild eines Sarkopnag- 
reliefs des Berliner Musenmi Ro- 
bert a. 0. Taf. LIX Nr. 177, auf 
welchem Oreates tiefbetrabt aof 
einem Steine sitzt, den Mantel Aber 
den Kopf ^ecogen als ein dem Tode 
Geweihter, während Pylades vor 
ihm steht, in der Linken den Wan- 
demtab, aie Stirn an die auf einen 
Pfeiler Keetätxte Rechte gelehnt 
(tkI. Kucb ebd. 176 eine R«plik im 
SdkloB in Weimar). 

eu. Nach $aviai kann ein Wort 
wie m xölas (favlaiv & xäiag ^ 
etSiprO' is mfrpav 616) oder jiaf- 
^ivov anagefAllen sein. - -f—'— 






___)r besorgt und dem Tode weiht 
(daher aliufnale wie oben US). 
Vgl. Hei. 196 'Ulov xaTatnMtT'ät' 
jtvfl fiilovasv datip, 1161 pC* S' 

BIG. fiif gibt die Ben^ndung 
Enm Folgenden and illa beeieht 
■ich nicht auf das vorhergehende 



^M>d. 

oi Ttiina, in welchem Falle es 
oixtos oi TofiTii [oder ohxuiti' oi 
TcrOi'), ilia taiftzi heißen mflSte, 
sondern leitet die der vonnsgeben- 
den Klage entgegengesetzte Auf- 
fordemng lar ^ude ein (AiX.oi 
•too ol-Kioe Tofira, jccipfri). Vgl. 
Hei. U6 xtl6p ya^ oiHv &v Hya, 

fäf Kif.), Anstoph. FrO. SSi oidi* 
xotls yüp, aXä TOi{ lay6veis <ni68ti, 

647. ei T^xcre ftaxapripaE: 
9eß6iu9a hat den Sinn wie die 
Konstruktion von tiSaiiunliofu*. 
— veavla ist dreisilbig zu lesen 
wie reaviag Phoen. 117, vfuvii»v 
Äeach. Eam. 9BT, vtavidv Aristoph. 
Wesp. 1069, vEo*»^* ebd. 1067 
nnd wie NtoxtöUitof Öfters vier- 
sUbig sich findet (e. B. Soph. Phil. 1). 

619. xoti „einmal noch" („daB 
du Eofhung hast einmal noch das 
Vaterland zu betreten"). 

660. jfijJla steht als Apposition 



al 



I&l f l «lixi^oi 



661 
(^.HeimsendnDg", vgl. Hom. C SSO 
Oqv" tdxMT« xofiitf}; xal Ti6exoia 
xix'gt) ist zu Pylades, ab H 8iit~ 
liwoi tn Orestes gesprochen. 

661 f. Beide sind onglücklioh nnd 
es ist schwer va sagen, wer der 
nnglflcklicbere sei. 



I.A-. 



.X^glC 



I^ITENEU. H EN TATPOIS. 

hl yä(f ijupÜLoya Sidviia t^ftove <pff^, 
ffi «äffos ^ 0' &vaaxsvdi%a ■y6Qi.s. 

OP. üvXäiSri^ xixov&ag rteiitb xgbg &e&v iftoi; 

nX. o^ oM*' iffonäg oi) idyiiv i^ovr^ fu. 

OP. n'fi isrlv ^ vs&vtg^ <bg 'Ekltivtxäg 

iv^QE&'' '^(Utg to^e x' iv 'DÄfp x6vovg 
v6etov t' *A%eu&v x6v x' iv oUovolg gfxpbv 
Kdi-xavt" 'AiikiAmg x 5vofMc, xal x}y» &0liov 
'Ayt^fivov &g ^xxstif' ivrjfmxa xi fie 
yvvaüia »aiSig x\ ioxiv ij ^ivrj ydvos 
dxtWsv 'AifysCtt xig- vi y&Q äv xote 
iiXxov T* SxBiixe xal x^ ^ftivffavtv 
hg xotvä x^a'stfovtf*, Ziffyog et nffäenot xaXäg. 

IIT. hp07is fte (ux(f6v' to^cA dh ip9ä6ag iJyeig 
xkijv iv xä yäff rot ßaOiUmv na^fiara 
taaai itävrsg, &v ixufxifo^ xig ^■ 
ixif ditJJlOov x^^Q*^ Uyov xivii. 

OP. x£v'; ig xb xoit^ tfoüs Siuivov 8v ^froig. 

IIT. ulaxifbv ^avdvtog oov ßkiaeiv ■fiftdg ipäog' 



6fi6. iftfiloycr SlSviia fti- 
Bovf 9«^*> („Zweifelhaites, Zwei- 
nehea denkt" d. h. zwischen zwei 
Seiten acbwKnkt roein Sinn) irt eine 
Ünucfareibong des Homeri scheu 
Ax4ü ii fioi ufodlii nijumt (II4S6). 
— ^ ohne Konjunkbon (d oder 
nittfov) beim eraten Oliede der 
Do^pelmge n«oh Homeriicher 
Weise. — kä^oc : „vorher" wie 
priaa im Sinne von potiuB. 

6fi8. Xfie Oi&v: zu 609. 

669. ir olatots, in Vogel- 
leichen, in der Seherkunat. 

604. Oreatei aoet nicht „meinen 
Vater" und in der Rede des Pjladea 
und Orertei wird die Scbwegter 
dea Orestes nicht bei Namen ge- 
nannt, weil sonst die Anwesenheit 
das Chon die Erkennung der Oe- 
8Chwiat«r zur Folge haben mflDte. 

666, DaB Iphigenie ans Qrlechen- 
laud stammt, weiB Oreat«s (611). 
Ea überrascht ihn, dafi er auch 
eine A^verin in ihr findet. So wird 
die Wiedererkennung vorbereitet 



668. „Wie eine, die Teil daran 
hat, wenn ea Argoa wohl ergehe". 

669. I<p&r]t ftf (iixfii» d.i. „das 
wollte auch ich eben sagen". — 
%eiiTä liytis nlfv Iv d. h. ,nar 
in einem Pnnkte bin ich anderer 
Meinonff; den S<^lnB, den dn dar- 
aas cienst, kann icb nicht aner- 
kennen". 

671. ßaailtmv &t ^xttfcpaqg^ 
tis ^v, denen sich die Anftnark- 
samkeit zuwandte, die sich irgend- 
wie bemerklich machten. 

67S. „Ich habe nicht bloB an das 
gedacht, wovon du sprachst, son- 
dern mir noch etwaa anderes über- 
legt". 

0T8. Aas demselben Omnde sagt 
Sokrates au Protagoraa Plat. Prot, 
p. S46 C A üdaitafit», (li) «Tor 
BuiUyt9^i (U «01 &U4> Xi fovU- 
l^cnoir ^ fi a&ibs ^OfA jxaMoU, 
xatiTa SiattxiiliaMai. i^yotrfM» yäf 

et Sv' tfxotiivm %al re xfb 3 roti 
ip6il<»v" {K 8S4). 



ETPiniAOT 

xotvi^ d' ixXsvOay det (te xal xoiv^ &€cvelv. 
xtcl 8ciXüa> yäfi xal xthttjv xtxw^oftai 
'jiifyu « tfrox^cDv T iv xolvxtvxp Z^o*'^- 

86^10 di rofg xoHolüt' xoXliol yäif xcexo^* 
xffoioi)s SEaßethd 6* aörbs eis oüiove (iövos 
4 xä^dgeöaas ixl votloüai dAiiatti 
iäit>tti (tiifov tfO{ aijs Tv(fawidog joptv, 
fynXi}ifov (bfi dl} B^ Äöffiyw^v yaftav. 

TicSt' oiv tpoßoÜyMi xal dt' alox'^vris lia 
xoiix lad^ 5xmg oi xi/'^ SvvsxavevatU [id Hot 
xal avaq>ayijvai xal svpmO^vc» d^fMrg, 
ipCXov yBy&vtt xd ^ßoiifuvov iidyov, 
OP. sCifnjfta ^Avtf räftä Set ^i^tiv ifid' 



676. KOivt IxXtvaa verhUt 
Bich k&oBal inm Folgenden (xoti^ 
yldf ftrlwffn), vrI. «n 6* f. Der 
Ausdruck ist bildlich und rpricli- 
wllrtlicli („mit^fangen, mitKe- 
Iiuigen"J, aber so, daß aaeh der 
eigentlicne Sinn der Wirklichkeit 
entapricht wie 699. 

676. «ti.%lav xal KaMt|v itt- 
Krtfaofiat („den Euf der Feig- 
heit"): Tgl. XU Hed. S18 S6avotai 
/»Tljsarro xal jafhjfi.iav. 

678. koIIdI ykq *a%ol d. h. 
ich darf rolt xoUoIat iagen; denn 
die Schlecbt^Binnten bilden die 
Mehrzahl. Die Bemerkung ist be- 
zeichnend fdr die politische Geein- 
nung des Dichten und verrftt, daB 
er fQr die Ochlokratie »einer Zeit 
Aicht eiogenonimen war. UbrigenB 
wird dem Biaa der Sprach ol 
jiltlovs '»anal beigelegt. 

679. jtfoBahs «taaa^al ai 
fOr «potfoi^e n eMät^ai. Durch 
diese Stellung wird itnoSovs ge- 
hoben. Ähnhch ist das Pronomen 
veretellt Jon 293 hsI »A; £/roe 
«' äv ^%** oiaav ifrtvfj, auch 
ebd. 611 %i^ ^ »pojojic Oll u' tg 
Stiftagra e^v ^Unuc oder Iph. A. 
1186 na^al fit ni) tuUiSt. — aä^ 
a^ta tle tiiv ttoTfida ist der eg- 
wOhnliche Ausdruck fflr glfickliuie 
Heimkehr aas Gefahr und Not. 

680 f. itptdfiiaas, iMtftovXtv- 
aag. — M (wegen) voao^ai iAnaat 



gibt an, was den Pjlades eut Tat 
verleitet haben soll. — Säitai f»^ 
pof: Eom. £ 369 ovytxa ol ipito» 
ut«^ il/äxToiifv, Aach. Eum. S7 
ntv9tt %ataeeiiipat aiffov, Herod. 
IX IT ix' "Eüijei &v9Qttat fSw 

689. fyxlijpov ist durch die 
SteUuiiK nervorgehoben , weil erat 
durch den Hord des Bruders Elektro 
Enr Erbtochter wird und ihrem 
Manne die Herrschaft xDbringt. Die 
ErbtAchter (Ijnilneoi, ütlxJnjgoi), an 
welche das eanze Vermögen Qber- 
ging, wenn keine m&iinliche Nach- 
kommensubaCt da war, spielten im 
attischen Erbrecht eine bedeutende 
Holle. — me Si] yofidv (praes., yg^. 
vtiubr, tpi-iyam n. dgl.): „da ich ja 
EUr Gemahlin habe". 

683. Si' alajivije Igto wie 
iUi ipößov flvat, Si ahlas Izciv. 

685. Das TOTHusgehende evr er- 
streckt seine Bedeutnug auch auf 
Jtmfm9^*ai (aviinvgta^vai). Vgl. 
Soph. Ant 1187 xofl tomutlaga xal 
iptf/io ii]e ahtaB. 

686. Die beiden Beweggrflnde 
werden noch einmal zusammenge- 
faflt. 

687. ct>^>r}iia ^tbvet (bonaverba, 
quaeso) wie Herc. 1181 nach den 
Worten ccxiifuvoe 9' havc, fi^iov 
alfta tläf. Ebenso sC^nfioe h^t 
Eipp. 731. — rinic d§l iptgtiv iiit: 

„..,.. ,.A,OOglC 



»irENEU H EN TATPOn:. 71 

iaiäs Si X'öxag i^iv, oi>x oüfca dtnißs- 

S yhf ffö ivxifbv xixovtidiaxov X^yeis^ 

Tofii* iOTiv i)iitv, it «€ «vfi^oj^^otW iiiol 690 

xtevä- xb piv yäff elg Ifi ov xaxSts ^X^t^ 

»gdwovit' & Xffdaam »ffbg ftföf, Xtxtlv ßittv, 

6i> 8' SX^s r' el xa&affd x', oi> votfoOvc*, Ix^tg 
(tdXtt&if', iyh il dvtftfc/}^ xal Svatvx^. 
em^flg dl natdas ^| df^S l>[U>ax6ifov 666 

üvoiitt X iitoü yivotx' äv o6it tbtais i^fioe 
»axffq^S oöftJ>S iiaitup^eii] sor' äv. 

&Xl' etfxt xal tij Mtl Söfiovs oCxti «oxtfAg. 
Sxav ä" ig 'EXHää' Xx9v6v x' 'Affyoq piX'^g, 100 

XQoq dt%i&g tfe x^eS" ixulxi^m xASf 
TÖfißov xt z'EKFov xixC&ts fivTjutUi (UH 
xal S^ffv' iSei^ xal x6ftag dAxto xitp^. 
&yys}LXe S' 6g SAraA' {fx' 'dffytiag xirbg 
yvvaix6g, ifiqil ßetphv äyvi,e9s\g tf>6v^. 706 

xal (lij xi/od^g fiov t^v xaOiyv^xt^ noxi^ 
iffviyM xijdi] xa\ di/Mvg b(f&v xat(f6g. 
xal zarp'* dfiätv y&if tplktaxov ^ tfiffov tpiXav, 

vgl. Flio«ii. lees t&ii' iyii arifim Pyladea soll in Wirklichkeit die 

«Biuf . ErbBohaft, von der ei 682 gesprochen 

698. i^iv, ipiiftir. hat, antreten, 

691 f. xifvä d.h. „ÄnlaB deines TCO. !itviov'Aeyos, dasEome- 

Todes werde". — t4 ilg ifii (was nacbe'AeyoBlnnSpoxor {BiSTa.h.). 

mich anbelangt) o4 Koiuac Citi lixciv 701. Orestes fafit die Becbte dee 

piov, fQr mich ist es eine Wohltat Pyladee, — ittian^Tttto vi fiidf 

zu sterben. ~ ■ntfiacovS'' ax^dava: (nach Analogie von xäaS» titt ixi- 

lu 676. 0xilf£iE) wie Soph. Tiach. lasi 

697. Svoftä . . &v, man wird toaot^ov tfij a' iittinafyittia, thvov. 

meiner sedenken. — oii' ffir xsl QebräucbJicber istdieEonstaniktion 

oi wie a&ufia um des VerBmafies von xivi ct. Qem wird iTun^atciv 

wiUen. — Vgl lach. Cho. 601 xal von den Anftrtlgen (ivtolal) Ster- 

lih '^ttXil^e «Tift/ita UtltmiSäv bender gesagt. 

nj4(, lue. lüfl ToO üftvcKJ. tX^tov 702. ii^fi^ov, ein Kenotaph. VkI. 

§ 86 <^ iltä aaiäla i&fiti^v cö Eom. 9 664 x*^' '^TtV^t^vovi t^- 

ffvoua td ixtivot). ira ft^ £vmvt>(i«E ^ov, IV' Saßtnov xl^oc (fi]. 

6 OMOC tt^oO yin^ai. Erhaltung 703. Aän^vo: HaliidfiBCwie )74. 

der Familie war eine Pflicht gegen 706. ^ifv^ {at\ucti) Ayvia^tis 

den Staat wie gegen die Qott- wie 443 Sg6aov aliutn^gdt, mit 

heit, da der an jeden Herd ge- Weihwasaer, das Mord bedeutet, 

kntlpfte beBondere Familiengottes- bcBpreugt 

dienet nicht untergehen durfte. 706.npi)di4dvai bedeutethäufig 

690. idfiovs ofxci attteAe, treuIoBCH Verlassen. Tgl. zu 1419. 

'.A,OOglC 



[ ETPiniAOT 

(S avyxvvayi xtd ewtxrptapelq iftoi, 
& 3t6}X iveyxitv tAv i^Av &x^ xtatSni. 
ii^S ^ & Ootßog fuivtig Av ^tvilato' 

iat^ka^ ttliot xätv xiffoq futvtevfuiTatv. 
fS aiivt' iyia Soi/g riitit xol asta^äg l6yois, 
fttiri^a xaxcMtiis «i>xoq ivfaa6).Xvfiai, 
IIT. /«rat zdipog ffot xftl xaaiyvi^g Uiog 

9av6vtu aäi.).ov ^ ßi^aov^' tlim ipCXov. 

&tic(f TÖ Tov &BOV e' oit AUtp9oQiv yi «<a 
fuivTevfia, xtUxot, y" iyyiig tnrjxag ^vov. 
iXX Ivtiv icxiv -fi Xittv dwSxfoiitt 
littv SiitoHOa ftetapoiMg, Stov TV];t). 
OP. aiya- xi 0oißov ä' oiöhv diiptXil fi' txtj- 

I*irENEIA. 
htikffe^' isfttls xal naQ^oxifextiext 
xSvSov fioXövttB Totfi itftax&ai 09x9^. 
Sikxov y^v ttiie xoX-6^(fOi ditatxvxal. 



711 ff. Vgl.iu 67. — tigrnp W- 
(Mvi>(, cEinimffMvog, mit Lut 

71S, Die jooiiehe Fona tifotA- 
TOT« Buch Soph. El. 9B1 itatt «po- 

713 f. T&r TtäffOt liavtevuä' 
tav wie nachher wcwtf'tle Xiyoit 
(«^»0} besieht sich auf die For- 
demng dea Apollon den Hord de« 
Taten «a der Matter iv. rächen. 

T19f. et.itf909i* ye: von voll- 
at&ndiger Vemichtnng wenigstens 
kann noch nicht die Rede sein; 
freilich nahe bist du dem Tode; 
doch wo die Not am grOSten, ist 
die Hilfe Qottei am n&chsten. ~ 
o4 nm getrennt wie Med. SAG, 
Aich. Prom. ST 6 lo^tfocav yice oi 

781 f. tetip lariv: dieWieder- 
bolang macht die TrOstnng ein- 
dringucher. — Sta* tixs, wenn es 
sich trifft, wenn es rat geht. Vgl. 
El. 1169 v^fMi rot itiav 9i6«, Srav 



731. Tgl. Soph. Oed. T. &S1 a^tdg 

736 f. Die aaa dem Innern her- 
austretende Iphigenie schickt die 
W&chter (vgl. 638) wieder in den 
Tempel hinein. Diese dürfen bei 
der Erkennung nicht anwesend 
«ein. — ituftvtftxlCnt rä Mor 
tols itpmAti a^a-fi, seid denen, 
welche die Opfemng zn besorgen 
haben, drinnen mit DiensÜeiBtongen 
bei der Hand (mtgä). — ol i^tarA- 
nt V7<>70, oi fpayfje (Mfureoc) 
ixiatiirtu, vgl. 1S84, Hek, 2!8 «4- 
(ucrog i' iniat<cn)s liftis t' t*i- 
«tat loiii natf 'A%iXi.ims, Androm. 
547 6\iSs ifmr& TiJv t' lamAia 
'Vrit Herod. VH SG cAf tKt«tii- 

787. xolv&epoi 8iaxiv%ai: 
unbestimmte Zahlbegriffb wie iro- 
lis, *^Ct Kotviif werden bei den 
Tngikern gern durch eine ZuMun- 
mensetiung anschaulich gemacht 
(Tgl. cn Med. 204). Die Zusammen- 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEIA H EN XATPOIS. 
iivotf xiifsiaiv' & d' inl totadt ßavXoiuii, 

Ztav xe S(fi>g xb i^äifaos ix ip6ßov x4a^. 
iyb 3i xaQß& ^^ ^ovoffrijtfccg %itovhs 
ft%tai, »Off' oiSiv tag ifiäg ixiaxoläs 
f> Z'^vSe ftdllcov Silrov eig 'Affyos ipif/tiv^ 

OP. xC diJTa ßovlEi; xivog ii^tixavtlg Jtiffi; 

1$. S^xov d6xa (toi xäiSSt «oifd'fUvöHv yffK^as 
[aQbs''j1ifyogf olfft ßovht/tai ni(i,i()tu ipiKav]. 

OP. ij )u{vTif<Dtf£t£ s^e xobg a^oitg köyovgi 

1$. xi xtf^l*^ Sfidseiv i\ xC fti) 8(fi6siv; Xiys. 

OP. ix yilg &ip^sip ftij &av6vxa ßagßaQOv. 

1$. dixttiov elscag' xäg yäff ayyeiieiiv &v; 

OP. ij nal xiöpttwoe xerÜTa avyxo>(f^exai; 

1$. ACÜKo atpe xu'Mi vabg iaß^Sm axaipog. 

OP. SfiW 0v S" {^Kffx' ^Ifxov Zsxig «iffE^ß. 

1$. däatiSt ^yftv 19^1 Tifvd« xolg ifiolg ipHotg. 



aetinng entspriclit hier der oben 
ta 179 (gekennzeichneten Art, d& 
9iftii. and OveÜts ebenso ge- 
hntDcht wurde wie irmjcci ; nur 
■agte man gewöhnlich ji/afifuxtelO'r 
S!6vif09 (Herod. YI[ 389 auch itX- 
tlov tf Jxtvjov), dagegen bei höherer 
Zahl tfiimjxov, jtiMMxv%ov (nach 
P^. lY 16, Heayoh. unter 3l9vfov 
nad Ovfls). Unter der „vielfachen 
ZoBanuaenfaltuna;" sind die vielen 
übereinander gelegten Titeln (in 
684) IQ verstehen. 

730. »q6s ^i> »äfiOot i* tpi- 
ßov jfittv iat B. T. a. i* ^ißov 
itta^ uf^B td ^dfaos tl^. Zu 
"^"V vgl- i^m- 

781. &xovoaT^aas z#or<{e 
„glfioklich fortgekommen" aus dem 
Lande, wo er m Lebensgefahr war. 
Vgl. Hei. iTi AantBalpavos r^e 
^«€(0 vomiatto' Sno [vaa. der He- 
lena, die von Sparta nach Ägypten 
gekommen), viatas und roarilv 
stehen bei den Tragikern h&nfig 
von Reise und reisen Oberhaupt; 
doch iit hier die Wegreiie aus dem 
Lande auch die Heimkehr. 

789. ^x«r«oliic, Irtolät. So 
bäofig von anmittelbaren oder 



mittelbaren Aoftifigen bei den Tra- 
gikern, Berodot u. a. 

736. Dieser Vers stOrt die Sti- 
chomjthie und ist ebenso annOtig 
wie oben V. 70. H&tte der Dichter 
nicht schon hier die Stichomythie 
festhalten wollen, so würde er den 
formelhaften. Med. 718 wiederkeh- 



Stichomythie fortzufahren s. zu 
Med. 667. 

737. TOv£ ttivois i6yave, die 
gleiche eidliche Versicherung. 

740 f. (TUbio» mit leichter 
Ironie ( „das versteht sich von 
selbst"). — myzm^ijanai : diese 
mediale Form des Futurs findet sich 
auch bei Flaton und Henandros. 

712. tap^eta, cei>t69, tiiv Hv- 
ladijv. — vaiis tiuiipos ist eine bei 
den Traoikem häufige Speiiali- 
sierung. Die Konstruktion wie Hei. 
1566 tlti9ei^o eil^ara, Eero. 860 
oi yi fi* lenintiiis t6iiovs, SchutsS. 
676 xpoaiv , . air* ittiiliar' obum. 

713. Siivv EU Pytades. — titiQx* 
o(Ko» wie Ued. T4G tittyiHi »tovg 
(prMire sacramentnm). 

711. Hang ist das dem uidem 



,.A,OOglC 



nT. tolg aolq (piXotOi ygäfiiuet' iaodmSa xdÖe. 

nT. xiv' oi>v ix^ftws TousiS" 5(»uov &£äv\ 
1$. 'Atftcfuv, iv iflZBff dAfumiv ttftäq l%m. 
nT. iyä) 6' Bvtaträ y' aitfctvoü, ne/ivitv /iltt. 
1$. iX S' ixXtx&v Tov 5{Mcov idixot^q ifii; 
nT. &voffxos st^v Tt 3i 0i}, fti) aäaaoA fu; 
1$. fi^xote K€it' "Affyog tSus" l%vog fritijv xo^dg. 
nX. tüxovc dij ifv &v jtuQi^k&oiiBv köyov. 
1$. &IA' oC ng far' fixatfiog, ^ xaX&s ^T)> 
nT. ^|a(9n<fv ftoi dbg rd^, j}v Tt vovg aijd^ 
X4 SiXtog iv %Xv8avi x(n)fM£tav p^xa 
(iqMtv^g yivi]Tai, aä^ d' ixtfd>9m fiövov, 
zbv Spxov slvat z6väe n^x4^ ifixeöav. 
I4>. äXi,' olfffr* S dpBffo); «oUä yä<f xoiJi&v xvQtf 
rivövta nAvtexakyLiv' iv iikxov nxvittls 
3i6yft tpgäata ffot xdvt' ävayyelXai tplXoie. 
iv inipaXel yäff -^ ^v ixaäayg yfa^^v, 
a&nj tpQdati aiyäStt riyytyQafiiidvtt' 



in den Mond gelegte dAam wie 
Med. 764 «if^we, Sopb. Pbil. GS 

719. üvanrä fi: mit y( wiU 
Pflades Mgen, dnS er keinen Qe- 
ringeren »li den S^ioc Ztvc selber 
aU Eideazeagen anrufe. 

7Ö0. tl ir . . iiiii nlmlich xl 
eign wt9tlv oder wie ea Hed. 751 

heiBt tI 3' 3px^ nödf fit) 'ufl^VIDSr 

nafivi«; Bei feierlicher Eidesab- 
nahme UeB mma den SchAttrenden 
sich selbst ein Unlieil anwüiuchen 
im Falle eines Meineids; daher 
krt' i^mXtlas iftvirai. Vgl, Eom. 
T Mi f( H n r*vJ' i%lof»ov, 
iaal 4^tol SXfttt iottf xrj-, Aristoph. 
VOg. 147 tl ii jtaeoßaliiv, M xetTf) 
vmä* nifov und zn Med. a. 0. 

76-1. Enimvero nuUns sermo in- 
tempestivuH est, si bene habet 
(BoUie), ein gutes Wort ist immer 
angebrachL 

76G. Durch diese sehr uatflrliche 
Bemerkung des Pylades wird die 
&yayvAgi<iis gut vermittelt. N&her 
w&re es gelegen einfach die Freunde 



ta nennen, denen Pylades den 
Brief flbergeben soll. Allein auf 
solche Erfindungen, die olles wohl 
motivieren, tut sich Eoripides etwas 
EUgnte. — iittlfttov, eiceptionem. 

766. (1(10 ifftiftiitav, mit 
Schiff und Ware, wenn P^lades nut 
dem nackten Leben davon kommt 

756. fftJttSev: vgl. iftittS&gopiv 
790. 

759. «ollÄ rag sollAr xv- 
l/tl: nam si moltas viaa inieris 
conailii perficiendi, malta etiam 
effeceris sive per plorima plorimis 
prospicitnr (Heath). „Viel hilft 
viel". 

760. Diese Erkennongssiene ist 
dargestellt in dem linken Seiten- 
bild der zu T. 643 und 456 erwähn- 
ten Beliefs sowie auf dem Deckel- 
bild eines Sarkophags Robert a, 0. 
Taf. Gl Nr. 166. 

761. dvvyjrfrlai der tnfin. steht 
konsekutiv znm Auadnick der be- 
absichtigtnn Folge. 

76S. aijAaa: vgl. das BAtael 
bei Athen. X p. 460 E lan 9>^(c 



i.A-.OC">^ic 



I*irEJrEU H EU TATPOIE. 75 

^ S' iv &tiXiiaat} yQtififutt' i^avi6&^ tcMc, 
xi> a&fia aAtag roiig Xöyovg eäattg ifioi, 766 

nX. xalas iU^ae Täv xt a&v iftov 9' öxt^. 
«nj/MMve d" ff xffi] xiaS" ixitlxokäe ^iffsw 
XQbg Zifyog 3 n xs xtf^ xJniowd eov kiytiv. 
1$. äyyeXX' 'Offiaxjj, xaidl ziyuftinvovos' 

„4} 'v AiUii atpayste' ixiSxdXiti täde 770 

£fitf' 'Iipi-yiveitt, xots iief i' oi> £*"' ^'•" 
OP. xoü Jf ioi^ ixsivi}; xat^mxiii^ i^xfi niXiv, 
lO. ^' j}«> 6^^ ffti- fi^ X6Y0iv htxXtiaäi {U- 

^[UHai (i ig "^^yog, a fftSfiufM, «filv »avetv 
ix ßaifßi(f<fv y^g luä, ftsfämijeov #c£s "^"^^ 

e^ayitav^ i^' ohti ^evoipivovs xtftäg 1%^*^ 
OP. nvXti8^, xi Xi%ai\ ko6 xax' SvO' tjig^iu^tti 
1^. „H 6otg iifcUa 3A(ta6iv yevi^oftttt, 

'Offivd'^ tv' «Äfrig Svopr 8lg xXvatv fuifrlJ?' 

OP. S &eoi. 1$. xi TOi>s &toi>g ivaxaXtlg iv xolg /fu>tg; 7S0 

OP. (Mev xitfKive J*- i\ißriv y&^ &XXoCt. 781 

I<&. Xiy' oQvex' iXatpov ävxidotea (lov &£& 788 

'jt^tfiig S9io«i fi', ^v ^driff* iftbg xecnf^, 

SoK&v is ^liäg 6^^ q>äiiyavop ßaXtlv, 786 



^^leut ßffipri atßSove' inA it6ljfoit 7TS f. Afala „ein Qeiit dSB 

tcir^g- Sma S' Stpmva poi^v r<frt]0t Fluches" (Alaarmp), Tgl. Med. 608 

jtymvbv vccl diii ii6vnov oÜfui kuI nqI aol; ioala y' tXaa wy%Aviii 

ipttlfovBiiivdarit'>lstiHXn9v7\tAv. dijfioic, Soph. Oed, T. 1291 fuvA« 

766. Äoch dieser Vera leidet an S&^ott ä^alot. — fiäOiBS' P7ladea 

einer Überzobl von o wie der von boU sich den Nunen genan mar- 

den alten Komikern deshalb puo- ken um den Brief beatellea in 

dierte Vers fvasi a' me toaaiy können. 

'EUiffnv Soot Med. 176. Vgl. auch 780. Vgl. Soph. Phil. 7S6 ^lA. i 

oben 682, frg. 126 » Kuq9iv', tl »toi. NE. xi roig 9n>^ id' &vu- 

üi«aifii s', M'^ (iiot jdpiv; nfvioi' %atels^ 

768. xlOnvia eov d.i. in dei- 781. oiSiv entspricht dem Tor- 

nem Namen, verbiB tais. hergehenden tl wie Med. 9S6 lA. rl 

773. ^Hd ndllv, ig tpmt vtQti- Jllwpols dmte^ois tty/tig tt(ip«{; 

f<Bv t* dviiätiov (Alk. 1073). JWH. oidiv, FM. Lach. p. 196 B 

779. „St9re mich nicht im Her- ti &v iig . . airbs aiibv Koafuil; 

sagen des Texte»". Vgl. 210. -2^. f^iv oid' iaol daul. — 

774. adfutfai wie «ofiJCo|UEi 1368. xifaivi .. &ilact: ,^abre nur fori); 
Durch den wörtlichen Vortrag des ich kam n&mlicb auf andere Qe- 
Briefes wird der anwesende Brnder danken", iii^v ya« 2Uon gibt 
direkt angeredet. die Begrändong zu oidiv. 

776. iivoif6tovg rtiidt wie 68 7B4. ijv bezieht sich inrOck anf 

tix'Vy kivoxx6vov, ZV, 12. lUtipov. 



iX-' 



.X^glC 



J 



ig fi^vdt i' 0X10' alav. aiif ixtatolai, 
xüf iitzl x&v SiXrouitv iyytyifafinivu. 
JIT. & f^ioig 5(fxoiat. ntifißalo^ei fit, 

tbv if SfMtov &v xortäfMir' ifuudtBooiuv. 
tSo^i, <piifo 001 Sikiov icxoSC8a(i( te, 

'OifisxK, tUödt Slis xa9fyv^ris xä^a. 
OP. Hixofuu' *a<ftig äi y^apitätmv diaxroitie 

T^v iiSovijv x(fät' oi X6yotg aCffi^Sofuu. 
& tpilrdTtj ^01 Ovyyov', ixxEaXtjyfiivog 

Sliatg <T£ nmtp xeifißitJ.cav ß^ax^ovi 

4g rdifipiV tlfUf xv^fuvos d'ov^tftfr' ifioi. 
1^. i^v', oi> dtxaCag T^g O'eoü rifv xiföeaokov 

jyfaivEig i&Cxtoig atffißaliiv «ixioig X^Qa. 
OP. a Svyxaötyv^Tr] re xix rainoü xatQog 

'Ayaßdfivovog ysy&aa, ftij ft äaoajpiipov 

i%ava' idelitp6v, oi Soxova' e^tiv noxt. 
1$, hy& e' idBlipijv t6v iftöv; oi aava^ i.iymv; 

rh 8' '^(fyog aötoO {uarbv ij « NavaXC«. 
OP. oiix ##»' ÄttE «6s, & tiiituva, üiiyyovos. 
1$. in' J{ jidxaiva Tvvdaifig tf' iyeivaxoi 



788 f. {^alois . . Jidnitta: 

Pfladea Baetr trinmpbierend „ich 
bin in grofiem Yorteil; fflr ineme 
ganz leichte Verp&ichtang habe ich 
BD herrlichen Gewinn" (tgl. 746). 
— Da« za oi jtaUir «x^ffw igivov 
ffehOrif^ t6 fij) oi% tpniiAeai riv 
S9H1»' ist zn einem selbatändi^eit 
Satie geworden. Vgl. eq Med. 
1081. 

791. iitoiHmiii, „ich gebe dir, 
was dir gebSrt". Ebenso inattel* 
„etwas au sein Eigentum znrack- 
fordem". 

768 f. imvrvxäs wie 787. — 
mnAra d. h. mein erst«! Boll «ein, 
daS ich meine Schwester nmarme 
und nicht erst an den Worten des 
Briefes mich ergötze. 

796. injteTtlrijuivot Ofusg wie 
1382 oi Uyowi' ojuas. So sohlieBt 
eich gewöhnlich ä(uat dem konzea- 
aivenTartizip an. — siiarm-. „soflber- 
rascht nnd oetroSen ic^ bin, daS 



ich's nicht zu fassen vermag, glaube 
ich doch fest daran". Über xtiirä 
ßfaxiovi vgl. IQ ISO. Zu xtifvl 
Vfeißaielv tiva vgl. Or. 871 io*&v 
'OfiatTiv . . iplXaiei figel jnQißttUlv 
xal finita. 

800. Dieselbe Steigerang „Hit- 
Hchweater, leibliche Schwester" 
Soph. Ant. 1 i ttaitrltv or^tUtl^M' 
'lan^vTis Tuifa. Vgl. ebd. 618 ifutt- 

801. Aiiovteiipov fic wie Hei. 
76 p,' ^ffciFrpdipie. 

SOS f. ifn et Ütlifiv, tx»; 
— (i«ofA* uitoi d.h. ,,dort wan- 
delt er allenthalben nmher" oder 
„dort ist sein Ruf flberall ve^brei- 
t«t". Der eigentümliche Ausdruck 
entapricht dem Pathos derSprechen- 
den. 

806. dll'^, anergo, vgl.Herakl. 
1S6 AU' ^ Ttfi6&viuit' oiacn ofiit 



,.A,003k 



I«ir£NElA. H £N TATP01£. 

OP. W?Mx6g yB xtaäl »aidög, oi ^xxiqyvx dyca. 
I<E>. ri ip^g; ixttg n töv6d (ioi texii^Qiov; 
OP. Sxef xaxf^v ix Söiitov xt xw&ivtw. 
1$. Tilx o^ iffmz&tf dg äxiOv' iipt^oftai. 

btixovv Xdyttv ftiv x(fij ui, [utv^dviiv S" ifU. 
OP. Xdyoi(i Äv, äxo^ xff&tov 'HUxrQag täÜe' 

'Axifitas Bvdaxov x' olo^ ysvofidvrjv Iqiv; 
1$. ^fxovtf* & xpvffifff Si(fvbg ifv veix^ ndfft. 
OP. xaj>t' oiw wfn^cce' ola&' Iv eix'ijvotg ii^tei 
I^. & ^tXxa^f iyyi>g xäv iii&v j^^jiucn] ipQ£V&v. 
OP. elxä x' iv Icxotg ^jUov iiaxieraaiv, 
1$. Gipriva xtil x6^ ildog eiifiixaig xXoiialg. 
OP. xal Xovxif' ig jivitv ^vjXffog iviSd^a icapa; 
I^. old'' oi y&Q i ydftog iil9)^g &v ^' SaptCktxo. 
OP. xl yiQ-, xA^Mg säg ^i''^x^fl SovOa 9^ <pi(f£iv; 
\^. ftv^futä y h/x\ aöiiatog xoiiioa xätpa. 
OF. fi S' slÖov ccirög, rdSt iptfdaa TEX^ijpia' 



807. Pelops—Atreua— Agamem- 
non irie Hom. B 105 ff. ohne Zwi- 
Bchenscbiebnng des Pleiathenes. Die 
Alliteration des n nnteTBtfitit den 
Nachdruck der TerBicberung wie 
Atch. Prom. 849 xärraE jag oi 

368. TÜx' olv ifWTAatc: Iphi- 

Snie besinnt eich und kommt za 
m EigebiuBKe „nein, nein, durch 
Fragen verde ioh vielleicht nur 
UnzuverläMiges erreichen", da der 
Gefragt« immerhin eine einiger- 
maBen paaaende Antwort finden 
kann, die keine entschiedene Über- 
lengung gewEhrt. 

811. Xiroif/ &v beliebt aicfa za- 
näishst auf das TOrhei^h ende XivHv 
fiiv 2p4 ^^' n^^ ^*^^ 'ch aprechen, 
Euerat Folgendes, was iui darch 
Hörensagen von Elektro weiß". Der 
Qegensatz m Smof 'HXiKtfas folgt 
8S8 S d' eÜor idkde. 

818. Über den Mjthna lU 182. 

814. tixi^voi« iipBlf- S13. 

816. iyY^S ^^^ if'Av tfllintf 
<pfcväv statt eines einfachen &17- 
yivtie t&r ifi&v qigevAv. 

81B. Es gehört zu den beson- 
deren Muttetfreuden dem Sohne 



oder der Tochter das Hochieitsbad 
zu bereiten. Das WoBser dazu 
wurde aus einer durch den Qe- 
brauch geheiligten Quelle, in Athen 
aus der QueUe Hallirrhoe oder 
Enneokronoe am lliseos geholt 
(Thnk. U la xttl i«v hi Ani (ofi 
Ädjaiov TtQ6 VI yaiutiOv KCil ig 
&ila Tiüv Itfmv vD^f^ETai Tip Mcnt 



n^hlten Sohne »agt: &vviiliiatit S" 
'laptivos iKTjdeiiQr] iovtfo<p6fov ji»- 
ddc, Eier gibt die Matter der Toch- 
ter das aus der hierzu in Argos be- 
stimmten Quelle geschöpfte Was- 
ser nach Aulis, wo die Hooheeit 
stattfinden soll, mit auf den Weg. 
Wenn ivtSiito richtig ist, moD man 
dva- erklELren „anf aen Wagen". 

Sie. Hit den Worten ,^cht hat 
die Hochzeit dnrcb ihre Vorzfig- 
lichkeit mir die £!rinnerung danm 
genommen" will Iphigenie sagen 
„ich denke wohl daran ; die Schmach 
läßt's mich nicht vergegsen". Tgl. 
861. 

»iO. Joeoa {ola9a) ipifciv (zu 
761) fiairgl, von Aulis nach Argos. 

828. Für den KOrper, der anf 



,.A,003k 



l ETPiniÄOT 

mXaxos naJMiäv iv 661*013 Idyxijv «arfföe, 
^ Z'P'^ »««lAfov »nf&ivov Umtittda 
Ä(Tij0()e#' 'lasoSdiisucv, Olvöiutov xtavmv, 
iv xafft^evSiat roltft eolg xExpvf^i^v. 

1$, S> tpllTar', oi>Sh> Slio, tpilrcnos yiff el, 
ixa ff*, ^ifiaxa, 
%t^ovbq &3t'o xaxQCas 
'^ifj/ö^ev, m ipCKoe- 

OP. xiyä} ai T^ ^avoü^tcv, £tg do^ä^sraL. 

xatä 8i Säxifv' &9&((fva, xari y6og Sfuc xo^ä 
TÖ nbv votC^ei ßXdtpa^ov, AiSaTitog d' in6v. 

1$. rfjiiiyerov ßffitpoe tf' iU90v iyxälm- 
m vea^bv rpofiot) vsagov iv ööftotg. 



dem Altar dei Artemis verbroiiDt 
werden sollte, sandte Iphigenie der 
Hnttei eine Haarlocke ala An- 
denken nm dieser atatt der Leiche 
die Orabeeehren zn erweisen. Dem 
entspricht die allgemeine Sitte, nach 
welcner diejemgen , die drauBen 
im Felde standen, tat der Schlacht 
den Lieben zn Hanse Spanien, 
B&oder, Locken als Andenkea 
schickten. Tgl. Äsch. Sieb. 49 fivn- 
luUi &" k^Ap fol; reiioCdiv It 80- 
fiovE ni/ils ^tP'' 'Aifdatov xcgulv 
forfmov. tfdxpv IciflovTts, Statius 
Theb. IX eOO hunc tarnen orba pa- 
rtni crinem (dea:traque aecandttm 
praebttit), hune toto eapia pro cor- 
pore crinem, eomere qttem fnutra 
me dedignanie aolebas. Hute dabis 
tMequia«. 

898 ff. Vgl EQ 2. 

826. Anapäst« sind abgesehen 
vom ersten Fnfle des Trimeters nur 
bei Eigennamen statthaft. Tgl. 1467 
TavQoxdlov 4fedv. 



K. iv 



Ol! 



KExfVftu^piIvidieFraueuwohniing 
im zarücklie^nden Teile des Hauees 
galt als Terateck nnd Qeheimort, 
vgL Asch. Cho. 71 friyiJvii d' oikt 
wfupt%tiii iiakiaip &xos, SolonEleg, 
IT 80 $1 nal ti; qiEvyiuv iv (iv^ä 

SS7— 899. In dem Qesang ijtb 
n>ivf)«, der inaofem eine Monodie 
heifien kann, als nur die Partie 



der Iphigenie Gesang ist, kommen 
die erregten OefQhle der Iphigenie 
in bewerten Dochmien znm Äns- 
dmck. Aach in der Brkennungs- 
Szene der Sophokleischen Elektra 
1283 ff. behält Orestes seine Buhe 
und ruhige Sprache in Trimetem 
bei, währänd Elektra ihre Freude 
nnd ihren Jnbel in iTrischen Wei- 
sen kundgibt. 

827. Dt ipatiit', oiitftv &ilo 
(Apposition zu a ^llxtnt): vgl. 
Med. 4S6 i xafTuixittti, coCto /dp 
a' fliitiv Ijm flAtein jiifiatov tlt 
Ävavdtlav %a%69, Soph. Oed. T. 
1071 ioii ioi, Jii0Tt|VE, io{kQ fde 
e" Ixu itirov Uffoatixtlv, Silo 6 
o^rKO^' iatti/ov. — ^iXtatos jaQ 
tl gibt mit modifizierter Bedeutnng 
von yiloc („der n&chste Prennd" 
als der nichste Terwandte) die Be- 
gründung zu der gewöhnlichen 
Anrede cd ipiktatt (bester Freund, 
Teuerster). 

838. Die freudige Erregung 
spricht sich in den Auflösungen 
aus. — lata la vozi^n. — ^da^a 
Adä'K^a „Tränen die keine Tr&nen 
sind", Freudentrftneu. Tgl. Hei. 
6&4 ifiä Si ddxfi« japfiovAr nidov 

8S4 f. xrtiMyttov nach Eom, I t4S 
xliM äi fuv Ittov 'Opänn 3g (loi 



,.A,003k 



I*irENEU H EU TATPOIE. 

a tvpi xpeKTtfof ^ XdyoUliv eiivi&v, 

xl 9>a; ffvv^Atfov xi^a xaX i.6yov 

xid' ixißa «QÖato. 
OP. xb Xoixbv eitvxotfuv iXX'^imv nira. 
1$. £roffov ASoviv ii.aßov, & tpiXai' 

didoixu S' ix 2£^v fte fiij Xffbg attifM 

äiixrdnEvos V^TH' 

iia KvxXaxlg iatt«^ Im «at^ie, 

Mvx^a (ptXa, 

Xdffiv ixia t6as, x^V^v ixio rpotpäg, 

Sri iioi cwoftaiiiova 

OP. y£vet ftiv sirvxovfteVf ig dh «vfupopdg, 
& a^yyov'j ■^n&v dvsrvjpjg Itpv ßiog. 

1$. iyii liiv iiiXeog oW, 3r« tptiayavov 
diff^ 'tpijxd fioi luXEÖgiifem xcerij^, 



■onderB vom zai-t«n Eindeaaltec ge- 
sagt. Qern wiederholen besonders 
in Dochmien die Tragiker (Ä.flcbj- 
loB und Eoripides) su kffektvoller 
HeboD^ des Qedankens im Satce 
nach einem anderen Satzglied ein 
bedentsameH Wort. Vgl. Hipp. 686 
ti «KiÄ ySe ^{ha, rb xmä ySg 
KvJipaE fWioiMl« a%6tip. Med. 1S7S 
&%<f6Ht ßoav ^sovctc ttKvnv und 
SU Med. 979. 

886 f. i 9viii, vgl. 814, 882 
and zu Med. 1066 fii) diha, 4v(i^. 

— »ftteaati sew&hlter als ii&Jlov. 

— xgtlaaov jj l^voMtv („als mit 
Worten" d. b. als man es aub- 

rchen kann, also „nneaglich 
kLch") ist in ähnlicher Weise 
gesagt wie aoaäncQa t) xar' ävSifa. 
889. »aviidfav niga: Tgl.Hek. 

xifa, Bakch. 667 deivä iifAei 9av- 
(tÖTiDv IC xpc/iTtfova. — i6fOv nQ6aat 
wie &tfrtfta in der a. St., vgl. fio- 
«W* %fQa BOO. 

841. Vgl. Sonh. El. liSe, wo 
Orestes anf die Worte der Elektra 
Izw ai {cpn^y; entgegnet: Ae t& 
Xoln' Ix-i! &ti. 

84S. spöf al9ifa iiiatd^i- 
yot ist eine vonngeweise Enripi- 



deische B«deweiBe, vgl. lu Med. 410 
al&tola S' Ayima. D^er tüWnror' 
is aitfya iu der Parodie Enripi- 
deischer Monodien Ariatoph. EM. 
1858. 

84S. tä Xvulanls iatU wie 
Iph. A. 15! M KmOtUiw Ulg 9v- 
üilae TOn der Burg mit der ,J:j- 
klopischen" Ringmauer, wo der 
Staatsherd stand (xffvtavtlot), vgl. 
ebd. 36S AfvKifpKE t&s KmÜMitlas, 
El. 1167 ile olnov« KmUmiui r 
oiifdvia tilxta. 

817. £iJaE ^ tQOqilis werden 
erläutert durch das Folgende. 

849. ipäos wie fwc, HeiL Bettnng, 
vgl. Soph. Ant. 600 ivi^as ii^V 
^(Ca; Mtato fiäoc iv ÖUSiieov Ü- 
(loiB, 

860. jivit niv: „du beglück- 
wünschest meine Geburt; unsere 
Geburt in der Bnrg von Mjkone 
und unsere fürstliche Abstanmiung 
allerdings ist glücklich zu preisen, 
unser Leben nicht". 

868. iyät fiiv, lytayt: seu S86. 
tpfaigenie bestätigt des Bradem 
Worte für ihre Person. — oU", foe 
(memini cnm^ wie Eek. 110 oli' 

SM. (tslstf^pni' nicht „mtglack- 



I.A-.' 



)OglC 



) ETPiniAOT 

OP. oCftoi. 8ox& y&Q oö iitt(f&v 0* b^&v ixtl. 
1$. iwn^vaios, ä> evyyov', 'AxiiXdas 

is xXieütv kixTQtov 

iS6ki* St' &y6fLav 

ita(f& Sh ßtofibv fjv ddxffvtt xal y6oi. 

tpiv ^ev %effvißiov ixet _ u _ 
OP. fäfioltt x&y&y xilfutv *}v hh] xorij^. 
1$. (bttfropa xatdiftty xAxiiov fisorfiov lktt%ov. 

&XiM S" it ttiimv XVQ£l — 

OP. el e6v ■/ i9tiAp6v, & rdluxiv', ixäXtaae. 

1$. daifiovog ^X9 ^tv6e- 

& lukia itiväs rilfues. Siiv' hiMV, 

8tlv irXav, äftoi a^yyove. xuffä S' iUyov 

ixdipvyes 5le&Qov ivöffiov ii ifi&v 



liehen", soudem „unglückaeligeu, 
gottrerltuBenen Sinnes". 

BBS. o4 jtafAv „obwohl ich 
nicht Augenzeuge war, nicht lelbst 
et mit angesehen habe". Vgl. 
Schntifl. eiS Ikiiov aaoäiv yäg oi 
iiccf6was tiipfavtte, ooph. Ant, 
1192 ifi,ipli.ri SioTfoiva, xal »«(mv 

BM f. Sit iwiiivaiot ■ ■ &fi- 
fiov echlieBt sich an oM' Zti . . 
iatjitt . . ffUTtfp an. — nXialav 
ItKVfiait wie lixtfmv eO»<£$ (Herc. 
198), Kofia Uximv (aipp. 161), 
„Lager des Ehebetts, Ehelaget". 
Vgl. Alk. 989 yBwaunätmf Ü w«- 
e&v /£(^u uXiaiaif Sxottiv. 

9&9. d6lia steht adverbial, vgl. 
Phoen. SlO p6Us ipavtle StlxTu 
niilöxTiTa, Soph. El. 968 &ltitti/a 
YJ}fd«xoveay irvittpatd rt, 

B60f. 8ii%f«a Ks) fioi: keine 
titBi)ala, nicht fromme Worte und 
Qelülide begleiteten dag Opfer. — 
Der fehlende creticns kann durch 
ein Wort wie tpoivinv (vgl. 646) 
aosgeffillt werden. 

662. ^p>£a wie iaTiva^as 650. 
— T^tficcr ^ hXjj Ttar^ff : vgl. 
Äsch. Ak. 2S1 ti jtavtötoXitov tpgo- 
vtlv itttiyvu . . Itla 0" ovv dvri^p 

864. inäiofanotT^pa wie Soph. 



El. 1164 fl)Jrn^ ili^ug. — mSifiop 
STiotfuiv wie Hipp. 1148 iym 6i ad 
dvnvxUf Sdimvvi dioit«! K^flOV 

S66. älla if it £llo>v *vQtI 
wie 191 ii6x9os /t' fn adj^eiv foeti, 
Hec. 690 irifa d' Aif irioa* taxä 
KccuAv KVpir, Iphigenie will icit^iov 
&nat\iim erläutern mit AufzÜiIniig 
ihres weiteren üoglfickH, wird aber 
durch die ZwiBchenbemerkons des 
Oreatee (vgl. 866) gleich auf das 
Greulichste gefahrt, das fast ge- 
schehen wBxe, aaf den Hord des 
Bruders. Der Satz wird mit tai- 
fiovoc TÜTtt xivit SÖT fortgef^Üui. 

86S. Die Tat, die bereits be- 
Bchlossen war, steht Infaigenien in 
ihrer ganzen EntaetElicUeit vor 
Augen. Zu a p.tXia dtiväg rdl- 
(ia e (Oen. der Beziehung) vgl. Med. 
96 ivoravos iyä (uUa tt wvbiv. 

872. aaiz»llt fi ^liäv ZfßAv 
steht als nElhere Bestimmung' sa 
S7.c9fov &v6eiov, indem es den gott- 
losenUnt ergan^ iDrnachdrflckl ichen 
Hervorhebung in seiner Vollendung 
darstellt. In unlieber Weise steht 
das Partizip statt einer Infinitiv- 
konstruktion Soph. Ai. 182 oCnoif 
■/IUI ipiftvi&ev 7 ix' AfiOTtfä, xat 
TilanArOB, Ißag airbs (> noffwttic 
jtitvmv. 

„..,.. ,.A,OOglC 



KHTEREIA H EN TATPOIE. 81 

& d' ij^ aixol^ tCs TfiA^urtt; 

tlva 6ot x6ffov siifofiiva 8T6 

xdXtv äitb «eiixeios, isb ipövov «ini/et 
xarffii' is lä^eitcv, 

Xfflv ixl iCtfios tüfutti ap 880 

neXieaai; t6Se «dv, & fuHa intxd, 
Xffioq ivevpiaxstv. 
söxSQOv xaxä x^fftov, o^l voc7, 

iilä xoSSiv ^ixä; 886 

^avihp «EkioBtq ivä ßdfßttga ipüZu 
xal dl' 68oi>s ivödovg Hxtlxav' 9i& Tcvavdag fiijv 
iivEvoa6ifov «izQos ftaxfä xiievf^a va- 890 

totOiv dQcceiiots- 
[xäXftivtt, rälttiva.] 

ttg äif' oiv, xäXaiv', jj 9si)S ^ ßifox&v 806 

[^ xi x&v iSoxi^tav] 
ixöffov x6qov i%aw5aag 
dvotv xotv fi6voiv 'AxtfelSttiv ipavst 
xaxtbv IxXvtliv; 
XO. iv xoUi 9av(taaxolci xal n'ö^tav xi^a 900 

räif tlSov tc^Ti) xoi) xXt!ovff' ixayYsi-St. 

STSf. & di in' aiTolftilivrä xifTfav pasaen nicht zQ dem Hask. 

*ls lati, tit 9i utta laSta Ttol {ianvaae und sind überflüBsig. 

tAevxiian, waa fol^ wie soll es 896. iiföemv itigov iiaviaae 

enden? — avftvgi^aii: vgl. Jon 1447 („Hilfe acliaSend in der Hilflosiz- 

x69i»lioiavvi%vift' iS6:tr)Toe&äova; keit") wie Aach. Prom, 69 Stivit 

876. xtUxems (dreiBÜbig), Opfer- yüf tiettv x££ £fM]i<i*(D* n6t/ove, 

beil. Anatoph. Ri. 768 Ttomllog jüg ivi^f 

880 f. txmtHatai intranaitiv wie xAx t&v d^ij^ävoiv x6fiHis cifufj"- 



( xieaov . . 898. Svolv totv fiövoi 



Si-ic^, vifu^m et [xar^f it 'Aq- sewiaaem Sinne gebOrt Elektra aja 

vcfav); Die zweite HSglichkeit za Gattin des Pjladea niobt meht intn 

Schiffe zu entfliehen (vatoiviT SfU- Eauae der Atriden. 

«imls) wird siebt mit fj gegenüber- 900 f. iii^mv Kifa atatt einei 

geetellt, aondem gleich ala nicht zweiten Adjektivs (äp^ifroic, Tgl. 

ratsam bezeichnet, zu 839]. — Der SaU entb&lt zwei 

8B6f. MitTttXüant ■■ «xtlz<ov Qedanken: ir nls O'tevtiaarols »ul 

l&Bt Iphigenie die eiste MOguch- Aff^toig tä/ls inl xul tldov o^nj. 

keit fulen. Zu ntlzmv &vä ß. ^Xa — »oi . . &jtaffel&, und nicht vom 

vgl. Hora. t 78 n^m%tita 8' &vit bloßen Hörensagen werde ich's er- 

a^^v. — fitjr „farwahi". cählen. Vgl. die zu Hed. 661 tüo- 

696 f. zälaiva , o icb unglflck- fuv, oi» H tti^mv fiMav tx<o ipfä- 

liehe. — Die Worte ij tl t&v iSo- vae^t angefahrten Stellen; auch 

Enrlpld«, IpUgaiMia. ,■,,,, .ß(^Tl.)OQIC 



} ETPiniAOT 

nX. tö luv tplKovs dX&6vtceg sig Sifitv tptltav, 
"Ofidara, x£iff&v JctQißoläB eixbg XaßttV 
kil^avta d' otxzmv tdat' ixetv' H&etv tÜ^iAv, 
6so>s xh xkBivhv Sitfut t^s viotiKfiag 
Xttß6vte$ in y^g ßrfl6(te9ftu ßtc^ßäffov. 
Ho^v yä(f ivdg&v ruüta, fii) 'xßdvtag tv^i^s 
xuipöv x' äipdvxag ^ovi^s äxofutiaxttv. 

OP. naJiäs Si^if^S' ^ ^vj;]] 9" olfttn itdiaiv 
roöffe fi^v '^(ilv ^ id Tts a^69v(tog j, 
e^dvctv rb 9tlov (iäXXov eixdttog ixei. 

1$. oiSiv fi', iniexm, xovö' (btotfrijaet iöyov 

«f&xov 9cvd'^0#at, tiva xor* 'Hlijttfftt K6xfMV 
etXfjxt ßiötov ^Xa Si tiiih xdvt' iftof. 

OP. xpde iwotxsC ßiov ixovu' eidaiftova. 

1^. oüxos di aodtatbg xal vivog xi(f>v*e nalg; 

OP. Stif6ipiog 6 ^mxöig xovSe xX^^Exai xati^Q. 

1$. 8^ iexl y Hxifimg dvyatifög, dfio/ev^g dl^ig; 

OP. ivein^S yt, ftivog iiiol acapijs tpiXog. 

I*. oim ^ T(i*' oiroj 3m xati}Q ixisivi (it. 

OP. oix ^v XQ^^^'" y^(f ^Q<itptos ^v &xaig xivi. 

1$. x"'^' ^ 96<fig not tiig ift^ &itoa96Qov. 

OP. xiiiög ye flor^p, dxl ^vyyev^g ft6vov, 

I*. xä dttvä H' ii/ya xStg hk-qg ^rixffbg «/pt; 

OP. SiySipiEv aird' «orpi xinaff3v ifim. 



Hom. 7 9S (f KM) foamiiE 6ip&ai- Hi tUl' 3zav mitvSj] Tie e^df, 

fUiMi VEotOi* ^ fiUou fiflSw £x(w<fa;. vm #tAc ovvtiiiTEnEi , wo sich frei- 

SOA. ^fifiB, lumei). Vgl. Aach. Och aiu dem ZuaammeDbang ein 

Cho. S68 m Ttifitviv iufia tlaeafas anderer Sinn ergibt (..wenn jemand 

(tolgae l%mi ifiol, Soph. Trach. SOS sich gelber beeilt sich ioa Ver- 

Sclmov jffifi' ifiol 99)ffiii£ ^vicaj&f derben tu atflnen, hilft aoch Gott 

TljaSt viv %ai/3tovtu&a. mit"). 

907 f. Der weise Haan wird nicht 91«. tplla H: oft steht Si fär 

dadarch, daB er aas der Bahn des ytig, indem die Erklärung oder Be- 

QlflckeH beraastritt und die Qunet grfindung aU selbst&ndige Tatsadie 

dea Augenblicks ans den HtLudeD auftritt. Vgl. lu Äecb. Trom. 109. 

lUt, die Freude venchenen. — — tiuä: all dag Heinige ist mir 

dxafi«Jl(rxElv, &iutfxelf. lieb d. h. f^r ajle die Meinigen 

910f. toiit, t^ aartiQlas 4^v- intereasiere ich mich lebhaft. 

Zum folgenden Gedanken ,^f dir 918 f. Anazibia, die Schwester 

seibat, BO wird Oott dir helfen" Agamemnon^, war die Mutter des 

vgl. fr. 135 tt^tfe M vOp itßiv eha Pjlades. 



Salfuiveiq %äXci- im yug xovoCvn B80. oi* 1^*: rgl. 

xkI #(äc ttvilap^dvtt, Asch. Pen. hntivt iat Imperf., su ! 



LA-fOC^t-^IC 



I-WTENEIA H ES TATPOIE. 

1$. 1^ S' altia tlg ivd'' Srov xttlvtt aieiv; 
OP. la tic {trjt^ös' oidi eol xl^tiv xaXöv. 
1*. aiySf TÖ S' '^pyog n^bg ni vvv äxoßldxet,; 
OP. Mtvilaog S^zbi' tpvyäStg iephi ix «dTffag. 
1$. o6 xov voaovvrag &slog Gß^iSEV d6fiovs] 
OP. oüx, iXX' 'Egiv^av Selfui (C ixßäXlei i&ov6g. 
1$. iyvaxa, iJ,i}tff6s tl' aivsx' ijiaffrpow &Eal\ 
OP. Stf^' ai^xri^hv xvivn' ixsjißdXXnv ip.ol, 
14*. xav%' aif' ix' ixtatg x&v^dS" ^yy^X^g (tavtCs; 
OP. Snp9^{ttv od vOv x^ätov Sv^eg EfHuoi. 
1$. ri y£(f xox' ig yi^v rtjvd' dx6fi&fisvaas nctda; 
OP. Ootßov xeXtva&tlg &^Ee<ptiToig itpixöfitiv. 
I<I>. ti XP^i*^ Sffäeai; fijtbv ^ etythfuvovi 
OP. Xiyotft &v Aifif^ S' oISe fioi xoXX&v xövmv. 
dxtl tä lajrQos taij»' & ttiyäftev xaxä 
ig Xttffag ^A#E, lUTadQOfuttg 'EQiviitav 
■^Xawöfitad'a ipvyddfs iftpavii xöäa, 
t6z' tlg 'Att^vag Jij ^' iaeii^e ^o^iag 
Üixijv xa^<!%etv xatg &vmvvfi.oi.g ^tatg- 



9SS. aitia &v9' Stov wie caoBa 
quam ob reni, 

938. iitopiinn xgbt «^, re- 
Bpicit ad t«, ist dir Untertan, vgl. 
I^es. b. civ. in 6 ad hunc gumma 
unperii rapiciebat. 

MO. oi nav (er hat doch nicht 
etwa n»w.): zu Med. 696. — fftfoe, 
der Oheim. 

931. In 'Eptvvwt' innß hier wie 
970, 116Ü V KonBonantisch gelesen 
werden, wenn nicht 'Eqiv^v lo 
achreiben ist. 

9S4 f. %yvm%a wird im Zwie- 
gespräch wie unser „ich errate" 
sebrancht. — eiaz' . . inciißäi- 
Ittv, so daB ich ihren blutigen 
Atem im Röcken Bpflrte. Vgl.Äack 
Eum. 137 ffofl S' oifurrnpie ÄCrffi' 
inoveiiKUia tä (Öp^ffrp), Hom. »P380. 

982 f. raCTu äga noI ir^ädt 
in ättxats fittselj ^ffiX^nt, 
,,daB ist also die Raserei, die auch 
hier zu Lande am Gestade zum Aue- 
bruch kam, wie gemeldet wurde?" 
Tu^a ist Akk. des inneren Objekts 
zu (laftfc — iv&dan Tgl. 492. — 



oi vCv x^dfoy: vgl. Het. 957 
Ijäi (tiv oi vOv xpArov, AXXa aat- 
laKtc SO'Uog &v iItiv und zu Ued. 



986. 



«6Sa 



• EU GS8. - 
i 866. 



' iit6f^iuv- 



938. Bg&atii ist regiert von xt- 

ItVOOlle. 0t}^flEVOP, i oi &(fUf 

*i,vav. Bei solcher Bitte ist der 
Zusatz Xliov ti &iuis Ttlvtiv oder 
ei fjpbv <pf/äaov u. agl. gewöhnlich. 
Zu «(7cb((spovTg1.Soph.Oed.K.l&26 



Folgende: 

ich erzählen will usw.". 

940. tk \i.ntqbt . . Ka%d: Ore- 
stes scheut sich vom Muttermord 
EU sprechen. 

94S. illavv6^l,ta(^a x63a wie 
Balvtiv nÜa (Akk. des inneren Ob- 
jekts). — i^tt.av^ (vgl. El. 12Ö3 
^fifuivf] nlavi&fuvop) ic6Sa: zu 130. 

944. Die namenlosen Qttttinnen, 
deren Namen man nicht auszn- 

Sirechen wagte, an deren heiligem 
ain man in andächtigem Schweigen 



I.A-. 



.X^glC 



ETPUHiOT 
Zei>s taec^ ix tov dij x^Q^'" fti^ifiitctog. 

oi d" ia%ov aldSi, ^ivia (tovoTgaxt^ii ^oi 
xuQiaxov, otxav ÜVTCg iv raitä atdyet, 
is y &7Y0S fdtov iaov Snaüi ßaxxiov 



TorflbeTKJiig (Sopb. Oed. E. ISO ff,), 
wtiren die Erinjen, die in Athen 
eaphemJBtiBch ^^tvlStg oder Jüifi- 
wal hiefien. 

9U f. ^490; vie 969 meton^- 
miach fOr „Gericht". — "Afti . . fx 
■tov S^ %ie&P (tiätiiLaToe: damit 
wird eme läogere hier ungeeignete 
Anseinandersetzang, die für die 
athenischen Znachauer nicht nOtig 
war, umgangen; vgl. El. 1858 Ivnv 

'Jlil)g69uiv 3r' hzav' ibfUJippaiv 
'AfTis, (ii}v(v ^jtcrgbs ivoalmv w^- 
iptvaäimw, itövtov xfiiovtot naläa 
(HalirrhoÜiios, Sohn des Poseidon, 
hatte AlÜppe, die Tochter des Ares, 
vergewaltigt). £^10; wird von den 
Alten mit ^dviof erkl&rt und Sffeiot 
ttäyoe war der „Stathfigel", wo von 
Altere her die Epheten Qber Mord 
richteten. Die Beziehung anf Ares 
verdanM ihren Ursprung nur der 
mißverstandenen Ableitang des 
Wortes 'AQUof. In ÄBChjlos' Eome- 
nideu stiftet Athen» den Areopag 
erst bei dem Falle des Orestes, der 
an der BUdB&nle der Pallas Schutz 
gesucht hat. 

9i6. !iiaTo: Tgl.Hooi. BGS ßovlijv 
t£c figSvtcBV, Hipp. Sl vabv Ki- 
nifiioe ijxa^UfaTO, 

9*7. il&iiv, eJs wenn das Passiv 
folgte; ebenso 964, fr. 683 »öloi 

Atftlfiyt, Shnlich Hipp. 23 tk noUä 
di xtUai Kftmöipaa , oi v6rov nol- 
loO (U 6tt, flom. O se? 8 «r 

9i8. iit^ato: es war in Athen 
pesetaliche Bestimmung, daB man 
jeden Verkehr mit dem Mfirder als 
einem unreinen Menschen meide. 



So befiehlt ödipus in Soph. öd. 
T. 336, dafi den HOrder des Laios 
(ijfr* iirdiiia6ai /iij«» itgoaiponitlv 
tiva fiTft tv 9sAr ti%atai p^e 
f^ftaatv Jiombv %oHa&at ^i}n x^9**~ 
ßae vifitlw, (Wclv d' ix' ohmw 
Kiipztie- „Von dem Blnte triefend 
des Vatermoids und des Ksiser- 
mords wagst du su treten in mein 
reines Haus?" sa^ Teil eu Jo- 
hannes Parrieida u Schillers Wil- 
helm Teil V t. 

949. taxor alia, „welche barm- 
herzig und versOlmlich waren" : 
aldtla^i nnd aldeaie waren in 
Athen die solennen AusdrflcVe fOr 
die Aussöhnung zwischen dem Mör- 
der und den Verwandten des Ge- 
mordeten, besonders bei unfreiwil- 
ligem Mord. Mit dieser Verzeihung 
bOrte die Verfolgung des MOrders 
anf und dieser durfte wieder in die 
Heimat zurflckhehren.Vgl. Demosth 
XXI[I g 78 tbv &X6rtaix' dxoeah. 
ipiivDi Iv cidtv tlftjpivoit iif6vois 
&jlti&tl9 Taxr^v hdbt xaX wtvyHv 
ftoB Sv aldiarirai riva xön tv ylvti 
Tofl mico'At&tos. — iivia novotfä- 
Dtftt : wie das folgende it Ayfot 
Uiov hov Uli. und Desonders auch 
die Bemerkung 9BE f. zeigt, bekam 
nicht Orestes allein, sonoem jeder 
der Mitspeisenden seine Mahlzeit 
am Einieltisch, ebenso wie mau 
nicht ans einem gemeinsamen Misch- 
kruge nach Bedflrfnis dem einzelnen 
seinen Becher füllte, sonden gleich 
jedem einen mit gleichem HaS ge- 
fflUtenBecher vorstellte. Man wUhlte 
diese Art gastlicher Bewirtung {£i- 
vui) nm unvermerkt nnd ohne 
die Sache auffallend zu machen den 
mit Blutschuld behafteten Orestas 
von näherer Berührung fernzuhalten. 
In gleicher Weise stellt« man ea 



ISITENEIA H EN TATPOU:. 

dcatbe ysvoiiiijv xtäftortf? s' ainibv S(xa, 
xiyh '^eXdy^at jilv idvovg oix ^£/ovv, 
ijXyovv di tfi/g xiÖüxow oix el6ivai, 
fieTtt&ttväimv, oüvtx' ^ fii]Tp6g ipove^s- 
xXva d' 'j4fh]va£oi<lt xiftä Svcrvxfj 
zeltT^v ytvde&at x6ti tbv vöfiov ftiveiv^ 
Xoii^eg Syyog nakldSog XLitäv Xtäv. 
hq y eIs 'jitfciov ix^ov ^ov, ig Sixijv 



an inbetreff des GeBpr&chea; man 
beobachtete allgenieineH Schweigen 
and machte bo aacb den nnange- 
nehmen Gast itomm. ~- hov Ihttiei: 
diese Angabe ist nnr gemacht «eeen 
des in S60 gegebenen ätiologiBCAen 
Mythiw (d. h. eines MjrthnB, der in 
Anknannmff an einen speziellen Fall 
den AnlaB der Eutttehtmg oder Btif- 
tong fflr einen Qebranch, eine Ein- 
richtung, eine Feitlichkeit gibt). 

B6<. tlzov 4AOVIJP ^hatten 
den QenuB" vom Trinken) ist nur 
oebene&chlich, wBhiend die Haapt- 
sache im PaztiEipialsatz liegt. 

961. Durch allgemeines Schwei^n 
bewerkstelligten de, daß ich mcht 
angeredet zu werden brauchte. TkI 
ÄBch. Enm. 161 &(p&oyfov ttvai töv 
»alafoialoii (xbv qioviaScbol.) v6poe 
n. Sohol. in ST6 ol ivecrftt o^* ^« 

oidi dulijoyf6 rtvt. %ttl scrp Ebgi- 

ttty^mt;" WegenderZ&aurEolOSß. 

S&flf. aiyt, „im Stillen". ~ iS6- 
xov« oi% tldivai „ich tat alH 
merkte ich es nicht" in meinem 
SohnldbewnStsein {ofS»««' ^ (ifiipÄB 
tpovlis)- — ntzaHTtvä^av, rene- 
Tolt klagend, wie litralyel Androm. 
814 Ton dem Schol. lutavo^ttaaa 
Itnult» erU&rt wird. — ^ die 
attische Form fOr ffv. 

960. %otitist Syjos rt^ifiv „das 
einen jofl; haltende ÜefU festliob 
begehen", d. h. das Fest feiern, an 
welchem jeder Athener einen xo6s 
nngemischten Weines tot sich snm 
Trmken hatte. Dieses Fest war 



der Eweite Tag de« diimyaitchen 
Festes 'AifOm^^ut, welche« im M&- 
nat Anthesterion (onserem Februar) 
gefeiert wurde. Am ersten Tag 
(IJi9olyia) wurde das Ancaiifen des 
neu gegorenen Weines gefeiert, am 
Ewciten (Xdsc oder Eannenfest) 
wurde der angezapfte Wein rer- 
sncht nnd wer tnerst seine Kanne 
leerte, erhielt einen Preis. Aoi 951 
U£t sich entnehmen, daß dabei 
allgemeines Schweigen herr«ohte 
nnd jeder auf das Austrinken seiner 
Kanne bedacht war. Am dritten 
Tage (JTvrpoi oder Topffest] wurden 
Toten opfer gebracht. Der2oCe(8il) 
enthielt 19 xotvlm (Becher) und war 
der EwBlfte Teil eines (iCTpi]rriE, des 

fewOhnlichen attischen Flflssig- 
eitcmafles. Wegen der Stiftung 
des Fest«8 vgl. Schol. eu AHstoph. 
Ri. 95 f<m Bi koI iopr^ 'j4#tfi^atv 
oi X6ts. xiuXrirai, ti iiti toiavt^B 
ablas. 'OffioTfis furä Tijv tijs foirfös 
iyalf Miv ^Itflf lle tccs 'M^vas 
vafä tbv IlavilovB, avfyftij *a&t- 
<nt]K<i«a, 3; Itvxt t&n ßaeiliiior 
tiv 'AOijvaüair. »etriXapl 8i airbv 
timxlay rivit djniotclij stotoOtra. 
6 rohvv Ilaviiiov Ttaifatti\i,'^av6at- 
(Uv ri» iTp^mjv alSailiinos, iMivta- 
vtjaat Si Ttoni) Kai tfianiiiig Aetßie 
fiyovittvos nij tM^a^irtos (riToS 
(0* ip6vov, Ag 3t> fiij &7cl> ToC aitoS 
tilfatfjifot xlvoi, Ita i%äaTip xä* 
xrtirjfiivam itag49ii%t toiP. Ahn- 
liches berichtet Flut. QuaesL Or. 
ii Aber das fest der ftoroipäjoi 

G62. ddicpov ßd^ton d,b. den 



ETPUIIAOT 

t6 d' &XXo xgisßBiff' ^«EQ -^v 'EQtviimv. 
etxiap i' ixoveas #' atfucrog ft^zQbg x^ifi, 
^tß6$ (I.' ^aiaae [taprvifäv, taag Si fit» 
i^ipovq SttjtfC&iiijei Iltclläg tbXivg' 
vut&v ff ixiJQa tpövta xttgazijgia. 



lUh« Spetms (Stein der Schuld), auf 
welchem der AjweUaste während 
dee gerichtlichen VerfäureiiB stand, 
w&hrend der Standpunkt dei An- 
U&gerg der XiOot ävaiitlas war 
(„Stein der UnverBöhntheit" d. h. 
des ünTersChnt«!!, des KlKgerB, vgl. 
EU 949), Paus. I S8. 6. 

96S. ijitef ngießiiga 'Egi- 
vvmv iv, laßotlaa, ale ob (ertj- 
lur vorherginge. Doch kann man 
auch Raßm ergänzen, da gern an 
die Stelle eines zweiten PartizipB 
ein aelbstAndiger Satz b^tt Ähn- 
lich FhSn. 63 yaiitt ii i^r mofi- 
eav, oix tlSäe idXas oid' i} te- 

964 f. tiittbv &%ovaas xi: dem 
Kläger und dem Beklagten waren 
iwei Reden gefltatt«t. Eine fSnn- 
liche Prozeß Verhandlung zwiechen 
Orestes und den Eriayen wird nnter 
dem Toreitz der Atheua in Äschj- 
loa' Enmeniden gefQhrt und wie 
■onst in den Dikasterien von Athen 
der Angeklagte nur wenige Worte 
fOr sich sprach ond die Yerteidi^ng 
mit ErlaubniB der Richter aeinem 
Anwalt (ovpifyo^oc) ßbertrug, so 
fordert anch bei Aschjlos Ch^stes 
den ApoIIon anf seine Sache den 



Die Richter geben dann ihre Stimm- 
■teine ab; Athena erklärt: i^jf^^iDv 

Die Stimmsteine werden gezfihlt 
tind Athena verkündet das Er- 
gebnis: i'he 3S' irmiiptvftv aZi/M- 



Dioakuren zu Orestes sagen: iv- 
%tc^a (auf dem Areopag) kuI ei 
Sit ifajulv tfivov n{gi • hai Si 



o* inttiniomit fi^ ^tnitlv Sitv 1^4^01 
tt&tlnaf Ao^ias fÜQ aftltiv l^ 
ainbv oloMi, iiT}rifOc xifV""! v6vov, 
Schol. zu Or. 1646 foov dh ytvo- 
\i(vav tär ^qomv ij 'AO^vÜ olxttl- 
faca aitbp auf' luvr^s t^nxe ftia« 
^f 0*, $Tig inoirjinv a^br vtutjaai. 
Damit war das Herkommen (vgl. 
1471 f.) erkUrt, daß im Blntgerichts< 
hofe bei gleicher Stimmenühl der 
Angeklagte frei war, für welchen 
dann die gSttliche Qnade eintrat, 
die dnrcb den Stimmstein der 



anderen GericntBhöfen wnrde durch 
die ungerade Zahl des Richter- 
kollegiums (61, 101, SOI, SOI) die 
Stimmengleichheit vermied en. — 
Za tt-jtäiw &Koveae rc vgl, Eur. 
Herakl 181 Svai, ixäex^t l^ip ^69' 
iv cfl af X^ovl, ihtiv ixoüaal t' 
iv luffi _\«o^« tf ^i>f!j>. — Wegen 
der Partiäpialkonstruktion zu B4T. 

966. Ai^*!! (fflr ztfC) gibt dem 
Ausdruck eine gewisse Gravität, 
wie sie für die Handlung der OOttin 
paBt. Vgl. Bakch. Ulfi, L^kopbr. 
S05 ettffiär ivoxliofieiv AUvirif 
nlärrjr, 11H3 laZs StanoTiiatg &U- 
vai; iiytaifiivay. 

967. vit&v ip6via TteiguT^itia 
^, siegreich im hochnotpeinlidien 
Clerichte") wie ciitfi» rbv negl 
q)övov ijiiva. — Tttii/cm^fia optinie 
respondet latinae voci perieuli,^ 
ubi pro indicio nonitnr (Matthiae). 

969 f Über die Trennung der 
Erinven vgl. Einteitnng S. 18. In 
Wirklichkeit mochte es in der alten 
Zeit Öfters vorkommen, daB ein 
Teil der Verwandten, denen die 
Blutrache oblag, eich versöhnen 
lieB, ein anderer nicht. Der Kultus 
der Eumeniden in einer Grotte am 



,.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TATP012 
Seat S" 'E^ivömv oiat imiefh^tsav v6(i^, 

sas is &yvbv f^X^ov ah ^Cßov aiSov, 
xal xif6e&ev &Svtmv hcta^et's, v^tfrtg fiogäg, 
ixAfiO^ txinoü avsiii' äacQ^^nv ßiov, 
tl fiij ßs edxttt. Ootßog, Sg p,' iitäXBaev. 
ivrsv&EV aidijv xplnodog ix x^vffoi) laxbv 
9olß6g fi ixeniie Stvpo ^^osc^ls laßttv 
ßytekfi 'Afhjv&v t' iyw^iSffvUai x&ovi. 

e^ltXQaliov ^v yäff 9e&g xtnäa%mß.ev ßgirag, 
fucvt&v te iij£(D Kul ah «olvxwxft tlxätpBt 
atsilag Mvx^aig iyxazaat^eoi «dXiv. 
ilX , S) tpii.i}^tta' , m xatsiyvrjTov x^a, 
e&aov Korp^ov oixov, ixamdov d' i^' 
iag t&n' 5lmls xävx« xal xä IZeioxidlbv, 
oiftivtov el ft^ i.'^^6nea9a &eäg ß^ixtcg. 
XO. Sttw^ Ttg i>QY^ daiiiövtov ixt^agBi 

t6 Tavrdlttov ttai^ma di& xövtov t' &yei. 



eogitor VerbinduDg. Die Stiftung 
des KolttiE wird twi jgchyloB auf 
Athena turückgefohrt , welche die 
im Gericht unterlegenen and aohwer 
gekrfinkten QOttinnen veraOhnt und 
sie fiberredet in Athen dauernden 
Wohnsitz lU nehmen zum 3e^«n 
Aea Landes. — v^fi^p, der BestiiD- 
mung, dem Spmche des Oerichti 
{«ie vorher Saiii). 

972. 9oipov jti«ov! dMziiu- 
vos des delphischen Tempels. 

9TSf. vflcrig ßoQ&s -nie änii-n- 
ms airoto Dei Homer. — Ähnlich 
macbten es die athenischen Ge- 
sandten, welche bei der Invuion 
der Perser nach Delphi geschickt 
worden waren. Da sie einen trost- 
losen Sprach erhalten hatten, den 
sie Dient noch Athen bringen 
wollten, verlangten sie einen besse- 
ren und erklärten; oi toi &7ttiiMv 
tt tdC itJvTOD, Ol' a^oi Tpd( itt- 
itioptv h%' Sv xal islstmjmnm' 
{Herod. VH 141). ~ a*r»0 lokal 



wie oAtofl cflÄ» in der a. St — 
nvcCft' icitoeg^itiv ßiov (den Lebens- 
odem abreißen) wie Or. 86i «»»Oft' 
Anofptjiai, Tro. TAG npcAft' iitof- 
piffste eid'ev, Asoh. Fers. filO nvrilfi' 
ini(niitify ßiov. 

976. äTiiiJkiaev: der Indikativ 
wie oAttH ans der direkten Rede. 

977. laßtlv: Der Infin. ist von 
dem in dem Vorhergebenden liegen- 
den Ausdruck des Willens abhängig 
{Mltvat laßttv). 

981. «olvxixm axäfn-.^lM. 

988. mxaeiyvTjtov ttäfa: eben- 
so redet Or. SST.Elektra den Orestes, 
ebd. 291 Orestes die Schwester 
zftitlich an. Vgl. äoph. Ant. 1 & 
TUHvbv ailäStlipov '/flfiiJnjE xäga 
und das HomenschB <plXri xs^al^'. 

986. oieüviov wiedtonnisSTl: 
zu 88. 

967. L&)>gere Reden werden gen 
durch zwei Verse des ChorfOhrers, 
welche der dnrch die Rede erweck- 
ten Stimmung des Chors oder einem 
bezfiglichen allgemeinen Qedanken 
Ausdruck geben, untarhrochen. — 



ETPiniAOT 

1$. fö (tiv xff6&VfU>Vy 3t(fiv et Sevp' i^f^£tv, i^a 
"Ai/ytt ytvia&at xal ts£^ <r6yyov\ siaidelv, 
9ikm S' &*£Q at;, ad te ftccoor^ai xövmv 
voeavvxd t' otxov, aixl x^ xtuvövti fte 

nAeatfii ■£ oCxovg. t^v ^tbv di xßg Xä&toi 
diSoixa x(d x^gawov, ipnx' 3v xsväg 
x^rpttdag Büfuj Xatvae iyiiXfimog. 
x&q S' ov ^tcvovftati tCq S' lvE6xi fioi kAya; 
(iJ.1' , tl itiv i6(f' fi xavd^ ifiov yevijeexutf 
äyaifiä T* oUBig x&fi' ^' eixpiäftvov vemg 
£|ctS, xb xivSvvsvfta yiyvetat xaX6v' 

ait d' &v xb amjxov ^dfitvog si vöaxov v6j[fng. 
od pijv XI qievya y\ oi>Si ft* ti ffavslv xf/sAv^ 



Ixiiaftt (bedrflckt): val. PhQn. 

xüip. 

989. t6 fti« Kpd4^«rlov: „der 

El« Wüle" (Tgl. lOaS) fehlt nicht. 
xa bedarf ea deiner dringendea 
Aoffordenuig nicht. Der QegeDsatz 
dain i*t in der Lücke verloren ge- 

rgen, ia welcher von der Tat 
Rede geweien sein muß. ~ 
tgu: doB lÜsenB faDt Vergangen- 
heit (xflr . . iitelv) and Qecen- 
wart rasammeu („habe ich schon 
seit der Zeit, wo du noch nicht 
hier wäret"). 

SSI. In der LQcke wird folgen- 
der Oedonke ^tanden sein; „die 
Art und Weise der AuBfOhmng 
aber ist mir noch unklar. Qem 
will ich dir das Bild der QOttin »er- 
schafien und dir damit inr Flucht 
verhelfen". Daran schlieSt sich 
das Folgende an: „Denn so wtre 
ich deiner Opferung, die man von 
mir aU Priesterin fordert, über- 
hoben and würde zugleich nach 
dem OrftkelHpmche des ApoUon 
dich und mit dir unser Haus vom 
Fluche erlösen." 



996 f. %s>r&s iftiXfiaros wie vlinie 
ßo^e 9T8. 

99B. l6rov (AoBcede): vgl. De- 
mosth. Ige oMi Uyos <MH aittj^ie 
19' iiilv loO fih rii iiorta x«utv 

999 f. „wenn et irgendwie mög- 
lich iet, dftB dieses insammen ge- 
schehen wird." Die Sätze obttt . . 
££«(c stehen appositioneU zu tuiO'' 

1000. i£xptif(»ov wie Hom. ^ 
248 vljtg . . . f^irpvfivoi. Vgl. bu S12. 

lOOi f. cDvc« %»eiafHvrl 
^biol. Akk.), wenn diese beiden 
Dinge getrennt sind und nnr dos 
eratere znatonde kommt. — ei 
ilO-M^ai tä iavioi ist eine bei 
Euripides b&nfige Redensart: eu 
Med. S29. 

1004 f. Nachdem Iphigenie einen 
Augenblick unsicher gewesen ist 
und die eigene I/ebensge&ht in 
Betracht cezogen hat, erhebt sie 
sich alsbald zu dem hochhertigen 
Entschlüsse für die Bettang des 
Orestes auch dos Leben nincu- 

Siben. Das Prftsens drückt das 
eitstehen des Entachlnsses aus. 



I4>ir£MEU H EM TATPOI£ 
uetaai cä a' . oi yäff iXi' hiij^ /liv ix Jrfftffli' 

OP. <yöx av yevoiii^ Soü te xxtl ^ijrpög fiovfttg, 
«Zig TÖ x£^vi;s ai/uc xod^^tov di eol 
xal i^ ^^ikoifi' &v xal (tccvav laxtlv ttfov. 
fi$(D Si a\ tjv3t€Q xaizbg d»gio9& x^ovös^ 
Xffbs oUiov ^ aoü xta&avtttv {uvü (lita. 

yv Alling d' Sxovaov' ei xqöcccvtbb fyt r6de 
'jipzdiudi, x&g &v Ao%ias i&iextoe 
xo/iiSat n' &yaXna tttas x6Ue^ naXXädos; 



xal abv XQÖetaxov tleiSttv. mtavta y&if 
Vw^tlg xaS" eis ^v v6tftov iiMi^o ^ßetv. 

lO. x&g ovv yivovt' &v Sere f«^' ^ftäs 9€CV£tv 
Xaßelv &' & ßovi.6fiea9tt; x^Se y&Q votitl 
v6itrog xgbg o&otig' ijdB ßovüeveis xd^a. 

OP. J^' o^v fi^awov StoXdaat dwaiiu&' &v; 



oi iftiyti aStcai wie Eero. 107B xb 
ifäoB luXixstv oi iptyju täXag. — 
T& o{£\: die gleiche Eliiion findet 
«ich El. S73, Hei. fiSO, Tro. 918, 
Soph. 0, Tjr. 3S9, 40B, El. 1490, 
Fhil. 8SS. — oi 7&f (denn nicht 
mein Tod ist su beachten) d:Ucc 
s. r. ft. Ml) -füg. 

1006. »av»» i% a6j.mil d. b. 
durch Tod aui Avta HaDse fort. 
Verl. üg. 7S6, 6 ZtcLv TIC t* i6umv 
ivijg Ociv^g, Hom. Z 60 'Iliov tia- 
Kolöfoto. — xoOn*^ wurde spesiell 
von Bchwei TermiBt«n Toten sesagt, 
wie ee anf attiachen Orabscariften 
heiBt; flippt iflXov ital Ttatdi *a- 
dt/nJiaiC M so#((vi* väal 9' 
irBifOimv oder oliri iioOiivii Oftipa' 
fiivotg T^fißov tofldi ^ayota" IXaviv 
oder Sviga xo6eiv6tmov xaial ipÜfi 
ri ymiai*l oder ndtfi xo^tivis u. a. 

1008. KoivliveiDv BtaH eines 
gewöhnlichen koivtI (>oir{} aliv eol): 
zu 7S7. Vgl. Jon 677 mixi m(- 
«dvfiiDt' Mirrgi, fr. 818, fi »oipoxXow 
mtXXttv «%äipos. Dem xmtiS^pcdp 
— tfl« entapricht Zaxilti leov — 

lOlG. In dei Lflcke waren noch 
andere Erwilgnngen aofgezfihlt, die 



EDsammengenommen (hiavta ttUi 
tis iv avv9sit) die Hofibnng geben, 
das die Gotter ihre Backkebr be- 

Ctigen; darunter auch daa glflch- 
. Wiedersehen der Schwester 
(timic abv Ttif6an*ow eleittlv), ans 
dem man schliefloi kSnne, daB 
Artemis cum Eweiten Mal Iphi* 
genien retten wolle. Vgl. 1082. 

1016. f6aroi' laßelirstatteines 
einfochen vonljaat ; so mCgap, jurti- 
Ikiltuev, ahfvtrtjr, Üav, aUä la- 

Stlv \x. a. bei Eoripides und Sopho- 
lei, — Der Inf. Äor. nach tXjdia 
ist selten. 

1018 f. *oa«I, laborat (das ist 
der schwache Punkt), Tgl. Iph. A. 
96S tl n^öf "ntov tv t^' t%afivt 
victot. — ^8t ßoHivaig MÖga : haee 
ett m de mia nvnc cMUMttars 
ddxtMM (Harkland). Damit wird 
die folgende Beratung eingeleitet. 
Enripiaes hebt solche Beratungen 
mit dem Aussinnen aller Möglich- 
keiten, Tgl. z. B. FhSn. 713 ff.. Hei. 
10B6 ff. 

1080. Über die folgende Sticho- 
mjUiie s. in i9i. Das Formelle 
tntt besonders an den V. lOSO, 
lOSS, 1040, 104S hervor. 

„..,.. ,.A,OOglC 



) ETPUIIAOT 

1$. dsivbv 166' tixag, ^voipovelv in^XvdccB. 
OP. äXl' ti ah eäaei xi/ti^ HivSwevt^itv. 
I^. oi>K &v dtJvato, xb Äi 3K(tö9vfuiv ^veaa. 
OP. ti J*, sl fte vtt^ tpde xtf^ireias lMf^^f^} 
[I4>. ibs ^4 Ox^og XaßövTsg ixam6'Etnsv Sv; 
OP. x3l£XiAv y&if 4 *^£i ^f|S S' iXrfitCug rb ip&g.] 

OP. offM», 9tetp9äfffiee&cf xäg aiD&ti(itv ßv; 
1$. ^2''** ^'»trä (loi xatvbv i^E^gjjitti ti. 
OP. xotdv Ti; dii|i;s ftexdÖog, üs xäya (ui^eff 
1$. rar? ooeftft (laviatg xQ^ßoßai ttotpittfiaOtv. 
OP. dctfol y&Q «f ywarxeg ivglaiatv x£%vas. 
1$. ^ov^cc fffi 91)^19 /iilTpög i| 'j^Qyovg fioXetv. 

OP. 2^<'<" xiuiortft tors /ftor^, ff »«pdavcrg. 

OP. T^v' airiav Ijoi^'; ^(urrctk) ri /ifp. 
I^. 0^ xtt9ce(fbv Svra' xb d' Saiov dthöto ^ßp. 
OP. ti difta (täXiov &säs Ryakfi &ii«xezai; 
1$. xdt^ov ae xriyatg iyvlflai ßovX7J9o(uu 
OP. Ix' iv 36^0101 ßifdzas iq>' ovsatfsXtvxt^tv. 



1038. ci% Sr ^^vaio kt j.: ho 
Mhr dein piter Wille Anerkennung 
verdient, fehlt doch die HOglicb- 
keit. — fveaa (hat meinen Beifall) 
wie ixiHmaa (unten 1161), ibtiEi- 
(UMRc, iyÜava D. a., Tri. zn Med. SSS. 

1086 f. Die beidenVeme rind hier 
nneehOrig, besondere hat ci); ilij- 
OtUis rb ipäs keine passende Be- 
siehung. Auch läfit sich &v in 
&S ix«a9etiuv Sv schwer recht- 
fertigen. 

1032. äeivai jäf d, i. etxöf 
iitvttl yäf nri. Zum Qedanken 

vgl. Hirä. 480 ^ tSo' a» d^^ r' 

Svifss i\evfioitv &v, tl (tif fmml'Kts 

StlXaväs lie^aofitv, Einleitimg 3. IG 
. 84. 

10S4. cl tieiavtls: vgl. Eel. 
1060 umbe fij> SfPif il ii **e- 

fhifttv, Soph. El. 69 Ti yttf in Iv- 
ntl reefr' otar lijip ftavan Ifyoiai 
ao>93t niicviytapai liXtoSi ^mtA 
Itip, oiSiv ^Qfut tiiiv xiQiit tiaxrfv. 



1036ff. liia^tv äs oi »i}nt 
itnl at dvciv 4ft^ oi uaOaflt* 
SvTu. — xi 9' Sffiop i&aw 

Siißip ist eine Bedensart wie 1161 
aifi Sidnfi,' ficoe i6äi und bedeutet 
„das Fronune werde ich der FHircht 
hiooeben," d.h. mit dem Frommen, 
RehgiOsen werde ich Furcht er- 
regen, mit dem Verlangen einea 
reinen Opfers werde ich religiOae 
Bedenken erwecken. — TJv' a/r(<cv 
txavta (mit welcher Schuld be- 
haftet), oi Mfuff uf «iit(«; Dae 
Anseinanderfallen des Y. in zwei 
HUftea wird durch die Eliaion in 
der Mitte, durch welche l%o*6' 
iit- aich m der Aussprache ver- 
bindet, vermieden. 

10S8. D. h. „inwiefern erecheiut 
diet für die Oewinumig des Bildes 
B]sfltrd»lichl" Daher das PrttsMB. 
1089. S. nnten in 119Sf 
1040. Damit ist das Bild noch 
nicht fortgeechafft. — iip' 3, nach 
dem (um es so holen). 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TATPOIE 

I^. xixtlvo vtifiKiy 0o6 &tyiivtog 6s j;£(io[v. 

OP. xov d'^za aövTov viargov; rj itaQ' sxßolovi 

1$. ov vttvg j^ahvotg livoädrots bpftet Sb^iv. 

OP. tf* ä' ^ x£s SlIXo? iv xtQotv oCoH ßgitag; 

1$. lym' &Lyttv yäQ Soiöv iat dfiol ficfv^. 

OP. nvXtidijg d' 5#' 'ijiitv aov rerciisrat xoqoü; 

OP. Xä&ffif f Svatnog fl flS6xos ÜQdastg täde; 
1$. nfüratfa n-6^oig' oi yäQ ötv X^if^oi^C ye. 
OP. xal ykifv vtäg yt xttvlog ciilffijg xdga. 
1$. 0ot di{ t^itiv xfi'h "f^XV ^xag Iget xaX&g. 
OP. ^vits ftfti'ov der, TcftfJf Dvyxffijpai ttiSs. 
Hi' ivritt^s xtd Xöyovg xtiOTi](fiovg 

t^pufx ■ IjBi Tot diiwr/itv eis olxrov yuwfj. 

td *■ fi^A' f*iDS Sv Jtrfvrß avfißaC^ xalStg. 



lOil, vitpai b&agt noch von 
^ovliJaofM» ab. — -ü; aoü ^i/iiviog 

ätfotv, unter dem YÄrgeben, daß 
u es berflhrt und befleckt habest. 
1049. „An welcher Stelle de« 
Heeres soll die Waachnag vor sich 

feben? Etwa &n der Bucht?" Hit 
(/Jolof vgl. ixiiimm 11B6, wo von 
dieBSr Bucht die Rede ist, 

104S. jailtrolg: die jaltiiatcijpiix 
(Hek. 636 Xfieai zt »evfivaf Mal 

ämXiviar^fUi vt&li) odei Trpvfiptjaia, 
ie Taue, mit welchen die Schiffe 
am Lande an einem Baum, Felsen 
oder P£ock befestig waren. 

104G, Man kann fitjitr» (tt^o«) 
S«i6v imv inol erklären, ab^ aaoli 
ßfixas (Nom.) Setiv tauv ifutl 9i- 
jtlv laitoi) wie Soph. 0. K. 37 
Xfipov oix "fvby naxtlv. 

1016. KOO xit&iexttt %ofofi 
„welchen Platz soll vt in der B«ihe 
(d. h. in der Anstellung sn dem 
trOfferischen Spiele) eunehmea" 
nacli einer gprichwörtliclien Reden»- 
art, vgl. Plat. Enthjd. p. 279 B tA» 
9i mqiiav noi) j^poG «if^äficir; tv 
rotf Äya9ots ^ Mc&E H^/Eic; Der 
Oebrauch dieser Redensart gibt 
die Be&iedigung des OregteB aber 
den wohl angelegten Plan in er- 
Iceonen. 



._ El. 687 iitjUt lu ^&aav Uyi, 
Xsch. Cho. 678 Tr0vi&r' Vfimi» 
ehtf, Soph. 0. E. IfiSO Uiae OlSi- 

TtOW äläiUJra. 

1060. Nachdem Iphigenie die 
Lidt entwickelt hat, mit deren 
Hilfe sie alle samt dem Bilde ans 
Schiff gelangen solleu, bemerkt 
seinerseits Orestes : „nun das Schiff 
ist ZOT Abfahrt bereit; denn dessen 
bedarf es hiemach", xal ^lij» . . 
yi : et vero , et sane. nitvtos 
^ffns (EU S07) bezeiclinet, daS 
das Schiff segelfertig oder vielmehr 
rader fertig ist; die Rader sind 
wohl eingefügt (li^fiis) und bereit 
einzuschlagen (nirvlos). 

lOfilf. tiina, was dieAbfahrt 
Dsw. betrifft, wenn wir am Schiffe 
giflcklich angelangt sind, Oiestea 
entgegnet, daß auch das Voraus- 
sehende, der Plan, den Iphigenie 
dargelegt bat, noch ein Bedenken 
habe. — zäeds, die Jangfraaen des 
Chors. Ober dieses von Enripides 
Öfters angewandte Mittel der dra- 
matischen Ökonomie zu Med. S63. 

1063 f. X6yovi nctaxtii/lovi: 
Euripides bringt gerne eine {xi- 
Sti^tS rhetoriscber Kunst an. — i/g 
oImiov, ad miaeriUiowm. 



I.A-. 



.X^glC 



ETPiniiOT 

1^. & tpClxatai yvvatxtgy flg ifiäg ßlinto^ 
xal tSit' iv ^fttv iettv tj xaXäg sx^iv 
^ (ii^hv elvat xcd ffxc^d^at xkt^kis 
^iXov T* iiHsXipov ipiXzäxov tg avw6ym}. 

xkX XQ&ra ftdv fu» toü X6yov tdö' iifxitm' 
ywatxis iuptv^ tpUö^pffOV äUifAccts ydvog 
6^£iv Tc xotv& XQ&Y(uct äeipttHoxtattf 

tpvyäq. 7taX6v tot yXätttt' Sr^i xttltii ««ifi- 
bff&te d' äg tgsEg \xia ir^xV ^oi^S ^iHtärovSy 
4 Y^S xarff^ag vdOrog ^ ^avttv, [Uvet. 
am&tUa d\ 6g &v xal 0v xoivtov^g n^ff, 
öAila a" ig 'EUdd'. iUä X(f6g Oe Stitäg 
txirtg Cxvovfiai,, tll dh tpCXijg att(fTi£äog 
yovdrtov xb xal z&v iv döfuttai tpilxihotv 
{jiilzQbg naTQÖg te xal xixvmv Sr^i xv^r.] 
%l tpati\ tig i/iäv <pi]6iv ^ tCg oi ^£let. 



lO&e. its iuS« 6l4au: vgl. Iph. 
A. 1S18 ite iit' 'EU&s 4 t^tyltKrj 

liie T( raAv *al ^ifvjAv %ata- 

10t>7. Vgl. Plat. Prot p. SIB Ä 
iv ^ sdvT' iarl tit aä fi li ^ xa- 
xdf TtgdTtHV. Darin ateht xfurttiv, 
als ob M a4, nicht tu aü hieBe. 
EbeoBO Bchwebt hier bei itrteffilivai 
nicht tü iuä, sondern ijA vor, 

lOeO. Vgl. £1. 1060 Uyotn' iv. 
ie%il 0' ^i luu Ttfooiiilov. — Die 
Beweggründe lind tö iucl6v, tA 
ibuaov, tö avfuflfov, tliog. 

1061. Enripidea offenbart bei 
jeder Oelegenheit eine gewiaae Ver- 
atinuniina gegen die Frauen nnd 
liebt ei dem weiblichen Charakter 
etwai Unedles beinunewen. Tgl. 
SU Med. 406. Zu dem vorliegenden 
Gedanken vgl. Hei. 829 ymmhu 

S'if dij muKoviIi' ■ftivannl xf^, 
ed. 83S Uijis Si fiii^iv x&v Titoi 
SeiofjUvtav , iCntg ^ipovcCe ei 8i' 
<mitait yvMJ c' lipvs- Der Sata 
ateht in kanaalem TerhUtnia zu 
der folgenden AnfTorderang. Vgl 



106*. 



«aliv Sttp: 1 



tiaf^- über den KoqjnnktiT im R«- 
lativaatte ohne £t>, welcher Unbe- 
stimmtheit und Allgemeinheit ohne 
Beziehung Ruf das Torkommen in 
der Wirklichkeit auadrflckt, zu 
Med. G16. 

1066. y^g Tttixfäat yöaros {^ 
US 74* ^t^e^p voirtOB wie KjU. 
108 «o^fii» . . Ttatfmat x^T6g, 
Hom. c 34i v6aiov yulift tai^an/. 

1068. aAeto a' is 'Elläda: 
dieaei Versprechen, hier mehr nur 
ein Mittel der Übeiredung, geht in 
anderer Weise in Erfallong. — ni/if 
«t: dieae Zwischenatellung des I^o- 
nomens (wie im Lat. per te dew oro) 
ist gewöhnlich. 

106S. ni 8i iteht nicht andera, 
all wenn es hiefie: ai fi^v xgbs 

hmo^iitu, ao daB die Bitte an die 
gleiche PeiBon des Chors gerichtet 

ist. Vfbs Sl^tSB, Ttfbs IplitlS xtt- 
mlios foväxmv x» luvsta&cii aind 
wie „foÄfUtig bitten" formelhafte 
AnsdrOcke inatLndiger Bitte ge- 

lOTl. Der Vers, welcher in 
Widerspruch steht mit 130, scheint 
nachtrftglicher Zviati zu aein. 



I*irENEIA H EN TATPOIS. 

^fy^a^tf TttÖta; fi^ yä(f atvovtt&v löyovs 
3Aa>iUc xiyü xal xaöiyv^tog xäXag. 

XO. $(fp9», ipCiij Sdaaotva, xal ffp'^ov ftAvov' 
&g ix y' inov 6oi lahta tftyij^dfi«, 
Cßta fUyag Zf6g, &v daiaxi^xtsis nigi. 

I4>, dvocttftf'E |tv#(&v xttl ydvoia&' eidttinoveg. 

abv £(fyov ^dij xal tfbv isßaivtiv döfiovs- 
&g aiflx' ^isi rijadf xotfiavog x&ovbg 
früffiow Hfy^fov el xttteiQyastat idvani. 

rä xötvt , ^9E£p p.' AiXidog xarä szvxicg 
Siiv^g iaetaag ix nazgoxtövov z^Q^S^ 
a&uöv fte xal vüv irotltftTf r'' H rb Ao^lov 
oixhi ßifOTotai 3iä a' it^tvp,ov ez6(ta. 
iliX' tiifisviig ixßTjd^i ßoQßäQnv %9ovos 
is Tiif 'ji^^as' xal yäff iv9dö' oi «piitsi 
vaisiv Xttiföv <Soi x6liv Ix^iv eiSaifLOva. 

XO. Ü^ig, & xapä xsTffCvag e< 



aivov9&¥, ia&v. — at- 
le vorher ifT^nv (ait) „id- 



„kehre d 



1079. 
vilv wie 

lagen". 

1076. aAiov fiiivov, 
^fleklich heim." 

1077. Vgl. Aadrom. 37 *«v 9' tu- 
Iti.oi'Xa- Z(^ xäS' ctitlti lUyae. — 
ffävTCE eijT]9^eecat ittel Tovtmv & 
i-xiax^Ttis, es irird dir ToUea 
Stillschweigen beobachtet werden 
inbetreff dessen ubw. 

1078. SpDEiff9c (Oott segne euch 
diese Worte) xal j. eidalftoves: 
vgl. Iph. A. 1869 Svam xAv ipQiv&w, 
8oph. Oed. K. 1042 6vaio, 9i)fftf), 
Toü it ytttalov xdgty ticl vtje "nbg 
ilfiSs iviUov itfoiiri^las, Arist. Ftü. 
1417 EiSaiiuivoliK. 

1081. Darauf hin treten Orestes 
nnd Pjlades in den Tempel. 

1063. xarpoxTilrttv yipdE (des 
Vaters HOrderhand): Tgl. lu 13 u, 
Äscb. Prom, 8S0 9T)li>3n^oc 'jlifjje 
(blntiger Weiberkampf). 

1088. nikiv tiSatitova: vgl. 
Soph. Oed. E. 288 av fiij xtUvKtt 
täe aMaliLortit iQyott 'AOi^vas itvo- 
aioii hTtTiQttSiv, Herod. VÖI 11] si 
'A9^pai lufilal xt xcrl li>iai^vst. 
Die Athener betrachteten ihre Stadt 



als eine gesegnete und gottgeliebte 
nnd rühmten sich gern ihrer &eo- 
aißua (Soph. Oed. K. 860 tie 'A9i^ 
tat <paai ^'foffs^sffrvitie clvcu), — 
Iphigenie tritt nach diesem Gebet« 
in den Tempel um das Bild det 
Artemis heransxnholen. 

1089— lias zweites Staaimon. 
Sowohl durch die in Ansaicht 
stehende Rflckkebr als auch durch 
das Versprechen der Iphigenie 
(1067) ist im Chore von neuem 
(vgl. U7 ff.) die Sehnsucht nach 
der Heimat, nach dem schOnen 
Griechenland erweckt worden, 
welche er in weichen LogaOden 
zum Ausdruck bringt. — Der Chor 
vergleicht seine Sagen mit den 
unablässigen KlogetOnen des Weib- 
chens vom Meereisvogel, welches 
vom H&unchen getrennt ist, von 
denen schon Homer weiB / 561 
x^v 34 um tv (is/cfpoiai mre^p 
*a\ jtitvia fiijriip 'Alxvivrtv xaU- 
fnu>v iTtAwuor, avvtx' &</' ttirt^ 
fiifnje &}.xvOvos vtoXvTttr^ios ttlxor 
tfflvtailat, Sre jiiv ixätifyof ivrlif- 
xofot ^Ißos 'Jx6llmv. ADS dem 
Klagemfe des Yogets wurde der 
Name Keys gebildet nnd so die 



I.A-. 



.X^glC 



ETPUIIAOT 

3(6vxov StiQiidaSy ilxwhv, 
IXtyov otxzgbv icideiSy 
eir£iJf£To»' fiuweToWt ßodv, 
5tt nösiv xeiadttg Ael fiolautg, 
iyh aol xtttfaßäilopMi 
d'pijvovg, axteifos ^(fvig, 
xo^oi>a' 'Ekkävmv (i}^(iovs, 
«ofroöfl' "jijfxiitiv kojjCav^ 
S nuQä Kvv^iov f^x&ov oixtl 
tpoivtxä fr' äßQoxöiiov 
Sdtpvuv % tiegvia xal 



seiner liebenden Qattin Älkyone 
geschaffen, welche Ovid Uet, XI 
410—748 eraahh. Keys fahrt aber 
da« Ueer am das Orakel tos EturoB 
ni iragen und leidet Schiffbruch. 
Alkjone schant am Stiande nach 
ihrem Qatten ans; da spfilen die 
Wellen seine Leiche am Ufer. Die 
CKJtter erharmen lich der namenloa 
angldcklichen Frau imd verwandeln 
■ie und ihren Qemahl in EisTttgel. 

lOSSf. litivetov ivvitotai 
ßaäv: vgl. Fhoen. 1608 dva^vvmv 
forträ; ^lot tyvai, Asch. Schatifl. 
C6 tt 6i %vftl iic ^iJiag iitairox6JLaiv 
tyyalos alxrov iiaiii, io^ämt rt; 
ätioöttv öxa tag Trjfttas fi^idos 
oimf&s äUjot) xifxijLxrac imSivog. 
Für demjenigen, der die Stimmen 
der VOgel Terstoht und deine Klage 
ra deuten weiß, ist diese verständ- 
lich (and sagt ihm), daB du usw. 

1094 f. aol d. h. deiner Etage, 
nach der bei Vergleichen gewöhn- 
lichen Kürze des Ausdrucks. — 
Siitteoe Sgvig: auch ich bin ein 
^Ixvtair »oivntvdqg (nach der o. a. 
Homerischen Stelle); nur fehlen 
mir die Schwingen, ämeeos legt 
sogleich den Wunsch nahe Flügel 
EU haben um in die liebe Heimat 
ZQ fliegen (Tgl. 1141). Mit ^Mfio; 
dpfig Tgl. Äsch. Ag. 1357 iixovt 
Umrtt (von ElTt&mestra), fr. S9B 
äxtcfoi nsliiädtt (von den Plei- 
aden), Cho. 491 jc4iaie &xal.%(^ois 
(von dem Tmggewande der Elf Ul- 



ivi]gi(riOTm 



t), Enr. Or. 621 iiptj^t dAfi' 
r^'iOTm nvfl (von der Leiden- 
ift), fr. G98 otioiB dzalMvTOc 
oiy Ittvxrai xiSaig. 

1038. ir6i/ovt d. i. Festver- 
sammlongen (nuvtjy^psie), welche 
der Schmuck und Glanz helleni- 
schen Lebens waren, 

1097. 'jlQtsfus lojtiK odcrlo- 
tla stand den Qeb&renden hilf- 
reich bei. Nach dieser griechischen 
Artemis sehnen sich die Jungfrauen, 
weil sie nicht- nnverheiratet und 
kinderlos im fremden Lande bleiben 
wollen. Leto hatte Artemis e^ 
boren auf der nach der Sage da- 
maJs noch schwimmenden Insel De- 
loB am Berge Ejnthos bei einem 
kreisförmigen See (1103 f.) neben 
einer Palme und einer Lorbeer- 
staude, an welchen beiden Leto 
sich festhielt. Vgl. Bek. 46S ivta 
3iQeat6yovie TC ipofrif (Zeus hatte 
die F^me eben erst als Stütze für 
Leto entstehen lassen) Süipva #' 
Ugois Avittri vtöv&ovg Amol ipll</i 
(1. iftlovg), oiSlvos äyaLiuic ^iae, Jon 
919 & iffiloe %tc\ däipnis Ifvta 
^oivixa naf' &ßfox6iiav, Sv9a 



und dem Lorheer kommt hier noch 
der dem Atlieuer so wertvolle nnd 
heilige Olivenbaum , dessen auch 
Kallim. hymn. Del. 'i63 xpvatiov i' 
h6iaia£ yivi^ltov fgvos HoItis (yf- 
viOUov tn derselben Bedeutung vrie 
Hek. 468 xtax6Yovof), Catull. S4, 6 
LaUmia, maximi magna progeniea 



,.A,oogk 



I*irENEIÄ H EN TATPOIB. 

ykKvxäs ^aUkbv (gbv dlaiagy 
jiatoüs oäivt 9>(ilov, 
ilfivav &" tlliaöoveav GSaQ 

dbg Mo^as &eQax£iiii. 

& noAJUxi dccxifvmv lUßädeg, 

iicMov, &vCxa nvfymv 
dHvfiivav ixl vavalv Ißav 

iaxffv6ov Sl Si iyMokäs 
väOov ßdffßapov ^Idvv, 
hf^a t&s iXagioxTdvov 
^Eäg ifiqiixolov xögtcv 
«aÜS' 'jlytcfufivoviav ItcTifeiim 
ßafiO^g t' oi ii^loQ'vzag, 
Irjlovea tbv äi& xav- 



llOS 

aotiftr. 1. 



lovis, cpimn mater prtrpt Deliam de- 
posimt olivam nnd Qrid. Ifet. VI 
S8& ittie (HCMHibetM cum Palladü 
arbore pahnae edidit itwita geminos 
LaUma fiaverea gedenken. 

1101. vlutntfie ^Woe wie Tro. 
80S, Soph. O. K. 701; sg\. Find. 
Ol. 3, 18 flatnix^oa %6af^v ilulas. 

1108. Aatois i>8lvi ipllov 



als Stfltie und Halt Zunächst 
bezieht sich tpilov auf &aU6v, abo 
auf den Olivenbanm, dem Gedanken 
nach aber auch auf die Palme und 
den Lorbeet. 

1103 f. vdaf K^xliov (piftdi- 
katiT zu Cdtop) lilUanvuav („im 
Kreise drehend"), eine Utnschrei- 
bang desNamena tpejoftdilc (Herod. 
n 170 i^ zQoxociiijt xaleofünTi). Vgl. 
Theogn. 6 9olßi £*a£, itt (liv n 
6tic ti*t Tf&tyta A7{ti> ipotviKOs 
(a8ivt)t Z'P"'* ififpo^pivTi il&avä- 
rwv xaUimov inl tfoxonäii Ui^yji. 

llOi. xitsvof: vgl. Jon 184 (Jon 
spricht den Schwan vom Tempel 
wegjagend) oidir e' ä Viipfti/f & 
9olp<n> oimiolaos rdfinv (iaait' 



1106. Der Chor beklagt daa Loa, 
dae ihn in die Sklaverei and in 
die Fremde gebracht habe. „Beeter, 
f&hit er fort, ist deijenige daran, 
der nie erfahren hat, was Glück 
(Freiheit) ist; er weiB nicht ander« 
und ertrftgt leichter da« gewohnt« 
Elend". 

1108 ff. x^pymv, ti)s JtarMos.— 
iii\ vavaU tßttvmL, auf Schiffen 
fortgeführt wurde durch die Ruder 
und die Lanzen der Feinde, d. h. 
von den Feinden aU Kriegsbente, 
dofixnifoe , aixuäXmos. 

Hilf. 4(s Eajc^aov jfixolfis: 
zn 12. 

1113. ilaipo%t6'¥os heißt Ar- 
temis als Jftgerin (vgl. 187V 

1116. lacptvo mit Akk. wie 
dfpoiTEVftv, ^aittitiv, litutftnttvtiv, 
sonst mit Dativ. 

1116. oi imlotitas, wo nicht 
Schafe, sondern Menschen geopfert 
werden. Ygl. Alk. 121 ia];<f(av - • 

1117f JtjIoSöb t6f *iä «a»- 
t6e ivvSaluotia wird als Ttalfä- 
do^ov angsfOnrt und dann erklärt: 



I.A-.' 



H^gk 



ETPiniior 

TÖg SvaSaifUiv'' iv y&Q &vdyxais 
,oi> XlifiVtl a^vTQo^pos &v 
t& jcdictt dvadttinoviif' 

e9at dfOTOlg ßuQvg uläv. 

xkX o^ liivj x6rin\ 'A^yeia 
xevt7ix6vxoqos olxov &^ef 

xdlaiiog oigiiov Ilavbe 
xmxais ixiO'iovlti 

»iXaSov ia%ax6vov iv^g 
ictCSetv xip^Bi Xacagäv 



atroph. II. 
1116 



der immerfort ünglDckliche, der 
mit dem ünglOck anfgawRchgen iit, 
fflhlt im üngemftch Keine Not. — 
Zum Gedanleo vgl. Herc. 1891 
«txJltjfi^vai 8h tfonX aa^agloi luni 
tti ptTaßoial iv3i7)fOV a i' &tl 
%a*S>s iat', oiiiv &3.ytt avjymitt 
ivOTTivos äv, fr. 285, IG A i' Min 

roo^j« vm^' «oD yog ei trjtAnevoe 
oi* oVitv, alcl ävatmAv HSHdc r' 
Izaiv, Bei. 417 Star ff ivijt »pc^n 
««■Ae iifitiUs, dg ^O'lati niniti 
%atUai Toii xaXat ivaäalfiovof , Tro. 

es8ff. 

112B. „Ja da, meine Herrin 
kehrst heim, geleitet Ton Pau und 
ApoUoD; ich aber mufi hierbleiben". 
Doch wild nach der längeren Schil- 
derung der Gegensatz eu ai ftiv . . 
£|n nnr als Nebenbeatimmiing ifii 
di airof) Uxoßoec 1188 angebracht. 
Uit <ti fUv, *6tvicc wird die ab- 
weBesde Iphigenie angeredet. 

1186ff. GStter werden daa Schiff 
fahren und geleiten, weil e% das 
Götterbild trägt. Pan wird statt des 
t9iTiifavlrts den nelivex^ machen 
und auf leiner Hirtenpfeife den 
Takt fflr daa Rüdem blasen. ~ 
i Ktifoiitas itöilaiios: Fan pri- 
muf ealamoe cera conivngere jiinri» 
inaHtuü Verg. Ecl. U S2. Eizählt 
wird die Sage von der Verwand- 
lung der Njrmpbe Bjrinx in Schilf- 
rohr und Ton der Erfindung der 



EirtenflOt« durch Pan {disparibiu 
calamie eompooin« eerae inter »e 
iunctü) Orid. Met. I 699— 112. Vgl. 
Theokr. id. I 128 Iv»' ivai muI 
fävda tfit' lintÜTitoio (til/tcrovr i* 
utifS} evftyya miXäv und epigr. 
XIII i %jifo8itai Kvfvuott juitii- 
luvos. — nätiiaig (»[drangst, 
toif xmxtjli^frir lyueltimi. 

1139. ixtatdvov (mit sieben 
Saiten bespannt) wie Alk. MG *ti9' 
haxätoyiv x' ifiteiv j^lvr von dem 
Heptachord. 

Il30f. «^fiifiEc schon bei Homer 
iit njfinfiv der gewöhnliche Aus- 
druck fdr Geleite. Apollon wird sie 
mit Spiel und Gelang geleiten, wie 
nach El. 4S2fF. die Nereiden die 
gen Troja segelnden Schiffe mit 
Eei^eotiüizen begleiten. Uit i fuiv- 
Tif Igt der Qrond seines Geleits an- 
gedeutet — J.acaifdv: wie gern die 
Athener diese Bezeichnung ihrer 
Stadt horten, Eeigt Aristoph, 
Acharn. eSO tl 8i tie iiyAt into- 
6toitticat linafäs naliaittv 'Ä^^ 
vaf, ijigtto K&T Sp 8iii xät i.i*<t- 
qäs, iwiani Tifi^v nteuiipas (in 
Wirklichkeit lag wohl darin eine 
Beziehung auf die Olb&ume, den 
Segen und Stolz dea attischen 
Landes). Ea findet sieh dieses 
Epitheton bereit« in dem Bruch- 
stflck einer Elegie Solona Theogn. 
Sil TtateiJta xodfitfon, taiaQijv 
v6hw, olk' hfl O^ftm tfi^e oh' 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEIA H EN TATPOIB. 



97 



ti> ff' 'A^valav ixl yäv. 
ifti d' ttitoü ^o&Cotg 

ÜQi S' CezC <^iQBi36nev' igy xqötovov xazä 
XQ^(fav {ixIq ffrölov ixjteziffovffi, Jiddeg i^S^ 

vabg &xva6[ixov. 

ictfut^bv fxnöSfioftov ßaCTjv, antiite. n. 

iv&' cittXlOV iQ%BXttl XV(f 

obuimv ä* intlff &aXtifimv lliO 

xtdifvyag iv växoi^ ä^otg 

%i>Qoii}q d' IffraiijVf S&i xal 
vcf^o^og eidoxifitov ytifUDv 
«ecQä x6S iCliffffovaa tpikag IIU 



llSSf. .^ffnnte ich durch den 
ÄÜiet fliegen die Bahn der Sonne 
entlang ta meiner Heimkt hin om 
wieder an den Keif^nttnzen teil- 
Eunehmen". Ähnliche Wünsche 
oben 4G3 ff.. Hipp. 789, Phoen. 763, 
Soph. Oed. K. 1081, Frg. 431!. Die 
kreiBfOrmige Bahn des Sonnen- 
geapannB (ro ISS) erscbeint dem 
mit Wagenrennen aehr verttaaten 
Griechen aU ein Imvdjoofioe. — 
tiäkiov: Tgl. liailijvoy tpif/oe Frg. 



vgl. Hek. 1391 ti 8' i^ xtitfap 
xXtiaaifUv. 

1182. ^ui d* a4toC (hierWixoeas 
ftijon joO'lote xkiitae (mit Hilfe der 
pl&uohemden Bnderachläge). 

1181 flf. ietidiftiva ist ergBnit 
nach Hek. 111 tfsSias lat^n npo- 
nivots IntptiioiUvas: ,,nnd das *on 
der Loft fetit irider den Stag ge- 
blähte Segel werden fiber den 
TorderateTen hinane die Schoten 
deB Bchnellaegelnden Schiffes aoB- 
dehnen". — xf6rawos heißt das 
Tau, 'welches von der Spitze des 
HastbanmB nach den beiden Seiten 
des Vorderbugs gezogen den Hast- 
banm in seiner Stellung erh&lt, — 
Zu xata xfäfav kommt noch die 
lAhere Bestunmnng iniQ aiilov; 
tt6les iat die Tordeie Spitze des 
Fabrzengs. Vgl. Scbol. zn Apoll. 
Rh. I 10S9 fi if^^o* i^A ^e 
iftvjCtjS H«! Siljxov il%fii Tl}f 7tf/ipiiaf 
iHov ictv%ii 8i UyifKi Stiov tA 
rtjg vei^ htiyfäifftat Swofia, Aach. 
Pera. ill vaie tf "tfl Z'^^^V^ '"^ 
lot htatacw. — a6dts sind die 
Schoten, die Taae an den beiden 
unteren Enden des viereckigen 
Segels (yavlm), mit welchen das 
Segel heruntergeholt nnd Ange- 
spannt wurde. — itKwtiyatov be- 



EtutpldM, IphlgantU. 



1098 und z 

lliB.loTirii]» ropoJTE 3#i.,mOge 
ich Reigen ansteUen (in der Heimat) 
wo". Der Hauptgedanke ^,wa ich 
auch &{Iher tanzte" steht im Par- 
tiiip. über eolche Reigent&nie vgl. 
zn 4M t. und Theogn. 77e {9olßi) 
vtfotbr ißgiarijv M^ian» iatifmu 
rt^aSt «lilev;, iva ffoi laol iv ei- 
tpoodvv ^Qos ixtfzoiUvov xlsifÄf 
iciaatae liutt6(t^s, zeiiJtiimot xi- 
Oof ■\ii t' iji' ffox^ 9aXl^ TtaiävoHi tt 
ZOgole laxial es oir Jttfl ßaii6v. 
1144. iidffofos, xai/dwptpos 
Hesyoh. (als Brautjungfer bei ho«h- 
angesehenen Hochzeiten). 

1146f. jiafä x6ia tplXas fta 
tfös elllaaovea 9iäaovg iiH' 
xcav, „neben der lieben Mutter in 
dem Reigen der Alteragenossinnen 

id. h. der Jungfrauen) tanzend". 
Ss wird also anKenommen, daß 
ein Reigen der Mfltter und ein 



I.A-.' 



H^gk 



i ETPmiAOT 

fiatgite i^Ai'xov 9'iäeovg, 
dg dftiliag XBCfirov, 

eis ^Iftv dQwfiiva, xoivaoCxiXa tpä^sa 
naX xkoxAiiovq xsqtßalXo^iva yiwUiv 
<ß^ivy kexla^ov. 

0OAS. 
xov '«#' ^ xvXmf/bs 't&vie dmudzinv ywi] 

äSihoiS x' iv &yvots 0&(ia Idfixovrai xvifC\ 
XO. ijS" kstlvy ^ tfot »ävx'i &vt^, iifil att<pä>s- 

tI TÖde fieraCffBig i| Sauvi^mv ßd&pav, 
'Ayayd^vovos xat, dfäg äyalfi' iv AidvaiBi 

I*irENEIA. 
Svai, l^ aÜTOö xüÖu ebv iv xagaaräatv. 
60. ti d" Ißxtv, 'Ifft^iviiu^ xaivbv iv döiioig; 



lim 



Beigen der T&chter nebeneinander 
tanzte. U-ttativ eiäaovt ist die 

S laiche Konstruktion wie 9itniov 
bp ipcfdQBvaa Fhoen. 1766, dft 
saitv ebenso gebrancht wird wie 
ZOfivtiv, z. B. Pboeu. SSS tUklaemv 



und Aiunnt, Eom Wettkampf in 
Qppiger Pracht des HeichtomB mich 
erhebend". Die SchSnheit und der 
Reichtnm, welcher sich im Oold- 
Bchmnck and in Feinheit der Oe- 
wandnng offenbarte, war ihr Stoli. 
Der Auedruck ä^ftmloitoio j^Sg 
ist dem Äachyleiechen äyalfia rijs 
ijcfgxXoiTOv ilid^p Prüm. (83 nach~ 
gebildet. Vgl. lulS. Zum Gedanken 
Tgl. El. 17fi oiK ix' &flatais, rpLlai, 
fli(iöu oiä" htl x^voiois igiutiaiv 
KfndTafiai oid' latSaa j;o(aiic '.^p- 
jtlait Bita vviiipais ilXintiiv xpovooi 
xöd" t(t6v und 190 dU' f&i xal 

itvcu xfiatä rc (i' ixl?) jägtai 
Mgo^iiimi' äylatat. 

iU9 ff. xt>ivnoUii.a fäfsa 
wie in der eben a. St. »oiinrijva 
tfwita, bunteewirkten Schleier. — 
„Schleier und Locken mir um das 



Kinn ziehend tlbenchattete ich das 
Antlitz (fii^M> ist noch dem Sinne 
ergänzt). 

1163 — 1388 drittes Epeiso- 
dion: 1. ThoM nnd Kt^vipatas. 
S. Thoaa nnd Iphig^e. lötrigen- 

giiel ge^n den KBnig. — Der 
Dnig tntt begleitet von mehreren 
Dienern (?gl. 1206 IS08, 1311} 
rechts auf. Seine Ankunft ist dmcb 
1080 f. vorbereitet und motiTiert 
— ^ Kvi-m/if. EU 131. 

1166. XdpiXOvxai. aA^a »vgi, 
„strahlen sie am EOrper von Fener" 
mit der gleichen Konsbuktion wie 
oben BOB näifBv Atpf^ yivnop. 

1166. Iphigenie tritt bub dem 
Tempel heraus, das Götterbild im 
Ann. Eine bildliche Daratellung 
8. oben S. 20, auf welchem Bilde 
aoch der Schluß dieser Szene (128!) 
berflckBichtigt ist, dazu Einleitung 
S. 16, N, S6. 

1I6T. faistlnteijektionderüber- 
raschnng. — l^ imip^riov erin- 
nert an die beilige Satzung fi^ 

116B. Ttat/amtUes Ton der Vor- 
halle des Tempels. 



I*irENEU H ES TATPOIE. 

I<&. äaixzva' ■ iaCa yäff SCSto(C inog ziSt. 
60. T( pQotiiiä^Xj vEox(t^Vj ^iiivSa eatpäs. 
1$. oi MO&aQtt fioi rä OiJ/uct* ^yifs6aaed-' , ävtti. 
00. ti zoixdidd^uv tovx6 ff*; tj dö^av liyeisi 
1$. ßffhtts TÖ rijg ^eov x&Xiv iS^ag ixsez(fd^. 
60. ainöfunov ^ vtv aenSfibs iOxifs^e xth>v6g\ 
I^. aünöfunov' üifitv d' &(t(i^av ^vvi^QfUHlev, 
60. 1^ d" alxla zig; ^ t6 zotv ^ivotv (i'öeog; 
1$. ^d\ ixböhi &Xko- Suva yäq SeSffäxarov. 
60. ili.' j} nv' htavov ßa^ßä^aiv ätitijs ixt; 
1$. oUfStov ^Uh>v zbv q>6vov xsxtfULdvoi. 
60. TiV; tlg Iffov yäff zov. fta^ttv XEJtztäxafttv. 
1$. firjfiifa xazeiQy^cano jloivavp £(9>et. 
60. 'jixoilov^ oiS' iv ßoi/ßenfotg izlrj tig &v. 
1$. »de^s Stayfiolg ^Xä&ijUav 'EHaSog. 
60. i} t&vii' sxari S^' ayaXp.' lito ^dgeig; 
1^. atftvöv y' ix' al&i(f\ iag lutaar^a ip6vav. 



1161. &Mi*tvna (pfuil): in 1088. 
— 6al^ ildaiti „der Reinheit 
widme ich dieses Wort" ä. h. um 
rein zn bleiben und die BeBeckans 
TOD mir abinwenden spreche icJi 

11S6 ff. adliv iSgas&xtttteä- 

Si] „bat sich von ihrem Sitze (von 
er SteUung, in welcher sie saB 
vgl. tax 815} ab rückwärts gewen- 
det" d. h. hat sich anf ihrem Sitxe 
umgedreht. Vgl. 193. Eb int eine 
t^Mse Wuuiuirerscheinung, daß 
ein Götterbild eich umdreht oder 
die Augen BchlieBt Vgl. Plnt.Cani.6 
ijtoetfO<piit tc Sdl Tiaraitvatig £«£- 
mav, &s Ino(>i}iu[irii' o^ illyoi n&* 
«eÖTtfOv, Ovid Met. IV 796 aeerta 
est et castoa aegide vultui ttata la- 
vi» texit (Minerva), X 696 vetifo 
tetaeral aaeraria prfAro. Sacra rt- 
toraerunt oeulog, Caesar d. b. civ. 
m 105 item eonstabat, Elide in 
templo Minervae, quo die pToelittm 
aeeündum Comot fecitaet, n'mula- 
erum Vietoriae, gvod ante ipiam 
3ftn«niam eontocatttm e$set et ante 
ad «imuiacrum Minervae speetavia- 
set, ad valm» ae fem 
eonverÜMe, Tac. bist. '. 



divi Itdii in insula Tiberini amnis 
gereno et immoto die ab ooeidenie 
in orieniem eonveraam. 

11S8. fd itieoe mit bezng auf 
oi %a&ccQä 11 ßS. 

1170. ßaqßäeaiv rtvii wie 1174 
h pafpäfois, 1422 paQ^äeov x^ovdt 
im Munde des fremden EOnigs, wie 
z. B. Äsch. Pera. 268 der persische 
Bote sagt: argatbg y&f itSs Sholi 
pagßägmv. Den Griedieo fiel der- 

81eichen nicht auf; zu Med. 86d. 
'och sagt 1337 der Tanrier ßä^- 
ßaQa itäij von den ihm unveratand- 
lieben griechischen Liedern. — Atxfjt 
hu: der EOnig moB ja anch von 
der Art der OefaDgennahme der 
Fremden erfahren haben (v^. 338). 

1171. oineCov, ans der Heimat 
stammt ihre Blutschuld. 

1178. Über die Form l^s, If*' 
zu Med. IGS. Zu ntmA%aittv vgl. 
£1. 426 iv tots lOiomoie 8' ijvbt' 
Sr yrAim TCÜji, Soph. Tracb. 706 

JCOl yv£flT]E KMEB. 

1176. Tfüv-ns 'EHäSoe mit ab- 
sichtlicher Übertreibung. 

1177. ^6vov. der Mörder be- 
fleckt seine raiiEe Dmgebmig im 
geachlossenenRanme. Deshalb wuj- 



i.Ogk 



M> . ETPinidOT 

60. (Uaefuc d' iyvmg tolv l^voiv xol^ r^f&iap; 

1$. ^Xtyiov, äts ^e&s ß^izag axsOxQdfpii niXtv. 

60. Cotp^v 0* Idye^ev 'Elkds^ &g ^a9ov xkXS>s. 

1$. xttl ni{v xa^Mav SiXfOQ ^di! (tot (pQEvSn/. 

60. tBiv ji(fy6&£v ri <ptXtQov iyyiXXovti ffai; 

60. (£)? d'ij agie amaaig i^Sovatg äy/sk^rmv. 

1$. itai nazdffa ys ^^v xat xeXAg nf/äaeeiv lf»4v, 

60. 0^ d' i? TJ> T^? &EOV •/ ^ivEvOaq eixörmg. 

1$. MEtfdv ys futfova' 'EXXi^, ^ n' &x6Xseev. 

60. rC S^rci S^Stftev, ^pt^Se, tolv |^vo»v x^p»; 

60. oCxow ^v ^(t/jD xi^vifieg l^os f <lrffi 

1$. Ayvols xadv(fiu>tg JCffSnä viv viinu f^ikm. 

60. xijyaUiv i>Sätiov ^ ftiiXKOaCa S(f6tH(>; 

l'b. ^dXaeaa xX-öfisi x&vza t&v&ffAxmv xaxd. 

60. hatärtifoi yovv t^ dejö niaouv &v. 

1<^. xccl tifid y' o&cta fiäXXov &v xaX&g i%ot. 

60. oCxovv K^hs aitiiv vabv ixxixtEt xAtidmv; 

1$. iff^fitccs Sst' xitl yäg BlXa dffädo/uv. 

60. £}•' Sv&a Z9cS"S' o^ 9)tlA T£p(>i;&' äpöv. 

1$. AyviOxiov fioi xtd tb t^s d'sov ß^ixag. 



den die Blntgericbte in Athen unter 
freiem Himmel gehalteUj damit Aar 
Bichter nicM unter emem Dach 
mit dem MOrder weile. 

1180. Ai, wie man darans schlie- 
Ben muB, doA da ubw. Vgl, zu 148, 

1181. vpivd* ist hIb gen, obi. 
abhängig von 9iltaf, „eine Lock- 
•peiae, die meinen Sinn ködern 
■ollte", *gl. Androm. 264 toiivt' 
ijHo stm diltaf. — na&Eltmt (^eBen 
nieder" auf mich) entipricht dem 
Bilde (die Angelrute lUt die Lock- 
apeiie ina Waner hinab). 

1183. TA* 'AQji^tw für tAv iw 
J^fti nacb der Vontellung ^ 'A^ 
■fovg äyYiUovxt, ebenso 1410 riig 
JUtOw tifae ffi ■ 

1186. iltwiv 



-ae (von i%*»itiv, 



r hat reinigende Kraft. TgL 



Hom. A 814 ot «" &*ÜMiitdv09to 
*al elg £Ut Ufuet' I^Uov, ß S81 
Xilpae vitliäiuvos soUJ}C '^^ *^Z'*' 
^Wijvj), lach. Fera. S04 ze(«f«> »«1- 
lif^^oD lipavaa ^y^ (Atoeaa um 
aich Ton dem bOaen Tiaum m rei- 
nigen), Sopb. Ai. 664 AU' ilju xf6g 
tM loM^ Mal »afaxtiovs aiiArcif, 
ig &* löfiafr' ijwlaas /f>& itljnr 
Baftlav il/ali^toyiat (ftäf, Pen. «at. 
II 16 Tihrino in gttrgite »erffit 
matte eapvt bis terqve et nocUm 
flumine pur gas. 

1196. Zw^entig „meine prie«ter- 
licbe Pflicht fordeii ea ao — der 
Plan meiner Bettang verlangt ea 

80". 

11B7. &lla 6fiaii\t»* tat wie- 
der iweideutig; rar Thoat bedeutet 
£Ua „andere geheimniavoUe Qe- 
br&nche, die ich dir nieht sagen 
kann" {S^^ffta). 

„..,.. ,.A,003IC 



»ITENEIÄ H ES TATPOIZ. 101 

80. tücsff ys xtjllg sßaii viv ^ifttfOxt&voB. 1300 

lO. o^ lyi^ xot' Sv viv ^(fiifi^v ßi&ffov &*o. 
60. iitxtuos iqbaißtM %^ nQo(tifila. 

1$. oU$&ä wv & iioi ysvda&coi 60. ebv zb <f^fuUveiv tids. 
1$. 8tafui Totg yuoici XQÖeQ'tg. 60. icol Si <l' ba^ 

yoitv &Vi 
l^. xiOxbv 'Ellas olSsv oidiv. 60. It' ixl dtaiiti, «göa- 

SoJlok 1S06 

I4>. xixxofu^&vTatv 8h de^^o toiis Uvovg 60. Afrcu tdäe. 
1$. xfäva xfiiiiftvtEg xhcXoiöiv. 60. i^A^ov XQ6e&Ev 

<pkoy6s- 
1$. ö&v xd (loi a^foufii^ dxadStv. 60. o^' iftop- 

1$. xal itdXti x^iitov rtv' Sffn; ffijftovel 60. xotag 

fdxagy 
1$. iv 86fMig fUfivsiv Sxavrag. 60. ft^ 0viwv«^i' 

7((v9> ; 1310 

1$. fivOaQä yäQ rä zoiiif iotiv. ' [60. ffr^rj;« xal OlJ- 

I<(>. iiJ}Sdv' elg S^iv asJAtetv.'] 60. ei ys xijds^stg 
x6liv. 

lSOO.Ki]llE^i)t«OKtiii>oe:£ul!. £/voie: dae reiae' Lioht de« Helios 

1S08. Zum SchlnJS des Akt«8 geht darf nichts unreines sehen. Vgl, 

noch der rahwere Trimeter in die Med. 18S7 xttl raOra tqäaaa liXiiv 

raschere und lebhaftere Beveg^uig vt TifoaßUstit *al yatav, t^fov 

des tTochaischen Tetrameten Ober, tl&va dvaaißiatatov, Herc. 18S1 tl 

ein Gebrauch, der von Enripides tljrä fiov %f&r' livexcEltr^E ^'^i 

sich in die via ■xmp^tla nnd in das Soph. Oed. T. 1417 tijv joüv rnivra 

Druna der BOmer Terpflanzt hat. Bia^owmv ^iyu atitIo9' £va%Tos 

— olii9a & ytvia9io wiodash&ofige HXlov, toi6vd &yos &*äX,vXTOv 

ol<t9' 8 itfitaov: im Oriechiflchen oStid ätinvifat. 
kann der ImperatiT auch im Re- 1209. T(6lti gehOrt in «ripaftf. 

lativsatz stehen. — «dZk;, YorAlle. Vgl. 1410, Soph. 

1806. xtathv 'Ellas olBiv oi- Oed. T. SSO ^aOafieä y' ^te ^ zixn- 

iiv. Iphigenie spricht im Sinne Die Antwort entspricht der Frage 

des Barbaren, der den geistig Aber- nicht, weil Thoas den Sinn der 

legenen Hellenen als einen Ken- Iphigenie nicht richtig erfaBt hat. 

sehen toU yon Lng und Trag an- Kbenso JSI9 f. 
sieht — inl ffii>uf, d. h. ZOT Fesae- . liio. evvavtätv: der Optat. 

Inng. Damit gehen, nachdem sie in dem Sinne .,soU der Bote den 

noch den folg. V. gehOrt haben, Bdrvem dasn bemerken, es sei das 

einige Diener in den Tempel ab. befallen worden, damit aie nidit 

1306. xal . . ti, nnd {9\) auch mit Hordbefleckten losammen- 

(««0. trafen?" 

1S07. ««AfK «e^ifittrTic, xols lailf. Der V. fni^V tls Af»* 
'.A,OOglC 



02 ETPiniAOT 

1$. xaX fpllmv y' oÖff tfrf fuxXiut«. 60. tovx' iX^$ sie 
i,U. 
\ß}S filxötQg ae aäaa &avttdiEi x6Xtg.'\ 
1$. eil di (Uvav tcörov xf/b vaäv rg 0-t^ 60. xC jyfHiut 

I<^. Ryvieov xv^ep iidla&^ov. 60. xa&icphv &s f<J%S 

I*. ijffte' äw 4* 4<» nt^&aw oC ß^vot, 60. t/ j;^ fte 

I^. x^Xov Anniinnv «Qo^ia&ai. 60. ^^ xaXa^valov 

Ußm; 
I#. ^ J* äyttv SoxA XQO*'^'-'*', 60. Tovd' 3pog tffi 

KakSiQ. 1880 

1$. cl j-äp äg i^iXa xa^oQiüig Zds nieoi. 60. tftw- 

xal &Eeg (lödxovs veoyvoiie c' fi^vce, 6g qMfvfi ip6vov 
livaa^itv ixvtifoi^ silag tt )Mp,x&Sav xi % &l£ 5aa 



nildtiir- ottWt Mttl oiffuriM ai 
scheint eine variaate ed 1210 £u 
sein. Welcher ron beiden echt iit, 
Iftflt sich nicht begtimmt sogen. 
Der auidrackliche Befehl an den 
Diener mtu %a\ o^fKUVt av kann 
durch eine Bandhevegnng dei Eß- 
nige enetzt werden. 

1212. Dei KOnigB Urteil ist in 
anderem Sinne wahr. 

1218. hkI (%7i9tvm) ipUanr fAt ttt 
liäXmta {%7f3tvftv) doppelsinnig. 

1814. Der Trimeter igt wahrschein- 
lich nicht der Best eines troch. Te- 
trameters, sondern ans einem an- 
deren Stttcke EU 1180 oder 1808 
beigeschrieben. 

1816. ntf^dm: vgl. Hei. B6& ^roO 

^■tlov ih mitvbv ^Uftir alOigos 

vof) atii\u»a, Herc. IIU Z%' dfi^l 
^fiir z'^^C yffv^tov Ttvfl, Eom. 
Z töl oUt mnav, y^t, xuxAv 



p4jai>o*, Ovid. Met TU 861 terqtne 
wn«m flamnut. ter aqua, ter mU- 
phure liairat. 

1216. %a»af6v, lUta^fOw. 

1318. nalaiLvalov (nsutr.), Be- . 
flecknng, die vom HOrder (ittila' 
(walOc) ausgebt. 

1821. &s»4l» macht denWnnsch 
zweideutig. 

1888 f. Qefesselt nnd mit veriiflll- 
tem Haupte «erden Orestes und 
I^lades aus dem Tempel gefOhrt; 
zugleich mit ihnen werden ans der 
Ende, welche- im Tempelbeork 
weidet, Färsen nnd Lämmer beraus- 
gebracht, deren Blnt zur Beini^ong 
dienen mII. Auch folgen Diener 
mit Fackelfeuer und anderen Rei- 
nigungsmitteln. Thou verhüllt nch, 
so lange der Zug vortlber^ht, das 
Haupt. Der Zug entfernt sich durch 
den rechten Zugang der Bühne nnd 
ihm folgt nach 1383 Iphigenie. 

1884. aiXae re, iwptfiiitvav 
(Zengma). 



I*irENEU H EN TATPOIS. 



103 



ixxoSiov d' aiS& «oHztas Toid' ixBiv [udafunos, 
«f WS ^ va&v ffvAojpos x^'P^S &yve^£i &£ols 
^ ydltov Hxtlxei tfwd^mv t} rrfxots ßa^'&vETat^ 

& ^tbg jitjzQvg t &vaao« aaifQ'iv', t^v vC^m ^- 
vov 1280 

xetväe xtti ^a(0(uv 0^ xO^i xafra^öv oUt^tig difiovy 
eifTvxttg S' ^ft«t£ ie6fu9:tu t&kla d' oi ki-yova' SfMs; 
xoli T& xittov tld66iv ftsotg «oC te aijfur^vco, &tti 
XO. Etixaig 6 AtaoÜg j/övog, atroph. 

Zv xoxe ^i]ltdaiv 12S6 

xov(foz^f6q>otg yvälotg 



ISBfi. ^z"* iutxatuitiv vie in 
fx ^^^2"^ Med, GCO. Anden Aach. 
Avm. 980 fieijatt, acnrtbv tmo- 
iarr liiaf, Xen. K;r. TI 1, S7 mii- 
BovXtioviiir i%xo9ii9 i%ttv tuttvtiv. 
Mit ähnlichen Worten achloB der 
Hierophant in der feierlichen »f6f- 
pigatc (Jle uneingeweihten und Dn- 
befngten von der Feier der Eletuini- 
schen Mysterien atu na^ Ariatoi^. 
FrO. 869 toiald' inavgä Koitft« 
ixtivSA xnjrfric vi T^«M' fu£l' i%- 

1838 f. yaiiDf . . 9 t6»oie pa- 
fivtrai und deshalb lum Tempel 
kommt um der Artemis als Be- 
achfltierin der Ehe (Tgl. Iph.A. TIS 
ttfoxilttit 8' ^1] »aiSbs hipatas 
9räi) oder als loxila (1097) ein 
Opfer zu bringen. — ^liytit, i^l- 
atat9i nimmt noch einmal die feier- 
liche Abweisung auf. 

)S8J. Daa Oefaet ist zweidentig, 
— ai xQ^, in Wirklichkeit meint 
sie AttiRa, nicht wie Thoat glauben 
mnS, den abgelegenen Ort der Ea«te. 

ISSa. T& itltiovu, xi»i peft- 
x&v. Vgl. Hipp. *71 rü xltla »{nj- 
«ä tAv xukA» Ij";. ZnmGedanken 
Tgl. Soph. El. 667 TÄ 8' £Utt *ävta 
■ttal aicntAerit il^ot iitaiiA ai 8al- 
(tOi>' Sit* {fyi8ivai- xiAs i% ^i6s 
■f&f ibi6s iati iKi>9' ig&v. — Thoas 
tritt in den Tempel um ihn ans- 
zuHLuchern (1816). 



1834—1888 drittes Stasimon, 
in welchem der Chor die Besitz- 
erfpreifbng des Delphiaoben Orakels 
dnrcb Apolton und die Begründung 
des Ansehens der pjrthischen Weis- 
sagungen auf Kosten der Traum- 
oräkel feiert. Der Inhalt entspricht 
der Stimmung, welche der gnecbi- 
sehe Chor in dem Augenblick fllh- 
len muB, in welchem der Spmch 
des delphischen Qottes in Erfüllung 
geht (Tgl. IQ 77). Von der anfieren 
Handlung muB der Chor schweigen. 
Hit Unrecht sagt deshalb Hark- 
Und: Hercniis encomium Tix maffis 
a proposito. — Wegen des 



den VeramaBet Tgl. 

ISSi. tBnaie („ein herrliche« 
Kind") wie Herc. 68B AaiofSs t^ 

HaUta Y6vor tlXisOOlMai xallljofov 
und Cr. 964 i «error 2'^'»^; vtiftt- 
Quv Uifaiipaaaa mailiirain 9td. 
Andere Eek. BIO ttJTtait aar' oioa, 
vHv äh y^ofic &itKit fy' S/ia n. 0. 

l!86f. Zu ^r}lidaiv yviilots 
Tgl. Hei. 1801 8toiui8i KiUm, Cr. 
870 lucmäfiv Xvöaijfuciiii' , thoen. 
1084 qpoiraoi jtTttols, anch das lat. 
rictricia anna (Verg. An, Hl 64), 
— uov^otQdtpois ist ehrende Be- 
zeichnung Ton Delos, weil Apollon 
dort als Kind gelebt hat. Vgl. 
Kallim. Hymn. auf Delos 86, 3 Jfj. 



I A-.' 



H^gk 



ETPiniAOT 

iv xi^tfpfc ooq>bv ^ r* isl TÖfrai' 

(biu du(f<idog elvaUag 
Xo^Bla xJ.fi.va iisoütj' 

Ttiv ßaxxevoveav .^loinSffp 

Hofftniatov xoQX^gidv, 

S&t xoixt}i6v<ozos olvaxbg Sffdxmv 

tfxuQtt xtndxaXxog e^^wiUfo Sdtpv^, 

jTäs :vc>Ud^wi' t^^oc;, &ynpsxe 

ftavretov X^vutv. 

ei) Si vtv itt ß^ifposy hl pilag 

ial (iari^s ayxäiaiet ^ffpSxav 

Ixaveg, & ^olßs, [lav- 



1SS7 f. Aiivt (unter Schmenen 
gebar) ist dem Sinn entsprechend 
er^ftnit. — ä t' iitl Ttifrar tiotoiUf 
d. 1. voipbf iv M&tiv^ xal Iv tA&n 
tietoji^ ij' y yä-rvtai. Vgl.Hjmn. 
auf den Del. Apoll. ISI ein fioi 
(Worte des Apollou) *i9afis n 
ipUri «(1 xafolvlM TÖfcc, 

ISll.lozctd, die 10&8 ff. gefeiert 
worden sind. 

124S. fiätiiea iBtFaax. zvi itarijf 
(uadt^f) wie eAttiifa EU smrtf^. 
V^. Soph. Tr. 783 paatinf xorrp^E 
8; Mifiv ^Tito, Eesych. pmi^ ' ijtl' 
miMToe, MifTirAf, i<ftv*r{t^s- Sie 
verließ da« trockene FelHeneilaad 
Hin ein Land mit reichlich flieften- 
den Gewäasem anfzuBachen. Zu 
imöanav Tgl. Heaych. Sotmnnv 
oi xcrTooti^ov, ilÜä ii9f[v nnd 
Soph. Oed. K. t2öl <ioTncl It^av 
Aaxpeov, Älian Naturg. 5 IT «JUi- 

iax^oii. Der Parnaß hatte ver- 
schiedene Qaelleu , woruoter die 
kastaliache diu berilhmteate war. 

18i3. pa%iivovaav. der Gipfel 
des Parnaß begebt gleichsani die 
bakchiache Feier, wenn er nächt- 
licher Weile vom Fackelschein des 
Dionysischen Schwaimes erglUnzt. 
Solchen Fackelschein glanbt« man 
nämlich Öfters auf dem Qipfel de« 



ParaaB wahrzanehmen. Vgl. Jon 
T14 let diiifddts IlafivaCo6 xiTif<is, 

xtmutf itJMt^pä TtTld^ wxzutiloif 
£((B aiiv Bänxaie, Frg. 762 ^i6waos 

3 da «o^Mko* Tia^ivois aiv ^eX- 
nV, Bakch. 806, 669, Phoeu. 826, 
äopb. Ant 112G. 

1216. Vor Phebos besaft Themia 
als Nachfolgerin ihrer Mutter Erde 
(r», rata, X»<b*) das Orakel in 
Delphi und der Drache Python, ein 
Sohn der Erde, bewachte es. Vgl. 
Isch. Eum. 8 eiait, ^ dij xi fii]- 
tfbs Stvtiga x6ir l^eto uavrttov. 
Apollou tiJtete den Drachen and 
nahm Besitz von dem Orakel nach 
Terdr&nguug der Themis. VgL 
ApoUod. 1 1, S 'A7t6XXani ^v ttg 
Jthfohs xffTian^oiaiii t6tt 0tfu- 
Sot. räf 3i i tpfovfd^ rb fuiwxelov 

&etv ixl xi jätffur, toStov ivtläit' 
rb (lavnlov xa^aiafifidpti. 

1916. »axäzaixot, mit eher- 
nen Schuppen oedeckt. — fäovfi, 
im Lorbeer (vereteckt). Schol. zn 
Ariatoph. Plut. S13 nv9i%iiv atlvag 

Jtoios Sdipvri lotttro, ijv ^ IIo&Uc 



iX-" 



H^gk 



I«irEN£IA H EN TATPOIS. 

xtCtiv S" ixdßas ta^iav 
xQlxodl t' Iv Jj/vai^ 

Havtetag ßgototg 

^^sOipixmv vdjiatv 

idihiov Qxo, Kaaxalias ^i^Qmv 

ytitwv^ ftdaov Y^e ^2«'*' it^la&oov. 

Sifiiv 3' ixel rdttav 
jtats Sativasasv h ^jitc- 

X^Ot^lfi<oVf v^ut 

X^iov hexvdmato ^daftm' itvslffav, 

ot xokiaiv fugöxav & x&tffuno 

{iiTVOV xatä Svotptgas 

yäg eivcig Ifipa^ov iel' 

lutvrelov <)' (^fUcTo tiiiäv 

iMßov yi^6vp 9vYttT(f6g' 

laX^o^S *' h 'Oi.vftxov 6Qita&Elg Sva^ 



«ntistr. 

iseo 



JSU f. ftuvtilae 9$aiptittni 
wie IS83 Ofetfidimp ioiialf. Zum 
Geduiken Tgl. Or, 691 'JxoUo*, Bs 
luaoiupäXovs Ufas valav ßgorolai 
er6pci vifiit aa<pt«itnov. 

1267 f. Ai^Tuv Gxo, aiu dem 
Heiü^m beraua. Vgl. Eek. 6S 
itfä fitf ^f mtb as>]vl)c »6da, 
Das' Ad;tOQ des Tempels war Aber 
dem Erdschlnnd, Aber welchem der 
Dreifufi der pTthia stand, Tgl. Jon 
461 #0(|!ij(Oc iv9a yäe titft6inttdof 



tnm TOo Delphi der Uittelpiuikt 
der Erde {ift^albt ytis) sei, Tgl. m 
Ued. M8. 

12fi9 ff. Fatav jVI'^'If'''"' 
(„von dem Orakel der rmV) wie 
fiavTttov X9iviov 1218. — jtaiiöoe 
iit nadi dem Sinne er^nzt. bie 
Sage, daß Gäa ane Unwillen Ober 
die Verdi^DKung ihrer Tochter die 
Tranmorak^geschaSen habe, welche 
das delphische Omket guu in den 
Hintergrund zu dr&ngen drohten, 
ist Dor aus dieser Stdle bekannt. 



1863. X9eiv . . aäoaot' 6pti- 
f mv: Tgl. Hek. 10 i xitvuc ^A* 
ILtlavoxtt^fotv ft^rcp dvsfpaif. 

1361 f , S . . wntv, wai Tom 
Schickst^ bestimmi war und das 
Eflnftige, dos kommen sollte. 

1266. Kut^ dv. y&s tivit 
Sscov, „im nächthohen Lagern auf 
der Erde im Schlafe", im lAeht^ 
liehen Schlnnuner beim Lagern auf 
der Erde. Damit sind die Tranm- 
orakel beieichnet, bei welchen man 
durch Inkubation an heiliger Stelle 
einen die Zukunft vorbeaeutenden 
Traom im Schlafe erhielt. Vgl. die 
Beschreibung des Tranmorakels TOn 
OropoB in Bootien Paus. I Sl, 5 und 
die Schilderung Verg. Xn. VH 81 ff. 

1808 f. ftavTftov vififf« wie 
^tvoifivovs Tiftcfc 776, Tgl. KU 12. 
— tp96vqi 9vjFatg6t: aus Mifi- 
Runit wegen der (Terdiftngten) 
Tochter. 

ISTOf. xaziitovs: derOebranch 
des nuammengeietsten Tuxmtovt 
•tatt des einfachen r«xye dient der 
dichteriichen Yersinmichnng des 



xiffoi xaidvbv sXi^tv ix ^lös 9Q6vmv 
IIvtKav Sdfuav X^ovtav iupe- 
Xelv ^aäg itavtoa^av. 
y^laee S\ 5ti tixog S^aff ißa 

htl Sk 6eltSas xö/iav 
aecüiiev vu/fous ivoxäg^ 
imb d' äht^oa^Avctv 
WKZfonhv i^Etlsv ßgotStv 
xal ttfiig ndliv 

aaXvdvoQi 8h %tv6BVX^ 9(f6v^ 
^aQettv ßQOToite ^ett^ärmv iotdtcts- 

ArrEAOS. 
^ vao^'^i.axtg ßäiuoC r* ixiajätai, 
66ag &va^ y^g t^de xoü xv^tl ßsßAg; 
xaltiv' ivanxii^avTBg eiyüfupovs x^Xag 



Atudrncka. — In Sli£n> ix ^edrw 
fsoUang Dm dan Thron) liegt wie 
in xopat»«! tlg eine doppelte Vor- 
BtoUnng: iUiat ns«l »ifivove h 
9givmv tjftrjat, wi& fonitmw iSaf- 
t&atai S6S von fiiBfUliger Bitte 
gesagt wird. 

1273. Xltotiav navToa^wv, 
du „Erdorakel" mit Beziehung aaf 
die Siaholnag der WeisBagungeu 
durch Lagern aaf der Erde. 

lS74f. Tnaat, Ztvg. VglEjran. 
a. Herrn. S89 Z»jie ii (liy' tieyi- 
laaetv. — nol^xfVta: der Beich- 
tnm des DelphiHchen Tempels an 
kostbaren Weihgeichenken und 
Wertsachen, welche in den ver- 
■chiedenen Oijaaveol niedergelegt 
waren, war weltberühmt. Schon 
bei Homer I 404 f. ist dftvon die 
Bede. 

1876. iinctlvas %6fL,av nach 
dem Homerischen nvawiMi.v tit' 
iafitti vttet Kfovlotv ifißfiaua 
8 Sga z''I'ca( tusQgAtavro evcaaog 
«(CETic an' i9avazoio {A G!9). 

197S f. äntferliv, nnTermerkt 
nahm er weg. — iiaSoeivar, 
dltffrtMfv. Die gleiche Fonn Theogn. 



1S36. — lilij^oaövTi rvxtatitif, 
&l^9eia vmnioav ö'^mw, die Wahr- 
haftigkeit und ZnTerlüssigkeit der 
Tranmen cheinimgen. 

1282 f. «olvavopi , . &oiiats 
(Ifritse): , nnd dem von WalUahrem 
Tieloesncbten Orokelsitz verecbaffl« 
er es, dafl die Menechen den Orakel- 
sprfichen vertranten". Zeos stattete 
die St&ttfl mit dem Vertrauen der 
Mensehen ans und infolge davon 
erfreute sich diese allgemeinen Be- 
suchs. Die A^jektirn »olvcEvo^i 
CcvöcvTi erg&nien sich zu einem 
Begriff. Vgl Sopb. Oed. E. I0S9 

1284ff. Ezodoa: 1. Botepiener) 
und Koiruifalos. 2. ThoBS und Bote. 
3. Athena und Thoas. 4. Chorikon. 
Der glQckliche Ausgang des listigen 
Planes erfUirt eine StSnug, wo- 
mit der Dichter das Auftreten eines 
deuB ex machina motiriert um be- 
sondere Zwecke, die außerhalb der 
eigentlichen Handlung liegen, zu 
erreichen. Vgl. darüber Einleitung 
B. 16. — Der Bote tritt recht« auf 
und spricht nach der Tempeltfire 
hin. — ifCiardfav: zu TSe. 



ISITEKEIA H EN TATPOIE. 107 

^1» iiElä&ptov xävSt xoCffttvov x^ovög. 
XO. ri If iaziv, si xffil ftii xelevO^siatcv ifysiv; 
A.VV. ßsßäci (pQoüäoi dCxtvxot veavCaiy 

'Ayttiitfivovsitcs 3Uudi>s ix ßovitviunmv 1S90 

^t^öyovtss ix yi^e xijede Tcal aenvbv ßpitae 
laßöfzeg iv xöXxouitv 'Ellädoe vtAg. 
XO. SxiOtov thteg pC^or" Sv d' idetv &iX£is 
&vaxta jiä^ces, q>ffoi>dos ix vaov ivi^slg. 
Arr. «of; d€l y&ff (cixbv sldivai xit äifäfuva. 1396 

XO. oinc tOfitv ikliä arelxt xal Slomi vtv 
Sxov xvQ^aag toieS' ixayyeletg JLÖyovg. 
Arr. 6(i£r', &KtflTov hg ywatxstov yivog' 

fihtert 2^f*'*' '°^ «BX(fayfiivmv nifog. 
XO. fittCvt]; Ti 8' iiiitv tolv iivoiv d^wf/uriJ fiittti ISOO 

oim et xifixro^vtoyv x^fbg xviag Saov VKxoei 
Arr. oi Xffiv •/ Sv Efiqi rotfxog ipfirjveig tödc, 
etr Mviov eh' odx tvSov ifxtjybg j^oytig. 

Mcl dtazitt] aijfujiw9^, oSvtx' iv miilats 1806 

xä^e^u, xaivSnf tp6fftov iyyiXlav xaxdtv. 

eOAS. 
tig ifiq>l d&n« 9ieg SS" tetrjtitv ßo^v, 
Xiiittg igii^fig xal ipö^ov xifi^ag iaa; 
Arr. IpsvSov aXSe, xa£ n' äxjjlavvov d6(tcov^ 

1291. iftiyavtts, weil der Anfachlofi zu g«beu hat und die 

Flachtvennch noch nicht gelungen Stelle des Ihipa^iie von Privftüi&uiern 

und vollendet ist; dagegen Aor. vertritt. 

Utpivtte von dem auagefühttea 1801. Der Bote Bcbl&gt an du 

Raube. Tor des Tempeli (1808). 

1297. dl»«i piv (t»tI«t)Siiov 1801. <p6fi:av KaK«» Tgl. Hek. 

«v^ifffcic &iittyyeltTe. Die im 106 Ay^d^ pägof iifufiivTi i^ifa, 

Fnt. liegende Absicht bezieht duh Äscb. Ag. 649 TOiAvdt . . ntifuifm« 

mehr auf du PartUip xvpifffas ab atvayuivov. 

auf das verb. fin. 1S07. rextieiv jIotirrTgl.Herakl. 

1801. »fatoiptav Rr ^äv UQB- 12B ßoijv Anna«, Or. 1689 Ot^Otii 

toiraav wie Äsch. Pen. &4S »i6v- u^av-y^v, Iph.A.1089 latitaiv taväv, 

tatv TOtf TfxoOm nach Homerischem Juch. Qio, SS4 xCra (loijv Uxrie 

Spracfagebranch. — niilac wie frii- dipois; Soph. Phil. 1S63 9-6fvßos 

fctf, zum Paläste. roraiat ßofis und doa tat. surgit 

180S. lgp,7ivtis ist wie «In^oO- olatnor. 

ZOC, minvit (z" 131) Titel für 1309. lifitvSev %al fi' äx^- 

einen Tempelbeamten, welcher Ober luwov mg ifflSi d.i. ix^iavv6r 

die Angelegenbeiten des Tempel« (ti ^Mothmi ü 'fqe- VgL 3oph. 



108 ETPiniAor 

iiB ixxbg cfijs' <^^ ^^ ^tar' tilxov i}ff&' &ifa. 
60. Ti XffoadoK&tlai x^^Sos ^ d^(fä(uvcu; 
ATT. ttb^is tä t&vde ai}iutv&' rä 8" iv xosl 
xaff6vt' &XOV60V. ij veävig Ij 'vt^äSe 
ßtoftote i^6t(cz'f 'Ifpiyivtt' , l^ai j^o*'^ 
ai>v totg iivoi«iv otxstai, as^vov fts&g 
Syalft' i%ov9a' Sdkut S' ^v xa&ä^iuttte. 
60. x&s 9^s; i^i xvs^fia «vfipotfäg xexnjftivi]; 
AFP. tffo^ovtf' 'OffdcxTiV rovro yäif ai> dav^tf^j. 
60. TJw xotov; aif bv Twda^ls tCxtti xd^; 
Arr. Sv xoleSe ßaitols #e^ xa^etaiAuccto. 

60. 3t &avfuCf xSts S^Et^ov övofiäoas tvjto); 
ÄFF. fiii 'vravfht t^^^s tfipr ^(fiv', &i.X' &xavi ytov' 

dtmyiiits Stfrig toi>s livovg d^fiäaetau 
60. Uy'' s^ yä^ tlaas' oi yäfi &fyxixkow x6qov 
<pE^ovei,v, &tSxE iuxtpvyetv roiiibv dö^v^ 
ÄFF. ixel x^bg ixräg ^Xdvftcf &ajUca«iove, 



Ant. 999 njf Miiämui xal vcttul- 
täaati (d. i. intitäavti xttfailäa- 
00 v) ipifivas XPI^^^E xgbn aiaxQic 
3tgajiüt9' tafaf9tii ßgotav, Hom. 
ß 870 oidi rl at ^^ jt6vtor ht' 

l(]a#(n (d. i. naxä näamvtv &lä- 

1810. £(«, wiesicli jetst heraus- 
BteUt. Vgl. EU 361. 

1811, aewßhnlicherw&re die Stel- 
lung tl ^liodos 9rjifJiiuvea 3 xfoa- 
JOKdaai; Ein anderes Motiv gibt 
es fQ.r den BorliBTenfürateQ nicnt. 

ISU. iiplataxo wie ßA/uOi i^u- 
otiirtK 12S1. 

1817. nve^aa, der Lnfthauch, 
der das Schis bewegt, wie oi^oc 
bildlich gebraucht, TOm Triebe, Be- 
weggründe. Die Rettung desOrestes 
w&r es, waj aie zu dem „onseligen 
Schritte" {^^otf&i) trieb. «v\i- 

Soifä wie Oftwe vliffunv, jiAltos von 
ottverlauenheit nnd Betitmng des 

1810. %a6iaisvi,iSttto: Tgl. 
Eesjch, naftioclmaf tunifhMsv 
^i^xlSrit MelttiYtto. Du Medium 
bedeutet^ daB das Opfer der GCttin 



auf Befehl oder TentalManng der- 
selben gebracht wird. 

13S1. näe ■ ■ Tv^fOi „wie soll 
ich es geringer bezeichaeD nm es 
■a treffen ?", d. i. „ksjin ich einen min- 
der starken Änadmck gebr^achen, 
wenn ich die Sache recnt bezeich- 
nen soll?" Vgl. Hipp. B26 tlva 3.6- 
yov tÖIoc, nvn tv%av <li9t9 ßa- 
p^offM»', fävai^ Kfoeavd&v «cjiti 
Asch. Ag. ISSl tl vtv NolotiaM 
SvopiXif ilSatoe T^roifi' &v; ~ 6iti' 
Cov tBt eine poetische Form. 

1831. SdTie atmyl^^S- die Stel- 
lung hebt 8tayii6s als do^jenigq 
hervor, worauf vor allem das Äugen- 
merk EU richten ist. Vgl. 1178 h^ 
am, 682 lyTtitieov. 

182fi. irglnlow (lu 179) nö- 
« D y (Akk. des inneren Objekts) 7 £^ - 
yovaiPi der Gedanke soll nebenbei 
die lange En&hlimg rechtfertigen, 
wo augenblickliches Handeln als 
das Natjlrliche erscheinen k&nnte. 
Vgl. Phoen. 751 f. 

13S7. Vgl. den Anfang der Br- 
s&hlung 8G0. — ftaUt^aUtvg 296. 
Eine Jiildliche Darstellung dieser 
£rc&falnng hat man in dem rechten 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEU H EN TATPOIS. 

ijltäg iiiv, o^g aij deenä evitainxeis iivetv 
Sxovrag, i^dviva' ^^cotfT^vat XfdSto 
'jiyanifivovog iralg, Ag &x6if firjrov iplöya 

aiti] S' Sxia&sv Siafi' l^ovaa rotv l^voiv 
Sattixs xEffai. wtl xäS' ^v ^oxta (liv, 
flßsexf fi/vToi ffolffi KQoaxdXoig, Sva^. 
Xif^ivp i\ tv' iiiilv Sq&v rt d^ ioxot xXiov, 

lUl^ liayg^owf, &g qiävov vi^ovOa dij. 
ixel Si SctQov ^fifv i^fitvoi jffövov, 

xravoitv ccirr^ ll(fttxhcei r' ol%oCato. 
ipößp S' & ji^ Z9^*' ^l^opäv xa9^(is&tt 
Oiy^' xiXog di xäUiv ijv aizbg I6j'0s, 
OxiCxav tv' iittav, xaCx((f o^ im^ivoig. 

x&vravQ' bf&iiBV 'ElJjidog vtmg €xäipog 
raifa^ xanjpfi xlxvlov ixteifmiUpov^ 



Seitenbilde der xa T. S07 n. 466 
KogeBOatat BeliefB; in demHittel- 
biQe du m U6 erwUmten Decket- 
bildee ist der Gang znm Meere 
dargestellt. 

1880 f. iUvtva» („sie winkte 
weg") enthlüt den Be^ff MUvei. 

— fXiftl «al xa^tniiv Qvovita, irifp 
%tt9<lew>v (hiovaa aaeh Herc. 987. 

18SS. (t^Tfj, fflr aich allein. 

ISSC. 4|i«dHt; ei geuQgte; sie 
gaben «ich noch xn&ieden nnd be- 
nhigten eich dabei. — aolai xfoa- 
ii6i.ois sehOrt auch in ^v Swaxta. 

lSS6f x(if*;7i fooli einiger Zeit. 

— d^ wie 1888 icilicet. — Ava- 
lÜvU wie Met IITS; iloli^iv, 
nlnläre, wird ron frommen Rofen 
der Frauen veeagt, welche beson- 
dere MomenH i^ Opfers beglei- 
ten. Vgl. Heeych. iXoioy^- manrii 
]rv*izilt£v ^t> ttotottnai ivrolf llfOle 

1SB7. ßapßapa,fremdkliiigende, 
nnTentandlicfae. — ^^tiovoa: die 
&emdea L&ute erschienen dem Bo- 
ten als [ut-frv(uerii. 



uns der ängstliche Gedanke. 
1848. if6ßo tteogä* 5 fij) {tUio- 

1844. atsl%itv ist abhängig von 
dem in Uyae V liegenden Aos- 
dmck dee WiÜens (^väms hiXtvor) 



nnd vertritt daa direkte vfn^jui»». 

134S. vaaeis (das Rudetblatt, 

duBuder], das Rnderwerk wieHel. 



1684 3 iiiv yccf Imiv, S Ü kIbciiv 
Mo^iottcra Taoffdv et x^f '■ — *"' 
v^fis tagaäe ist das angefügte, in 
Büeitsc^aft gesetzte Ruderwerk, 
WD die Rader ins Wasser herab- 
hllngen (daher «o;rtjpti- »ft nafitifijv 
Hes7ch.), Tgl. Herod. Yin 81 <fx* 
TÜoto* atn^fis [hfolucT}. -^ ulrv- 
low (in 807) noch der Eonitrnktion 
vdDG oxä^e Titivlov (icti^ioxtn (vgl. 
En t^iaov üUj&ttaa 443): „das 
Schiff, dem das Bndem durch an- 



der Schiffe (tiiie«' if"^, 
ifttfit vtjtiti xiloptm Hom. X 1S&) 
wie umgekehrt vaf<i6e von den aus- 



,.A,OOgk 



ETPmiAOT 

vavtus TS xtvt^KOVt' ixl Cxaifi&v xüärag 
IxovTtcs, ix ieaii&v di tovs viavtag 
iXevQ'^ffovg »Qv/iv^ev ioTätas veäg- 
«ovrole Si Xff^ffav ttxov, oT 8' ixantdem 
Symiffav i^av^xtop, oT 6i xUitaxag 
[axe^ovtsg ^ov diä ];c^v xifvftv^ut] 
*6vTip iMvree ^ E^vf] xa^Uaav. 

Titels if üfsUttieavTeg, üg itsciüoftsv 
dikue zixv^^Mt', tix^fite^a xiis i^vijg 
mfvftvijcitov zc xctX dl' ei&wr^Qittg 
olaxag i^'jjffovntv tintffvfivov vcäg. 
l6yoi d' ixäffow' „tivt X6y^ xo^^ntiösfi 



feepaimten Fittichen derVOgel und 
livOKffai vom Fliegen (oben 289, 
iuch, Äg. 62 megvYcov igfrixoUir 
tfuaiiuroi) goa&gt trird. Der Ten 
bezeicunet daaselbe was lOSO mit 
»i^tHS Ttitvlae ansgedrSckt ist. 

1847. titl «xalfiAv tllätaf 
tXovTtct, Tgl. dos HomeriBche kIt] j- 
itaaiv l^juvoi fi 21G. 

18i6. U «lafiAv ilivüitovf. 
der Bande ledig und w> frei", vel. 
Sopb. Ant. 44& EE<D ßafilae altütt 
ilti^ifoi'. — }t{fvitP7fitv viAg : 
„unter dem Spiegel dei Schiffet" 
(un üfei). Das Ortaverh&ltnis faBt 
der Orieche ond der Lateioer oft 
anders all der Deutaclie( jene den- 
ken an eine Richtung von einem 
Qegeniiande her, wo der Oenticbe 
von einer Ruhe oder einer Rich- 
tung nach ilem Oegenstand bin 
Bpncht, Tgl. z. B. Alk. SS6 äp&T|V 
itaf' otiMv r^u^o* xiiräi(K( ieotbv 
i* npOKaxiov. Danun stehen Often 
scheinbar Sva&tv, KÖiatfrEv, a fronte 
n. a. fftr £nn, *ita, in fronte oder 
ad frontem. 

ISfiO. Mit Stangen hielten sie d&a 
Torderteil feat, (damit die Fint daa 
Fahrzeug nicht forttreibe, wenn die 
Anker gelichtet und die Halttaue 
eingeiDgen wären), wKhrend andere 
den (aufseiogenen) Anker an den 
Sturmbalken aufbiogen, andere die 
SobiAleiter für Ipbi^nie (nun Ein- 
■teigen) ani Ufer binablieBen. Bei 
tl%av schwebt nicht etwa oE fi^v 



vor, sondern das allgemeine Sub- 
jekt „die Leute auf dem Schiffe"; 
ent beim Eweiten und dritten 
Gliede tritt dem Fortgang der Be- 
obachtung entsprechend Teilung 
ein. Vgl. 148T, Hek. 1161 el^iis 
laßofitai fäeyav' ix n^Ump no- 
di» xfvtoiai naläas, al ii jtolt- 
lilanr JfHTji' ivvBfTfäeafai tat ip^S 
eltov Z^ft' Ebenso Hom. y 440 
zilfvi^a Hi t<p' 'Afiitos ir &v&t^- 
tvtl. XipTjXl ^Xv9lv ix ^aläfiaio 
wieav, tttfiß ^ fiEp oila;. Zar 
Schilderung vgl. Poljaen. IT 6, 8 
£U.oi ftiv Avtänatv za x^fM^iiz, 
&lXoi 8i ivtllxav tat Anopa^^ae 
(die technische Bezeichnung der 
Schiffst eiter), £Uoi 9i &fxitaf &vi~ 

13Ci2, Der Vera, welcher den Sats 
oE 8i xlipmoc Ji6vza iiS6vtts ■ ■ 
xa9lMav zetreifit, ist aus einer 
Parat leUtelle beigeschrieben wor- 
den und nachher in den Text ge- 
kommen. Nach 1356 f. tlx6t^a9a 
it^fH^aimv sind die Ealttftue noch 
nicht eingezogen. 

13&1. Atpiit^euvrif. idr nah- 
men keine RQcksicht mehr wie 
Torher auf die Priesterin (134S). 

1866. Wir suchten die Stener- 
rnderdurcbdie ti9wtmi uii (Ri chten, 
öfiinngen, Elflgen, durch welche 
das Steuerruder gesteckt warl hin- 
durch (aus ihnen heraus) zu ziehen. 

1868 f. xivi Ittyi» „wie kOnnt 
ihr es rechtfertigen, 'daB ihr". Vgl. 

i.,,...|.A,OOglC 



I*irENEU H EN TArPOlS. lU 

xUxTOVtte ix y^e ^4ava xal #v>]«6kovg] 

rivog tCg &v oi n^vi' äxtfixokäg x^ov6g\" ISSO 

S d' Eis' ^Of}i«x7is, T^«S' Sfiaiftoi, &s (ui-^g, 

'AyaiUfivovog sals, t-^vS' dui/v xaiUtoiutt 

Ittßhv iSslipi}v, ^v Sofäittf' ix SAfimv.^ 

iXi' oidiv ^öHov Blx<ifite&a t^s ^dv^g 

xtd spbg tf* fxea&ai Sußuciönes^d viv 1SS6 

S^^ev TU dtivä sX^fun' t}v ytveucSfov. 

xclvoi te yitp eidijffov ovx elxov /f^olv 

^fttts T£' xvyfLttl d' ^eov iyxQovo'öiiivai 

xal xAX' ix' &fupotv rofv veavlaiv Sfuc 

ig xXtvQ& xal XQbg fyutif ■^xovxliino^ 1870 

JMfrc %wAztuv xal Ovvaxoxofulv fi^li}. 

dtivotg dl OTjfuivTffoiaiv ii^Qayuifiivoi 

itps^ofisv x^bg xpi}iiv6v, o'i /liv iv xiiffa 

xd&aifi ixovxtg tQavfia&', ot d' iv öfj.futfftv 

Öx^oig d' ixiOraiftivtsg eiiaßeaxigms 18T5 

ifuiifvänea^tt xal «ixffovg ißäXXofUV. 

iXX' ctgyov 4{iiäg xo^izat XQ^iLvtjg Mxi 

Oza^ivttg lotg, SffT' AvaOtelXeu xtföffa. 

xiv rpdt — Seivbg yoQ xAtidtav StxeiXe va$f 
Xffbg yt)v, fp6ßog d* ifv <T5 %iv^ tiy^cu, x69a — 1880 
XMßistv 'O^iatr^g &fiov slg igiave^öv, 
ßäg ig ^aXaOtiav x&xl xXCfiaxag (foQ&iv 

998. — ^iavu Kill OtinxölavE: 1B68. ^«aov, fuhren aof vni loi. 

d«r flbertreibande Ploral dient dem 1SS9 f. mSti-a, die FflSe. — 'fyiio*~ 

Jone des VonmrfB, tltno: vgl. iitjudnica 362. 

1360. Zn dem doppelten Frage- 1371. Weui £v*dxrc(v ricfatie 

pronomeu in demfl^beu Satze Tgl. ist, muB miuk erklären: „bo daE 

Alk. 313 läi ZfO, tif av xäs *& wir handgemein worden nnd da- 

TtÖQos xcniAv yiiioito; mit uns mgteich die Qlieder er- 

1366. t& dtivä xlff^uncix, matteten", d^ i. „ho daS gleich mit 
jene schrecklichen 8«hl&ge, die ich demAngriffdieQliederermatteten". 
noch epQre ^tgl. SSO) and die du 1376. tiluptatifas, in einer 
auf meinen Wangen BiehsL Vgl. geBcbfitzteien Stellung, wo wir ans 
1:1TS. Die Sporen waren an der vor Schl&gen und ^^nden besBer 
HoBke angebracht inocbt nebnen konoten. 

1367, Hclvof tt . . oin tlxav ISSO. um den gflnatigen Augen- 
^fitT; tt wie 1477. Vgl. ÄBch. blick nicht m Tersäiunen nimmt 
Sieb. 886 lUqsoi Si xJidait t' oi Oreatea die bedenkliebe, nicht 
iiixrova' Svev Sogit, Xen. Mem. Bcbnell sich faaeendeSchweiter und 

ToC eäfnaoe Q^iJe re oi% trBgt aie auf seinen Schulteni in 
tovs it ifulaivtat o6a doa Schiff. 

18S2f ^»1 %Xln<i«<ie, über die 

,..:„.. ,A.OOglC 






ETPmidOT 
i&i}x' ideXip^ ivritg cdtfApov vsäjg 

ßyaliici. vabg S' ix (liarjS iqi^iy^ttta 
^otj itg' ,,& y^s 'EiidSog vuinai veAg^ 
Xdßead^e xAmje ^<^u£ t* ixlsvxcUvers' 
Ijpfiev yä(f Svatf ttvex' S^tvov «6^ov 
iJvftxkrjyääav laod'ev efoexAcvaefi^." 
or di etevayfibv -^Sitv ixßf/vjmfLevoi 
laauiav &3lhi}v. vavg (^i ^os f^ ivrbg jjv 
liltivog, i%äifci,' «töfiia Siimtpäaa Si 

Seivbg yäff ii&iav SvEfiog i^tU^vijg vebg 
A^et xalttutffvfiv' i&tC' oi ^ iitaQxiQow 
vffhg »^(ta ittxtt^oiftes' ig di yijv Jtdhv 



Leiter hin, die Leiter hinauf. Tgl. 
Henand. fig. 565 Ixl iJ^unui *^E 
nizos ivapalvmv. — tiaUfiov, 
das Homensche Epitheton. 

1884. e^^vvoA »tatt^i: zn 
1066 Q. 88. 

1386. ßo^ tis: Tgl. Ändrom. Ili6 

0xi(n]c nllpmv 3nlo(E, «plv Alf *(e 

({AtrTav i% pitiov taOiy^eno 3nr6v 
itffhs AXxjv, Bakch. 1078 in S' at»t- 

Schiller, die Kraniche des Ibjknf): 
Da bOrt man auf den hBdisteu 
Stufen auf einmal eine Stimme 
mfen mm. va^at wiis ist ein 
•chieferAnidrnck; entweder hat es 
i itjti' 'EHädos ralHai rn&t ge- 
heifien oder es ist voOcsi vtit ^^ 
die Stelle eines anderen Wortes 
wie wtairlai oder vetilärai (Uesych. 

«loler) Ketreten. Vgl. Eel. ISBS i 
vQe 'Widdot imtlanatK. Phoen. 1386 
CO ylit 'Elldios etftmfiiitai. 

1S8T. 46&ia ixXtvtatvtti: m 
S8S tlxia jfoixlXlovaa n. 407, Tgl. 
Catull. 64, 18 lortaque remigio «pit- 
mis iiteandHÜ unda. 

1890. vitvariib* tnßfvxiiii- 
*oi: T^. Soph. Ai. 888 ijunivait 
caflpoe ät ß^vfifttrot. L'effort qy^e 



Üb rameun soiü obligü de faire est 
tMtNreOmctU aeeotmpagni d'wte re- 
tpiratüm profondt, d'um gimittemeiU. 
Lei eompagnoiu d'Oreitt, heurewc 
de retOHTNA* data Itvr patrit, don- 
fient de grandä coupi de ramea, et 
Uttn gimmemerOt, tirü du fand de 
la poüritit, tont tonore» et joyeusc 
(Weil). 

13B1. TkI. Isch. Fers. 899 ci»ht 

euv filftnv ßt^iiow i% xtXivficnae. 

IMS. *«ilfi%o, iaeb^Mtw.veaia- 
batvr. Hom. ^p !84 An tc Iloati- 

1896. Kalfun^ofiv' Itrtla; der 
Wind BtOBt die Sw«l des Schiffes 
rOckw&rta, so dafi dieses rückwärts 
geht ohne sich zu drehen. So ist 
K^fivav oder iiil jtgiiivav nQoinv, 
xfovto4ai, ävangoito^ai, retro in- 
bibere naTem technischer Ausdruck 
fOr die BtlckiArtsbewwnng des 
Schiffes,^ bei welcher das Vorderteil 
dem Feinde EUgeVehrt bleibt 

1896 f XQÖs *ilta laxtltov- 
ttB' eine glückliche Verwendung 
des sprichwörtlichen itpA; aivcpa 
Icmt'E»*' „wider den Stacbellecken" 
(xivTtov, atimulns, der Treibitachel 
fOr Pferd& Ochsen und Esel). Ysl. 
zu Äsch. From. 888. Das Folgeiäe 
nach Hom. i 48fi rj)v ^ Si^ iptn- 



»ITENEIA H EN TATPOIS. 
xl^diDv xakifffovs ^ys vaiiv. axa&elßa di 

e&aöv (it ripi aifv Ugtav xpbg 'EXl^da 

ix ßagßdQov y^g xal xioaalg aiiyyvmd'' iftttts. 

^tXtlg di xid ei aöv xaaCyvritov^ &'t<i' 

^ilclv äi xäfti Tovg fi^CykOvag S6xti."' 

vavtai S" ixijv^fujeccv six^Uiv xö^g 

Xtti&va, yv(t.v&g ix xdxlmv ixafkliag 

xmx-Q XQ0tla(ffi6t!avxtg ix xslLsiifioTog. 

It&XXov Sh iiälXov xQog «izffag ^si Ox^ipoq' 
%& [liv Tig ig ^tiXaeOttv 6pftijÖ^ xouiv, 
£llos 3i xiexxas i^av^xtiv &yxviag. 
xiya ftiv tid-bg «pög ui tfsSp' eMaexäkiiv 
ffoi t&g ixeWev ot^fucvStv, fiv«!, xvxag. 

iXX' effxc, ÖEffiiä xal ßgöxovg Xaßiov x^lf^v' 
ei 11^ yä(f old/ia in^vefiov yen^srai, 
oi>x fffnv ilxlg rolg ^dvoig amijfiiag. 
x6vTov d ' ivdxt(0(/ "Iki^v t ' ixuJxoxel 



ffMtt Kalif p(S9u* tfift Mflfior, nlijfi- 
fivpl; i* xivxoio. 

1403, ixt)V7iiffitiifii« vom hei- 
ligen Gesang wie Äsch. Pen. 391 
^2(1 ytiUtSos 'EXk'^iav mfpa' p)l' 

t40if. 9iat5«a,einenBittgeiang 
EuÄpollon, dem Bruder der Artemis, 
nach dessen Aoftrofr <^B Griechen 
handeln. — fvupag in ni*lmv 
wie tu atnoAv tUoSitiovs 1S48. — 
fasftfe bedeutet nach Poll. II ISS 
n. 187 xlfiJAf *6 Tttt^t AtiOTtldras, 
tb ijitf{%ov cofl pftijiovos [gleich- 
bedeutend mit anifiouia, &tiov «e- 
tpal^, deooberen Teil der Schultern, 
wo Schlflaaelbein und Schulterblatt 
tusammentreten. Dos Hauptgewicht 
des Gedankens liegt in tv^vös i* 
aijtXav itcaiUSai: „nachdem sie auf 
Kommando die Arme bis zur Schul- 
ter entblOBt hatten". Darum steht 



UubestimmtheitherTor.'-Koalt': der 
eine und der andere Ton uns sprang 



140&. Ein anderer machte Seile 
mit Schlingen (jiitxtas ijtiilas) 
an einem Baum, Stock oder Steine 
Fest um sie den Leuten, die ins 
Heer gewatet waren, zum Anbinden 
des Schiffes zuzuwerfen. 

1409 f. ifit i^ir wie 3S6 (wäh- 
rend die anderen mit der Ge- 
fangennahme der Fremden bescbU'- 
tigt sind). — ris Uil»ev: zu 118S. 

uns. rh . . %al kO« im Sinne 
von ifl XI . . xal rOv oder äaxtf 
^tl . . o&Tia Hai vCv. Wie Poseidon 
immer den Pelopideu (Ätriden) 
feindselig ist wegen der ZerstArong 
von Dios, so wird er auch jetzt den 
Orestes in deine HtLnde liefern. — 
tTtuTKOJtet mit der Bedeutung, daB 
der Zorn und die Hache bei dem 
Anblick herausgefordert werde, wie 
Äscb. Schntzfl. 407 TÜd' ixi^Mittt 

Sii.xa ft^v TKtKOts, Sota 9' tvviiuns, 
Agam. tfi7S ß^onü» ripaopove #eo4e 
ätiaicv jfjq ixonxcietv äyti, Cho. 1 
ttoTifä' tjtmrtivaw itifättj. Den 
Oronil seines Zorns erklärt Posei- 
don Tro. 4 mit den Worten: i£ ov 



Bnilpldal, Iphlgualk 



1,003k 



.4 ErpimdOT 

öBfivbg Iloatid&v ntlox£datg ivavriog 
xal vvv aapiliei tbv 'Ayaiiifivovog y6vov 
ßol lud xoi.itais, i>e ?o(X£f, &v x^QOlv 
laßelv ide^ip'^ &■', jj tpövov toi) 'v AiXidi 
ifivTjiuivevrog &^iäv XQodoiia' äiXoxetai. 

XO. A tX^fiov 'Iipiydvtta^ avyydvov (tdra 
&av^ näXiv fioiavOa SsOxorStv %iQa£- 

00. m xävztg aaxoX zijade ßagßäQOv %&ov6q, 
o'bK tla xAkotg diißakövreg ^viag 
MXQiixtioi d^aitcU&e xixßoXitg veIos 
'EiXijvCSog Sd^ta&t, 6vv di rg fre^ 
axE^dovres Svdffug Sveaeßets dijpätfar*, 
ot if &xvxoiufoi)g fAler' ig advtov aXätagi 
&S ^x ^aXaCCrig ix xe yijg UiaeAftaat 
Xttßdwsg airoiis ^ xtaä ar^qilov xitifag 



^Tßäs rc vAym latnavs ncp/Dvi; 
nifii 6f&oIeiy f&iutv %av6<iiv, oi- 
mt' Ik ipfftv&v cvvot' ixioTt} täv 
ipAv ^fVfSni jtiln. Vi *{)* -Kctirvirfi' 
Ttu *ai nfbs 'Agjtiov Bofhs fflaile 
noq&yfictaa. Tgl. Hom. H t4AS. 

1119. ^fi*nf»tf«rciicoe aktäviach 
wie Diog. L. I 86. — ftiüv xqo- 
Sot«ei, trantoB (undmnkbar) gegen 
die Gattin, «oöftfifvai wud von 

i'eder Art der untreue tmd tren- 
oaen Handeine gesagt. 

14SS. & xApxit «otoi ist eine 
■tehende, in Athen gebiftochliche 
Anrede der getarnten BOrgerecbaft. 
Tgl. Sopli. Ant. IISS, Ariitopli. 
Eikle«. 8Si, Lfaiatr. GSS. Thooa 
ruft es gleichsam in die Stadt 
hinein. 

1124. xatlä%t^ot für «apti: i^v 
A%v/iv, BU 2ee. — hpoi-iii; vtis, 
die uia Ufer geworfenen Trfimmer 
des Schiffe«. Da« Stnindrecht zn 
üben «ai überhaupt bei den Bar- 
baren herkömmlich. 

1137. ol di: vgl. xn ISOO. 

1126. Statt eines auf ^a »alafftfii; 
wie aaf i% ytfi sich beziehenden 
iiAj^oi, iteht leugmatisch i*Ktv- 



11S9. xaiä OTvqilov nitqan 
vgl. Äsch. Prom. 774 i( oi% Iffiip' 
ifuivtiiv rf}o4' (brö nviplov xhi/as; 
Auch bei den Athenern war der 
xaxa^QrmviayAs in Gebrauch "und 
wurden Verbrecher von Felseo hinab 
in das sog. ßdQo^fov sesUInt. Das 
Pffihlen («KoloxiCfip) dagegen wird 
Äich. Enni. les ^s em wider- 
wärtiger Greael beceichnet: oi rot 
Sd/iaioi rotodf jpffuncsO'at Ttfi-xti- 
iU,' oi %a(fainat1ien d^Onlfiaipvxm 
. . IniSfiiJc IE Kdl uv^ovMv ol»ri- 
aabv iral^ 4xö V'^ztp Tcajtvxcs. 
Noch der Schlacht bei Flatäft riet 
ein Tegeate dem Paonnias die 
Leiche des Hardonius lor Rache 
für Leonidae anfmpffthlen; Pau- 
sanias aber erwiderte: %a xfintt 

*EU7i(ti (Herod, IX 7B). Ober die 
nach dem Bericht des Herodot IT 
los in Wirklichkeit bei den Tau- 
riem bestehende Sitte s. Einleitung- 
8. 6. AuSer dem dort Erwähnten 
era&hlt Herodot, dafi die Taurier 
jedem gefangenen Feinde den Kopf 
abschlugen, diesen auf eine lange 
Stange ipieBten und hoch Ober dem 
Hause aufeteckten als W&cht«r des 
Haoses. 



I*irENEIA H EN TATPOIE. 



115 



i>(tSs 9h tag rävd' ietopag ßovlevfuittov, 
yrjvatxes, ai^tg, ijvix' äv exoliiv Aä/Jra, 

aaovS^v Ixovteg oi ptvoUnfv ^ffv^ot. 

AdHNA. 
xoC xot diayfibv TÖvde xoQ&fie^ate, £va| i4s& 

S6asi äxaviov rijad' 'A^vaiag l6yovg. 

xitimai äiäxmv ^evitä z i^opu&v ot^toü' 

ipB^oiv iSthfi^g t' 'Agyoq iexifiixDV diyMg IMO 

äyai.(ui ft' ItQÖv ele ^/»^v S^atv j;d<iva, 
t&v vvv att(f6vtcov «ijfiätiov ävail>vxäg. 

xpbg fiiv a' Zd' iiftXv fiüf^og' &v d" ixoxitvetv 
doxetg 'OffiatTjv xovti^ Xaßätv edXtp^ 
^dri noUEtiav x^w ifi.i{V ixiyMva 
*tfwov vNhi^i vSyia so^futlnv xkitT^. 1445 



IMl. Afifie, an den Choi ge- 
richtet 

IMS. VQ^v^ta6f^ta9a■. die ftlt- 
attdBche Form wie EL BH »ona- 
üiiueta, Kykl. S77 ttf^olmnat, 6bO 
VetMiooftm. Tgl. xwayie oben 984, 
iaoöw 18S9 nud ra Aach. From. $1 
(itiftluvow), 

14S4. Wie Thoaa im Begriff int 
fortioeileii, encheint Athens anf 



14B&. J(<»7(iävnop#(i«0riEwie 
ohen 860, 936 t^voe, *ida nag6- 
Btiitti', „wohin lenkst do da deinen 
Schritt Vax Verfolgung?" 

1436, ttiaai'Ä6^Tvaias:K)BtaÜt 
■ich Athens den ZuBchanem vor. 
'Ä&T[vala iit die alte feierliche Na- 
meniform, die sich bei Äechylos 
und Enripidei findet. 

1437. jf«;ia erftttofl: vgl. 
JUch. Pen. 87 fSfvi^ ftifucti <ft»- 
rtv, 41S ^(Ofia Jü^moC mivioit, 
Soph.Ant, ISO TiollAfii^attttfoavi- 

1489. xis(a>fi/*o* ateht all 
ftbaol. Akk. wie ii6ii, nafip, diiav, 



ilfrffii*<nf, d. h. eigenüich aU Ap- 
powtion snm lahaU des folgenden 

Hilf, elf iiLtit x^dva wie 
1180; ebenso sagt AUiena von At- 
tika loD 1671 Sixatos &fx'"' ^ 
iliflS Sit t»Qr6s. Vgl. 146S oiiiis 
Itit, 960 nalUiSoi liAf. Hit Stok 
betrachtete der AUtener Athena als 
die Gottin, der nicht blofi Athen 
den Namen (Tgl. Ion 1666 btAm- 
fioe 8i vfjs &ipyi6tmv x^vifc), son- 
dern auch Attika seinen Wohlstand 
und besonderen Schnti und Segen 
Terdanke. — dvoi^rcce ateht ala 
Apposition mm Inhalt der vorher- 
gehenden S&tse. Vgl. in 464 f 



Schntffl. 615 wniäf dvcn^j'^- 

1444 f. Die Beiiehung auf das 
Belativ Sv ist nor allgemein: „was 
aber den Oreite* betrifit, den dn 
mit Hülfe der Stnrmfint an fangen 
nud an tAten hoffst, so glUtet 
bereits Poseidon die Wogen, daS 
man mit dem Bnder (darObei} fahren 
kann". Über den Infin. noptffu^ti* 
au 781. 



ETPiniAOT 
ftai^iov d', 'Ogiota, xicg ifiäg ixiOroXäs ~ 

XihQH Xaßoiv Ryalfia Ovyyoviv xe tfijw. 
Srav d' 'A^vag rag &todfi'^ovq fujigg, 
X&q6s TIS iOxiv 'Ax^iSos Jrpfts ioxätots 
Sgoitti, yeixav dsigdSog KagvOtCagf 
Ug6s' 'AXdg viv oifibg ivoiid^si Isdtg' 
ivxav9tt XBTi^ag vabv idffvaai ßi/ixag, 
ixfhwiiov y^g Tavifixijs xövav xe 6Siv, 

oCexQoig 'Eqiv^oiv. 'Affxefuv Si vtv ß^orol 
xb lotabv öfirijaovffi TccvgoxöXov ^eäv. 
vöfiov xe &is x6vd'' Zxuv io(fxdiy Xethg, 



14«. 9s&s: »gl. ffipp. 86, wo 
HippoI;tOB EOr UOttin Artemis 
Bpridlt: Hol %al £vveifu xal l6jois 

0fifia 8' öir o^&v tb ait , Hom. B 
188 &B 7««'', & Si lv*iri%t »e&s 
fjtce ipmnjväiiris, Plaut. Ämph. HI S, 
S2 audü quae dico, tdmetsi praeaefis 
tum ada (Jappitor aprioht), auch 
Äsoli. Eam. S9T nl^fi 4i aal vfi- 
«afflv 3v #£ljg. So kann der ^e- 
chüche Tragiker Personen, die er 
nicht auf die BOhne bringen kann, 
doch als anwesend behandeln. Fflr 
den Oott, der hoch auf der Haachine 
steht, ist das Reden in die Feme 
nicht nnuatflrlich. 

1U9. 4^sa4t(i|«0VE: Hipp. 97i 
X«} ftfy' 'Antrat titf fi'fo^uijtovg 
fuUg; (dazu Schol. iwrj fa^t ilg 
n£Uv xavtt]v tlatlfhQs rifr ixh 
'A(h{v&g ffixa4ofti]f(^rT|«) , Soph. El. 
707 '^tftjvdrv Täv 9foiii^ten' &no, 
Hom. 619 ^todii^UBv inl niip- 
ync, 8olon ¥tg.S6,i'J9ii*at ^tttflS' 
is »t6nniov. Find. Ol. 6, 69 dälov 
9-ioSiidtae. Gern wurde die ente 
OründoBgeinerStadtwiederHaneT- 
bau TOD Theben, von Troia (zu 
1414 ff.), von Hegara (Theogn. 778 

mn4l z«P(C^f'i*<>E) i^Qf GOttei oder 
Heroen lorücbcefOhrt. 

1460 f. jApocoE laitv wie 868. 
— /Wfw« dnit<i9«s K«<rv*ti«S: von 



Haloi Boa sieht man die HQhe 
rpXl) ^^ EubOa, unter welcher 
die wohlbekannte, schon im Ho- 
merischen Schiffskatalog (689) ge- 
nannte Stadt Kaijstoa lag. ^1. 
Straboii446 Kiki/vinos 8i iaav inb 
tä 5pci tf 'OxTi' «iTjoie» 8i lic 
Ez6qii %al xb MuffLÖKiQ* iw ^ xb 

ligbv fjop 'A}i6iXmvoc Magitaaltiov 
Z9tv didtfiovs fh 'AXis tag Aga- 

14G8. über den Kultus der Afn- 
fu£ Tcmponrfloe in Halai an der 
Üstküst« von Ättika und der Iphi- 

S^eneia in dem afldlich davon ge- 
egeuen BfuvfAi 



14.^4. xirmp: 
gibt sich erst ans der Erklang 
von «driov, aus dem folgenden »e^i- 
noZräv; denn der Name TmipoAiJlof 
wird hiervon TaifOi. (TKupiiup und 
TtoUia al^leit«t. Über die eigent^ 
liebe Bedeutong des Nunens vgl. 
Einl. S. 8. 

1466. 'Eptvvnv: zu 981. 

1467. Es ergibt sich aus dieMT 
Stelle, daB das Fest TovetMifltit 
hieß , Tgl. Hesjch. TavffOTtilia ' 
'Aiatls ioprnv Sjoveiv 'At/tiyiSi. Im 
folgenden wird der bei diesem Fest 
bestehende Brauch einem Hanne 
mit dem Schwerte ein wenig den 
Hab SD litiea, bis etwas Blut het- 
aiufloB, in Wirklichkeit ein Ersats 

„..,.. ,.A,OOglC 



I*irENEU H EN TATPOIE. 

rijg aijg atpayijs &XOiv' ixufxixm %C^S 
SiffQ nffhq ävdffbs alfiä x H^aviha 
iaiae exati &ed #' Sxcos rifiäg l^U- 

B(fav(f<ovias Sei x^Se xXjjSovxstv &t&' 
ov xttl tt&ihln] xat&avovoa xkI aixXcav 
äyaXftii tfoi frijffowfftv six'^vovs ^äg, 
Ss civ ywatxsg iv x&xotq infxoQQtiytlg 
XCxme' iv otxoig. xdaSe d' iuxifocsiv xihyvbg 
'Ekkrpiidas yvvalxag i^etpie/iai, 



yvSfi^e 9txa£as e^vtx', iiioataci di 
xal Xffiv ff* 'jiQEtoig iv xdyoig flt^ovs l^iae 
tn/ivav', 'Off doxa' xal vöfttCn' ioxai x6dB, 
vmäv lo'^iftig Saxig &v ^^ov; ^^■ 



für alte Henichenopfer, aie Enats 
fSr du nicht vergossene Blut des 
Oreates ^deutet. 

1469 f. &aotva ist AppositiOD 
Bum Inhalt von /xi<rr^« *tt., als 
Eraati dafdi, daB du nicht ge- 
opfert wurdest — iaiajttio, i^a- 
*iixm, ä liQt^t, i inl ß<ojio6. Die 
Penon, deren regelm&Biges 6e- 
BchSft eine T&tigkeit iat, ergbut 
sich leicht. 

liGl. ialas iiati, religiofu» 
eatua, wie in Wirklichkeit jener 
Bntuoh der religiOien ÄsffiÜioh- 
keit der Qottheit das heäOmni- 
liche Opfer cu entziehen seinen Ur- 
sprung verdankte. 

1463 f. »lifidKcs scheint nicht 
TOn einer besonderen Treppenan- 
lage, sondern (nach Seidlen Gr- 
kl&ruuK), da JCltfia£ auch als Name 
eines GebircM oder Bergs vorkommt, 
von den Bttä'elfQrmig emporsteigen- 
den Hohen, auf welchen Brauron 
lag, g^Bgt EU sein. — aifiwas wcwen 
des Tempels und Kultns der Aq- 
TffWff Bomteamla. Vgl. Bakch. 718 
& eeuv&s TtXänas ■valovrtt iffiav, 
Heraklid.849 HaUnpidoe fäf aeiivbv 
ttiiuii«H> viftm Sias 'Mäiiat. — 
nl^äovxtlv: zu ISI. 

lue. VgL Einleitaiig S. S f. 



14C7. tdti», die Praoen des 
ChoiB. Der Befehl ist an Thoa« 
gerichtet ^vgl. 148S f.). Die wei- 
teren Beatunmongeo inbetreff der 
Frauen (vgl. 119t) wie auch der 
Anfang von den Worten, welche 
Athena wieder an Orestes richtet, 
sind ausgebllen. Wahrscheinlich ist 
in der Lflcke auch die Rede da- 
von gewesen, dafl die bisherige 
Dnmenschlichkeit gegen die Hel- 
lenen einer AreuniUieheren Gesin- 
nung weichen mOsae. 

1469 f. r*<^f^i)e Stnalat tt- 
vma gehSrt zu dem Terioren ge- 
gangenen Satze („ich rette dichietst 
um deines gerechten Sinnes wülen, 
wie ich dich vordem auf dem Aies- 
ba^ gerettet habe, als ich gleiche 
Stimmen schied"). jMbfiiiE iinaUtB 
crvfxa weist darauf hin, daS vor- 
her auch au Orestes eine Ermah- 
nung gerichtet worden ist etwa des 
Inhdta, daB er dem Lande Attika, 
dem Lande der QOttiu, stete Freund- 
schaft bewahren und diese Oesin- 
Dung auch seiner Vaterstadt ein- 
pflanzen mOge. So schwort in iseh. 
Enm. 76fi der abgehende Oreete«, 
daft niemals von Argos ein feind- 
seliges Heer gegen Attika liehen 
soll. — ififyovc taue-- m BM f. 



I.A-.' 



)OglC 



118 ETPUILIOT 

'Ayofii/ivovog xal^ xal ai> [lij ^vfioü, 96as- 
60. Bvaßtf' 'A&dvtty roWt t&v dcöv Idyoig li76 

Satig xl^tav Hxiilxog, ovx ipd'&g ipffovtt, 
iyh S' 'OffiOT^ r', eI tpi^v ßffirteg &eäs 
ßißt]x\ i8sJAp§ t' oixl ^vfioüiiai' xl yäif; 
XQÖg Toög e^^ovrag &eoig &nilXäad'ai xaMvi 
ttaOuv ig a^ eiiv &säg iyälifiteti. ilSO 

yalav xa9'idg^aivt6 x' t'öxvxäg ß^ixag. 
a^^ Si xal Tiied' 'EllLtid' eig eidtcifiova 
ywalxas, äansp abv xditv^' itpUxai. 
nw&Om i% ^yxW ^ ixaiffaßai ^dvoig 
vtßm x' igstfid^ ffol xdi' äig Soiut, d'sdi. i4g& 

A6. alvä' xb yitfi XQ^ <">^ '^ ^"^ &eS>v xifaxel. 

Tt', & Jtvoat, vtcva^iove^e xbv 'Ayafiiftvovog 
natff sig !ä9i^vas- «vfixogevOonai S' iyia 
e^^owf Adektp^s T^s ^^^ esfivhv ßphag. 
XO. tx' ijC eirvxi« ttj? ap^ofidv^g 1190 

(toiffag evdainovig ot^eg. 

HLi\ m aefivi] xaQii t' i^aväroig 
xal xaffä 9vT}xolg, JlaXXäg 'A^Kva^ 

1476. &*taros, iorlv; im der- &vüy%^ d' o^il Sv4fuin%io9, &Meh. 

selben Bedentaitf r,,a]igebor«iuii") From. lOfi xb rj}; tb^rmjc Irr' 

iteht äxitroe lach. Sieb. 1091 oid &diif/ixov a9iwot, Liv, IX 9 parv- 

tttox^OfiKi Ixov^ &ii»n>* TT^vA' atttr neeeasUati, quam fie du qvidem 

imfilap it6l»i, häufiger Hteht &;»- mperant. 

atilv im Siime Ton Aiui^itv (bei 1489. iätXqiiit, als Tochter dei 

Sophokles nnd Enripidea). Zum Z«na. 

Oedanken fgl. Hom. A 218 3c %b 1490. 

9nts tifm*l9j;ivt, /läla c' Ixlvo* Aof dem Schiffe. „ „ _ 

«i4to4. leituDg S. 19. — ii' tbti>%ia, wie 

1477 f. %i . . t\ . . oii: xa 1367. Soph. Oed. E. 1654 h' tb^iuf 

— W f<fp; „denn warum lollte ich (a. v. a. timfayoiwts). — fi}s om- 

«fl taaT' „warum auch?" i,o\Liviis fiolfas eiHalitopts ffvrie: 

1481. tifv%As, ir"^ '^n)< ""^ da ihr £0 eurem Glflck von der 

Beile. glflcUich davonkommend ea Partei 

1484. tnaiQonai. X6y%iiv wie seid. Ariatid. II p.581 Dind. Jn«44 
factfpofwii xdJUfwv, osla. — «oX foiscBr' ^^<iTi]Kfv, liAoiUttiac» vA 
xüO' at Bmut, ät ei Kelaveig 1494. ßlov ta xtrUivm, Siat fE^mr, Tv', 

1485. „Du tuet wohl daran dich tl (i^v vije a<u£o(iJ*7|£ (lof^arf Ktjiuv, 
der Notwendigkeit eu ffigeu; ihr iv tots xtäXiarots aaiiolfu^. Ex 
fOgen lieh ja auch die OOtter" nach quo apparet, vijr aioSoniv^r fu>l{fap 
dem Sprache des SimonideB Apäyta eoa ex aliquo Twnuro dici qui ce- 
H' oiti 9tol fucjovrori. — %i> jfpij, teris pereimtibus salvi evaditnt (Her- 

■Qila, Tgl. Herc. 888 rb ^^ nr mann). Vgl. auch Fiat. Num. 3 



U'. 



„M^itt», Soph. Oed. K 191 xul nftltrovros fiv (loloas, Find. I^rth. 
ft42(((;ixol((Ua(itif.— Tgl.Aiit.1106 3, GO otag tffih' afirae. 



i.A-.OC^^[c 



I*irENEIA H EN TATPOIS. 119 

dfäaoftev o^mg Ag ai> xele^eig. 

liiXa yä^ xcfnviiv x&viXxtOzsni 1496 

^lit)v AmaUi dideyiiai. 

& fUya etfivi] Nixtj, tov iftiiv 
ßiotov xaxdxoie 
xai fi^ ili^otg 6tt(pavovea. 

1497 ff. Dieselben drei Bchlnfl- den konnten (tkI. plaudite), von 

verae finden sich anch tan Ende einem Stück auf d&a andere flber- 

des Orestea nnd der FhOniaien, vie tragen worden. — (li/n ttuv^ wie 

fOnf andere Stflcke einen anderen aeuvSs ^iya ntttgös Äsch. BohntEfl. 

gleichen SchloB haben (zu Hed. ]i7, piyu tiialutov &aah. From. 

1116). Wahncheinlich sind die«e Ö4T a. Xen. Ktt. V 1, S8. fiij' Uo- 

SchInBTe rae, die anf den Sieg im ms, ii4ja vj)moe bei fiomar nnd 

tragischenWettkampfe bezogen wer- Heaiod. 



iiizedbv Google 



ANHANG. 



X, Abwelohnngen von der handsoluiflliolien Überlieferung. 

V^L die kritUche Aasgabe Leipzig, Teubner 1B9B. ÄaBfUhrlicher 
habe ich einzelne Stellen erörtert in meinen Stadien tu Euripidea im 
Vit. Snpplementbonde der Jahrb. fOr klasaiache Philologie. 1871. 
8. 807— 4i8, in den Jahrb. fflr Uaaa. Philol. 1876. S. 81—104 n. den 
Bl. f. du b. Gymnaatalachiilw. XX S. 849—366. 

T. S. 8' &XO f. 3i nals Badham. — 6. Elmalej 'oaiSbt f. 9vfittft6t. 
Tgl. Or. 874, wo sich neben t^e TimSa^itis natdis die Variant« r. T. 
Avyar^iJE in Eandechriften findet. — 6. Monk iivas. — 8. OW die 
Schreibweise eTtnu (ah Pr&pOBition, w&hrend o9ve%a d. i. oi Ivam Kon- 
jonktion igt}, auch 984, 1888, 1469, &yvmov (f. &yimatt>v) 94, aiemtui 
(f. o^omm») 607, xiXivpa (f. uilevaiut) 820, 1405, 1488, n^ittro ifigov, 
il^iZH, i^^qitjfifiaat- (f. eiiaro nsv.) 269, 8S9, 708 1898, 1403 vgl. curae 
epiKraphicoe p. 86, p. SO, p. S8. — 9. Elmslej xoUaic nach Iph. A. 1600 
Jiudoe M>llovt im%ovg. 

10. Nanck vtät>. ~ 19. 'Jjaiols t. 'Axaiohs I/enting. T^l. Schutzfl. 
816. — 1*. Markland 'Elivttv. — 16. tviöp ■««£* habe ich f. «' o4 
tVYX^an' geachrieben. Vielleicht hat ea auch iuQbv f. Seivfjs geheiSen. 

— 17. VieUeicbt ist vavuXjielat f. arfaxTiylae m setzen. — 18. ä^oenier/e 
f. liqioffuffB Kirchhoff. 

2S. JUDcmfuJirrpa habe ich fOr Kivtaiii^M/jmftt geBchrieben. Ebenso 
38S. Vgl. P. Papageorgin, Klvtvif*^«" '>^I^ Kivttup.v^9rea. Konatanti- 
nopel ISaö und fierl. Philol. Wochenacht. 1886 S. 991 f. u. 96b. — 
88. Nauok iiupiftov. — 84. xiroai f(tr xi^vait Moak. — 88. Reiake 
tli*lcilii u'. — S9. Nanck 'AfaioZs. 

31. Nauck jvais a' f. 0^ f^t. — 84. Ugtav f. Uftutv. — S6f. tilgt 
Elinkenberg (S& mit Monk, S6 mit KOcfaly), 38-41 üsener (88 mit 
Köchly, 40 f. mit Stedefeldt de Lya. Plnt fönt.) 

IG. Markland xaq6tt(bBi . . itiaoif f. aaQ&ivoKU . . ititaig. — 
47, Dem Sinne acheint qmjttp mehr eh entsprechen. 

69 f. hat Monk als unecht bezeichnet. 

63. xagota' iit6vti f. napoCiK jtavri Canter. Badham ixoia' äitivti, 
aber durch die oben gegebene Erklämng scheint xafoOaa gerechtfertigt 

— 66. Seit Markland abreibt man gewöhnlich ttvoe x(i(«i«(«; wodurch 
die Verbindung der S&tze anfgehobeu wird. — 67. Elmsley ^iäaaaiv 
oder ipHaane. ~~ 68. xtirncjj) f. xavzaxoi Monk. 

70 ist TOn Badham als Interpolation erkannt worden. — 76. Dieaen 
V., welcher in den Handschriften dem Orestes gehOrt, hat Reiske dem 
Pylades gegeben. Mit Unrecht bat ihn Dindorf ali nnecht bezeichnet, 
dermann nach 71, Hartang und Bei^k vor BT versetzt. — TT. ^olar f. 
«or (>' ai Wfo. Bauer. — TS. Markland gf^aat; i*i^ r^f . . %arttiaäs, 
8ia9o%aIe f' ^lorofield AaJaxuIc) 'E^w4i<av ktj. — T9. Moak Jiaj^ofuirc, 
Mfthl; ftwaJ^ofuilc. 

„..,.. ,.A,OOglC 



ASHASG. 12t 

SS. Herverden oletgtilütov. — 81 üt inerat ron Marklaud als un- 
echt beieicfatiet worden. — 87. oiv9ddt f. iv9d8t Hermoim (Uafkland 
bereite ol 'tOäti). Vemachlbiigung dei Kratia iet ein gewöhnlicher 
Fehler. 

93. iitxvotie fi' LentiBg. Tiellaicht SgävTä u' ^(invoa« oder äfAn' 
ilt' lifMn'uttE ft'. — 97. sliftanmv f. 9a>^mt»v KajBer, — 38. irAc aiv 
kOTT. in «Ae &v (Sv) oiv LP. Die ZuaammeDgehOrigkeit von jcäti fiv 
off fufOoifttv Sir &v aiiOiv ta^Ltv (100) ist so deutlich, daß man nicht 
umhin_kann den an und fOr sich schOncn V. SB anszuecbetden nnd von 
allen Änderungen jener Worte abzniehen. 

103. QewOhnlich betrachtet man (mit Markland) HXa . . ^«■(coarolij- 
Saftcy ali Frage and Hartoog Bcbreibt äilk' ij. — 103 f. El ist wohl 
ipvymaiv . . mytCv ea schreiben, eine häuSge Verwecbsliing. — 106. tt 
f. äi kircbfaofi. Fflr oi xa%m4ov bat mir Fr. Vogel die leichte Änderan; 
oi% alxiatiov mitoeteilt. 

113. yslamv f. r' lUro Qnd Sxov f. Sxoi Elmalef. ~ lli. England 
nimmt zwischen xa^fltm and roi; eine LScke an. — 116 f. hat Cunper 
nach 106 amgestellt und mit Hardion dem P;lades gegeben. — 119. Snov 
f. oiiot Valckenaer, 

130. xb T09di y' f. zb toC »(oB 7' Weil. — ISl. Blomfield intav- 
Tov. — 1S6. iitlwov f. tiiitlvov Harkland. 

180. bolat Soiov xiia nanÜivioi/ Seidler. — 1S6. liaUMiaau »st^- 
Mfoii habe icb f. ilaUdiac' EdfAxav geschrieben. 

141. fivifiotiviit f. fiupioiinjoir Barnee. fieidler fMipiOTcvjaSe- — 
143. fd) iiuacA f. i Sfiaal Hermann. — U6t. jUliiovaa poSs dl^fovg 
iliyfivi habe ich f. fiolnfiE ßoSv ilvgois tUfoit gescbriebea am einen 
stilgerechten Änsdruak lu gewinnen. — 147. ofNvoic f. ofittoimt- Seidler. 

— 118. o\ai fQr al Badbam. 

160. Zur Heritellnng des Dimeten hat Elmsley Cnfi; getilgt and \oia.v 
geschrieben, während Bothe ivtlftav als Glossem beseitigi. Elmsley 
gesteht den attischen Dichtem die Form £cdb nicht lu und will sie 
flberati durch {6^ ersetzt haben. Dadorcb wird aber i. B. Herc. 661 die 
genaue Ii«sponsion beseitigt. An und für sich ist Elnule^s Anderang 
imwahrBcbeinlich, während die Annahme von Botbe ein Beispiel an der 
Beiachrift ii 69tlftov Eek. 7fi hat. -- 161. oHaot 1101 f. eTitot Hennaan. 

— 166. lii In f. Im und dalunp f. Aalfunr HeatA. — 167. fMH»t^* f. 
fi^vo» Heatb. 

ISl. Der gewfihnliche Sprocbgebranch verlangt HfQtatflit und die 
VertauBcbung dieser Formen ist ein sehr h&nfiger Fehler der Hand* 
Schriften, — 162. KScfaly ^Tii/ä; (9' iSänav »fripalani jälay r' oiecUav. 
Seidler tilgt ix ~ 166. Nanck lelTai. 

172. Ttffbe ivußov f. Ttiifffis rvft^ov Heath. — 176. Joxiffurai f. Aoiilfuc 
Forton. — 179. Cfivo)* x' 'Aainx&y f. 6fifov «' 'Aci^at Bothe. 

180. &x^p f {ajCEv N&uck. Vgl. za Med. 801 im Anhang, — 181. it- 
«KM«', &vxii€aidäaai f, äiciaivä (x') liavddtim Weil. — 182. ^«tfvoiinv 
f. epijpoi« Markland. — 189. firiofi^va» f. fiilcov Markland. — 188. >«- 
rpoiaip ofHoj» hat Härtung als Beischriit beieichnet. Andere ergänzen 
davor einen Bpondeas (Hermann xäv aäv). — 189, 0*» tmiy fa' f. flv' 
i% xäv. Hermann xls Ix' ix x&v, Dindorf snl xOv, Bodhom thot i* 
Tdv, EOchly oixitt tAv. 

192 ff. Dindorf und Kirchhoff nebmeu vor 192 «ne grSfiere 
Lücke an. DaB hier nicht vom Verrate de« Felops au Mjrtilos die Rede 
gewesen ist, zeigt 199. Nach tunoitiv ist ixti eingesetzt, nach AXXt^e 
ist S' weggelassen und noch Itfbv das fehlende Verb. fin. pttißaU,' 
(nach El. 787 u. Or, 1002) ecgftast — 166. /Ev^Ölotc f. itelä^eots, welch» 
einen Falecben Sinn gibt. — 197. f' hat Barnes eingesetst. — 199. itfiatt 
f. Jif6a3iv. 



ogic 



122 ANHANG. 

800. Ttoiva aolt oltovg habe icli f. noiiHt j' ele oAtove geschrieben. — 
S06. 2djiiii f. Injtlav HermBun. — 308 hat Soaliger nach 220 getattt 
Znr Beseitigung des HifttuH maB dann im folg. V. tüv f. £f geschrieben 

Sil. Baripidea hntwabnoheinlich xtccpDJm geschrieben. Tgl. Beiträge 
zur Krit. d. Eur. lY. Sitxongsb. d. phii'. 'u. biet. El. d. Mfinch. Äk. 
1S98. n S. 886 ff. — •HS. n* hat Eirchhoff ergänzt. ~ SIB. vüfiqmv f. 
vvtupaiov Scaliger. Weit vvfiipitifi' . — 219. E&chlj ov/xöproD?. 

282. Üadham iotolaiy KaUiip96yym. ~ 231. xttl hat Tjrwhitt bin- 
zngeeetzt. — IIb. iilfuSppiivcov f. alfUnn/ÖFtotr Monh. — 286. &tav f. 
&tav Büifutie Matthiae. Vielleicht hat es urapiünglich £f(t-a>« äfvlSoiHi' 
&tav (nCUu bluttriefende mlBtOnende Verderben der Fremden einweibend", 
Tgl. T0&) geheiSen. — 227 f. aiidv, oU%ii6r t' t. oiB' &t'ot%Te6v t 
■^rwhitt. 

880. iiiatUvt' &Y*laiio f. djitt^ivta idaia Weil. — rjS f. r6tt ßfiqiot 
fc( Wo«, hl frdlog iat f. hi Pgitpos, Iti *iiiv, tti 9iiXoe sowohl des 
Sinnes als des VeremaBes halber geschrieben. Nach arifvois (so Her- 
mann f. dT^fvuiifi) ist das ongehSrige «' weggelusen. — 237. Die 
Handschr. geben arjiialvatv. — 2S8, tA.yaiiinvi>v6t tt t. 'AfapJiwopoe 
3tat Beiske, 

810. y6ov t. X6yov Lenting. — 241. tivm/iag EvtfxXiiyiSas f. xvaviar 
SviixlTiyaia Bentley. — 81B f yijt exSJn' f. jijt Svo^' Monk. — 'EUijwoe 
f. "EXltjret. Vgl. Studien S. 893. 

260. Elmsley reo gtrföym, ansprechend. — 2GS. Tfoi f. ndc Muigrave; 
ebenso 866 Badhara. xävtvxime f. *ai tvjivtrt Beiske. — 267. i« 
Koiip f. &' oiro^ Buiges (in Äsch. Suppl. 927). — ito9A habe ich f. 
ifÜa gesetzt nach Anleitung der oben a. St. und weil auch Or. 717 
nur eine Handacfaiift aoSäi erhalten hat, während in den Übrigen wie 
hier »Um steht. — 868 f. o»' ^sel f. oiahiio Seidler. Die b^den V., 
welche Uonk als interpoliert betrachtet, weil sie nicht an iht«r Stelle 
sind, habe ich nach 216 eingefügt. 

26G. xivtr^Mev f. t&jtixAgrjaiv Blotnfield. — 268. Haikland Z^'P'i 
aber Herrn. Jos. Müller, Der Btial bei Euripides. Sigmaringen 1886 
S. II f. hat beobachtet, daß die tragischen Dichter die Form xfift ab- 
sichtlich gemieden haben. 

870. Die Erklärung „Palämon . . angerufen" verdanke ich mfind- 
liehet Mitteilung meines Teratorbeneu Freundes Wehner. — 272. AkiIjs 
habe ich fClr dxralc ^setzt, weil nicht von verschiedenen Stellen des 
Dfers die Rede ist wie Liv. I 87 eunetantw in ripü und weil Hek. 88 
die beste Handschrift Itt' ixtile bietet, während die übrigen ix' i%rals 
haben, — 275. Kauck iffiafhia, aber ivo/iia iat ebenso passend wie 
fUitatos. — S7S. Toumier oivvüSt. — 879. Elmsley iiiilv. 

281. £^t'i:ii' f £^pi]v Brodcau. — 283. ttiiteativaicv t. Tiiniaiiva^tt 
Honk. Vgl. 266. — Hermann ^o^- «ova/Av &s, Naiick ßoü- nvrAjiidtx. 
Eher kSnnte mau ßof »waybs &s als Erklärung von ' xä7ti9a>ieeei 
^ipllipy betrachten. — 888. kirchhoff tgltinv ai f. iitiirav, andere 
anderes, nichts Wahrscheinliches. 

280 By*bv f. Sx^"^ Heimaöth, Oreverns £z^°^' — 292. rairr' 
&fuigipa f. ^avt^ fio(ip4c Heimsöth. — 291. j^ f. S; HeimaCth. — Nauck 
ftvxmutTcr f. fiifiijprra. Vielleicht hat es ursprfingtich ßpiftifuirva (wflten- 
des Schnauben) geheißen, wie Herwerden vermutet hat. Aber die Not- 
wendigkeit einer Änderung ist fn^lich. — 296. On^ßa^ficvoi , wie X 
durch Überschrift von fiS Aber &avovfitvot, gibt, kann auf tfda^ovt xU« 
hinweisen, wobei freilich ät pleonastisch steht, — 896. ji^i anäeue f. 
x(p(«Kciacie Pierson. — 898, Musgrave xXtv^t 9' f. Kktvi/as. 

SOO. Markland m«»' f. ät- — xllavov t. n^laritc, eine Korrektur 
in P, scheint richtig zu sein. Freilieb konnte man dann auch iU er- 

„..,.. ,.A,OOglC 



AKHAHG. 133 

warten. Der Ten sollte gleich nacb S98 Btehen. — 806. Ffir taliifii- 
9iiittp kOiiiite man intiyftf^rmty Termnten. — iv xavfift f. 4v fucx^iö. 
NkDck oi liuxQm. Aber vgl. Krfiger Q S 18, 3, 0. — 809. Heiland cljtv. 

311. ixi^ f. dirfi^ Elmiley. — SIS. Kocli der Lesart cvxi^nme 
in einem Zitat bei Lnkian vennotet Hermann iiniTvxnHi;. — B16. If*» 
f. iyyimt Scaliger. — 318. itivifovt ist in L von entet Hand in ahifins 
konigiert. 

SSO. Die Handachnften haben die Form na^eadltvap.' . — 324. Viel- 
leicht Itxalws, XU 311. — 388. Toumier &U.' h y' Axiinov. — 829. Bkd- 
ham rjiat6xti. 

881 f. xtfißal6vTit f. judißiilUivrtt Reiske. — Bothe ^^MÖi^fin'. 
Eöchl? iitxUipaiuv xixZoiai. — S36. ig %ifvißäe r« f. ti tifvifiiit xt 
Talckenaer. Härtung i%i j^pvißdc t£. — aipayif f. «tfäjt' Huagrave. 
Heath awayäs. — SSä. frafiä f. ^itiatr Stadtmauer. — ifaläie^t f. &*f' 
Xivw^e Mekler. — 831). EOchl; iiioiaa f. tlvuvaa. 

840. pxcvivty' t. tfuviv^' F. Kahler; ifavivta ist nicktABOgend nnd 
konnte ebensogut von Fjlades wie von OresteB gelten. — B43. i)fu4 
Affuv ol tfgorriSonfv habe ich f. -fiiuls ola tpiiantoviit9a geaetst. Alä 
fofiiv nach iiifdg aasgefallen vrar, wurde da« übrige znm Trimeter er- 
vreitert. Badham japomof'fm' ola tm!, Hadvig oix Amforntor^aoiun. — 
84fi f. Die beiden Verve mQBBen vahrwÄieintich ihren Plati wechseln. — 
S4S hat Nanok aU nnecht bezeichnet. 

861. ga#öf(i}v f. AxOdf»]* L. Dindorf. — 8&8. airolg . . »gäiaaiv f. 
oiiol . . Tifäitnrne Reiake u. Sirchhoff. — 866. tw^yay' f. iifiliyaj' 
Haupt. Baidham »ut^yay'. — 869. o£ f, orPienon. 

861. r6r' f. reCJ Aldina. — 368. 8i Boheint paaiender als u. — 
sei. Hefa f. UyoMa Paley. — 365. iiti f. ffti) Beiike. — 866. vei> f, 
vtv Heath. 

370. «gottivas f. TiQoeilTtas Uadham. Botbe nfoatUas, vgl. naffTibv 
«Qmiilovtn Plat. Ph&dr. SSO D. — fi' hat Nanok ergänit. — 373. c' oix 
iv£il6iuiv f. toitor ilUiajv Tvrwhitt (i»h' ivitXAiajv) und Hermann (i* 
o£x]. KOchlj oirt. — 87b. Elmsler loSaa IhiUüis. — 878. lutJAp f. 
Kffixdti Reiake. 

SSO. Vor diesem T. setst Barnes eine LOcke an. In der Tat scheint 
hier die Überliefemng in Unordnung zu sein. Aach die beiden vorher- 
gehenden Teise kommen unerwartet. — S8S. Diesen V. betrachtet Badham 
als interpoliert, wie es scheint mit Becht. FAr jifot« erwartet man 

ifgi. — 386. kantv f. IrtKiv üv, welches hier sinnlos ist, Porson. 
[ermann Srtms nm' hau* ij. — 3S6. Nauck ivotUav. — 887. Hermann 
tt ^tolaiv f. tftolaiy. 

800. tV f. tiv ein Freund von Markland. — SSI. oidir f. oiHira 
Naack. — 894. f»* f. Sv Hermann. — LP itei6tuvog, in L oorr. in 
imtA^vos. England will xniifuvoc beibehalten und 409 v6tia {. virxui 
achreiben, — 396. ££fvoi> f. f^£(i>w Honk, Jtendpivae (ravBoiivy f. 
iunifatKv, damit ^e Erklftrong des Namens Bosporos lum Vorscnein 
kommt. Erftirdt iitJiitaatv ^'/o4c^, Kirchbofi' Sititigaaiv ^Hy. — 
SSa. Ebnsle? dova%6zioov. So scheint auch L von erster Hand gehabt 
SU haben. 

408. uoifa Slif ziyyei f. Koii^ SicniffH Blmslej. — 406. vaoia f. 
rcEoC Elmsley. — 407. ^t^lois tlXavlvat ditgöromi nSsccf f. $o9iois 
ilativois (Seidler tlUcilvait) iixg&taiai xAaais. Tgl. Studien S. 398. — 
408. haiaav f. hcltwav Stadtmflller. 

410. livondpoic <riiv habe ich f. Uvoitifots geschrieben. A[onk 
Itfonöpoioi i' , Erfnrdt livowdpoioiv. — 414. yiforiv 1x1 xo&ij/urotr f. 
ytpn' (Aldina iyivn') i«l Kiffiadi ßgotäv. Tgl. Stadien 8. 398. Hesych. 
vA^tjua' iyäxri xttl {'ijnjoi;. — 418, xciv^ ii^f i- xofpai [in X i Aber 
o() di^ai Elnuler. 



1S4 ANHANG. 

420. T. G. Tucker fi^po« f. fi^aov, vahrBcheinlich. — 421. xitgae 
tat owd^afLiBas f. t^ awi^a^ias xixQas Mnagrave. — 48S. Rauchen- 

beiBen). Bergk {oHiav. ~ 428. Oica J'eUt in den Handflchniten. Her- 
mann er^ftiiEte nool. — 439. ir*ii^tüi f. itmuXlovs Heath. 

43S. eöMfCD* habe ich für das unverBt&ndtiche tivaian KCMtzt. — 
4S8. ttSpcriG irtiv habe ich f. of^atg (in X ist iv nachträglich hin^U' 
gefOf^} geschrieben. Sirchhoff ai^aiait. — Markland vozlai^, woÜ 
richtig. Vgl. XU 211. — 4S9. iteTtuttivoit t. itexoaövas Markland. 

446. 9ävoi f. «'<% Seidler. — 447. Dindorf Miiyt'. ~- AyytUitv f. 
x-^vd' &yfiXUai Badham (d* AjytUav Hermann), Weil ^Stmtc 8' av t68' 
liruc. Teuffei iiiinav 8 £» «{j^eUori' mit Auiiiahme der Lesart Mcl 
witjamloiei in 4S0. 

iM. äs yäif 6vtiQ<He Awvaaliuiv f. väp iptigaat <ivnfiali]v. — 466. LP 
Slfia, in L korr. in Sipi. EOchlf fil|}oi>. — 466. dlSviuti f. daifutit 
Marklaad. — 468. Toup »tf. 

486. Die vor ivti<faivct Sberlieferten Worte "fiUijvi 8i9o6t hat Betgk 
als Gloaiem getilgt. 

470. VBoi) f. vaoit Valckenaer. — 474. attfttaa t. ettftiO^Ocu Sca- 
liger. — Vielleicht iet ofbi» . . Jinivzoiv viavlaiv eu Bchreiben. — 
477. oiStls 0a^c f. oi8tie *cn6v. Vgl. S67. — 478 b&lt HirKel (de Evr. 
in comp. div. arte p. S) für interpoliert, wahrscheinlich mit Recht. 

4S<). Mahly ixliiettt' it. — 481. Dobree tata&t 8i} tu^co, Etmale; 
IceaO-' iiul ratta, Herwerden latti^'i vi]; x<(ca>. ^- 4S2. vm f. väv Foraon. 
Allerdings kann IvjifZs abeolut steben und es bedarf nicht der Yer- 
. besBemn^ von Cobet hntfl xaxofotv. Allein vmv wEre bei fiiUovn 
iiberflilBBig und zwecklos, väv kOnnte man nur beibehalten, wenn man 
%ii»ots Ifoflelg schriebe (vgl. Jscb. From. 1088 6%l£ts luiniv ftt xCft' 
Snag xaft}ro{fäv). Bergk xii%ole iUeif. — 486 hat Harunnd als Inter- 
polation erkannt. Es widenpriofat der folgenden Begründang mg iv' 
/£ irbs xxi., wenn man den V. in der Weise beibehalten will, dafi man 
mit äeidler 484 »Tavtlf f. 9avttv und mit Hermann in 486 tr68' f. oijc 
schreibt. — 487. Vielleicht 4»&' l*iis. — 488. Vielleicht avväKtav. 

492 f. Weil (hat' f. iv&äC'. Aber vgl. 9S2. Und itvo^taeftivas 
würde überflüssig oder unklar. Dsener verkürzt die beiden V. in einen : 
JlvXddrit &q' 4fiAv x&tt^os ^v xtxitju^fof; — 488. ipiX6Tt\xi y' tapir, 
oi) xaatjrvifim fivii Nanck {yivst KOchlf, Nauck tpvau) f. ^ilikiiTi 7'' 
iayk» 8 oi) xaaiyv^m, yvvai. 

600. Barthold jjvvtvx^t- Dieeet vertauscht auch 602 n. 604. — 
610 f. y' hat Monk, t' hat Bcaliger hinengesetEt. — 618 — 616 hat Bad- 
bam in die richtige Ordnung gebracht. — 61S. Vielleicht ist auch bie^^ 
wie 268 «o&a f. Wim lu schreiben, wie iio9tlB 642 auf «o*ö znrtlck- 
zuweisen scheint — 614. ffTJaofiai f. tfjt Ififjt. Stadien S. 337. Her- 
mann &t y'. 

621. Weil Uxxea f. 8äiia. — 636. Nauck fittioe oii^ "EUiiikv. — 
627 f. setzt Usener Rh. Mus. SS 8. 167 nach 620 tmd betrachtet 629 1. 
als Interpolation. — 620. cofir' f, roM' Falej. 

682. Lenting mj y' hi. — 688. äg ({■ tl yäf f. &s '"i' l'"P Mns- 
grave. — 6S7. 8h f. 8' Elmaley. 8onst müBte man mit UonK 'Ax'Xtvg 
8' i x^s NT]iif8at schreiben. — 689. Ag Caaan' f. äg <paciv (in L iet 
nachträglich js eingefügt) Nanck. 

640. x&aqi' f. vii^'. Vgl. Studien S. 896. — 641. Hermann Ttalt 8' 
h'. — Badham Axq>z6iaiv. 

662. HeimsSth ISias fäf. — EOehlj in 8iittaftos. — 668. t) f. &. 
So schwanken die Handschriften in 930 zwischen fj und oi. — 666. Här- 
tung iv ht*', aitbg ültotv. — 668. BlomSeld B-atävxo: ivxniiicaeovittvos, 
Elmaley 9. ulfur TifiM^otifi«*«;, Weil &. «fvJc rificopAv ^/xtjv, Semitelos 

'.A,OOglC 



ANHANG. 125 

■9. viiv dUiiv iQoviuvos. — fiG9. Badham At oi iudi>p dlaaio*. — Elnulej 

660. Enffland d£ rt. — 564. Prinz TÖIaira* f. ^attotaa*. — 660. 
NaDck ^n' &fa. 

CTO. oiS' t. o1t9' Hermkim. — 671. Nauck TvtplOf dvcipaw. — 
S73. fftlots f. &eots Bamet. — 673. saftmv f. fi6vov soll das folgende 
Stt erklären. — 67S. MuBgrave ixdfiTjv f. ijxoiiBv. ~ 679, - ajttvdova' f. 
mcovSije MuigTftve. 

680. Foraon uälmä j' &äe, Nanck uöliffcn Toitro, Heim«Oth (ut- 
luFTtr x^dc. Vielieicbt xö xotvbv d' ti lioXieta ylyvfxai, — G8S, A'^loig 
f. Oiltit Aem. FortnB. — 687, aift f. ye Marbland, xäät f. rtHtra 
Fierton. — 68S, itfY69iii f. A^yellat Mnegrave. Weil 'A^fdav ftolö»' 
tlt ytituv ai&ii. Ich habe 'Adytlot vermutet, Tgl. Hom. P 610. 

593. lya> f. luiym Markland. — 699, ov0^( ■«(» f, aMr[ti xctl «i 
(ovOtix' i*il«i Bothe). Reiske oAdTixi. xnl aoi, worin man aoB nach 
Hesjcli. aoü- Sfita erkl&ren iiiüBte. — 595. Vielleicht xÜb. 

604. otau habe ich f. x^fi^tt gesetit. Vgl. 738. Da LukioD Amoi. 
c. 47 n^fiifim hat, so kann »^^i^si aui zwei Iiegarten ofirei und it4(iipta 
entstanden sein. — ,408. OenOhnlich ichreibt man ieit Porson ^' fä f. 
^ fii. Aber Tgl. Bekker Homer. Blatter S. 290 f. 

616. Toamier icpofirfilu. — B18, xiivSt f- xtiait Bothe. — 619. £Ct|l«i> 
habe ich f. ££nJUe y geietzt^ ä^tila echeint dadurch eatatanden so •ein, 
dafl man tiialfKiva ala neutr. pl. aalTafite. 

6SI. Qaitovca f. frvovoix Mably, — 623. Vielleicht 9i^ii f. {M zvI- 

6S1. 'Ucf^m f. Ul^te MaTkland. — 636. «vqäv ^cii.& f. nOp iitfaXAv 
Canter. 

641. Wahischainlicb ist 24 ää-xot zn schreiben, — ats. Aem. Portiu 
Ufova äitlttxwt, vielleicht djilovca juexäg. — 644. Die etrophieche 
Besponaion (mit der Lficke nach jaWoi) ist von Hermann bemerkt worden, 
der iv »äf^ ergänzte. Elmsley ßafßdfmv, Hartnne Avoalois, Weil cS 
ftiltog. — S47. (La*afixifas , viavia habe ich f. futtaifoe & rtavla ge- 
schrieben. Eirchhoff imaal^ae, i mit schwerfKlligem Rhjthmus, Seidler 
fiäuaeos, iA, Hermann fuixap' ek S' &, Schoene (unuc^ioc, — 649. Elmaley 
x68' f. xoc', Bergb 6jt6t' f. 3ti sox'. 

660. toi T. xote Hermann. Elmalej xädi. — 662. cii iH 8i4l3.vaai 
f. äMlvaai Monk. Vielleicht xb ai Si6llva»ai (exklamativer Inf.). WeO 
ipi^ <ptn di' 6llveai and nachher jtixteos iv fiSlXov. — 6GS. alal f. 
alat alal. — 664. nhipog i fiA^coc tUAyii^ov") &v f. n6ttfOS 6 itilXtoti, — 
666, iaq)lioya f. ifiqilifloYti (in P korr. in Aii^lßola) ed. Bmbachiaua. — 
668. Elmalej xa^i. Aber vgl. cnrae epigr. p. 80. 

BG4. iigixa f. imifixa Markland. Heath ^»xcif' &tmf6ixa. — 
668, xgäeaoi f. afätati Hermann, 

670. roi f Tih- Hermann. — 678, Siifi»!»' t. Jtf}l#( Poraon. Mark- 
land äieWt, aber nach HUISe ist die folgende Anffordemng des Oreütes 
fiberfitlssig. — 675, i' f, «' Elmsley. J^iske xoiviyi, EJmslej auBer- 
dem ■ad'j} 8i nitiaag, Badham xoi*g 'iinlivaa. Weil aoivji itiiütvxa. 
Vielleicht xo(»g «l^orra 9il. — 678. F.W, Schmidt xoUotatv, iM jrttf 
«oitDJ, vielleicht xoXlaltiv ol ttXtlovs xanol. -~ B79. npodoie vitüa^fl 
«' f. npojoit; 0( a^tsi'^' Elmslej. 

680 f. K&tpiägcv9ite f- «k1 9o*tvdtte Lobeck, — 686. Vielleicht 
iitiptvy6xa f. a)ofioi'fi{»ov. — 68T. ^(iV f, «otxä Forson. 

690. Tofic f, cdSc' Markland, — 69S. Umtv f. l^Hfiv (so X mit 7 
fiber <r, P lietir) Badbam. — 69S. mjsai' Sv t. »xiiaäfuvot. — 697, Her- 
werden Svonä xt itayivotx' fi». Toamier aißoit' Sv. f. W. Schmidt 
£voft(i yivovt fUfot x' &». Vielleicht stNifli' f. yiiroii'. 

702. Monk (mto f. /mm, 

718. ViteUi (Intomi ad ahmni 1. d. Ifig. d. A, p. 61) ßUxov»' 



126 ANHANG. 

äfiolat nal 9av6v^', Ich mGchte 9aviv9' dp^üae url ßi. voTsielien. 
Für fgm ist vielleicht ££m (Hcbätzen) zu schreiben. — 719. a' oi 
äi{ip9afiv fi «Ol f. y' oi diif^otfin \ii x<a Nauok, 

720. Elmsle; ntxlncif iyyhq tatäios tp6vov. Badham tut zo^ iyyis- 
Berwerden tilgt den Ten. — 727. itol40vQoi Ariatot. Rhet. lH 6: LP 
nulv^fijroi. — 729. x' hat KOchl; eingesetzt. 

780. Vielleicht ist npoßg f. niar/ in schreiben. — 7S1. Kirchhoff 
t^öva, KOchly ä6nov. — 736 ist bereits von Badhun als Interpolation 
erkannt worden. 

740. Dem Gedanken ■würde . igfetov oder fucTaior tlnas besser ent- 
sprechen. Madvig rlnalov. — 741. Kirchhoff m^tvoic. — 742. Das 
diesem V. in LP vonuist«hende vuL fehlt in einer Pariser Abschrift. — 
Vielleicht Ipfiifam wie Kjkl. 167. — 744. SAatte F. dAeu Lindaa, HartiinK 
JÄm*'. Statt dessen Beiske tule Utl, Bothe totai aotf. — 747. toielS 
f. tattttn Harkland. — 749. Kaack jmExtop'. Vielleicht &vmttos oigavoi 
aißas ^lie. 

7&4. ^U' oCtig In' AuEtpoc t. ilX' ahis tarai wuc^c Bothe. — 
7&G. Harkl&nd yifaiuuitatv f. «qfurnBv, — 768. A. E. Hoiumän IpnodAv. 

760. xAvttralitiv' habe ich ffli das nach ti»6vta mflBige tijye- 
yftimiiv' gesetst. — 761. £bnslej Ajtajytüai. ~ 7CS. Ajidere schreiben 
«inj. Honk x&xtataluiva. — 766. Badham aAetts iftoO. ~~~ 

u «*» f. täw »eav M. Hl -— - - 

Vielleicht ätt t. zp>i. 

770. Vielleicht a^ax^eta', da die Tragiker den ersten Aor. bevor- 
Eogen. — 778. Uymv f. l6yiiis Seidler. 

780. a #tol nnd 781 hat Hermann dem Oteit«a gegeben j gewShn- 
lieh teilt man dieses dem Pjlades »i. — 78S ist nach dem Vorgänge 
Hermanns, der den V. nach 811 ein^iesettt hat, nud Hartonga, jedoäi 
mit der Lesart tax' "^ IgatA«' (lo P von erster Hand, i^eträv ff' L) 
Tor SlO eingeffigt worden. Vgl. Stadien B. 840. Hermann mx' o6x 
f^nrAff', dazu Härtung tlt tä xUi' Aipliofuu. Weil räf ovv tfon&r . . 
(tipJ£<Ttri, indem er den V. an seiner Stelle beläßt Dindorf and Honk 
tilgen den Vera. 

798. Badham &vaiavxäs. — 796. Sfuic «( m«*^ f. ZfMt AmatA 
Uadvig. Harkland Sfuof e iTtiaim. — 797. Herwerden 9avfMnä fuu. — 
798. 14. f. XO. Monk. — £^v' 'f. itlv' Elmdej. — 790. Herwerden 
ttfoaPttUtv oder statt dessen lifat (z^p*). 

806. &n' i f. AW A H^k. — 807. 7c f. tt Seidler. oi W^tm' 
Seidler, ov '■Mtiifm Elmaley f. /xs^fvit'. 

811. &xo^ f. &%ovt Marldand. — 818, eüri^ct f. olta ed. Bmbachiana. 
— 818. ipame' & . . ^v vfUti f. !j*omia . . ivW jv Uekler. — 816. z^V 
nvji t. xaunri;. — 818f. Uadvig xctllwip' f. xv) lovrp'. — Die V. 818f. 
sind vieUeicht interpoliert Uta Gedanke a4 yicf (Semitelos ei j^p) . . 
itpfliexo ist nicht klar. 

886. Nanck Otvofiäov »iftiv. — 828. Das nack "Ogiata stehende 
ifllOyiTo*, welches Elmslej in fi)lö#c« &ndem wollte, habe ich in 8S4 
f. xb Si Ti eingesetzt. — 889. Ttaxfiat i- natfUloe. 

8S8. Jtniptt' iBdttfva ans der Lesart der Aldioa ^iixpvtt iJxQiMi f. 
iditfv Husgrave. — xarü f6os f. Ttaxä di y6os Seidler. — 883. Her- 
werden ä; d' afifiot /fuJ*. — 884. S. zn 688. Aofierdem habe ich ff' 
nach ßfifos eingesetzt um des Verses nnd Sinnes willen. — 837 f. i 
9vtii ngflMov . . c^v^Aw habe ich f. A i^tctamsv , , citvx&v tfioi ilfotä 
geschrieben. Heimsoetfa i xf/cUieov , , Idyoiifi OvfiJis tinvräv. Wie 
iitvx&v zeigt, ist iftui i^<t Gloaaem zn Oviti. — Härtung tj Xiyoi xig 
noch Hipp, 1IB6. 

840. täf ixißa xeicai f veAeat xät' isißa Weil. Beiske iidflu. — 
848. ASovicv f. iflovkv Dindorf. — 846. KmiXmtle haxUi f. KvkXtaidiii 

„..,.. ,.A,OOglC 



ANHANG. 127 

tnitti Hermann. iatUa & hfrabt auf falscher Trennmig von imia lA (da- 
her dann Kmilantldat)- — 9*.T. föcic f. ^ia£c Blomfield. — 8i8. Mftoiffiv f. 
86iioie Seil) 1er. 

862. piv, welchea vor iiflmt leicht wegfallen konnte, iat eingesetzt. 
Monk verdoppelt oÜ', aber dadurch entsteht eine bedeokliche Form 
degDocbmiu«. Hermann (yäi tjj. Seidler tyii f ä, Kirchhoff iyii iyii, — 
8G1. iiiiif 'ift^xi f. SfQu ipiixt Elnulej. — 8&6. Vielleicht &vv^vaiov. — 
i hat Seidler hiniugefügt. ~ S69. it6W f. doUav Hermann. Monb ^ij- 
Itav. HartnnK ioUov Aydiiav. 

Säl. Seidler x&v Imi, richtif^ Dindorf und Eirchhoff Ittel . u _. 
Eirchhoff ei^^Jut iä>v iit&9. Hit einiger Sicherheit kann ipoivitav als 
das fehlende Wort bezeichnet werden. — 864. icxätofa jttcciQa f. iitd- 
Tog' intaofa und mfifU»' Sxotiiov t. x&t^» Eaj^ong nach dem Vor- 
gänge eines englischen Gelehrten, der xtn{(f' ixäiofa tbv ipbv llajrov 
vermutet hatte. — 861 hat Seiler mit Hecht der Iphigenie gegeben, der 
diese Worte ebenao gehOren wie 866. Hetwerden rixva riir6s f. tvxf 
Tiviif. Passend w&re awalXarf. Monk eetit 867 nach äüb. 

811. äMtipvyet f. Afi^iwvYts MuB^rave. — 9TS f. airole f. tdrolei 
und m/xvpfJoEt f. ot^xcop^ct Hermann. — 876. utii^ews f. nöicme 
Beiske. 

881. xddciiai f. xclaoat Nauck. r6di aiv f. riie x6de <tir Beidler. — 
886. (t>^ f. Sga Harkland. 

894 f. Nach Anaacheidung von täXaiva täXana habe ich ttt ig' 
oiv, tdlait' , rj frfäc ij pfotäv f. ris &v (Harkland &q') oüv räS' äv 
(Badham nclav) ^ 9tbt ^ ßQ0i6t geschrieben. — 807. ixifuiv mjpor 
f, 7ti</ov äxo(ov Hermann. 

901. -noii f. xal L. Dindorf. — 90&. £ft{w( f. Sco^ in einer Fariier 
Handschrift, einer Abschrift von L. ~ 908. %ait6r x' &ipivi:as i^ovfis 
iaiaiuelaxitv habe ich f. naioAv laß6vtccg fjSowcie &lXas laßtlv geschrieben. 
HeimsOth xai^iv hitivTat. Scaliger i^oi^p SlXtas iaßilv, 

9J2. ixlmm, »oW* f. i^Ufji y' oiH' QloBl WochenBchr. f. klass. 
Fhilol. n S. ti48. Eviiala oi Set _^' ixfozi» oiB' (fxonqoat, Weil 

bin- 

Uan erwartet iifimpäv ^6vov (oder qiivov). — 928, Orelli ti 
; f. *4 **, 

983. fijYÜSrit f. ^YV^^Vt Bhnalej, gewiB richtig, wenn auch ixav- 
" ' 1 einer Insobrift des 6. Jahrh. eeninden worden ist (Foucart Bnll. 
r. Hell 1880 p. SS6). — 933 f. habe ich mit Monk na h 986 am- 
gestellt, — 931. s' hat Markland eingesetEt — eivsx' f. oivt»', wenn 
nicht Mvvie f. S'tal ta schreiben ist (mit initgis itivts *gl. Fl. 1S4S, 
Äsch. Cho. 933, 1053). — 935. ulfunTieAv nvcOfi' i-xtiLpdlXBiv f. affur- 
TTjeu ordiu' txiiißaltb (Elmalej oriifiu) y' f^^alirv). ~ BSS. äQ&eai f. 
Sgiiativ Elmsle;. 

942 f. iimavli f. ?«*«" (iot und tut' ttt . . fl^ (•' f- tls t&t . . *ii j"' 
Weil. — 946. taat' f. rrnar'. — Badham diä f. «)j. — 947. ft' hat 
Barnes eingesetzt. 

960. n^TH f. xifit die Aldina. ~ 961 — 964 sind von Sohoene in 
Ordnnng gebracht worden. — Sfil, &xf/i>«^9tyvt6v f. Axiip9ty%tor 
Hermann. — 963, airäv f. airoö Scaliger. — 966. «tyä» 'ftl^ylot f. 
nSjmy' ^^fl^ygai Markland. — 967. fiixamtfät»» habe ich för lUy« 
«xtviiiav geeetat. Vgl. Anh, zu Med, 891. f, f. ^p nach Elmsl^s 
Beohachtong, vsL Nanck Enrip Stad. I S. 67. — 968 — 960, welche 
manche als nneät erklären, will Honk nach 96i omstellen. 

961. SUfjv f. SUtjv x' nnd 964 ilidiv «f f. etifim Elmslej. ~ 966. Ana 
der wertlosen Lesart von P iitigi^iuSe machte Seidler difsfv^iu^t. 



oi <fcl p,' ialattiv oinS' ixonxi^tEie (besser wohl fitjd' (txDtfnjanc). 
914. wlla di x&uä f. qiHa yäp forai. — 918. L. Dindorf i 8'. W. I 
dotf tanv «• W, F. W, Schmidt ii' lüx' Sf'. 



rt 



128 AlfHANG. 

971. itS^oieiv f. AvidgiTOi« 
f. ßiov . . »aviv F. W. echmidt. ' 
f. laßdiv Scaliger. 

980. qv f 5v Seidler. — 987. ixt^agel f. tnÜeae Herwerden. Bhea. 
Ul haben die Handschriften ^iC<b«i f. ixsSägei. — 988. f/tt f. iit 
Canter. 

990 hält N&nck für unecht. ~ 001. ei t. aoi Cauter. — 092. ti 
%rav6vTt f. tä xntvoOvti Eeath. Hermann tols xiovotiai. Aber vgl, 
z. B. ÄBCh. Sam. 515, wo die Handacbzift »avoim f. »spiJvti bietet. 
Uonk «nEvovn. — 993 f. ä^dtvou «oliv f. ^pd^vat d'e'loi Markland. 
In e^ayijs tt jüq . . iaaliä^tn S'tlta aämal t' ig ohovs, die England 
ohne Annahme einer Lücke aohreibt, ist yäf nicht am Platze. — 
096 f. t' f. i' Uarkland. — di aäis t- ä' Sxmt (nnd läßio) Nabet. Viel- 
leicht aber ist oix oMa f. didotxa zu Bchreiben. — 90B. Badbam näc 
o6, — 909. fo*' n *««*' f. ff II toü*'. 

1002, xoixta dt laifiir^ivt' f. coüriw H jmfie^'ffil' Weil. — 1006. orü- 
tfiit lÄ ff" f. aieaad e" Eirchhoff. — 1000. Mnigrare gätv. 

1010. £4aj J^ v' f {£qj di r' Canter. i%ata9it %^tui6s habe ich 
f. {vtav9oC niaat geachrieben, aiew kann ans x^lKac, welchea Wort 
hBiiiSg an die Stelle von ^^y6s getreten ist, entstanden eein. Dindorf 
«itfemt 1010 f. auB dem Teite. ~ 1014. ji6hfiut f. *6haß' itg Elmslej. 
Die Lücke haben Hnsgiave und Eirchhoff bemerkt. — 1018. vofffi f. 
v6ei MarkUnd. — 1019. ^dB ßo^lrveis f. ij H povlijais Harkland. 

1020. af ovv i. ag' &v Matkland. ~ 102S. iivaio habe ich f. 
dtivo^fii]» gesetzt; denn dvvoio erfordert schon das folgende tö 3i npo- 
flvfiDV ^vtaa. Auch würde der Gedanke der Qoethiachen, nicht der 
Etmpideizcben Iphigenie zukommen. Elmalej Swale&ijv. — 1025 f. sind 
von Markland als unecht bezeichnet worden, inisoi&tritit' f. l^m 9süitt' 
Brodean, In einem Verse des Enripides müfite auch mtdroy f. «nufio; 
eescbriebeu werden, wie Dindorf bemerkt, — 1097. UgowvXaxts f. 
Icffol ifvluxts Markland. Dobree Ufofi ipviMxee- — 1029. F. w. Schmidt 

lOSO f. sind vielleicht unecht. Wenigstens würde sich 1032 besser 
an 1089 als an 1031 anschlieBen. — ICSI, aalci pavlan f. eaäi Avlait 
Kiichhoff, Vielleicht aaCs SXaiei (oder futntun). — 10S5. et f. ye 
Beiake. — 1086, Izov»' f. ftow' Beuke, 

lOiO, oinaiBttXfiiiaiuv f. ^ MeitXtv»a(Uv Eerwerden, — 1041. ^eeolv 
f. iifä F. W. Schmidt, — 1042, xoi . . vl^ttQOVi ^ nu;' habe ich f, 
Hol . . vottffbv clitas ffMchrieben, An tixae hat tichon Reiske AnatoD 

Jenonunen nnd el ituf vermutet, — 1044. ai S' ^ »c f. eol di) tig 
Acobs. Ich habe xtt beibehalten. — 1046. jo^Q^ f- qnSvov Winckel- 
maun, Mosgrave S6Xov, Brodeau xivov. — 1047, %tt6s habe ich f. 
•ftgoCv geschrieben nach der von Herrn. Job, Müller „Der Dual, bei 
Eurip." 1886 S. 19 gufebenen Regel, da die Bezeichnung der Gepaart- 
heit bei dem Begriff fLlaafia unnatürlich ist. Vgl. Or, filT ^aa^ut 
Ittupävinii ttfis, WO AEF itg6s, die übrigen Handschriften ze^oi* 
bieten, — EirchhofF t%uv. 

1050 f. Nach 1050 l&ßt Hirzel (de Eur, in comp. dir. arte p. 64} 
einen V. der Iphigenie ausgefallen sein nnd gibt 1061 dem Orestes, 
1062 der Iphigenie. £OcblT l&fit nach 1040 einen V. des Orestes fehlen 
nnd stellt 1060, lOGl um. Weil nimmt nach lOGl eine Lücke an, beide 
um gleichfalls 1062 der Iphigenie zuzuteilen. — 1055. 5v Kävza f. 
£«avTcf Harkland. — 1066. eis f. &s Hermann. — 1059. avwiiutv f. 
avfr^"'"'. Faler tilgt diesen Vers. Botbe ifiitdxTtt fc avrr^vov. 

1064. Ttiatij f. »latit BoÜie. — Hennann xäpa. — 1066. viatoe t 
♦rf«o* Heath. — fi^« f. fj«. F. Polle, — 1069. Ixitie f. ai utl ai 
Elmslej. 



ANHANG. 129 

lOTO. Statt fovÖTmv hat es vielleicbt joviam geheiäen. — lOTl 
hat Dindorf als InterpolBtion erkannt. — 107-2. UuBgrftve Wlfi*. — 
1078. Naack ip9iyia»9e dtira. — 1071. Marktand jü. — 1077. Lenting 

1081. iXiriiov f. iUfxav Hukland. — 1083. Botlie tu ztpA« nat- 
8om6rot), sehr anaprechend, Herwerden i* tixvdxtiJiiov xtfis- — 1088. 
if. Hanpt tiO^iuma. 

1091. oUtg6v f. ohov Bames. — 1095. Reiske dprivoOff*. 

1101. »alibv f. »äXXot ed. Brubachiana. — 1103. &itvi f. üilva 
Aem. PortnB, dazu tpllor oder iplXas f. qilXav Mnrktand. — 1101, niuXiov 
f. H^xvEiop Seidler. — 1106. Weil Xipeg f. itßüäts. Tielleicbt hat es 
tiolXii . . liß^, & . . huaev geheißen. — 1109. iiXv^vav f. Ho^iviav 
Erfordt. — Ul f. iv ElmsiBy. 

1111, Uinder ongewOluilicli wäre iaxloitov und auch Androm. 188S 
bietet Stob, ^a%fiotivi f. itraXovcovt. — IIIS. väoov f. v6azov Bothe. — 
1116. t' oi f. tolg Muggraie. Nauck [a]lo9itovs. Kajaer ßtoiio^g ^ 
'EUmvo^^ae. — 1117. £>jlovn( xhv t. {ijloSd' &tav Qrevems. Nauek 
ct/ü, ESchl; alaav, Toumier ohov f. &tav. — 1119. lutfip» f. xciftMic 
eine Abschrift. 

1120. TÖ «ölat f. iifiaßäUji Badbam. Den gleichen Sinn wflrde 
il ipz^f geben, — llSl. cirrvxlav f. eimixlas Scaliger. — 1126. Elmsln- 
WfiSov 4^. — Blaydea \a!iQ63txoe. — 1186, Härtung oiftUv Ilavbe »a- 
lafiof. — 11!9. Markland iTtxcnivov xilaiov Ivpag. 

1130. n^fi^zi f. ££(( Paley. Enger lulonoiäv f. ieUav. — 1181. 
(i a' f. ii Bothe. Fritische nv e', Hermann a' . — 1182 f. iai i' tröcofi 
{o&iois ^tJo^ UxoUatc nltcini; f, tjii S" airoü iiitoSaa ß'^cv fo^lotg nttx- 
xccie {nXarSv Weil). — 1131. fori' (^ifiiSiiitv' <s]> iteorovor t. InUc 
jif6tovoi. Vgl. die Abhandlung von L. Brunn über äxaio; in der Feat- 
flchrift des Stettin. Oyniii. zur 35. PhilologenTersammlung 16^0 8. 33 ff. 
— 1186, T(6Sts f. M6dtc Seidler. — 1137. lapTteois 9" l^7todif6iu>vs ist in 
X in den Singular korrigiert. 

1141. Fiitzache tv virtote i^oCg jixievyag. — 1118. zopolrc S' Itnulriv 
f. zD^ofc ii Mad]» Badbam. ~ 1114. xapoxoc f, tiitf&ivos Nauck. Bad- 
hom xäfidfoe. — Enger -jovirnv, Kflchly iS)uav f. yd|Mn>. — 1118. äd^o- 
xlo^oio %US&s t. xüiraK {^hSSf Markland) äßgonloitoio korr. in ii in 
äßfintioiToio jafiac. 

1151. j^iv hat Stadtmüller ergänzt. — 1164. mlv iit-oif f. t&v 
^{vtav Ehnsley. — 1166. r' hat Bothe eingesetzt. HeimaOth nAiia^' 
SnTovtai, Verrall vAfi' ätäarovroi. — 1167. Monk W noic. 

1168. Dobree rt f. xb. — xolv iivoiv f. x&v iivmv. — 1169. Han 
erwartet xäd" f. ?*'. 

1178, E. Bmhn xoivoii/j<ii f, xoivmvd anaprechend. — 1171. tii' 
nach ßafßäfois hat Oaiaford getilgt. Unmethodiacb iat es, wenn man 
t6S' mit y' ereetzen will. — 1177. Naack fiieovs f, ip6vov. 

1181. «al fi^v f. Mal viv Monk, Sonat mfiSte man eine Lacke von 
zwei V, Tor U81 annehmen. Dindorf «oi *^. — 1182, Badham lUbv 
Ufr^iv. — F, W, Schmidt if ^/Itov. — Monk äjytiXavtt. — IISS. Monk 
'Op^<»t]v y'. — 1184, Markland ai&o^e. 

1191, &aiAxifoi t. iaiAitifov Toumier, 

ISOl. ^fäiiTiv f. AvTji/aiiJiv Musgrave, — 1202, F, W. Schmidt iiiiXti- 
ßtta. ~ xJl t- xol Markland, — 1206, Elmaley ye f. di. — Vielleicht 
x6de f. id*s. — 1207. %f&xa f, «ofta- Musgrave. — Vielleicht »^loiff 
flqji». — 1209. Elmaley aolovg liSyotte f. «oine eüjae. 

1210. Herwerden fivAEi f. ip6va>, vgl. 1177. — 1218. o^ ttl f. o4J(1e 
Badham. — 1214 hat Dindorf ala Interpolation bezeichnet. Mai'kland 
und Matthiae wollten den V. nach 1S02 einzigen. Eher wfirde er bei 
1180 in den Zusammenhang passen. Hermann betrachtet ihn als ver- 

Boripldti, IpfalEUuU. 9 I 



130 ANHANG. 

etümmelten Tetrameter (Weil 19. ti liytis. 00. At fU&tms «1.)- — 
1216. Vielleiclit 'xl va&. — IS16. •jtvQOtö i. »Mä Rsiske. 

ISSO. djolf ff f. «%oit Schäfer. E. Bruha iittX «jolij. — 1233. ^axavs 
f. vöofioD;. — Sijvas f &iiiievat Pierson. 

12S1. Vielleicht xolvie F. vAvdf. — 1236. Hermaan t6v noTS. — d^- 
luittv f. AijltÄg ^p BnrKBa, — 12S6. tun>fotf6ipois f. xa^naipiipotf Jacolrä. 

— 1SS7. ütivt bat Hekler ergänzt, hntxi Eirchhoff^ dos Qloaaem 0olßov 
nach 2pvaaaduav hat MoBgrave entfernt — 1238, ^ t' {. S t' Weil. — 
1239. q/ipt S Iviy f. ^iQEi viv Eirchhoff. 

1842. fiÜTtif' habe ich fflr fuiriip geBChrieben. — 1241. &nipt*e f. 
ilLtpixH Seidler. — 1849. tri Si viv f. hi yj.v Nanck. 

1S6G. Baa GloHHem litwfiafvmv nach ßifazoZs hat Seidler getilgt. — 
1256. vi\uav f. ^fiA« Husgrave. — 1267. i^nA f. ^^p Seidler. — 1258. 
MuBgrave yctzov. — 12Ö9. ixcX t. fxl Scaliger. — ratmr f. fS; tätp 
Evijala nach Nauck [fätov). 

1260. nali iativaaetv 6 .^arräae f. itali' äaeväaaaxo Nanck. Seidler 
&jieväeaat' 'ATt6iXmv, Hermann ^xiväeaato HvtSivos- I^a« Medinm konnte 
.mit %mttv«aaa^yTi Xach, Cho. 929 gerechtfertigt werden. — 1264. S ni- 
n^nro f. tii te ApAio. — 1265, Sa' f. Sdu c' Burgee. Seidler S t' fyelXt. — 
1867, Linder »ttfie^wtff f. ydc eisväs. — &t\ f. Pala 8i, welche Worte 
Hermann als GloBsem gestncbeu und mit &vio ersetzt hat. — 1268. (utv- 
Tclov i' f. fiavttlov Hennann. Seidler (lavttiBiv. 

1871. Seidler Zi\vhi f. Jt6s. Vielleicht ist dliav tra schreiben. 
Jacobs und Badham Sgt^ev Ib dtav ^ifivov. ~ 127S. AiftXtlv d-tSg nav- 
roavvav f. AiptXtlii &tSt ftijviy wjtovE t' ivomis nnd in 1377 wx^ovs 
ivoxds mit Bnrges f. w^iovs 6vtlfOvs Seidler. Augenscheinlich bat sich 
neben der nrgprflnglichen Lesart vvxiovs hioitäf dos Glosaem •vj'**^ 
6velfOve in den Text gedAngt und so die Überlieferung in 1S7S alte- 
riert. Die Richtigkeit von lutvtoeivitv wird durch das Epitheton z#o- 
vlav bestätigt. — 1876. ^«1 Si aelgae f. ^^1 S' taiiasv Masgrave. Seidler 
M d' tttiiacv . . noCatri (Nauck aaiativ). — 1278. ijti f. &«6, weil es 
kein Verbum Antiaigia geben vnd dni nicht mit ßfotäv verbanden 
werden kann. Vgl. krit, Anh. lu Med, 1174. — S' ila^oeivor f. 3i 
laSvaivav Nauck. Harkland iiavroiivvav , woraus die bandacbrifUiche 
Lesart nicht entstanden sein kann. 

1882 f. di 1. S' iv nnd «ccpiieiv ß^oToic f. frupff» (frapap]} ß^oxolt. 

— 1286. ElmsleT no;. 

1891. Markland tpvjätTcs- — 1299 f. jufU* f. »' Afil» Matkland. 
Nauck t&ir3i tAv ^tiifctfiiiviav, Hense olia tAv rnngayiiivaiii. Vielleicht 
imv xntifayfiiviav miqifi; und ApaiffioO iiifosi 

1300. loly E^voiv f. Täv g^foiv. — ISOl. Vielleicht ist diiiovs t- xü- 
Xas EU schreiben, — 1302, tCnig f. er«0( Porson. — 1306, Schäfer Arje- 
lAv. - 1307. 3*' f. v6i' Tonrnier. — 1306. Markland Äitloe «". — 
1809. tifievBov f. TpmiS&t Kiyoc Heimsöth. — Chr. Ziegler ÄUmvdv. 
Man kSnnte auch an l<flvov denken. 

1810. Efijff f. ^s Scaliger. — 1311. ttplazat' habe ich f. Ttccfiotat' 
geschrieben. 

1881. x&t Slti^ov habe ich für Tt&g ae itepiov geschrieben um des 
Gedankens willen (Markland nA^ ae (iitov) and nm das ungeschickte «e 
zu beseitigen. — 1321. Hermann diatyii6v. — 1327. &<Llaaalavs f- &<i- 
latFofu« wie 236 Hermann. — 1329. iivotv f. iivmv wie 1151. 

1333 f. Nauck uixr\ Bl %efal . . tazn%' Sizia&e. — LF %egolv korr 
in zcpst, Weil jeipf. — 133S. doxol f, doxf Hatthiae. — 1337. Her- 
wei^eo ÄMoliiluJe. — 1838, iiaytiove' f. (tortvovu' B^iske. 

1843 Toumier «vtie ^*- — 1344, Schäfer iaiUvovs-— 1316. Kirch- 
hoff OTnätpovs- — 1346. Diesen V. stellt Hermann mit Unrecht nach 1394, 
in welchem er i^alipvtjs "t^ beibehält. Markland xatfjQit, Bothe xori- 



AHHANQ. 131 

ijpi]. In der im Eammentar ajigei^rten Stelle Ueiod. YIU 31 habe 
ich itotfiov als QloBHein za uatfjges bezeichnet. — 1349. veäs f. vt&v 
die Aldina. ECchly nimiiit zwiechen HcvOteovt und xpvuvrfiev InAxtf 
(so schreibt er} eine Lflcke an und setzt hiemach 1352 em. 

1S61. Sjnvftav f. Ayuieag Scaliger. — EirchhofF xUfunta. — ISfiS 
hat Bergk als unecht erkannt. — 1368. di^dvcts f. äi Sövttg Eirch- 
faoET. — Tj) l^v^ f. T^v iivijv HuBgrave. ~ 1866. Nauck tivt fipat. — 
1S69. i6apa nal 9vtpt6lovg t. ^iavav Mil 9vjjit6lov Mosgrave. 

1S60. 6ii hat Uarkland hinzugesetzt — 1866 hält Naock ffir un- 
echt. — 1888. 3' f. t' Aid. — fjeaov f. ^aav Badham. — 1369. Bergk 
0and f. äfia. 

1371. Markland ö>s ivv t' äxtuatv oder änt awaxtatclv , worin 
ovv nnerkliürbär ibV Hermann &t tä ^tatteiv, Seidler eSnE iwalyelv. 
Paley tilgt den Vers. — 1876. Elmslej fUnßinefov. 

1380. Zwischen ^v und c^yfizi ist in LP Ranm fdr ein Wort frei- 
gelassen. Eine spätere Hand hat in L aare fi^', in P vaodrais eilige- 
tagt, x^ Utni ^'^^ EirchhofF, jfaeOivm Badham ergänzt. — 1882. xXi- 
fiuxuc f. kI^no; fordert der Sinn. — 1383. tiailnov f. tiinjftov Pier- 
son. — 1881. i' f. *■ Harkland. — 1386. *ais f. »tj4s Monk. — 3' hat 
Markland eingesetzt. — 1386. Harkland xflad' 'EXldiog. Nanck vetcvluty 
Eöchlj vtTjlarßt, F. W. Schmidt cniStijs UAs, Badham loiiff/tora. Eviiala 
betrachtet den V, als Interpolation, ~ 1381. xäatig f. xmntri; Beiske. — 
T* Mcvxttivtts f. rt Itmittivite Scaliger, — 1368, &ifvoy f. fiitnioy 
Markland. 

1S96. TiaU(i3ifvnv' Inl' t. Ttäliv ■jtevpnai' Mekler. Hermann nalifi- 
vi/v(ti>ti36v nach Hesych. valtpxfivpivifiov alov KulifmpvfM'oi' %^7ittiv ktJ. 
Dann tnSßte vorher axaipos f, vtät gesetzt werden. — 1396, it 8i y^v 
f, i/? fifv a ed. Bmbaeh. Hnsgrave tlg y^v 8" JfuroltF. — 1899. Uftav 
f, Uguav wie 31. 

1404. Ik Tiinlov f. fx (in I. ist ^aXCrtts, in P jce^v von späterer 
Hand nachgetragen) Markland, Die Eig&niongen sind ebenso wertlos 
wie 1880. Husgrave i^ iita^Stav xit/as- Matthiae fvpvcis inPaXävtte 
Hivag. Nauck tiixeQäis. — 1406, %e3^vjiazos f. xtlivaiutioe Dindorf. 
Ebenso 1183. — 1407. Banchenstein j^päiv tig. — 1108. ijniias f. 
&y%v9as Musgrave. 

1116, JltloKt'aif f. TlcXanUlats 6' Matthiae. Harkland c' f. S'. — 
1418 f, &SeXtpr)v 9' f. t' ädtijp^v Musgrave. — tfivov t<yiv AiUBi ifiv^ 
liAvunof 9cäv f. ip6vov tbv AiXldi iin'Jiii6vtviov ttef Badham. 

14S0. fl '* habe ich fflr ^ geachrielien, — 1432. yvvatxts f, ywaUas 
Markland. — 1188, ntaftapivav f. xtxfiapivoit Honk, nfsgaiiivos Her- 

lUl. Den folgenden V. kann man nicht mehr mit Markland des- 
halb, weil er in P fehlt, als Interpolation betrachten, seitdem der Wert 
von P richtiger erkannt ist. — 1446, Ttog^fititiv f. «op^fiEiinv Tyrwhitt 
— 1148. Cobet t&falp.a. 

1160, Toumier texärtie. — 1463, ifv^as f, T<f£ag Pierson. ~ 1164. 
ftjS f. <4c Hermann. — 1167. Weil Taveojtdlov is <i loaibv ipv^eovai 
fridv. Aber 9eav einsilbig ist kaom am Schlüsse des V. zulässig. — 
1168. fUe f. «^a#e Porson. 

1460. i^atiita f. iiawhai Mnsgrave. — 1461, &tii &' f, »fäs Mark- 
land. — 116S. Pierson Uiiiaxat, ansprechend, — 1163. Vielleicht X9^ 
(es ist bestimmt) f. 8el. — reit . . 9eä f. tijadc . . 9tät Markland. ^ 
1167. l/wtoa* f. Itixae' Tourmer. — 1160 f Die LScke vor diesem V, 
ist von Brodean bemerkt worden. Die im Schol. in Aristoph, FrO. 686 
erhaltene Lesart ^{^itidiiie äh xsl nfiv a' ^so cod, Ven., zwei geringere 
Handachriflen «' f, a') ist der handschriftlichen Lesart hiaiiaaaA et %it\ 
sflv f' deshalb vorzuEiehen, weil diese augenscheinlich nur gemacht 

9* 
'A'OO^IC 



183 ANHANG. 

ist um die Verbindong mit i^eifUiua henoatellen. Dies verrat auch 
das angehOrige j'. 

1471. latm r6de f. tls laitö ye Markltmd. — 14T8, xaaijv^r t. 
vteljvtitov Elmflley. — 1476 f. Weil tl ynp; wpös rovt cf^vDvtas «*f 
&y,iiX&iftai MaXfn; E. Bruhn n&i Jfifbt . ■ ä. Ktviv, StodtmiÜler »de 
«(i( . . ä. xalAv; vielleicht neBc fols a^ivovai 9eots &. %al6v; bo &a& 
Kifbs f. näf gelesen die Änderung herbeifnhite , «enn ea nicht am ein- 
focheten ist iti/bs roie - - iutx6v zu Bchreiben. 

14B0, Elmgley eis ifl^ liinioti, Herwerden louv tls '4*'- — 1485. 
viSiv f. vfiSiv Boiaaonade. 9eä f. #«fc Aid. — 1486. jffi) habe ich für 
Xtcäiv gesetzt. Dindorf zp^». Nauck hält den V, für interpoliert. 

1491. siSalitares f- tidatiu>vos Aid. — 14B&, H^njc f. Teexvif 
L. Dindorf. — 14ST. Die drei SchluBverse haben Hattbiae u. a. in 
Klammem gesetzt. 



1. PKndos Y. I2S— 2SK. 

Die freien AnspOate der kommatischen Farodos beatehen aus; 
1. Uonometern - ± - ± oder uu .i ^^ .; 
a. katalektischen Tripodien _.:-.:- V. 126, IST. 
B. Tripodien, in welchen der Anap&at in einen Prooelensmaticns 
an^lOst iet 

w .iv w Aj 1.*.- Ju V. 197, 280, 238. 

4. katalektischen Dimetern. Die Foim - i . t\ . .l - kommt 
S6 Mal vor. 

Vereinzelt finden sich andere Formen zjs ■^ 'jo j. \ u^ ± - 
Bedenklich ist die Fonn V. 816 uu .£ _ >j>j | ^a/ .i . 
In den EVoeelensmaticns ist der Ana^Aat anfgelfiat: 

T. 21S w >X. ^ .: . .: , 

V. 180 uj i ^ Ju W.J.J - 

5. Dimetern. Die Form _j_/;_.i_/ ist 80 Mal gebraucht. 
Mehr vereinzelt finden sich andere Formen. 

Die Z&snr nach dem zweiten FnBe fehlt V. 189, 200, 228. 
&in Proceleusmaticas an Stelle des AnafAst steht: 
T. 184 ^ ,:^ ^ .c ] . j. . -L 

2. EnteB Stulmon T. 88S— 455. 

Erste Strophe V. 888-40« « 40T— 480. 



403, 418 
,.A,OOglC 



AHHANO. 133 

Ute atrophe V. «1—438 = «9—465. 



8. Komnoa Y. BM— <B7. 

Eiste Strophe V. 648—646 _ «47 = 660. 



Trimeter 

Zweite Strophe V. 661 f. ~ S6S. 



podoa V. 664—067. 



4. XoBOdle der IpUgoneU T. 897—8»«. 
Trimeter 



Trimeter 
Trimeter 



lAtOO^^IC 



6. Zweites StsBimon T. 108»— 11&2. 

Ente Strophe V. 10S9— llOG = 1106—1132. 



Zweite Strophe V. 1128— U87 — ii88— 1162. 



1126, lUO 



9. Drittes StMlHon V. 12tM— 128S. 

Strophe V. laW— 1268 = 1269—1283. 



DtmizedbvGoOglc 



9. Tmibiwr In LelpilB- 



iiizedbv Google 



iiizedbv Google 



iiizedbv Google 



iiizedbv Google